Trade Republic Depot

Trade Republic Depot

Auf einen Blick:

  • Start im Jänner 2020 angekündigt, durch Corona & Co aber Aufschub auf den Tag X. 
    Aber Trade Republic will noch immer in Österreich starten. Wann ist eben nicht geklärt. Vielleicht im Herbst 2020?
  • 1 € Ordergebühr
  • 0 € Depotgebühr, 0 € Verrechnungskonto
  • Nur 1 Handelsplatz
  • Nicht steuereinfach
  • Nur am Smartphone verfügbar, junger Anbieter mit sehr langen Antwortzeiten

Die Fakten zum Depot im Überblick:

Depotgebühr: 0,00 Euro p.a.
Kontoführung: 0,00 Euro p.a.
Order ab: 1,00 Euro pauschal
Steuereinfach: Nein

Was gibt es zu lesen?

Alternativen zu Trade Republic

Trade Republic hat Anfang Jänner 2020 den Österreich Start angekündigt mit einer Warteliste. Ein halbes Jahr später ist noch immer nichts passiert. Welche Alternativen gibt es für uns Österreicher aber bereits jetzt?

Nicht steuereinfach wie Trade Republic

  • Smartbroker Depot (0€ Depotgebühr, 0€ Verrechnungskonto, ab 0€ Order, aber Negativzinsen unter Umständen)
  • Scalable Broker (0€ Depotgebühr, 0€ Verrechnungskonto, ab 0,99€ Order)

Steuereinfach

  • Flatex Depot (0€ Depotgebühr, 0€ Verrechnungskonto, Negativzinsen, Order ab 7,70€)
  • DADAT Depot (0,09 % Depotgebühr, 10€ Verrechnungskonto, Order ab 6,70€)

Vorteile & Nachteile

Vorteile

  • Rasch & einfach zu eröffnen am Smartphone
  • Wunderbar günstige Konditionen

Nachteile

  • Noch immer nicht gestartet!
  • Nicht steuereinfach
  • Nur 1 Handelsplatz
  • Eingeschränktes Sortiment
  • Nur am Smartphone 

Trade Republic ist eine Internet Finanzunternehmen mit einer Lizenz der deutschen Bafin (FMA Pendant in Deutschland) der Wertpapierhandelsbank. Das Guthaben am Verrechnungskonto wird bei der Solarisbank verwahrt und unterliegt somit deren gesetzlichen deutschen Einlagensicherung. Trade Republic ist in Deutschland im Sommer 2019 mit einem gratis Depot und Wertpapierhandel um 1 Euro gestartet und im Jahr 2020 wurde das Angebot in Deutschland ausgeweitet.

Der Start in Österreich wurde mit Anfang Jänner 2020 bekannt gegeben. Doch dann kam die Covid19 Pandemie und Trade Republic fokussierte sich dann auf Deutschland und ließ Österreich hängen. Bis September 2020 erfolgte kein Start in Österreich und außer, dass Trade Republic weiterhin in Österreich starten will, ist nicht mehr bekannt. 

Update 8.1.2019: In der iOS Version der Trade Republic App gibt es die folgende Information:

„Servus Österreich! Ab sofort kannst du dich in die Warteliste eintragen, um als einer der ersten in Österreich Trade Republic zu nutzen. In den kommenden Wochen schalten wir euch sukzessive von der Warteliste frei, um dauerhaft provisionsfrei Aktien, Derivate und ETFs zu handeln!“

Es bleibt leider weiter bei der Ankündigung. Ein Start soll erfolgen, wann dieser sein soll ist jedoch unbekannt.

Kosten & Gebühren

Depot

Die Depotgebühr bei Trade Republic beträgt 0,00 Euro p.a. Es gibt also keine Depotgebühr. 

  • 0,00 Euro Depotgebühr

Konto

Es gibt bei Trade Republic keine Gebühren für das Verrechnungskonto. Auch gibt es keine Negativzinsen für Guthaben am Verrechnungskonto, welches übriges bei der Solarisbank als Partner geführt wird. Diese unterliegt natürlich der deutschen Einlagensicherung.

