ETF Sparplan Experiment

ETF Sparplan Experiment

Das Wichtigste in Kürze

  • 2 ETFs bei 10 verschiedenen Online Broker als Sparplan anlegen
  • Antworten auf die Fragen finden:
    • Wie funktioniert die Anlage von ETF Sparplänen?
    • Wie sieht der ex-Ante Kostenausweis aus? Ist dieser verständlich?
    • Wann und wo werden die ETF Anteile gekauft?
    • Wie sieht der Informationsflow aus bei Ausführung des Sparplans?
    • Wie sehen die Kaufabrechnungen aus?
    • Wie sehen die Abrechnungen für Ausschüttungen und ausschüttungsgleiche Erträge aus?

In diesem Ratgeber

Vorstellung des Experiments

Ein neues Experiment, ETF Sparpläne! ETFs regelmäßig kaufen bei 10 verschiedenen Brokern und sich ansehen, wie denn die Anlage klappt, wie die Kosten aussehen und und und… Insgesamt sollen im Rahmen des Experiments Antworten auf die folgende Fragen geliefert werden:

  • Wie funktioniert die Anlage von ETF Sparplänen?
  • Wie sieht der ex-Ante Kostenausweis aus? Ist dieser verständlich?
  • Wann und wo werden die ETF Anteile gekauft?
  • Wie sieht der Informationsflow aus bei Ausführung des Sparplans?
  • Wie sehen die Kaufabrechnungen aus?
  • Wie sehen die Abrechnungen für Ausschüttungen und ausschüttungsgleiche Erträge aus?
ETF Sparplan Experiment: Einen ETF Sparplan als Österreicher anlegen in der Praxis
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Im Test sind die folgenden 10 Broker:

  1. DADAT Bank*
  2. Hello Bank*
  3. Flatex*
  4. FFB*
  5. Scalable
  6. Smartbroker
  7. Comdirect
  8. Consorsbank
  9. Onvista
  10. DKB

* Diese Broker sind steuereinfache Broker. Alle anderen Broker sind nicht steuereinfach und im Ausland beheimatet.

Im Experiment werden diese beiden ETFs gekauft:

  1. iShares NASDAQ-100 UCITS ETF (ISIN DE000A0F5UF5), physisch, ausschüttend, Fondswährung USD, Handelswährung EUR, Meldefonds
  2. iShares Core MSCI World UCITS ETF (ISIN IE00B4L5Y983), physisch, thesaurierend, Fondswährung USD, Handelswährung EUR, Meldefonds

ETF Anlage

Anlage ETF Sparplan - 2 ETFs bei 10 Broker angelegt (Flatex, DADAT, Hello Bank, FFB, Consorsbank...)
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DADAT Bank*

Update 9.10.2020: Es ist bei der DADAT doch auch möglich einen ETF Sparplan online, digital anzulegen. Es gibt 2 verschiedene Bankings. Das Konto-Banking und das Depot-Banking. Wer das Depot-Banking auswählt und dort einen ETF-Sparplan anlegen möchte, erhält nur den Zugang zu einem PDF Formular. Siehe Anleitung darunter. Wer digital den Sparplan anlegen möchte, der muss unbedingt das Konto-Banking auswählen. Dort unter „Service“ ist es dann möglich. Komisch gelöst.

Bei der DADAT Bank kann zwar im Online Banking der Antrag heruntergeladen werden als PDF, doch es heißt dort alles manuell ausfüllen. Die Depotnummer ist anzugeben, wobei lustigerweise die beginnende Null der Depotnummer immer automatisch vom DADAT Formular eliminiert wurde.

Es kann ausgewählt werden, ob der Betrag vom hinterlegten Referenzkonto (welches war das nochmals? Die Information erhält man nur telefonisch beim DADAT Support, danke für die Hilfe!), von einem neuen, anderen Konto mittels SEPA Lastschrift (dazu muss per Post ein neues SEPA Lastschrift Mandat verschickt werden) oder die dritte Möglichkeit, per Dauerauftrag auf ein bestimmtes Sparplan-Verrechnungskonto Geld zu überweisen. Das alles muss zum 5. eines jeden Monats stattfinden.

Eine Veranlagung ist bei der DADAT monatlich oder quartalsweise möglich und ab 50,00 Euro pro ETF startend.

