Ausschüttungsgleiche Erträge: Besteuerung und How-To mit ausländische Broker

Die hier dargestellten Informationen wurden nach besten Wissen und Gewissen erstellt, dennoch kann sich ein Fehler eingeschlichen haben oder sich die Sachlage ändern. Nutzen Sie doch die Kommentarfunktion am Ende der Seite, um auf etwaige Fehler aufmerksam zu machen.

Die hier vorfindbaren Informationen können falsch sein bzw. sich durch Gesetzgebung, Rechtsprechung oder auch durch Erlässe der Finanzverwaltung verändern und natürlich kann die Besteuerung der Einzelperson auch noch durch verschiedene individuelle Parameter abhängen. All diese Faktoren sind hier natürlich nicht berücksichtigt und daher ist es wohl für jeden empfohlen sich an das Finanzamt oder einen Steuerberater zu wenden, welcher über die persönliche Situation bescheid weiß und so passende Beratung erfolgen kann.[/su_note]

Bei thesaurierenden Fonds fallen oftmals ausschüttungsgleiche Erträge (AgE ) an, welche versteuert werden müssen. Bei einem inländischen Broker übernimmt diese Versteuerung der ausschüttungsgleichen Erträge der Broker, bei einem ausländischen Broker ist der Steuerpflichtige selbst dafür verantwortlich seinen Fonds bzw. dessen ausschüttungsgleiche Erträge korrekt zu versteuern. Gleich ob Sie nun einen inländischen oder ausländischen Broker nutzen und dort einen thesaurierenden Fonds haben, es ist stets interessant, wie Sie den zu den Zahlen kommen um den Fonds korrekt zu versteuern bzw. um die Abrechnung Ihres Brokers nachvollziehen zu können. Hat man zum Zufluss-Zeitpunkt, also dem Meldezeitpunkt, der auschüttungsgleichen Erträge Anteile am Fonds, so müssen diese ausschüttungsgleichen Erträge versteuert werden.

Alle Angaben ohne Gewähr und nach besten Wissen und Gewissen erstellt!

Die hier dargestellten Informationen wurden nach besten Wissen und Gewissen erstellt, dennoch kann sich ein Fehler eingeschlichen haben oder sich die Sachlage ändern. Nutzen Sie doch die Kommentarfunktion am Ende der Seite, um auf etwaige Fehler aufmerksam zu machen.

Die hier vorfindbaren Informationen können falsch sein bzw. sich durch Gesetzgebung, Rechtsprechung oder auch durch Erlässe der Finanzverwaltung verändern und natürlich kann die Besteuerung der Einzelperson auch noch durch verschiedene individuelle Parameter abhängen. All diese Faktoren sind hier natürlich nicht berücksichtigt und daher ist es wohl für jeden empfohlen sich an das Finanzamt oder einen Steuerberater zu wenden, welcher über die persönliche Situation bescheid weiß und so passende Beratung erfolgen kann.

Meldefonds oder Nicht-Meldefonds

Achten Sie darauf, dass Sie einen Meldefonds haben. Ein Meldefonds hat in Österreich einen steuerlichen Vertreter. Bestimmte Auslandsfonds haben keinen steuerlichen Vertreter und deren steuerliche Behandlung ist komplex und wird auch pauschal durchgeführt. Die Bemessungsgrundlage für die AgE wird nach einer Schätzformel ermittelt. Meist ist es so, dass durch diese Schätzformel es zu einer höheren steuerlichen Belastung des Fondsinhabers kommt. Genereller Tipp daher: Achten Sie daher beim Kauf, dass es sich um einen Meldefonds handelt.

Inländischer Broker oder ausländischer Broker

Mit einem ausländischen Broker haben Sie meist kostengünstigere Spesen, aber Sie haben sicherlich auch einen höheren Aufwand mit den steuerlichen Belangen. Auch wenn Broker wie DEGIRO damit werben, dass dort zum Nulltarif ETFs gekauft werden können oder zumindest sehr günstig, kann die jährliche Arbeit mit der korrekten Abführung der Steuer ein erheblicher Aufwand werden.

Ausschütter oder thesaurierender Fonds?