  • 0,00 Euro Kontogebühr für das Wertpapier Verrechnungskonto

Order

Die Ordergebühren sind das größte Plus von Trade Republic. Trade Republic gibt als Orderprovision 0,00 Euro an und verweist auf eine Fremdkostenpauschale je Handelsgeschäft von 1,00 Euro. Also insgesamt kostet jede Order 1,00 Euro.

Im Fall von Teilsausführungen wird nur einmalig je Handelstag die pauschale Gebühr für eine Order von 1,00 Euro verrechnet.

Im Unterschied zum Depot bei Revolut gibt es keine Beschränkung der maximalen Order (dort können nur Ordergrößen von maximal 10.000 US-Dollar aufgegeben werden).

Dies gilt jedoch nur, wenn die Order per App ausgeführt wird. Wer die Order per Post ausführen möchte, der muss für diese Dienstleistung tiefer in die Tasche greifen, denn hier kostet die Order 25,00 Euro. Sind aber mittlerweile wohl Ausnahmesituationen, wenn via Post geordert wird.

Günstiger Handelsplatz

Order 1.000 Euro: 1,00 Euro
Order 2.000 Euro: 1,00 Euro
Order 5.000 Euro: 1,00 Euro
Order 10.000 Euro: 1,00 Euro
Berechung Ordergebühr: 1,00 Euro Ordergebühr über LSX (Lang & Schwarz Exchange)
Fremdkostenpauschale wird diese bei Trade Republic tituliert.

Wiener Börse

Order 1.000 Euro: – Euro
Order 2.000 Euro: – Euro
Order 5.000 Euro: – Euro
Order 10.000 Euro: – Euro
Berechung Ordergebühr: Nicht möglich

XETRA

Order 1.000 Euro: – Euro
Order 2.000 Euro: – Euro
Order 5.000 Euro: – Euro
Order 10.000 Euro: – Euro
Berechung Ordergebühr: nicht möglich
Nur Handel an der Lang & Schwarz Exchange zu 1 € Fremdkostenpauschale möglich

NYSE / NASDAQ

Order 1.000 Euro: – Euro
Order 2.000 Euro: – Euro
Order 5.000 Euro: – Euro
Order 10.000 Euro: – Euro
Berechung Ordergebühr:

Warum so günstige Ordergebühren?

Warum kann Trade Republic die Ordergebühren so niedrig anbieten im Vergleich zum Mitbewerb? Gehandelt wird das an der Börse Hamburg betriebenen elektronischen Handelssystem LS Exchange (LS = Lang & Schwarz). Die Kursqualität wird laut den Angaben von Trade Republic börslich überwacht. Die Spreads sind an den Referenzmarkt XETRA, soweit dort handelbar, gebunden. Der Derivatehandel erfolgt außerbörslich direkt mit dem Emittenten HSBC Deutschland.

Dividende

Bei Trade Republic gibt es keine Gebühren bei für Ausschüttungen oder Dividenden. Zumindest gibt es keine eigenen Spesen, fremde Spesen könnten entstehen und diese werden laut Gebührenblatt weiterverrechnet.

  • 0,00 Euro Dividendengebühr

Devisen

Es gibt keine fixe Devisenprovision. Devisenprovision fällt an, wenn Wertpapiere, Dividenden oder Ausschüttungen in Fremdwährung anfallen und in Euro umgerechnet werden müssen. Je nach Fremdwährung wird hier ein kleiner Satz verrechnet, der absolut überschaubar ist. Ein Beispiel gefällig? Wird die Dividende in US-Dollar fällig, so beläuft sich der Spread bei der Umrechnung auf 0,0014 und das ist ausgezeichnet. Die Easybank z. B. verrechnet hier 0,25 % und die Comdirect 1,00 %. Also um die Devisenprovision muss sich der Trade Republic Kunde keine Gedanken machen.

  • Keine Devisenprovision

ETF-Sparplan

Mit November 2019 hat Trade Republic auch Sparpläne eingeführt. Über 350 Sparpläne von iShares und WisdomTree sind hier im Angebot. Diese können gratis ausgeführt werden, der Verkauf kostet dann die reguläre Ordergebühr von 1 Euro.

