Ausschüttungsgleiche Erträge: Besteuerung und How-To mit ausländische Broker

Ausschüttungsgleiche Erträge: Besteuerung und How-To mit ausländische Broker

Das Wichtigste zusammengefasst

  • Wenn steuereinfacher Broker, so kümmert sich dieser um die ordnungsgemäße Versteuerung der ausschüttungsgleichen Erträge – die hier vorfindbaren Informationen dienen lediglich zum Nachvollziehen
  • Was sind ausschüttungsgleiche Erträge und wann fallen diese an? Wie kann ich als Privater herausfinden, warum mir mein steuereinfacher Broker ausschüttungsgleiche Erträge abgerechnet hat, ich eine Steuerzahlung habe, obwohl ich gar keine Erträge erhalten habe? Hier gibt es die Auflösung!
  • Auf my.oekb.at können Sie die ausschüttungsgleichen Erträge ansehen/herunterladen und selbst nachvollziehen. Ihr Broker rechnet mit diesen Daten ab. Gemeldet werden diese vom steuerlichen Vertreter des Fonds. Inklusive Erklärvideo!
  • Hat man keinen steuereinfachen Broker, sprich einen Broker im Ausland, so muss die Versteuerung selbst in die Hand genommen werden. Dies ist komplex, wurde aber dank einer verbesserten Meldestruktur 2020 leichter.

In diesem Ratgeber

Die hier dargestellten Informationen wurden nach besten Wissen und Gewissen erstellt, dennoch kann sich ein Fehler eingeschlichen haben oder sich die Sachlage ändern. Nutzen Sie doch die Kommentarfunktion am Ende der Seite, um auf etwaige Fehler aufmerksam zu machen.

Die hier vorfindbaren Informationen können falsch sein bzw. sich durch Gesetzgebung, Rechtsprechung oder auch durch Erlässe der Finanzverwaltung verändern und natürlich kann die Besteuerung der Einzelperson auch noch durch verschiedene individuelle Parameter abhängen. All diese Faktoren sind hier natürlich nicht berücksichtigt und daher ist es wohl für jeden empfohlen sich an das Finanzamt oder einen Steuerberater zu wenden, welcher über die persönliche Situation bescheid weiß und so passende Beratung erfolgen kann.

Achtung: Wenn Sie einen steuereinfachen Broker haben der sich um die Abführung der Kapitalertragsteuer kümmert, so kümmert sich dieser auch um alles rund um das Thema ausschüttungsgleiche Erträge. Es ist nichts zu tun. Die hier bereitgestellten Informationen können jedoch dazu dienen, dieses Thema besser zu verstehen.

Was sind ausschüttungsgleiche Erträge?

Handelt es sich um einen Meldefonds, so können bei diesem ausschüttungsgleiche Erträge entstehen. Der ausschüttungsgleiche Ertrag wird gemäß § 186 Abs. 2 Z 3 InvFG 2011 ermittelt.

Ausschüttungsgleiche Erträge fallen meistens bei thesaurierenden Fonds an, können aber auch bei ausschüttenden Fonds anfallen. Die ausschüttungsgleichen Erträgen setzen sich aus den ordentlichen und außerordentlichen Erträgen des Fonds zusammen.

Video

Inländischer Broker oder ausländischer Broker

Mit einem ausländischen Broker haben Sie meist kostengünstigere Spesen, aber Sie haben sicherlich auch einen höheren Aufwand mit den steuerlichen Belangen. Auch wenn Broker wie Smartbroker, Trade Republic, DEGIRO damit werben, dass dort fast zum Nulltarif ETFs gekauft werden können, kann die jährliche Arbeit mit der korrekten Abführung der Steuer ein erheblicher Aufwand werden und birgt natürlich auch ein Risiko in sich. Sie sind dafür verantwortlich, dass alles korrekt abgeführt wird!

Ausschütter oder thesaurierender Fonds?

Es wird in der Veranlagung zwischen ausschüttenden und thesaurierenden Fonds unterschieden. Meist ist es so, dass ausschüttende Fonds Ausschüttungen haben und thesaurierende Fonds eben die ausschüttungsgleichen Erträge.