Es wird in der Veranlagung zwischen ausschüttenden und thesaurierenden Fonds unterschieden, in der Besteuerung gibt es hier den Unterschied, dass bei Substanzgewinnen (auch ausschüttungsgleiche Erträge genannt) im Jahr des Substanzgewinns nur 60 % der Steuerlast abgeführt werden und die restlichen 40 % beim Verkauf des Fonds fällig werden. Somit gibt es bei einem thesaurierenden Meldefonds einen kleinen steuerlichen Vorteil.

Ausschüttungen werden stets mit 100 % der 27,50 % Kapitalertragsteuer besteuert.

Profitweb liefert Ihnen die Daten zu den ausschüttungsgleichen Erträgen und der Steuer

In diesem Video können Sie zusehen, wie Sie zu den Informationen der ausschüttungsgleichen Erträge auf Profitweb kommen und welche Zeilen im Dokumenten-Download dann für Sie wichtig sind. Alternativ gibt es auch die darunter vorfindbare Anleitung. Der im Beispiel erwähnte Fonds ist ein Fonds, welcher in US-Dollar notiert (Umrechnung zum Stichtag nicht vergessen).


Sie gehen auf Profitweb und und geben dort die ISIN Ihres Fonds ein. Die Abhandlung des Beispiels erfolgt mit dem ETF MSCI Emerging Markets UCITS ETF I (T)/USD  mit der ISIN „LU0635178014“, welcher von ComStage verwaltet wird.

Danach erhalten Sie das Ergebnis von Profitweb und Sie können hier nun die Details zum Fonds als PDF herunterladen oder Sie sehen sich die Steuerdaten des Fonds an. Wir möchten uns die Steuerdaten ansehen und sehen bereits bei der Übersicht, dass es sich hier um einen Fonds (bzw. ETF) handelt, welcher seit 2.6.2014 ein KESt-Meldefonds in Österreich ist. Mit einem Klick auf Steuerdaten gehts dann weiter.

Das Ergebnis bietet in der ganz rechten Spalte ein Excel-Icon. Mit einem Klick darauf lädt man sich eine Excel-Datei herunter mit den letzten Steuerdaten des Fonds. In diesem Fall wurden die Daten am 2.1.2018 gemeldet und betreffen das abgelaufene Fonds-Geschäftsjahr welches von 1.7.2016 bis 30.6.2017 lief.

In der Excel Datei die Sie hier erhalten haben Sie sehr viele Daten die es zu bewältigen gilt. Für Sie sind im Regelfall folgende Punkte in der Excel-Datei interessant bzw. wichtig:

  • Punkt 4. Steuerpflichtige Einkünfte
  • abzüglich Punkt 3.3.2 Inlandsdividenden steuerfrei gem. §10 KStG
  • abzüglich Punkt 5. Summe Ausschüttungen vor Abzug KESt, ausgenommen an die Meldestelle bereits gemeldete unterjährige Ausschüttungen
  • abzüglich Punkt 5.4 In der Ausschüttung enthaltene Substanzauszahlung

Bei diesem Beispiel des ETFs MSCI Emerging Markets UCITS ETF I (T)/USD mit der ISIN „LU0635178014“ wurden einige Zeilen ausgeblendet und nur noch die Zeilen mit den Nummern 4, 3.3.2 sowie 5. und 5.4 dargestellt. Diese sind für die Berechnung der ausschüttungsgleichen Erträge notwendig.

Aufpassen müssen Sie natürlich auch noch, in welcher Währung der Fonds gemeldet wird, denn im Falle einer Fremdwährung müssen Sie diese natürlich noch in Euro umrechnen. Macht dies nicht Ihr Broker für Sie, verwenden Sie dazu am besten den Wechselkurs der EZB am Tage der steuerlichen Meldung. Erfolgt die Meldung lt. Profitweb z. B. am 2. Jänner 2018, so suchen Sie sich den Umrechnungskurs dazu. Zum 2.8.2018 war z. B. der Umrechnungskurs des Euro zum US-Dollar bei 1,2065. Nimmt man das obige Beispiel des ETFs „LU0635178014“ her, so sind die ausschüttungsgleichen Erträge in der höhe von 3,3517 US-Dollar umgerechnet dann 2,77803564 Euro ausschüttungsgleicher Ertrag pro Stück in Euro von dem die 27,50 %ige Kursgewinnsteuer abgeführt werden muss.

