EasyBank Depot

Mit Ende März 2020 hat die easybank, mittlerweile keine eigene Bank mehr der Mutter BAWAG P.S.K. sondern nur noch eine Marke. Eine Direktbanken-Marke, so wie es auch bei der bankdirekt.at der Fall ist. Neben dem Wertpapierdepot gibt es auch noch ein Girokonto, Kreditkarten, Leasingangebote etc. – eben eine Vollbank als Direktbank die Easybank.

Mit Ende März 2020 gibt es für Neukunden 3 verschiedene Depotmodelle.

  • easy broker starter
  • easy broker plus
  • easy broker premium

Um in den Genuss des easy broker plus bzw. premium zu kommen, wird ein dazu passendes neues Girokonto Modell. Für easy broker plus muss das „easy plus“ Kontomodell gewählt sein. Dieses kostet 6,00 Euro im Monat. Für das easy broker premium Depotmodell muss das dazu passende Kontomodell „easy premium“ um 12,00 Euro im Monat abgeschlossen sein. Vorteile von easy broker plus und premium sind 1,00 Euro Trades von Aktien und ETFs an der Lang & Schwarz Exchange bis 10.000 Euro bzw. unlimitiert beim easy broker premium Modell.

Die Lang & Schwarz Exchange Hamburg (LSX) steht bei den Orders der Easybank im Vordergrund. Sie versucht möglichst viele Wertpapieraufträge über diesen Handelsplatz abzuwickeln für den sie je Order 1,00 Euro Rückvergütung erhält. Die Vorteile für die Kunden sind günstige Ordergebühren. Teilweise ist sogar nur die Fremdkostenpauschale von 1,00 Euro zu bezahlen – rund 6.000 Aktien und 1.500 ETFs können an diesem Börsenplatz gehandelt werden.

Nach Eigenangaben der Easybank richtet sich das Angebot an eine breite Masse der Österreicher, welche sich als vernünftige und selbstständige Anleger sehen und gerne alle Bankgeschäfte mit einem Internetbanking erledigen möchten, denn das easy gratis Gehaltskonto können die Wertpapierkunden als kostenloses Verrechnungskonto verwenden und profitieren von der Annehmlichkeit, dass der Cash-Bestand so sofort verfügbar ist.

Die Fakten zum Easybank Depot im Überblick:
Depotgebühr: 14.40 Euro fix + mind. 5,76 pro Wertpapierposition bzw. 0,1296 % p.a. Gebühr wird monatlich berechnet: 1,20 Euro fix p.m. + mind. 0,48 Euro pro Position bzw. 0,0108 % p.M.
Kontoführung: Gratis, bei easy gratis Gehaltskonto, sonst 27,00 Euro im Jahr
Trades ab: 1,00 Euro
Steuereinfach: Ja

Video

In diesem Video wird das Depot der Easybank vorgestellt. Neben dem Depot mit den Gebühren wird über die Benutzeroberfläche und wie die Eröffnung des Wertpapierdepots bei der Easybank abläuft:

Vorteile

  • Order ab 1 Euro möglich
  • gute Vollbank im Internet
  • Depotgebühr akzeptabel mit 0,1296 %, günstige Ordergebühren an der LSX
  • Keine Gebühren für Dividendenzahlungen, außer Devisenprovision von 0,25 %

Nachteile

  • Ordergebühren Wiener Börse, XETRA und NYSE eher teurer als Mitbewerb
  • keine ETF Sparpläne
  • Gebühren für Trades an der NYSE durchaus teurer
  • Veraltete Nutzeroberfläche

Depot und Kosten

Die Depotgebühr bei der easybank ist im Monat fix bei 1,20 Euro, was über das Jahr mindestens 14,40 Euro ergibt. Dazu kommt eine Mindestgebühr von 5,76 Euro pro Position bzw. 0,48 % p.m. was wiederum über das Jahr 0,1296 % an Depotgebühr ergibt. Im Vergleich zu den alten Depotgebühren der Bestandskunden ist es hier nun so, dass leere Depots mindestens die 1,20 Euro im Monat bezahlen müssen und diese nicht mehr kostenlos sind wie im alten easybank Depot.

Bei den Depotgebühren bewegt sich die easybank nun hinter Flatex (mit 0,00 %), DADAT (0,09 %), Hello Bank (0,12 %) oder der bankdirekt.at (0,1284 %).

Ist man Heavytrader, so gibt es bei der easybank auch die Möglichkeit sich zu melden und die Easybank prüft individuell, ob man da oder dort bei den Konditionen etwas tun kann.

Depotgebühr

  • 14,40 Euro fix (1,20 Euro p.M.)
  • 0,1296 % p.a. Gebühr bzw. mind. 5,76 Euro wird monatlich berechnet: 1,20 Euro fix p.m. + mind. 0,48 Euro pro Position bzw. 0,0108 % p.M.