Für uns Österreicher sind ETFs bei ausländischen Brokern jedoch eine gewisse Herausforderung, denn um die Versteuerung müssen wir Österreicher uns hier selbst darum kümmern. Die ausschüttungsgleichen Erträge die sicherlich bei thesaurierenden Fonds/ETFs anfallen machen einem das Leben schwer. Gleichzeitig gibt es auch keine Garantie, dass ausschüttende ETFs keine ausschüttungsgleiche Erträge haben. Auch die Kontrolle vor Kauf eines ETFs, ob dieser hier bei uns in Österreich auch ein Meldefonds ist, ist dringend zu empfehlen! Die Besteuerung von Nicht-Meldefonds ist ein Graus und definitiv zu vermeiden! Wie das mit den ausschüttungsgleichen Erträgen funktioniert zeigt diese Seite. Österreichische Broker kümmern sich automatisch um die Verrechnung der Steuer für ausschüttungsgleiche Erträge und erhöhen den Anschaffungswert des Fonds zur Vermeidung der Doppelversteuerung. Wie das funktioniert zeigt dieses Praxisbeispiels im Broker-Test.at Experiment.

Leider ist es bei Trade Republic, im Unterschied  zu Flatex & Co nicht möglich, dass ein externes Referenzkonto angegeben wird, von dem der Sparplan ausgeführt wird. So muss zuvor mit einem Dauerauftrag dafür gesorgt werden, dass am Trade Republic Verrechnungskonto genügend Guthaben vorhanden ist, damit der Sparplan ausgeführt werden kann. Bisschen mühsam, aber okay, ist nun mal so.

Gestartet wird ab 10 Euro Rate zum Investieren.

Fonds-Sparplan

Bei Trade Republic gibt es keinen Fonds-Sparplan.

Aktien Sparplan

Mit 2. September 2020 hat Trade Republic auch einen Aktien Sparplan eingeführt. 1.000 Aktien aus Deutschland, Großbritannien, Kanada und den USA können ab 10 Euro Investment geordert werden. Um 0,00 Euro je Ausführung! Was für ein Angebot! Niemand anderer in Deutschland hat ein ähnlich hervorragendes und interessantes Angebot. In der Praxis muss es sich aber noch beweisen, ob die Ausführungs-Spreads auch innerhalb der Börsenöffnungszeiten durchgeführt werden und so im Sinne des Kunden ausgeführt werden.

Geordert werden können somit Aktien von Adidas, Bayer, Apple Amazon, BP, British American Tobacco und und und… aber leider nicht steuereinfach und für uns Österreicher durchaus komplex durch die Dokumentation und eventuelle Beweisführung im Verkaufsfalle, wenn es gilt, den korrekten Durchschnittspreis zu ermitteln.

Wie schon beim ETF Sparplan ist es auch beim Aktien Sparplan so, dass mindestens 10 Euro je Ausführung investiert werden muss. Das ist einer der niedrigsten Beiträge für ETFs.

Hauptversammlung

Wie bei anderen nicht steuereinfachen Angeboten aus Deutschland ist es auch bei Trade Republic so, dass die Aktionäre direkt ins Namensregister eingetragen der deutschen Aktien eingetragen werden.

Wertpapiere

Wer so günstig traden möchte, der muss beim Handelsangebot einige Abstriche machen, denn es ist sehr ausgedünnt.

Wertpapiere

Wer bei Trade Republic traden möchte, der muss sich auf folgende 3 Wertpapier-Arten einschränken:

  • Aktien (7.300 Aktien)
  • Derivate (40.000 Optionsscheine, Knock-Out-Produkte und Faktor-Zertifikate)
  • ETFs (500 ETFs davon knapp über 300 als ETF-Sparplan verfügbar)

Handelszeiten

  • Aktien und ETFs börsentäglich: von 7:30 bis 23:00 Uhr 
  • Derivate: von 8:00 bis 22:00 Uhr