Hat man 500 Stück dieses ETFs so ergibt sich daraus eine Schuld von 1.389,01782 Euro (500 Stück * 2,77803564 Euro). Von diesem Betrag berücksichtigt man nun die 60 % der Kapitalertragsteuer von 27,50 % was einen Endbetrag von 229,18 Euro ergibt (60 % von 381,97 Euro).

Hinweis: Damit es zu keiner Dopppelbesteuerung kommt, wird der Anschaffungswert Jahr für Jahr mit dem bereits versteuerten Wert der Substanzgewinne erhöht. Zum Zeitpunkt des Verkaufs des Wertpapieres wird somit der erhöhte Anschaffungswert berücksichtigt und so kommt es es zur korrekten Besteuerung.

In den Investmentfondsrichtlinien 2018 werden die notwendigen Schritte rudimentär so beschrieben.

Weitere Fälle von ausschüttungsgleichen Erträge – selten, können aber vorkommen:

Es gibt zwei weitere Fälle die auftreten können. Z. B. gibt es bereits unterjährige Ausschüttungen die aber nicht bei der Ausschüttung selbst an Profitweb (OeKB), sondern mit der Jahresmeldung als „bereits ausgezahlte, nicht gemeldete Ausschüttungen“ gemeldet wurden. Ist dies der Fall, so müssen Sie anhand Ihres Depotauszugs feststellen, wie viele Ausschüttungen Sie in diesem Jahr erhalten haben und wie hoch diese waren. Jede dieser Ausschüttung ist natürlich auch mit 27,50 % zu versteuern. Ist der Fall so gelagert, dass unter 12.9 „Auf bereits ausgezahlte, nicht gemeldete Ausschüttungen abgezogene KESt“ die steuerpflichtigen Einkünfte im Rahmen dieser Jahresmeldung höher sind, so ergibt sich ein negativer ausschüttungsgleicher Ertrag. Die negativen ausschüttungsgleichen Erträge werden mit den bereits erhaltenen Ausschüttungen des Depotauszugs saldiert und dieser Saldo wird der Besteuerung unterzogen.

Ein weiterer Fall ist der, dass unterjährige Ausschüttungen bereits an Profitweb (OeKB) gemeldet wurden. Hier ist es dann so, dass gleich die Kennzahl 12 „Österreichische KESt, die durch Steuerabzug erhoben wird“ verwendet werden kann, denn diese wird auf 100 % hochgerechnet.

Wenn Sie nun noch Fragen oder Ergänzungen zu diesem Beitrag über ausschüttungsgleiche Erträge von thesaurierenden Meldefonds und wo Sie die notwendigen Daten zur korrekten Versteuerung des Fonds finden können, so nutzen Sie die Kommentarfunktion dieses Artikels.

Steuereinfachen Broker verwenden

Die ausschüttungsgleichen Erträge selbst zu versteuern, da ein ausländischer Broker verwendet wurde, ist eine komplexe Sache, die von vielen wohl unterschätzt wurde, als man sich für einen Broker im Ausland entschied. Man spart sich dort wohl den einen oder anderen Euro, doch ist man bei der korrekten Versteuerung dann ganz auf sich selbst gestellt, denn die Informationen die man vom Broker aus dem Ausland erhält sind nur rudimentär und keine wirkliche Unterstützung. Wenn Sie die Zeit rechnen, welche Sie dafür aufwenden an die richtigen Zahlen zu kommen und diese in Ihre Einkommensteuererklärung einzusetzen, so könnte es passieren, dass sich die günstigeren Broker Preise im Ausland dann doch nicht rechnen.

Achtung: Die ausschüttungsgleichen Erträge nicht zu versteuern ist überhaupt keine gute Idee, denn die Broker aus dem EU-Ausland sind natürlich dazu verpflichtet die Depotinhaber an ihre nationalen Steuerbehörden zu melden und diese wiederum melden weiter an die österreichischen Finanzbehörden. Die Meldung ist sehr umfangreich und das Finanzamt weiß also bescheid über Ihr Depot. Geregelt ist dieser Austausch mit dem Zauberwort „Common Reporting Standard“. Einen eigenen Beitrag zu diesem Thema finden Sie hier.