Am 15. des Monats wirft die DADAT dann einen Blick auf das Sparplan Verrechnungskonto wie viel Guthaben dort steht und berechnet daraus auf 2 Kommastellen genau, wie viele ETF-Anteile dies sind. Danach werden alle Kundenaufträge gesammelt und an den Kontrahenten (Handelsplatz) weitergeleitet. Dort wird dann gekauft. Der Berechnungskurs und Abrechnungskurs wird aller Voraussicht nach unterschiedlich sein und so kann es vorkommen, dass mehr oder weniger dann vom ETF Sparplan Verrechnungskonto abgebucht wird.

Übrigens: Ist am Sparplan Verrechnungskonto ein Guthaben unter 40 Euro, so wird nichts veranlagt. Und noch ein Feature: Möchte man gerne eine Sonderzahlung machen, so ist das auch einfach möglich. Einfach den gewünschten Betrag per Überweisung auf das ETF Sparplan Verrechnungskonto überweisen. Die DADAT nimmt nämlich den gesamten Betrag der dort steht und veranlagt ihn. Steht dort zum 15. des Monats ein höheres Guthaben als nur durch Lastschrift/Dauerauftrag, so wird das gesamte Guthaben investiert.

Hello Bank*

Update 9.10.2020: Die Hello Bank hat mit Anfang Oktober 2020 es geschafft und hat die digitale Anlage eines ETF-Sparplans eingeführt! Auch bei der Hello Bank ist die Anlage eines ETF Sparplans ähnlich mühselig wie bei der DADAT Bank. Es geht auch hier leider nur über ein PDF. Das Ausfüllen ist sogar noch ein wenig mühseliger, weil im Unterschied zur DADAT auch noch die SEPA Lastschrift fix erneut eingegeben werden und es hier keine Verwendung eines bestehenden Referenzkontos gibt.

Der Kauf erfolgt laut den Bedingungen genau so wie es bei der DADAT Bank der Fall ist, zumindest die Berechnung. 

Wann die Abbuchung des Betrags für den Sparplan erfolgt erfährt man im Antrag nicht, lediglich die Angabe ob monatlich oder einmal im Quartal kann erfolgen.

Flatex*

Es ist so einfach bei Flatex einen Sparplan zu eröffnen, insbesondere, wenn man die anderen Eröffnungen von DADAT Bank, Hello Bank und der FFB erlebt hat. Bei Flatex gibt man an, welches Wertpapier man haben möchte, es wird auch ein passender Ex-Ante Ausweis angezeigt (bei DADAT, Hello und FFB muss man diesen suchen und dieser ist nicht spezifiziert auf das gewählte Wertpapier). 
 
Ausgewählt werden kann die Ausführung des Sparplans am 1. oder 15. des Monats und ab wann beginnend und bis wann und ob der Turnus der Ausführung monatlich oder vierteljährlich sein soll. Später bei einer Änderung kann der Betrag geändert werden oder auch einmal ausgesetzt werden.

FFB*

Bei der FFB ist die Anlage eines ETF-Sparplans gar nicht so einfach, denn hier ist man eher noch von gestern. Um einen ETF Sparplan anzulegen, muss man auf die Website des Vermittlers, in Österreich wohl Fondsdiscount.at, gehen. Dort gibt es dann die passenden PDFs die ausgefüllt werden müssen. Für jeden ETF muss ein eigener Antrag ausgefüllt werden. Pfuh!

Bei der Anlage kann angegeben werden, ob der Sparplan zum 1. oder 15. des Monats ausgeführt werden soll. Ebenso ist die Durchführung monatlich und vierteljährlich, also zum Quartal möglich. Besonders ist, dass bei der FFB eine Dynamisierung der Sparrate möglich ist. Wird hier ein Prozentwert angegeben, so wird nach jedem Jahr die Sparrate genau um diesen Betrag erhöht (eine Art Inflationsanpassung der Rate). 

Sind diese fertig ausgefüllt, müssen diese dann an die E-Mail Adresse info@ffb.at gesandt werden. Die unterschriebenen Aufträge müssen wieder als PDF retourniert werden, denn in einem Praxistest wurden wir als Kunde aufgefordert diese eben als PDF und nicht als Bild (JPG) zu senden. Das IT-System und die MitarbeiterInnen können anscheinend mit Bildern nicht umgehen und so bitte und unbedingt den Auftrag für den ETF-Sparplan als PDF schicken, damit alles sogleich reibungslos klappt.