Kontoführungsgebühr

  • 27,00 Euro pro Jahr Kontoführungsgebühr, entfällt wenn easy gratis Gehaltskonto bei Easybank vorhanden bzw. dieses als Verrechnungskonto verwendet wird
  • Habenzinsen: 0,01 % p.a.
  • Sollzinsen: 6,50 % p.a.

Ordergebühren

Die Ordergebühren sind für Neukunden beim easybank Broker Angebot an den Börsen nicht die günstigsten. Was aber günstig ist, ist der Kauf und Verkauf von Aktien und ETFs über das Sonderangebot der Lang & Schwarz Exchange. Hier gibt es beim Standardmodell „easy broker starter“ sogar Trades um 1 Euro. Die Auswahl am Handelsplatz LSX liegt bei rund 6.000 internationalen Aktien, notiert in Euro und rund 1.500 ETFs.

Order an der Lang & Schwarz Exchange:

  • bis 3.000 Euro Ordervolumen: 0,00 Euro
  • 3.000,01 Euro bis 10.000,00 Euro: 9,90 Euro
  • ab 10.000,01 Euro: 15,90 Euro
  • + 1,00 Euro fremde Spesen

Order an der Börse Wien:

  • 0,20 %
  • mind. 8,95 €
  • + Fremde Spesen 0,03 % (mind. 1,80 €, max. 60 €)
  • + 0,24 €

Beispiele von Orderkosten an der Wiener Börse:

  • Order um 1.000 € – Kosten: 10,99 Euro
  • Order um 2.000 € – Kosten: 10,99 Euro
  • Order um 3.000 € – Kosten: 10,99 Euro
  • Order um 4.000 € – Kosten: 10,99 Euro
  • Order um 5.000 € – Kosten: 12,04 Euro

Order an XETRA Börse:

  • 0,24 %
  • mind. 8,95 €
  • + Fremde Spesen 0,0055 % (mind. 0,69 €)
  • + 2 €

Beispiele von Orderkosten an der deutschen XETRA:

  • Order um 1.000 € – Kosten: 11,64 Euro
  • Order um 2.000 € – Kosten: 11,64 Euro
  • Order um 3.000 € – Kosten: 11,64 Euro
  • Order um 4.000 € – Kosten: 12,29 Euro
  • Order um 5.000 € – Kosten: 14,69 Euro

Order an NYSE Börse:

  • 0,25 %
  • mind. 14 €
  • + Fremde Spesen (0,10 % mind. 13,25 $) bei Verkauf 0,00218 %

Beispiele von Orderkosten an der us-amerikanischen NYSE:

  • Order um 1.000 € – Kosten: 27,25 Euro (es wurde bei den fremden Spesen von einer Parität von $:€ gerechnet)
  • Order um 2.000 € – Kosten: 27,25 Euro
  • Order um 3.000 € – Kosten: 27,25 Euro
  • Order um 4.000 € – Kosten: 27,25 Euro
  • Order um 5.000 € – Kosten: 27,25 Euro

Manchen wird es wohl auch sauer aufstoßen, dass die Easybank bei Teilausführungen ebenfalls zum Teil die Kosten nicht aliquot verrechnet, sondern dies ist je nach Börseplatz unterschiedlich. So ist es bei Trades an der XETRA/T7 Wien und Frankfurt so, dass pro Teilausführung in Wien 0,03 % mind. 1,80 Euro bzw. max. 60 Euro verrechnet werden und je Settlement ebenfalls 0,24 Euro. In Frankfurt ist es bei T7/Xetra nicht so teuer, welche sich mit 0,0055 % bzw. mind. 0,69 Euro niederschlagen.

Werden an der Börse Wien die Mindestspesen der fremden Spesen je Teilausführung verrechnet, ist dies bei XETRA Frankfurt nicht der Fall. Hier wird jede Teilausführung aliquot verrechnet.

Die Börse Wien verrechnet hingegen ihre Spesen je Teilausführung und diese werden in diesem Umfang (mind. € 1,80 nicht € 1,90) weitergegeben.

Die Börse Frankfurt rechnet Spesen aliquot je ausgeführten Auftrag.

Handelsangebot

Bei der Easybank können Sie haben eine große Auswahl. So können Sie beispielsweise aus ca 7000 verschiedenen Fonds auswählen. Gehandelt werden kann praktisch alles. So können

  • Anleihen,
  • Aktien,
  • Optionsscheine,
  • Zertifikate,
  • ETFs und
  • Fonds

von vielen verschiedenen Börsen im Inland und Ausland gehandelt werden. Zu den Börsen deren Wertpapiere gehandelt werden können zählt unter anderem die Börse in Wien, der Xetra Frankfurt oder der Nasdaq Stock Market. Aber auch viele Regionalbörsen aus Deutschland gehören zum Handelsangebot der Easybank.