Wenn Sie sich all den Ärger und die Mühen ersparen wollen, so verwenden Sie einen steuereinfachen Broker, welcher Ihnen die Arbeit abnimmt und für Sie die Steuer abführt. Günstige Broker mit Sitz in Österreich sind Flatex, DADAT und die Hello Bank:

BrokerAktionBewertungDepot eröffnen
  • Jeder Neukunde der bis 27.5.2019 ein Konto über flatex eröffnet (Datum der Kontoeröffnung), bezahlt bis zum Jahresende nur 3,80 Euro pro Trade an der Wiener Börse oder an einem deutschen Börsenplatz. Die jeweilige Fremdgebühr pro anfallendem Trade trägt der Kunde.
  • 3,80 Euro pro Trade gelten für 6 Monate ab Depoteröffnung
  • Als Neukunde zählt, wer zum Zeitpunkt der Kontoeröffnung kein über flatex vermitteltes Einzel- oder Gemeinschaftskonto/Depot bei der FinTech
    Group Bank AG hat und eine natürliche Person ist.
 
Website
  • bis 250 € Übertragsspesen Rückerstattung (mind. 2000 € pro Position)
  • Keine Gebühren für Orders im außerbörslichen Handel mit Premium Partner bis zu einer Höhe von 50.000 €
  • nur 2,95 Euro Kauf- bzw. Verkaufsspesen für 6 Monate ab Depoteröffnung bei börslichen Transaktionen bis 25.000 €
  • bis 80% Rabatt auf Ausgabeaufschläge bei Fonds für 6 Monate ab Depoteröffnung
  • keine Depotgebühr bis Ende 2019
 
Website
hellobank.at
  • bis 200 € Übertragsspesen Rückerstattung
  • nur 3,95 Euro Kauf- bzw. Verkaufsspesen für 6 Monate ab Depoteröffnung
  • 90% Rabatt auf Ausgabeaufschläge bei Fonds für 6 Monate ab Depoteröffnung
  • keine Depotgebühr bis Ende 2019
Website
  • Wertpapierhandel um 1 Euro für 3 Monate
  • Keine Depotgebühr bis Ende 2020
  • Übernahme der Übertragsspesen bis 1.000,- Euro und nur 1.000 Mindestwert einer jeden Position
Website

Das DADAT DEPOT und das Depot der Hello Bank überzeugen durch die zahlreichen Aktionen (keine Depotgebühr bis Ende 2019).  Bei Flatex überzeugen die dauerhaft niedrigen Gebühren (keine Depotgebühr, keine Kosten für das Verrechnungskonto) – nachteilig ist der Negativzins auf Guthaben am Verrechnungskonto. Online Broker wie die DADAT, Hello Bank oder auch die Bankdirekt haben sehr oft Neukundenaktionen die auch für die Gebühren für den Depotübertrag aufkommen. Auch als Bestandskunde lohnt sich eine Nachfrage beim Broker, wie es denn aussieht, wenn Sie ihre Wertpapiere, in diesem Fall Fonds bzw. ETF, zu einem anderen Broker transferieren möchten.

Versteuerung von ausschüttungsgleiche Erträge mit ausländischen Brokern (Degiro, Onvista, Banx, CapTrader, Lynx & Co)

Es ist alles einfacher, wenn ein steuereinfacher Broker mit Sitz oder Niederlassung in Österreich verwendet wird, wie es bei Flatex, Hello Bank, DADAT, Easybank, etc. der Fall wäre. Will man dennoch den schweren und harten Weg gehen, so muss man die oben beschriebenen Daten für den ETF erheben und in das Formular E1kv, welches das Finanzamt anbietet, eintragen. Wie kommt man zum Formular E1kv für das jeweilige Jahr? Sie müssen dazu die Möglichkeit haben, eine Einkommensteuererklärung abzugeben. Falls Sie dies bereits können, so starten Sie beim Punkt b) los, wenn Sie bislang eine Arbeitnehmerveranlagung gemacht haben, so starten Sie bei Punkt a) los – sie müssen sich zuerst in die Einkommensteuererklärung optieren.

a) Sie verwenden im Moment noch eine Arbeitnehmerveranlagung um eine Steuererklärung durchzuführen?