Es gibt jedoch keine Garantie darauf und es ist gar nicht so selten, dass auch ein Ausschütter ausschüttungsgleiche Erträge hat. Seien Sie sich dessen bewusst und später nicht erstaunt, dass es hier keine „Sortenreinheit“ gibt.

my.oekb.at liefert die Steuerdaten für Meldefonds

In diesem Video können Sie zusehen, wie Sie zu den Informationen der ausschüttungsgleichen Erträge auf Profitweb kommen und welche Zeilen im Dokumenten-Download dann für Sie wichtig sind. Alternativ gibt es auch die darunter vorfindbare Anleitung. Der im Beispiel erwähnte Fonds ist ein Fonds, welcher in US-Dollar notiert (Umrechnung zum Stichtag nicht vergessen).

LU0392494562 Lyxor MSCI World (LUX) UCITS ETF IDie gehen my.oekb.at und und geben dort die ISIN Ihres Fonds ein. Die Abhandlung des Beispiels erfolgt mit dem ETF Vanguard FTSE All-World UCITS ETF (USD) Distributing welcher in US-Dollar notiert  mit der ISIN „IE00B3RBWM25“. Herausgegeben wird dieser von Vanguard Funds plc.

Aufruf von Vanguards Vanguard FTSE All-World UCITS ETF (USD) Distributing

Danach erhalten Sie das Ergebnis von my.oekb.at und Sie können hier nun die Details zum Fonds ansehen und gegebenenfalls sogar als CSV-Datei herunterladen. Wir möchten uns die Steuerdaten ansehen und sehen bereits bei der Übersicht, dass es sich hier um einen Fonds (bzw. ETF) handelt, welcher seit 22.5.2013 ein KESt-Meldefonds in Österreich ist. 

KESt-Meldefonds seit 2013 - das sagt my.oekb.at

Seit Dezember 2020 sind die notwendigen Informationen auf einen Blick leicht ersichtlich und das sogar rückwirkend über viele Jahre! Kein aufwendiges Suchen mehr, sondern alles schön übersichtlich auf einer Seite bzw. in einem Bereich für den Anleger.

Hier sind die ausschüttungsgleichen Erträge angeführt

Hier eine andere Jahresmeldung des ETF „Lyxor MSCI World (LUX) UCITS ETF I“ mit der ISIN LU0392494562. Die grün markierten Felder zeigen, dass jeweilige Meldedatum bzw. können über die Pfeile zu früheren Meldungen navigiert werden und natürlich auch heruntergeladen werden.

Jahresdatenmeldung Jahresdatenmeldung

Genau mit diesen Daten kann die E1kv rasch und korrekt ausgefüllt werden. Die Angaben in der Meldung sind je Fondsanteil und je nachdem in welcher Währung der Fonds notiert, muss eventuell noch der Fondsanteil in Euro umgerechnet werden und am Ende mit der Anzahl der Fondsanteil zum Zeitpunkt der Meldung multipliziert werden. Die Währung des Fonds zeigt sich ebenso im Stammblatt des Fonds auf my.oekb.at

Den jeweils aktuellen Umrechnungskurs bei Notierung in Fremdwährung zum Meldestichtag kann am besten hier abgerufen werden: Wechselkurs der EZB am Tage der steuerlichen Meldung. Erfolgt die Meldung my.oekb.at z. B. am 6. Dezember 2019, so suchen Sie sich den Umrechnungskurs dazu. Zum 6.12.2019 war z. B. der Umrechnungskurs des Euro zum US-Dollar bei 1,2114. Nimmt man das obige Beispiel des ETFs „IE00B3RBWM25“ her, so sind die ausschüttungsgleichen Erträge in der höhe von 1,6943 US-Dollar umgerechnet dann 1,39862968 Euro ausschüttungsgleicher Ertrag pro Stück in Euro von dem die 27,50 %ige Kursgewinnsteuer abgeführt werden muss. Sie müssen hier nur noch herausfinden, wie viele Stück Sie denn am Meldestichtag in Ihrem Depot hatten. Es zählt hier der Zuflusszeitpunkt.