Eröffnung

Um mit Wertpapieren handeln zu können müssen Sie ein easy broker Wertpapierdepot eröffnen. Dazu füllt man einfach das Formular aus, welches auf der Homepage der Bank angeboten wird. Zur Abwicklung der Wertpapiergeschäfte benötigt man ein Verrechnungskonto. Dazu kann entweder das bestehende Girokonto der Easybank genutzt werden oder gänzlich als Neukunde bei der Easybank starten und gemeinsam mit dem Depot auch ein Girokonto eröffnen. Im Vergleich zur Hello Bank oder DADAT muss kein eigenes Verrechnungskonto eröffnet werden, sondern es kann das normale Girokonto auch als Verrechnungskonto genutzt werden. Entscheidet man sich für die Option ein easybroker Verrechnungskonto zu eröffnen, dann können damit keine Dauer -oder Lastschriftaufträge durchführen. Hier gilt es also im Vorfeld zu prüfen, wozu man das Konto nutzen möchte. Danach muss man sich entscheiden, ob die Depotbelege elektronisch oder per Post zugeschickt werden sollen. Die elektronische Variante steht kostenfrei zur Verfügung. Zum Abschluss muss man noch Angaben zur steuerlichen Zuordnung der verwahrten Wertpapiere tätigen. Hier haben Sie die Auswahl zwischen einer privaten oder einer betrieblichen Option.

Bilder

Hier einige Screenshots der Benutzeroberfläche des Wertpapierdepots der Easybank. Die Bilder zeigen, wie die Depotübersicht aussieht, wie die Ordermaske aussieht oder z. B. der Abrechnungsbeleg einer Wertpapierorder (der Beleg ist gut versteckt im Online Banking der Easybank).

Sitz und Erreichbarkeit

Der Sitz des Brokers ist Wien, Österreich. Zu erreichen ist die Easybank unter 05 70 05 -515. Zwischen Montag und Freitag können Sie die Bank bei Wertpapierfragen in der von 08:00 – 18:00 Uhr erreichen. Zusätzlich ist die Bank über E-Mail ([email protected]) zu erreichen.

Sicherheit & Seriosität

Die Easybank erhielt ihre Bankenkonzession durch die österreichische Finanzmarktaufsicht. Dadurch unterliegt sie den österreichischen Richtlinien zum Anlegerentschädigung und zur Einlagensicherung. Das heißt, ihre Spar- und Giroeinlagen sind bis zu einem Betrag von 100.000 Euro gesichert.
Alle Rückflüsse aus der Wertpapierverrechnung, die auf ein verzinstes Konto fließen sind durch die Einlagensicherung geschützt. Die Anlegerentschädigung greift bei Rückflüssen auf unverzinste Konten. Hier sind Forderungen mit einem Höchstbetrag von 20.000 Euro gesichert.
Auch zur Seriosität des Brokers findet man Informationen, so nennt die Bank Geschäftspartner von denen Sie Geldzahlungen oder geldwerte Vorteile erhält. Zu dieser Offenlegung ist die Bank nach $39 WAG ebenfalls verpflichtet.

Fazit

Die Easybank liegt mit einer Depotgebühr von fix 14,40 Euro über das Jahr plus mindestens 5,76 Euro pro Position bzw. 0,1296 % vom Positionswert hinter den Mitbewerbern. Flatex, DADAT, Hello Bank als auch die bankdirekt.at bieten hier günstigere Depotgebühren an. Dieses Manko versucht die Easybank mit günstigen Ordergebühren an der LSX wettzumachen. Sie wendet sich damit an Personen die gerne handeln und weniger auf Buy & Hold setzen. Warum? Die Ordergebühr beim Standarddepot „easy broker starter“ liegt an der LSX bei einem Ordergegenwert von bis zu 3.000 Euro bei 1,00 Euro Fremdkostenpauschale. Bei bis zu 10.000 Euro dann bei 10,90 Euro all-inclusive und ab 10.000,01 Euro dann bei 15,90 Euro. Größter Vorteil bei der Easybank ist sicherlich, dass es keine Dividendengebühren gibt. Diese sind kostenlos, einzig bei Dividenden in Fremdwährung werden 0,25 % Devisenprovision eingestrichen als Gebühr.

Das Wertpapierangebot der Easybank ist gut, einzig ETF-Sparpläne werden noch nicht angeboten, kommt aber noch laut Eigenangaben. Das Jahr 2020 könnte hier der Starttermin sein.

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Erfahrungsberichte

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