Wechseln Sie bitte zur Einkommensteuererklärung, denn nur dort gibt es das notwendige Formular E1kv. Um einen Erklärungswechsel von Arbeitnehmerveranlagung auf Einkommensteuererklärung durchzuführen, steigen Sie auf FinanzOnline ein, klicken danach im Menü auf „Eingaben > Anträge > Erklärungswechsel“ und dort wählen Sie den „Wechsel zur Einkommensteuererklärung“ aus. Nach dieser Aktion erhalten Sie die Bestätigung, dass der Erklärungswechsel erfolgreich durchgeführt wurde. Mit diesem Erklärungswechsel ändert sich für Sie nicht wirklich etwas, denn die bisherigen Positionen Ihrer Arbeitnehmerveranlagung können Sie natürlich weiterhin wie gewohnt durchführen und haben nun die Möglichkeit auch die ausschüttungsgleichen Erträge die bei einem ausländischen Broker angefallen sind, ordnungsgemäß über das Formular E1kv abzuführen. Nun können Sie bei b) fortfahren.

b) Sie machen bereits eine Einkommensteuererklärung?

Um die ausschüttungsgleiche Erträge ordnungsgemäß zu versteuern, wählen Sie in FinanzOnline das Formular E1kv aus (E1kv Beilage zur Einkommenssteuererklärung E1 für Einkünfte aus Kapitalvermögen). Bei den meisten Meldefonds wird es wohl so sein, dass einzig im Punkt 4. „Steuerpflichtige Einkünfte“ Beträge zu finden sind, welche zu besteuern sind. Aber Kontrolle ist besser und so sollte man auch alle andere Punkte aus der Excel Datei genauer untersuchen.

Achtung, EURO-Beträge einfügen: Achten Sie davor unbedingt darauf, dass Sie bei Fonds in Fremdwährungen zuerst die ausschüttungsgleichen Erträge der Fremdwährung in Euro umrechnen zum Kurs am Meldesichttag.

Kennzahl 898: 

5. Summe Ausschüttungen vor Abzug KESt, ausgenommen an die Meldestelle bereits gemeldete unterjährige Ausschüttungen

minus 

5.4 In der Ausschüttung enthaltene Substanzauszahlung

Kennzahl 937:

4. Steuerpflichtige Einkünfte

minus

3.3.2 Inlandsdividenden steuerfrei gem. §10 KStG

Kennzahl 936:

3.3.2 Inlandsdividenden steuerfrei gem. §10 KStG

Kennzahl 899:

11.1 KESt auf Inlandsdividenden

Kennzahl 998:

12.4 Minus anrechenbare ausländische Quellensteuer

Weil man es nicht oft genug sagen kann, auch hier wieder der Hinweis:

Alle Angaben ohne Gewähr und nach besten Wissen und Gewissen erstellt!

Die hier dargestellten Informationen wurden nach besten Wissen und Gewissen erstellt, dennoch kann sich ein Fehler eingeschlichen haben oder sich die Sachlage ändern. Nutzen Sie doch die Kommentarfunktion am Ende der Seite, um auf etwaige Fehler aufmerksam zu machen.

Die hier vorfindbaren Informationen können falsch sein bzw. sich durch Gesetzgebung, Rechtsprechung oder auch durch Erlässe der Finanzverwaltung verändern und natürlich kann die Besteuerung der Einzelperson auch noch durch verschiedene individuelle Parameter abhängen. All diese Faktoren sind hier natürlich nicht berücksichtigt und daher ist es wohl für jeden empfohlen sich an das Finanzamt oder einen Steuerberater zu wenden, welcher über die persönliche Situation bescheid weiß und so passende Beratung erfolgen kann.

Die einfachste Alternative zu all diesem Steuerkram ist es natürlich, wenn Sie sich einen steuereinfachen Broker suchen oder finden Sie den Aufwand überschaubar? Nehmen Sie sich einen Steuerberater dafür, oder versuchen Sie es auf eigene Faust?

115
Hinterlasse einen Kommentar

32 Comment threads
83 Thread replies
6 Followers
 
Most reacted comment
Hottest comment thread
29 Comment authors
  Subscribe  
Benachrichtige mich zu:
Jochen

Hallo,

ist das obige Rechenbeispiel mit „LU0635178014“ noch aktuell? Ich habe mal, als Übung für einen ausländischen Broker, die Berechnungen meines steuereinfachen Brokers nachgerechnet.

Der steuereinfache Broker hat für die KESt den Eintrag „12. Österreichische KESt, die durch Steuerabzug erhoben wird“ aus dem Profitweb mal die Anzahl der Fondsanteile genommen und in Euro umgerechnet.
Weiterhin wurden die Anschaffungskosten um „6.1 Korrekturbetrag ausschüttungsgleicher Ertrag für Anschaffungskosten“ mal die Anzahl der Fondsanteile in Euro erhöht.