Handelbare Wertpapiere

Aktien: Ja
Anleihen: Nein
Fonds: Nein
ETFs: Ja
ETCs: Ja
CFDs: Nein
Futures: Nein
Optionsscheine: Ja
Zertifikate: Ja
Optionen: Nein
Forex: Nein

Orderzusatz

Market: Ja
Limit: Ja
Stop-Limit: Ja
Stop-Loss-Buy: Nein
Trailing Stop: Nein
Trailing-Stop-Limit: Nein
OCO: Nein
OCO Limit: Nein
Folgeorder: Nein

Ordergültigkeit

Gültig bis (Datum): Nein
Tagesgültig: Ja
Unbefristet: Ja
Wochenultimo: Nein
Monatsultimo: Nein
Ultimo nächster Monat: Nein

News

Datenschutzvorfall bei Scalable: Persönliche Daten in Gefahr!

Ganz schlimmer Datenschutzvorfall bei Scalable Capital! Der Neo Broker und die Vermögensverwaltung von Scalable war nicht nur von Befugten zutrittsfähig! Nein, auch Unbefugte haben darauf zugegriffen und Scalable hat die Kunden am 19. Oktober 2020 gegen 21 Uhr informiert. Zugriff auf alle persönliche Daten durch Unbefugte! In einem zweiseitigen Schreiben hat Scalable die Kunden darüber

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DADAT verbessert Neukunden Aktion

Die DADAT hat schon wieder leicht ihre Neukunden Aktion verbessert. Der Grund liegt vermutlich darin, dass der Nachbar aus Salzburg, die Hello Bank, mit Anfang Oktober mit 25 Free Trades über den Handelsplatz Tradegate wirbt. Da will die DADAT Bank anscheinend nicht nachstehen und wirbt nun zusätzlich zu den bereits gültigen Neukunden Vorteilen mit kostenlosen

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Flatex Next Österreich Start: Q1/2021

Jetzt wissen wir schon mehr! Flatex Next, der Neo Broker von Flatex wird in Österreich im ersten Quartal 2021 starten, während Flatex Next in Deutschland bereits im November 2020 starten soll. Voraussichtlich. In einem Interview mit Finanzbusiness.de (Achtung Paywall!) hat der CEO von Flatex, Frank Niehage, ein wenig mehr verraten, was Flatex vor hat. Flatex

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Tests & Erfahrungsberichte

Auf Broker-Test.at wurde das Depot getestet und bewertet. Ebenso wurden bereits Erfahrungsberichte abgegeben. Mit der Hilfe dieser Informationen, gelingt es ein noch besseres Bild rund um das Angebot des Brokers zu erhalten.

Erlösmodell

Wie verdient Trade Republic Geld? Trade Republic hat ein sehr beschränktes Handelsangebot mit nur einem Zugang zur Börse. Das ist kein Zufall. So werden die Kosten niedrig gehalten. Gleichzeitig gibt es vom Handelspartner (LS Exchange), Market-Makern und Produktherstellern (Blackrock) Rückvergütungen. Die Rückvergütungen liegen angeblich pro Order etwa zwischen zwei und fünf Euro.

Online Banking

Das Online Banking bei Trade Republic ist ein Smartphone Banking, denn es gibt bei Trade Republic nur das Online Brokerage über eine App, welche es für iOS und Android gibt.

Steuereinfach?

Trade Republic wird aller Voraussicht nach nicht steuereinfach in Österreich sein. Hierzu würde es eine Niederlassung in Österreich benötigen. Eine Abfrage in der Unternehmensdaten der Finanzmarktaufsicht zum Stichtag 9. Jänner 2020 zeigt, dass die Trade Republic Bank GmbH hier sehr wohl bereits registriert ist, als WPDL – Notifizierte EWR-Wertpapierfirma, aber nicht mehr. Es sieht also definitiv danach aus, dass Trade Republic ebenso nur aus dem Ausland Geschäfte in Österreich machen möchte, es aber für uns Österreicher nicht möglich ist, den Broker steuereinfach zu nutzen. Schade.