Hinweis: Damit es zu keiner Dopppelbesteuerung kommt, wird der Anschaffungswert Jahr für Jahr erhöht. Dafür gibt es bei den gemeldeten Daten der OeKB eine eigene Zeile „Die Anschaffungskosten des Fondsanteils sind zu korrigieren um“. Zum Zeitpunkt des Verkaufs des Wertpapieres wird somit der erhöhte Anschaffungswert berücksichtigt und so kommt es es zur korrekten Besteuerung.

Die Anschaffungskosten des Fondsanteils sind zu korrigieren um

Drei wichtige Hinweise:

  1. Auch Ausschütter können in ihren Jahresmeldungen ausschüttungsgleiche Erträge haben. Oftmals kann es sogar auch so sein, dass die Ausschüttungen unter ausschüttungsgleiche Erträge gemeldet werden.
  2. Es wird darauf hingewiesen, dass allfällige AIF-Einkünfte noch gesondert erklärt werden müssen. Überprüfen Sie daher über den Reiter „Ertragssteuerliche Behandlung“ ob ihr Fonds keine AIF-Einkünfte führt.
  3. Handelt es sich um einen Ausschütter der die Ausschüttungen nicht über den steuerlichen Vertreter an die OeKB meldet, so sind die Ausschüttungen auch noch gesondert zu versteuern und in der Einkommensteuererklärung anzugeben.

Wenn Sie nun noch Fragen oder Ergänzungen zu diesem Beitrag über ausschüttungsgleiche Erträge von thesaurierenden Meldefonds und wo Sie die notwendigen Daten zur korrekten Versteuerung des Fonds finden können, so nutzen Sie die Kommentarfunktion dieses Artikels.

 

Steuereinfachen Broker verwenden

Die ausschüttungsgleichen Erträge selbst zu versteuern, da ein ausländischer Broker verwendet wurde, ist eine komplexe Sache, die von vielen wohl unterschätzt wurde, als man sich für einen Broker im Ausland entschied. Man spart sich dort wohl den einen oder anderen Euro, doch ist man bei der korrekten Versteuerung dann ganz auf sich selbst gestellt, denn die Informationen die man vom Broker aus dem Ausland erhält sind nur rudimentär und keine wirkliche Unterstützung. Wenn Sie die Zeit rechnen, welche Sie dafür aufwenden an die richtigen Zahlen zu kommen und diese in Ihre Einkommensteuererklärung einzusetzen, so könnte es passieren, dass sich die günstigeren Broker Preise im Ausland dann doch nicht rechnen.

Achtung: Die ausschüttungsgleichen Erträge nicht zu versteuern ist überhaupt keine gute Idee, denn die Broker aus dem EU-Ausland sind natürlich dazu verpflichtet die Depotinhaber an ihre nationalen Steuerbehörden zu melden und diese wiederum melden weiter an die österreichischen Finanzbehörden. Die Meldung ist sehr umfangreich und das Finanzamt weiß also bescheid über Ihr Depot. Geregelt ist dieser Austausch mit dem Zauberwort „Common Reporting Standard“. Einen eigenen Beitrag zu diesem Thema finden Sie hier.

Wenn Sie sich all den Ärger und die Mühen ersparen wollen, so verwenden Sie einen steuereinfachen Broker, welcher Ihnen die Arbeit abnimmt und für Sie die Steuer abführt. Günstige Broker mit Sitz in Österreich sind Flatex, DADAT und die Hello Bank. Online Broker wie die DADAT, Hello Bank oder auch die Bankdirekt haben sehr oft Neukundenaktionen die auch für die Gebühren für den Depotübertrag aufkommen. Auch als Bestandskunde lohnt sich eine Nachfrage beim Broker, wie es denn aussieht, wenn Sie ihre Wertpapiere, in diesem Fall Fonds bzw. ETF, zu einem anderen Broker transferieren möchten.