Dabei kommt etwas deutlich anderes heraus als im obigen Rechenbeispiel.

Danke!

Jochen

Ich habe mir jetzt noch einmal genau das Beispiel mit „LU0635178014“ angeschaut (und nicht wie oben einen anderen Fond, den ich bei meinem steuereinfachen Broker im Depot halte). Grund für den Unterschied war, dass „LU0635178014“ unter dem Punkt „12.4 Minus anrechenbare ausländische Quellensteuer“ den Eintrag 0,0000 hat. Falls dieser Eintrag nicht 0 ist (wie bei meinem Fond), muss man die anrechenbare ausl. Quellensteuer noch von der berechneten KESt abziehen.

Viele Grüße!

Herbert

Sehr informative Seite, super. Leider erst jetzt gefunden. Ich persönlich habe 2 Broker. Bei Captrader habe ich ausschließlich meine US-Wertpapiere, geht alles ganz easy. Die Quellensteuer wird ja bei den Dividenden automatisch abgezogen und mit der Steuererklärung ist das auch relativ einfach. Aber für nicht US-Wertpapiere habe ich mir Anfang des Jahres auch ein Depot bei einem Österreichischen-Broker, bei Dadat eingerichtet. Das vereinfacht die Sache denn ich habe auch keinen Schimmer wie das laufen würde mit der Quellensteuer bei Aktien z.B aus Russland wenn ich die bei Captrader hätte. Dort habe ich nun meine Aktien aus China-Russland und dem Euro-Raum.… Weiterlesen »

Moritz

Danke erstmal danke für den hilfreichen Artikel! 🙂

Nun meine Frage… Ich habe mir im März 2019 einen Sparplan(IE00B8GKDB10) bei der Comdirect eingerichtet.
Ich bin Österreicher und es handelt sich um einen ausschüttenden Fonds, betrifft mich jetzt die kommende Jahresmeldung vom 1.1.2020?
Ich bin jetzt total verwirrt, da es sich ja um einen Ausschütter handelt, es sich aber dennoch Zahlen in den Feldern 4., und 5. befindet (zumindest in den Vorjahren)
Wann muss ich jetzt das erste mal meine AgE steuerlich angeben?
Danke im voraus
Moritz

Tobias

verstehe ich das richtig, sobald sich im Feld 4. eine Zahl befindet handelt es sich hierbei um ausschüttungsgleiche Erträge?

Larissa

Hallo Ich habe mir auf der Seite einiges durchgelesen da ich auch auf der Suche nach einem Broker bin. Möchte ebenfalls in Dividenden-Aktien investieren. Wie es scheint ist es als „normaler“ Aktienkäufer doch ratsamer einen einheimischen steuereinfachen Broker zu nehmen. Gleiche Sprache/Land bei evtl. Rückfragen. Denn ein Steuerberater wenn man keinen privat kennt kostet ja auch was. Außerdem kann sich ja immer was ändern bei diesem ganzen Steuerzeugs. Ich hätte auch DADAT ins Auge gefasst. Andererseits bleibt mir unter dem Strich aber wohl dennoch am Jahresende weniger übrig als wenn ich einen Ausländischen Broker nehme. Aber da muss man wohl… Weiterlesen »

Thomas

Hi

Das passt hier wohl nicht ganz rein, weis aber nicht wo ich es sonst hinschreiben sollte.
Ich habe mein Depot bei Captrader und die Quellensteuer wird dort gleich abgezogen, das passt.

Mein Problem ist, das ich Wertpapiere eines Unternehmens mit Sitz in Großbritannien habe und ich muss da anscheinend die Ausländische Quellensteuer selbst abführen.
Leider hat man mir das vorher nicht mitgeteilt das ich das selber machen muss und der Broker das nur für US-Aktien selbst erledigt.

Jemand eine Ahnung wie ich nun vorgehen muss?