 

 

Depotübertrag

Natürlich kann auch ein Depotübertrag zu Trade Republic gemacht werden, aber mit großen Einschränkungen. Trade Republic verrechnet grundsätzlich keine Gebühren für eingehende Wertpapiere, auch nicht für ausgehende. Es dürfte aber so sein, dass Trade Republic nicht jedes Wertpapier annimmt, bei einem Depotübertrag. Wie wir wissen, führt Trade Republic ca. 7.800 Aktien und ETFs. Wenn das Wertpapier, welches übertragen werden soll zu Trade Republic, nicht geführt wird, so wird es abgelehnt und ein Depotübertrag für dieses Wertpapier kann nicht stattfinden. Die deutsche ING verneint daher nun schon gänzlich einen Depotübertrag, weil Trade Republic sich nur Rosinen rauspickt.

Für uns Österreicher ist ein Übertrag zu Trade Republic wohl auch nicht wirklich interessant, speziell, wenn der Übertrag von einem steuereinfachen Broker stammt. Mit einem Übertrag gehen alle Anschaffungsdaten (die für die Berechnung der Steuer wichtig sind) verloren und können nicht wiederhergestellt werden, bei einem erneuten Rückübertrag zu einem steuereinfachen Broker. 

Eröffnung

Die Eröffnung eines Depots bei Trade Republic erfolgt online über die Smartphone App von Trade Republic, die es für iOS und Android gibt. Mit Stand 8. Jänner 2020 sagt Trade Republic, dass man sich als Österreicher auf eine Warteliste begeben kann und dort dann nach und nach freigeschalten wird.

Achtung TIN – Steuer-Identifikationsnummer wird benötigt!

Zur Eröffnung des Depots bei Trade Republic wird die Steuer-Identifikationsnummer benötigt. Diese findet sich auf der Arbeitnehmerveranlagung bzw. Einkommensteuererklärung und nennt sich dort „Abgabenkontonummer“. Die Abgabenkontonummer sieht so aus XX XXX/XXXX und wird als TIN – Steuer-Identifikationsnummer dann einfach in einer Wurscht geschrieben als XXXXXXXXX (9 Stellen).

Die Eröffnung des Depots soll in weniger als 10 Minuten möglich sein. Die Eröffnung ist sowohl in der Trade Republic Smartphone App möglich als auch am Desktop PC bzw. Notebook über den Webbrowser. Die Eröffnung des Depots erfolgt in 4 Schritten.

  1. Schritt 1: Nutzerkonto anlegen mit den persönlichen Daten
  2. Schritt 2: IBAN des Referenzkontos angeben 
  3. Schritt 3: Identifizierung (Video-Identverfahren über WebID)
  4. Schritt 4: Erfahrungen und Kenntnisse mit Wertpapieren angeben

Speziell der Schritt 3 kann jedoch länger dauern, denn in zahlreichen Facebook Kommentaren auf der Seite von Trade Republic beschweren sich potentielle Neukunden darüber, dass einfach nichts weiter geht (Stand Ende Jänner 2020). Hoffen wir, dass Trade Republic dies für Österreich besser hinbekommen, wobei es wohl nicht der Fall sein wird, dass wir Österreicher eine Fast-Line erhalten bei der Video-Identifizierung. 

War die Video-Legitimierung erfolgreich, so kann über das in der Registrierung angegebene Referenzkonto sogleich auch das Verrechnungskonto bei Trade Republic dotiert werden. Nachdem ein Guthaben vorhanden ist, kann auch schon die erste Order durchgeführt werden.

Bedingungen

Aktuell lauten die Bedingungen noch, dass nur Interessierte mit Wohnsitz und Steuerpflicht in Deutschland eröffnen können, ebenso ist ein deutsches Konto notwendig. Diese Bedingungen werden mit dem Start in Österreich aber aufgeweicht. Mit Februar 2020 geht es dann auch bald schon los für Trade Republic in Österreich.