Besteuerung von ausschüttungsgleiche Erträgen mit ausländischen Brokern (Degiro, Onvista, Trade Republic, Smartbroker, Comdirect, Consorsbank)

Es ist alles einfacher, wenn ein steuereinfacher Broker mit Sitz oder Niederlassung in Österreich verwendet wird, wie es bei Flatex, Hello Bank, DADAT, Easybank, etc. der Fall wäre. Will man dennoch den schweren und harten Weg gehen, so muss man die oben beschriebenen Daten für den ETF erheben und in das Formular E1kv, welches das Finanzamt anbietet, eintragen. Wie kommt man zum Formular E1kv für das jeweilige Jahr? Sie müssen dazu die Möglichkeit haben, eine Einkommensteuererklärung abzugeben. Falls Sie dies bereits können, so starten Sie beim Punkt b) los, wenn Sie bislang eine Arbeitnehmerveranlagung gemacht haben, so starten Sie bei Punkt a) los – sie müssen sich zuerst in die Einkommensteuererklärung optieren.

a) Sie verwenden im Moment noch eine Arbeitnehmerveranlagung um eine Steuererklärung durchzuführen?

Wechseln Sie bitte zur Einkommensteuererklärung, denn nur dort gibt es das notwendige Formular E1kv. Um einen Erklärungswechsel von Arbeitnehmerveranlagung auf Einkommensteuererklärung durchzuführen, steigen Sie auf FinanzOnline ein, klicken danach im Menü auf „Eingaben > Anträge > Erklärungswechsel“ und dort wählen Sie den „Wechsel zur Einkommensteuererklärung“ aus. In diesem Beitrag wird der Erklärungswechsel detailreich erklärt. Nach dieser Aktion erhalten Sie die Bestätigung, dass der Erklärungswechsel erfolgreich durchgeführt wurde.  Nun können Sie bei b) fortfahren.

b) Sie machen bereits eine Einkommensteuererklärung?

Um die ausschüttungsgleiche Erträge ordnungsgemäß zu versteuern, wählen Sie in FinanzOnline das Formular E1kv aus (E1kv Beilage zur Einkommenssteuererklärung E1 für Einkünfte aus Kapitalvermögen). 

Achtung, EURO-Beträge einfügen: Achten Sie davor unbedingt darauf, dass Sie bei Fonds in Fremdwährungen zuerst die ausschüttungsgleichen Erträge der Fremdwährung in Euro umrechnen zum Kurs am Meldesichttag.

Bei einem steuereinfachen Broker versteuert dieser die ausschüttungsgleichen Erträge, über die Kennazl 937 können Sie die ausschüttungsgleichen Erträge von Fonds bei einem ausländischen Broker selbst versteuern: 

Kennzahl 937:

Ausschüttungsgleiche Erträge 27,5% (Kennzahlen 936 oder 937) Achtung: allfällige AIF-Einkünfte sind gesondert zu erklären

Kennzahl 998: 

Anzurechnende ausländische (Quellen)Steuer auf Einkünfte, die dem besonderen Steuersatz von 27,5% unterliegen (Kennzahl 984 oder 998)

Kennzahlen in der Beilage E1kv der Einkommensteuererklärung
In der Beilage E1kv zur Einkommensteuererklärung müssen die richtigen Kennzahlen ausgefüllt werden – mittlerweile ist das aber keine große Zauberei mehr.

 

 

 

 

 

 

 

 

Weil man es nicht oft genug sagen kann, auch hier wieder der Hinweis:

Alle Angaben ohne Gewähr und nach besten Wissen und Gewissen erstellt!

Die hier dargestellten Informationen wurden nach besten Wissen und Gewissen erstellt, dennoch kann sich ein Fehler eingeschlichen haben oder sich die Sachlage ändern. Nutzen Sie doch die Kommentarfunktion am Ende der Seite, um auf etwaige Fehler aufmerksam zu machen.