Das Backoffice der FFB richtet dann den ETF Sparplan ein.

Scalable Broker

Beim neuen Broker Scalable ist alles super & easy. Eine große Auswahl an ETFs. Alles was zu tun ist, ist nach dem passenden ETF zu suchen, dort dann zu sagen, dass ein Sparplan gewünscht ist, dann noch den Betrag eingeben und das war es. Super einfach.

Weniger einfach bzw. weniger toll ist die Tatsache, dass nur eine monatliche Ausführung möglich ist. Es wird auch nur informiert, dass am Ende des Monats vom Referenzkonto abgebucht wird. Der Ex-Ante Kostenausweis ist nett, jedoch ist dieser alles andere als schlüssig. 

Smartbroker

Beim Smartbroker ist die Anlage eines ETF Sparplan ebenso ganz einfach möglich. Die Eingabeoberfläche ist ein wenig altbacken, aber sie tut, was sie soll und das gut. Der Sparplan kann monatlich, zweimonatlich, viertel- oder halbjährlich ausgeführt werden.

Die Abbuchung der Sparrate kann über das DAB Verrechnungkonto oder über ein externes Konto erfolgen. Der Ausführungstag kann der 1. oder 15. des Monats sein.

Den Ex-Ante-Kostenausweis erhält man ins Postfach, dieser ist aber wenig aussagekräftig. 

Comdirect

Wie soll die Anlage eines ETF-Sparplans sein? So soll er sein! So wie bei der Comdirect! Wunderschön geführt, man gibt zu Beginn den Gesamtbetrag ein und kann diesen später dann auf die verschiedenen ETFs aufteilen. Ebenso kann ausgewählt werden, ob monatlich, zweimonatlich oder vierteljährlich investiert werden soll. 

Auch wann die ETFs gekauft werden kann ausgewählt werden. Hier steht der 1., 7., 15. und 23. des Monats zur Verfügung. Auch kann einfach ein externes Girokonto angegeben werden, der BIC wird automatisch gesucht. Top!

Auch eine Dynamisierung der Sparrate ist möglich, sofern gewünscht.

Consorsbank

Die Benutzeroberfläche bei der Anlage eines Sparplans ist ein wenig veraltet bei der Consorsbank, aber sie tut genau das, was sie soll. Ab 25 Euro geht es los, das externe Referenzkonto kann als Vorlage gespeichert werden, wenn dafür Bedarf herrscht. Ansonsten kann ausgewählt werden, ob die Ausführung monatlich, zweimonatlich, vierteljährlich oder halbjährlich durchgeführt werden soll. Ebenso ob am 1. oder 15. des Monats.

Eine Dynamisierung der Sparrate ist bei der Consorsbank ebenso möglich.

Onvista

Onvista ist ein Low Cost Broker und Marke der Comdirect. Was bei Comdirect so einfach und schön ist und war, ist bei Onvista gleich anders. Es gibt kein externes Konto, nur das eigene Konto. Dieses muss mit einem Dauerauftrag dotiert werden.

Die Anlage eines ETF Sparplans ist einfach, jedoch gibt es auch kaum Möglichkeiten beim Sparplan etwas einzustellen. Die Auswahl des passenden ETFs ist ebenso nicht einfach, eine Suche oder einen Filter gibt es nicht. Daher über 100 ETFs manuell durchscrollen.

Die Ausführung kann monatlich oder vierteljährlich stattfinden, die Mindestrate liegt bei 50 Euro, die maximale Rate bei 500 Euro. Die Ausführung kann immer nur am 1. oder 15. des Monats sein.

DKB

Bei der DKB kann leider nur das DKB Cash als Referenzkonto für die monatlichen Abbuchungen gewählt werden. Der Sparplan kann am 5. oder 20. des Monats ausgelöst werden. Das Intervall ist bei der DKB monatlich, zweimonatlich oder vierteljährlich. 

Das war es auch schon mit den Einstellungsmöglichkeiten, mehr ist nicht möglich.