Die Bedingungen für einen Trade Republic Nutzer aus Österreich

  • Mindestens 18 Jahre
  • dauerhafter Wohnsitz in Österreich
  • Steuerpflicht in Österreich
  • Österreichische Handynummer
  • Österreichisches Bankkonto

Mit Stand 8. Jänner 2020 ist eine Eröffnung bei Trade Republic leider noch nicht möglich, doch gibt es bereits eine Warteliste für Trade Republic in Österreich. Im Moment sieht es aber noch so aus: Wird versucht bei der Anmeldung eine österreichische Handynummer anzugeben, erscheint die Fehlermeldung, dass es sich um keine deutsche Handynummer gibt.

 

 

Bilder & Videos

Aktuell gibt es noch keine Bilder und keine Videos zu Trade Republic in Österreich. Nach dem Start des Low-Cost Brokers in Österreich werden diese Bilder und Videos nachgebracht.

Sicherheit & Seriösität

Das Angebot von Trade Republic ist grundsätzlich seriös. Eine Wertpapierhandelsbank macht mit der Solarisbank, welche einlagengesichert ist, gemeinsam Sache. Das Angebot ist überschaubar und transparent. Von gesetzlicher Seite werden die Auflagen für diese Art von Services erfüllt, ansonsten dürften sie auch nicht am Markt tätig werden.

Als deutsches Bankinstitut mit Zulassung in Österreich wird Trade Republic von der Bundesbank und der BaFin (Bundesaufsicht für Finanzdienstleistungen) beaufsichtigt.

Kritiker könnten darauf hinweisen, dass die App eher auf spielerisches Traden aus ist, als auf nachhaltiges investieren. Buy & Hold Anleger haben bekanntlich wenig Nutzen an einer Smartphone App, denn nur hin und wieder soll doch der Blick ins Depot schweifen und nicht mehrmals am Tag. Muss man auch nicht, doch eine Trading App wie sie Trade Republic anbietet, forciert dann doch das häufigere Starten der App und der nächste Trade steht damit vor der Türe. Darüber sollen sich Trade Republic Interessierte bewusst sein, dass mobile Apps das Tradingverhalten beeinflussen werden, dies ist aber nicht spezifisch für Trade Republic (hin & her macht bekanntlich Taschen leer!).

Einlagensicherung & Anlegerentschädigung

Das Angebot von Trade Republic ist komplex ausgestaltet. Fangen wir beim Verrechnungskonto an.

Das Verrechnungskonto ist ein Sammelkonto, welches bei der Solarisbank liegt. Das Sammelkonto wird als Treuhandkonto geführt, welches laut Angaben von Trade Republic so strukturiert ist, dass die Einlagensicherung je Kunde und je Bank greift im Falle des Falles. Problematisch könnten bei Sammelkonten sein, dass eine eindeutige Zuordnung zum jeweiligen Kunden nicht möglich ist und die Einlagensicherung je Kunde nicht greift. Dies ist aber laut den Angaben von Trade Republic bei dem Treuhand-Sammelkonto bei der Solarisbank aber nicht. 

Das Wertpapierdepot von Trade Republic liegt beim Partner HSBC. Diese kümmern sich um die ordnungsgemäße Verwahrung der Wertpapiere der Kunden. Somit hat Trade Republic sowohl die Guthaben der Kunden als auch die Wertpapiere der Kunden an Partner ausgelagert. Die Wertpapiere die in den Depots von HSBC liegen sind Sondervermögen und werden im Fall des Falles an den Trade Republic Kunden ausgehändigt. Sind aus welchem Grunde auch immer (z. B. Betrug) die Wertpapiere nicht mehr vorhanden, so greift die deutsche Anlegerentschädigung, welche in der Einlagensicherung geregelt ist. Diese besagt, dass 90 % bis zu einem maximalen Betrag von 20.000 Euro erstattet werden.

Kontakt

Die Wertpapierhandelsbank hat seinen Sitz in Berlin. Persönliche Beratung vor Ort gibt es natürlich keine bei diesem Online Angebot.

Trade Republic

Kastanienalle 32

10435 Berlin

Deutschland

service@traderepublic.com

Telefon: 0049 30 5490 6310

www.traderepublic.com

 

Fazit

Trade Republic ist ein Low-Cost Anbieter von ausgewählten Wertpapieren. Leider ist Trade Republic nicht steuereinfach, denn es handelt sich dabei um einen Anbieter aus Deutschland. Im September 2020 ist Trade Republic noch immer nicht in Österreich gestartet, während es in Deutschland nun sogar einen Aktien-Sparplan gibt.

