ETFs: Fragen & Antworten

ETFs: Fragen & Antworten

In diesem Ratgeber

ETFs

Exchange Traded Funds, börsengehandelte Fonds, sind in den letzten Jahren modern geworden. Der Grund hierfür liegt sicherlich in der breiten Streuung, den günstigen laufenden Kosten und einer intensiven und meist positiven Berichterstattung. Der Zugang zu ETFs ist sehr niederschwellig, sie können über Börsen gekauft werden.

Manche Broker bieten zudem auch Sparpläne auf ETFs an. Damit können in regelmäßigen Abständen um einen bestimmten Betrag ETF-Anteile gekauft werden. Diese Vorgehensweise wird gerne für den langfristigen Vermögensaufbau in Anspruch genommen.

Fragen und Antworten

Ein Exchange Traded Fund (kurz ETF) ist ein börsengehandelter Fonds. Es handelt sich dabei um einen (passiven) Investmentfonds der an der Börse gehandelt wird ist ein Investmentfonds, der an einer Börse gehandelt wird. Grundsätzlich wird ein ETF im Unterschied zu einem aktiven Investmentfonds nicht von der emittierende Kapitalanlagegesselschaft erworben oder veräußert, sondern an einer Börse gehandelt. 

Ein Melde-ETF ist das Pendant zum Melde-Fonds. Ein Melde-ETF meldet über einen steuerlichen Vertreter in Österreich die zu versteuernden Erträge. Die Steuerdaten werden an die Oesterreichische Kontrollbank (OeKB) gemeldet, welche diese Daten dann auf der Plattform Profitweb.at veröffentlichen. Mit den gemeldeten Erträgen können die Institute die Kapitalertragsteuer für die Erträge des ETFs berechnen und für den Kunden an das Finanzamt abführen.

Das Gegenteil zu einem Melde-ETF ist ein Nicht-Melde-ETF. Hier gibt es keinen steuerlichen Vertreter in Österreich und so wird dieser ETF pauschal versteuert. Die Basis für diese Pauschalbesteuerung von Nicht-Melde-ETFs ist jeweils der höhere Wert von einer der beiden folgenden Werte:

90 % des Unterschiedsbetrages zwischen dem Anteilswert zu Beginn und zum Ende des Kalenderjahres oder
10 % des letzten Anteilswertes im Kalenderjahr.

Ein ETF Sparplan investiert in regelmäßigen Abständen einen bestimmten Geldbetrag zum aktuellen ETF-Kurs. Der ETF wird zuvor festgelegt bei der Aufgabe der Anlage eines ETF Sparplans. Der ETF Sparplan kann jederzeit storniert werden. Es gibt keine Bindefristen. 

Sparplan ist eigentlich der falsche Begriff, denn es wird nichts bespart, sondern vielmehr investiert. Es handelt sich daher eigentlich um einen Investplan in Wertpapiere, genauer in einen ETF. In Abständen von meist einem Monat oder einmal im Quartal wird der fixe Geldbetrag zum aktuellen Kurs in ETF-Stücke umgewandelt und diese ETF Stücke und Bruchstücke dem Wertpapierdepot gutgeschrieben. Aus der Sicht eines Österreichers ist es zu empfehlen, dass der ETF-Sparplan bei einem steuereinfachen Broker läuft, damit die steuerlichen Herausforderungen vermieden werden. Der ETF-Sparplan Vergleich zeigt auf, welche Institute einen ETF-Sparplan anbieten und ob dieser Broker auch steuereinfach für Österreicher ist.

Hier auf dieser Seite gibt es einen Vergleich dazu: https://www.broker-test.at/sparplan/etf/ – wichtig ist hier wohl, dass es sich um einen steuereinfachen Broker handelt. Die Versteuerung von Sparplänen bei einem Broker im Ausland ist ein Riesenaufwand! Die Anwendung des Durchschnittspreisverfahren, so wie der regelmäßige Check der Versteuerung der ausschüttungsgleichen Erträge (egal ob Ausschütter oder Thesaurier) ist richtig viel Aufwand!

Die Idee ist, dass ein ETF alle Erträge ausschüttet und nicht thesauriert, also anhäuft im ETF selbst. Es ist aber nicht so, dass bei einem ausschüttenden ETF garantiert werden kann, dass keine Thesaurierung stattfindet und so kann es sehr wohl so sein, dass bei einem ausschüttenden ETF es zu einer Thesaurierung kommt. Umgekehrt ist dies natürlich auch im Fall des möglichen, dass ein thesaurierender ETF eine Ausschüttung hat.

Bei einem steuereinfachen Broker ist dies auch kein großes Problem. Bei einem nicht steuereinfachen Depot denkt sich so mancher Investor, wähle ich einen ausschüttenden ETF und weiß somit stets darüber bescheid, was ich zu versteuern habe, nämlich die Ausschüttungen des ETFs. Leider ist dies mitunter vielleicht doch nicht so trivial, denn wie oben beschrieben kann es sein, dass der ETF auch thesauriert und somit „Auschüttungsgleiche Erträge“ anfallen.