Die hier vorfindbaren Informationen können falsch sein bzw. sich durch Gesetzgebung, Rechtsprechung oder auch durch Erlässe der Finanzverwaltung verändern und natürlich kann die Besteuerung der Einzelperson auch noch durch verschiedene individuelle Parameter abhängen. All diese Faktoren sind hier natürlich nicht berücksichtigt und daher ist es wohl für jeden empfohlen sich an das Finanzamt oder einen Steuerberater zu wenden, welcher über die persönliche Situation bescheid weiß und so passende Beratung erfolgen kann.

Die einfachste Alternative zu all diesem Steuerkram ist es natürlich, wenn Sie sich einen steuereinfachen Broker suchen oder finden Sie den Aufwand überschaubar? Nehmen Sie sich einen Steuerberater dafür, oder versuchen Sie es auf eigene Faust?

In diesem Beitrag wird das Thema Versteuerung von Fonds und ETFs nochmals genauer betrachtet und erklärt.

Fazit

Das Thema Besteuerung von ausschüttungsgleichen Erträgen ist definitiv kein einfaches Thema und erfordert so einiges an Hirnschmalz. Ob die oben gemachten Ausführungen korrekt sind, das entzieht sich meiner Kenntnis. Sie sind auf jeden Fall nach besten Wissen und Gewissen erstellt und werden immer wieder aktualisiert. 

Handelt es sich um einen ausländischen Meldefonds, so liefert dieser über seinen steuerlichen Vertreter die Steuerdaten über Meldungen an die Österreichische Kontrollbank (OeKB), welche dieser auf der Website profitweb.at veröffentlicht. Von dort holt sich der steuereinfache Broker diese Daten und rechnet die Steuer im Namen des Kunden ab. Haben Sie keinen steuereinfachen Broker, so müssen Sie sich selbst das nötige Wissen aneignen und die Daten von Profitweb herunterladen, aufbereiten und schlussendlich über Ihre Einkommensteuer-Erklärung versteuern. Das Finanzamt und ein Steuerberater sind hier Ihre Hilfestellungen, damit auch alles mit rechten Dingen zugeht. 

Hinweis zu den Kommentaren

Andreas, muss ich jetzt bei meinem ETF mit der ISIN nun den Wert x in das Feld y meiner Einkommensteuererklärung einfügen?

Fragen wie diese sind persönliche Fragen die nur eine Steuerberatungskanzlei passend und treffend beantworten kann. Bitte um Verständnis, dass ich keine persönliche Beratung anbieten kann – daher entweder selbst die Entscheidung treffen oder die ExpertInnen der Steuerberatungskanzleien aufsuchen. Oder… noch einfacher, einen steuereinfachen Broker verwenden!

Andreas von Broker-Test.at
Andreas ist Gründer und der Kopf hinter Broker-Test.at – er ist begeisterter Privatanleger, 1998 begann alles mit einem 20.000 Schilling Investment in die damalige Aktie des ehemals staatlichen Konzerns, der VA Tech (heute Primetals). Seit 2014 wird mit dieser Seite versucht mehr Transparenz für Interessierte und Anleger zu schaffen. 👉🏽 Mehr über mich und die Geschichte zu Broker-Test.at gibt es hier zum Nachlesen. 👉🏽 Zum Newsletter von Broker-Test.at kann hier die E-Mail Adresse eingetragen werden.
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335 Kommentare
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Hallo Andreas, danke für deine Arbeit! Eines ist mir noch nicht ganz klar: sind AgE jedes Jahr zu besteuern oder erst wenn ich den Kursgewinne realisiert habe – sprich, muss ich meine AgE aus 2021 nächstes Jahr versteuern, auch wenn ich meine Etfs nicht verkauft habe?