Ex Ante Kostenausweis

DADAT Bank*

Bei der DADAT Bank gibt nur einen exemplarischen Ex-Ante Kostenausweis. Dieser wird auch nicht bei der Anlage des Sparplans angezeigt bzw. verlinkt – bzw. war dieser nicht im Experiment zu finden.

Hello Bank*

Auch bei der Hello Bank gibt es nur exemplarische Ex-Ante Kostenausweise und nicht für den spezifischen ETF. 

Flatex*

Flatex bietet einen Ex-Ante Kostenausweis an der transparent ist. Er ist selbsterklärend bei den Dienstleistungskosten von 1,50 Euro und auch die Produktkosten von 0,07 Euro spiegeln sich mit der TER von 0,14 % wider (bei 50 Euro Investsumme des Sparplans sind 0,14 % dann eben 0,07 Euro).

FFB*

Ex Ante Kostenausweis bei der FFB? Gibt es keinen! Oh doch, zufällig fand sich dann auf der Website unter Tools ein Rechner für den Ex Ante Kostenausweis. 

Scalable Broker

Der Ex-Ante Kostenausweis bei Scalable ist nicht gleich einfach zu verstehen und er ist so eigentlich nicht ganz richtig, denn in unserem Experiment gibt es testweise noch die Prime Mitgliedschaft und hier ist jeder Sparplan kostenfrei. Am Ende gibt es Einstiegskosten von 0,99 Euro je Ausführung, also 11,88 Euro über das Jahr.

Smartbroker

Der Ex Ante Kostenausweis beim Smartbroker ist nachvollziehbar, transparent. Er ist vom Format ident mit dem der Consors Bank. Eh klar, sind doch beide die BNP Paribas (Consorsbank sowie die DAB Bank)

Comdirect

Der Ex Ante Kostenausweis der Comdirect ist fast nachvollziehbar. Bei 50 € * 1,5 % über 12x ausgeführt würde doch eigentlich 9 Euro ausmachen. Die Comdirect sagt hier jedoch 8,86 Euro. Komisch, aber ja, ist halt so. Zumindest in der Nähe.

Consorsbank

Optisch ident mit dem Ex Ante Kostenausweise des Smartbrokers, aber leider nicht nachvollziehbar, wieso hier 36,59 Euro an Dienstleistungskosten herauskommen, wo doch eigentlich 27 Euro herauskommen sollten. Komisch.

Onvista

Ex Ante Kostenausweis? Konnte keiner gefunden werden. Übersehen? Vielleicht. Auf jeden Fall komische Sache.

DKB

Hier wurde der Ex Ante Kostenausweis ins Postfach des Online Bankings zugestellt. Alles gut, alles nachvollziehbar. Alles transparent. 

 

Hier die Ex Ante Kostenausweise der verschiedenen Broker nochmals in der Übersicht als PDF:

Wann und wo werden die ETF Anteile gekauft?

DADAT Bank*

Hello Bank*

Flatex*

FFB*

Scalable Broker

Smartbroker

Comdirect

Consorsbank

Onvista

DKB

Informations Flow bei Ausführung

DADAT Bank*

Hello Bank*

Flatex*

FFB*

Scalable Broker

Smartbroker

Comdirect

Consorsbank

Onvista

DKB

Kaufabrechnungen

DADAT Bank*

Hello Bank*

Flatex*

FFB*

Scalable Broker

Smartbroker

Comdirect

Consorsbank

Onvista

DKB

Abrechnungen der Ausschüttungen und Ausschüttungsgleiche Erträge

DADAT Bank*

Hello Bank*

Flatex*

FFB*

Scalable Broker

Smartbroker

Comdirect

Consorsbank

Onvista

DKB

Andreas von Broker-Test.at
Andreas ist Gründer und der Kopf hinter Broker-Test.at – er ist begeisterter Privatanleger, 1998 begann alles mit einem 20.000 Schilling Investment in die damalige Aktie des ehemals staatlichen Konzerns, der VA Tech (heute Primetals). Seit 2014 wird mit dieser Seite versucht mehr Transparenz für Interessierte und Anleger zu schaffen. 👉🏽 Mehr über mich und die Geschichte zu Broker-Test.at gibt es hier zum Nachlesen. 👉🏽 Zum Newsletter von Broker-Test.at kann hier die E-Mail Adresse eingetragen werden.
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