Stefan

Hallo, erstmal Danke für deine Mühe und die ganzen Informationen! Ich glaube, es jetzt zumindest ein wenig besser zu verstehen 🙂 Zwei Dinge sind mir aber noch nicht ganz klar. 1) „Damit es zu keiner Dopppelbesteuerung kommt, wird der Anschaffungswert Jahr für Jahr mit dem bereits versteuerten Wert der Substanzgewinne erhöht. Zum Zeitpunkt des Verkaufs des Wertpapieres wird somit der erhöhte Anschaffungswert berücksichtigt und so kommt es es zur korrekten Besteuerung.“ Prinzipiell versteh ich das aber wie sieht das in der Realität bei einem ausländischen Broker aus? Muss ich selbst Protokoll führen, welche Summen ich bereits versteuert habe und welchen… Weiterlesen »

Tobias

Funktioniert die Besteuerung eines ausschüttenden ETF’s genauso wie oben erwähnt oder gilt das nur für thesaurierende? Wenn es anders funktioniert, dann wie? 🙂

Ben

Nachtrag zu meinem untenstehenden Beitrag — typisches Praxisbeispiel mit Frage: * ETF IE00B4L5Y983; iShares Core MSCI World UE USD(Acc) * dieser ist bei DEGIRO kostenfrei und damit sicherlich für viele von uns Österreichern von Interesse Die relevanten Kennzahlen aus dem EXCEL der Jahresmeldung 2018 von profitweb sind KZ 3.3.2 — 0,0 USD KZ 4 — 1,6997 USD KZ 5 — 0,0 USD KZ 5.4 — 0,0 USD KZ 12 — 0,3427 USD ==> Kennzahl 12 passt mit KZ 4 aufs erste nicht überein, da 0,3427 / 0,275 = 1,2462 USD Unter Berücksichtigung der KZ 12.4 — 0,1245 USD (Minus anrechenbare… Weiterlesen »

Ben

Liebe KollegInnen von broker-test.at, vielen herzlichen Dank und auch Lob für Eure ausführlichen Tests und Anleitungen! Ich selbst bin „buy & hold“ Anleger auf mehrere ETFs und habe ein Depot bei flatex.at und nun auch bei DEGIRO, da mir das Kostenmodell besser zusagt und ich mir Kostenersparnisse erwarte. Obwohl Angestellter ist bei mir (wegen Vermietung) steuertechnisch bereits auf Einkommenssteuer „umgestellt“. Nun zu meinen ersten 😉 Fragen bzgl. Versteuerung von ETFs: Grundprämisse: Ausschließlich Meldefonds laut profitweb. Fall 1 ) ausschüttender ETF A: während eines Kalenderjahres wird von DEGIRO der Betrag X.- in EURO gutgeschrieben (umgerechnet von USD oder GBP u.s.w.). Ist… Weiterlesen »

Bernhard

Hallo und erstmal herzlichen Glückwunsch zu dieser gelungenen Community! Die Seite ist so etwas wie die Anlaufstelle Nr. 1 rund um Fragen zu Broker und der Steuer für den Privatgebrauch. So habe ich auch mich zu diesem Thema hier inspirieren lassen und die Gelegenheit genutzt, das Thema der Fondsbesteuerung nochmals eigenständig durchzuackern. Ich bin dabei auf – für mich – völlig neue Erkenntnisse gestoßen, die so in dieser Form auch hier noch nicht zu finden sind. Quelle hierfür sind die Investmentfondsrichtlinien (InvFR) 2018 des BMF in der derzeit (April 2019) aktuellen Fassung vom Juli 2018: https://findok.bmf.gv.at/findok/resources/pdf/0c52ac50-ce37-4f10-b952-ac7d4f71ffc6/74706.1.-1.X.pdf Daraus lassen sich in… Weiterlesen »

Daniel

Servus Andreas,

erstmal danke für den hilfreichen Artikel!
Ich habe mir im Dezember 2018 einen Sparplan(IE00B5BMR087) bei Onvista eingerichtet, sprich mit Dez.18 meine ersten Anteile an dem ETF gekauft.
Ich bin Österreicher und es handelt sich um einen thesaurierenden Fonds, betrifft mich jetzt die Jahresmeldung vom 2.1.2019? (Geschäftsjahr: 1.8.2017 – 31.7.2018).
Ich bin jetzt total verwirrt, im Geschäftsjahr besaß ich ja noch keine Anteile am Tag der Jahresmeldung jedoch schon…
Wann muss ich jetzt das erste mal meine AgE steuerlich angeben?

Danke im voraus & LG
Daniel