Hallo Andreas, ich finde sehr viel Erklärungen sehr super – danke!
Kämpfe selbst mit der Steuererklärung und die Meldefonds…
Kannst Du mir zwei Fragen beantworten: „Jahresdatenmeldung vom 12.07.2020“ (bei OeKB) ist gleich „Meldestichtag“, bzw DER Stichtag für AgE´s/Anzahl Anteile usw??
Eine Jahresdatenmeldung/Meldestichtag im Sommmer 2020 gilt für das Geschäftsjahr 2019 des Fonds – und für meine Steuererklärung 2019 oder doch 2020???
Bei Nicht-Meldefonds ist es doch irgendwie um noch ein Jahr verschoben – oder habe ich es falsch verstanden?
SEEEHR dankbar für eine schnelle Antwort! 🙂

Vielen Dank, Andreas!
Die Antworten der zwei ersten Fragen machen Sinn und passen sehr gut für mich 🙂 – danke!
Die dritte Frage hätte eigentlich nicht „Nicht-Melde-Fonds“ sein, sondern „Nichtmelde-Fonds MIT SELBSTNACHWEIS“… – da wird doch alles um noch ein Jahr vorwärts geschoben, oder?
„Ausschüttungen werden im Ausschüttungsjahr veranlagt“ heißt, dass die Ausschüttungen 2020 in der Steuererklärung für 2020 bearbeitet werden, habe ich es richtig verstanden?
Tue mir mit den Redewendungen in der Fachsprache doch manchmal schwer… 😉

Hallo @Andreas, kannst du mir sagen wie es sein kann, dass bei einem ETF die Anschaffungskosten um einen negativen Wert zu erhöhen sind (also zu verringern), wie es zB. beim FTSE All-World und auch deinem Beispiel-Screenshot der Fall ist?
Damit steigt ja jährlich die Steuerlast, da die Differenz vom aktuellen Kurs immer größer wird?
In der Theorie würden so die AK ja auch irgendwann Richtung 0 gehen bzw. sogar negativ, wie kann das sein?
Danke dir!

Hallo „testaccount“, ja das ist ein großen Problem, konkret bei allen ausschüttenden (!) Fonds / ETFs, bei denen der steuerliche Vertreter KEINE Ausschüttungsmeldungen sondern lediglich eine Jahresmeldung erstellt. Der Vanguard FTSE All World unterscheidet sich in den Steuerdaten der OeKB auch massiv in der ausschüttenden und in der thesaurierenden Variante. Da eben keine Ausschüttungsmeldungen vorliegen müsstest du die erhaltenden Dividenden versteuern und noch dazu die AgE sowie die (negative) Korrektur der Jahresmeldung. Das ist für mich einerseits nich nachvollziehbar und andererseits liegt m.E. eine Doppelbesteuerung vor, allerdings möchte ich persönlich nicht mit dem Finanzamt diskutieren müssen, da die publizierten Steuerdaten… Weiterlesen »

Danke für deine Antwort. Irgendwas kann hier wirklich nicht stimmen, sehe auch eine Doppelbesteuerung wie du. Alternativ wäre es wohl möglich den ETF zu einem steuereinfachen Broker zu übertragen? Oder gibt’s da dann erst recht wieder dasselbe Problem, nämlich dass dann halt der Broker den Anschaffungskurs jährlich entsprechend nach unten korrigiert weil die sich ja genauso an dieselben Daten wie wir halten?
LG

Hallo,
die „steuereinfachen“ Broker der Wahl in Österreich haben zwar (aber eben auch nur diesen) einen Vorteil und man erkauft sich dies mit z.T. unverhältnismässig und im internationalen Vergleich sehr sehr hohen Kosten. Das ist es mir nicht Wert.

Ich selbst bin bei einem kosenfreien deutschen Broker und führe als buy&hold relativ viele Transaktionen im Jahr durch und wie oben erwähnt ist mein Ausweg aus diesem Dilemma die Verwendung von thesaurierenden (Vanguard-) ETFs bzw. bei ausschüttenden ETFs jene auszusuchen, die für jede Dividendenzahlung auch eine Ausschüttungsmeldung vornehmen.
BG

Sorry, aber das ist falsch. Du musst die Ausschüttungen beim Vanguard FTSE All-World nicht doppelt versteuern, sie sind bereits in den AgE enthalten:
https://www.broker-test.at/steuern/etfs-und-fonds-versteuern/#myoekbat_vormals_Profitweb_Steuerdaten_erheben