Bei Trade Republic gibt es keine Depotgebühr, jede Order kostet 1,00 Euro pauschal und gehandelt werden können Aktien, ETFs und Derivate. Aufzupassen gilt es natürlich bei ETFs, denn hier handelt es sich um keinen steuereinfachen Broker und fallen ausschüttungsgleiche Erträge bei einem ETF an, so wird es bei der Versteuerung komplex. Generell ist es zu empfehlen, dass ein nicht steuereinfacher Broker nur dann gewählt wird, wenn sich der Interessierte auch tatsächlich darüber bewusst ist, dass die korrekte Versteuerung nun bei einem selbst liegt und dies entweder Zeit oder Geld kostet, der Steuerberater will für seine Leistung Geld sehen.

FAQ

Trade Republic gibt bekannt, dass sie von den Betreibern der Ausführungsplätze (LS Exchange) oder der Kontrahenten der Ausführungsgeschäfte (HSBC) oder von Anbietern von Wertpapieren (z. B. iShares) Zahlungen erhält. Diese Abwicklungskostenzuschüsse belaufen sich auf bis zu 3,00 Euro pro Order bzw. sogar bis zu 17,60 Euro in Ausnahmefällen.

Trade Republic handelt am elektronischen Handelsplatz LS Exchange in Hamburg. In den Öffnungszeiten der XETRA (9:00 bis 17:30 Uhr wochentags) sind die Spreads daran angelegt, außerhalb dieser Öffnungszeiten können die Spreads der Aktien und ETFs deutlich abweichen.

Der Start wurde im Jänner 2020 angekündigt. Im August 2020 ist noch immer kein Start da. Angeblich wegen Corona und Home Office wird der Start immer weiter nach hinten geschoben. Trade Republic will weiterhin in Österreich starten, wann das sein wird, das ist unbekannt.

Nein, Trade Republic wird kein steuereinfacher Broker in Österreich sein. Das haben sie bereits kund getan. Trade Republic Kunden aus Österreich, müssen daher selbst die Steuern abführen.

Die Wertpapiere sind Sondervermögen und gehören dem Kunden. Diese müssen von Trade Republic ausgefolgt werden. Für den unwahrscheinlichen Fall, dass die Wertpapiere nicht gefunden werden, gibt es die deutsche Anlegerentschädigung in der Höhe von 90 % bis zu einem Wert von maximal 20.000 Euro. Das Guthaben am Verrechnungskonto ist durch die deutsche Einlagensicherung gedeckt. Bis zu 100.000 Euro sind durch einen Einlagensicherungsfonds abgesichert.

Andreas von Broker-Test.at
Andreas ist Gründer und der Kopf hinter Broker-Test.at – er ist begeisterter Privatanleger, 1998 begann alles mit einem 20.000 Schilling Investment in die damalige Aktie des ehemals staatlichen Konzerns, der VA Tech (heute Primetals). Seit 2014 wird mit dieser Seite versucht mehr Transparenz für Interessierte und Anleger zu schaffen. 👉🏽 Mehr über mich und die Geschichte zu Broker-Test.at gibt es hier zum Nachlesen. 👉🏽 Zum Newsletter von Broker-Test.at kann hier die E-Mail Adresse eingetragen werden.

Fragen & Kommentare

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Hallo Andreas!

Wie würdest Du Trade Republic nutzen, als nicht steuereinfachen Broker? Dividenden? Oder erst mal Finger davon lassen und auf eine österreichische Niederlassung warten?

Ich weiss noch nicht welche interessanten Wertpapiere es konkret bei Lang & Schwarz gibt. Interessiere mich aber sehr für US Dividenden Aktien. Wäre diese Kombination interessant, wenn man bereit ist die Steuergeschichte selbst in die Hand zu nehmen?

LG Stefan

PS: Einer der hoffnungsvollen ersten Wartelistenmenschen im Ö-Land.

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