Synthetische ETFs werden auch SWAP-ETFs oder ETFs mit indirekter Replikation genannt. Damit ist gemeint, dass die Replikationsmethode, also jene Methode die der ETF wählt um den gewählten Index nachzustellen, synthetisch ist und der ETF gar nicht die dazugehörigen Wertpapiere des ETFs selbst hält.

Der synthetische ETF schließt einen Vertrag mit einem Finanzinstitut ab. Dieses Institut verpflichtet sich die Rendite des Index zu liefern, gegen eine Gebühr. Die Gefahr ist das Kontrahentenrisiko. Fällt das Institut aus (Konkursfall), so hat der Anbieter des ETFs nichts in der Hand. Synthetische ETFs können den Index deutlich genauer mit weniger Aufwand nachbilden, was sich auf die Indexgenauigkeit (Tracking Error) positiv auswirkt und natürlich auch auf die Kosten des ETFs.

Ein physischer ETF besitzt die Wertpapiere des Index tatsächlich und auch im „richtigen“ Verhältnis. Speziell in kleinen, illiquiden Märkten ist dies eine Herausforderung genau dies zu bewerkstelligen. Gleich

Grundsätzlich eher einmal im Jahr bei der Jahresmeldung. Dennoch kann es auch unterjährig zu Steuerzahlungen kommen. Die Tendenz ist aber allemal einmal jährlich. Ausnahmen bestätigen die Regel.

Es gibt Ausführungskosten bei jedem Broker. Diese Kosten variieren je nach Anbieter. Hier eine Auflistung der unterschiedlichen Kosten und Gebühren bei Flatex, DADAT, Hello Bank, FFB, DKB und Onvista (DKB und Onvista sind nicht steuereinfach).

ETF Sparplan Vergleich

Neben den Kosten für die Ausführung gibt es je nach Anbieter auch noch die Depotgebühr und eventuell auch Kosten für das Verrechnungskonto. Beim Verkauf von ETF-Anteilen fallen die jeweiligen Kosten des Brokers für den Verkauf von ETFs an.

ATC Gebühren: ATC ist die Abkürzung für Additional Trading Costs. Additional Trading Costs: Flatex und FFB verrechnen bei manchen ETFs ATC, das sind zusätzliche Kosten die bei der Ausführung des ETFs entstehen. Wie hoch diese sind, kann nicht pauschal beantwortet werden, sondern hängt mit dem jeweiligen ETF zusammen. Man kann davon ausgehen, dass die ATCs max. 0,6 % betragen, meist sogar deutlich darunter.

iShares ist die ETF-Produktgruppe der berühmten us-amerikanischen Fondsgesellschaft BlackRock. iShares gehört zu den weltweit größten ETF-Anbietern. Alle iShares ETFs sind Indexfonds welche an die Entwicklung eines bestimmten Index wie z. B. DAX oder S&P500 gekoppelt sind.

MSCI ist ein us-amerikanischer Dienstleister, die MSCI Inc. Unter anderem bietet das Unternehmen auch Aktienindeces an und aus diesem Grund ist der Begriff „MSCI“ auch bekannter. Viele ETF-Anbieter bilden einen der Indeces von MSCI nach.  Der wohl berühmteste Index ist der MSCI World. Der ist ein Aktienindex und beinhaltet über 1.600 Aktien aus 23 Industrieländern. Die im Index abgebildeten börsennotierten Unternehmen werden nach der jeweiligen Marktkapitalisierung gewichtet. 

Ein ETC ist ein Exchange Traded Commodity. Das sind börsengehandelte Wertpapiere mit denen in die Anlageklasse Rohstoffe investiert werden kann. Sie sind dabei eine Sonderform von Zertifikaten, denn sie sind in der Regel unbefristet und besicherte Schuldverschreibungen des Emittenten.

Die besten ETFs? Diese Frage ist nicht seriös zu beantworten, denn die Investitionsbedürfnisse sind unterschiedlich und so kann ein ETF für den einen passen, für einen anderen nicht.

Ein Indikator für den besten ETF können das Investitionsvolumen sein, die Assets under Management (AuM). Wie viele Anlegergelder werden darin bereits verwaltet. Extraetf.com hat zum Stand Juli 2020 folgende Reihung:

  • iShares Core S&P 500 UCITS ETF
  • Vanguard S&P 500 UCITS ETF
  • iShares Core MSCI World UCITS ETF
  • iShares Core € Corp Bond UCITS ETF
  • iShares Core MSCI EM IMI UCITS ETF

Andreas von Broker-Test.at
Andreas ist Gründer und der Kopf hinter Broker-Test.at – er ist begeisterter Privatanleger, 1998 begann alles mit einem 20.000 Schilling Investment in die damalige Aktie des ehemals staatlichen Konzerns, der VA Tech (heute Primetals). Seit 2014 wird mit dieser Seite versucht mehr Transparenz für Interessierte und Anleger zu schaffen. 👉🏽 Mehr über mich und die Geschichte zu Broker-Test.at gibt es hier zum Nachlesen. 👉🏽 Zum Newsletter von Broker-Test.at kann hier die E-Mail Adresse eingetragen werden.
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