„Praxis Tipp: Oft ist es so, wie z. B. im obigen Beispiel auch gleich ersichtlich, dass ein ausschüttender Fonds im Zuge der Jahresmeldung seine Ausschüttungen erst meldet. Hier ist es ein einfaches, genau so wie oben beschrieben vorgehen wie bei einem thesaurierenden Fonds, denn die ausgeschütteten Erträge werden nicht gesondert angeführt sondern in einem, in den ausschüttungsgleichen Erträgen.“

Hi Andreas, ich habe eine Frage, und zwar habe ich mehrere ETFs bei der ING Deutschland, wohne aber in Österreich. Bei den meisten konnte ich die ausschüttungsgleichen Beträge auch gut ermitteln, dann bin ich aber auf den xtrackers s&p 500 gestossen. Bei Ausschüttungsgleichen Erträgen steht dort 10,99, wenn ich jetzt 200 stück besitze wären das ja 2100$ ungefähr. Die Kursgewinne für zB 2020 liegen aber nur bei knapp 900€. Wie kann das sein, dass die Ausschüttungsgleichen Erträge höher sind als die Kursgewinne? Oder verstehe ich das total falsch? Noch eine Frage wäre, was die verschiedenen Meldedaten bedeuten, gibt es für… Weiterlesen »

vielen dank schonmal, das verstehe ich soweit.
also müsste ich für diesen ETF für das jähr 2020 10,99*200=2200$ versteuern?
und das mache ich dann für jeden ETF in meinem Portfolio so nehme ich an.
kannst du mir sagen, warum grade bei diesem ETF die ausschüttungsgleichen Erträge so hoch sind, bei meinen anderen ETFs sind sie deutlich geringer?
Grüße

Hallo Andreas, ich habe noch eine Verständnisfrage zu „die Anschaffungskosten sind zu korrigieren um“. Ich interpretiere das wie folgt… Ist der veröffentlichte Wert negativ, so sinkt der Einstandskurs, mein Kursgewinn steigt und ich muss bei Verkauf des ETF mehr KESt zahlen. Ist der veröffentlichte Wert positiv, so steigt der Einstandskurs, mein Kursgewinn sinkt und ich muss bei Verkauf des ETF weniger KESt zahlen. Verstehst du das genauso? Wie machst du das in der Praxis? Bei jeder Meldung mitnotieren, um wie viel der Einstandskurs fiktiv zu korrigieren ist bzw. das auf myOeKB nachschauen, wenn es zum Verkauf kommt? Ein ETF wird… Weiterlesen »

Hallo Andreas,
das Thema ist wirklich höchst intransparent. Danke für deine Einschätzung und dass du deine Erfahrungen teilst – finde ich super.
Gruß
Nik

Hey Andreas, eine Sache ist für mich und viele andere noch immer unklar. Wäre interessant zu wissen, wie du das handhabst. Ein Beispiel: – Wir kaufen im Februar 2020 den Ausschüttenden Vanguard FTSE All-World auf einem Auslandsdepot und bekommen 2020 3x Ausschüttungen ausbezahlt. – Im Jänner 2021 kommt die Jahresmeldung raus, die wir zwecks Besteuerung herannehmen und die Beträge in die 2021er ESt-Erklärung eintragen. – Da die Jahresmeldung auch alle Ausschüttungen unter den agE summiert, führen wir auf die erhaltenen Ausschüttungen nicht zusätzlich 27,5% KESt in der 2020er ESt-Erklärung ab, da wir sonst doppelt Steuern auf die selben Ausschüttungen zahlen… Weiterlesen »

Du hast recht, den Teil hab ich scheinbar übersehen! 🙂
„Oft ist es so, wie z. B. im obigen Beispiel auch gleich ersichtlich, dass ein ausschüttender Fonds im Zuge der Jahresmeldung seine Ausschüttungen erst meldet. Hier ist es ein einfaches, genau so wie oben beschrieben vorgehen wie bei einem thesaurierenden Fonds, denn die ausgeschütteten Erträge werden nicht gesondert angeführt sondern in einem, in den ausschüttungsgleichen Erträgen. “

Danke Andreas! Freut mich, dass ich mit meiner Annahme richtig lag.

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