Krypto Steuer Österreich

Krypto Steuer Österreich

Das Wichtigste in Kürze

  • Krypto Steuer Reform vermutlich gültig mit 1.3.2022 (fast fix)
  • Wie werden Kryptos in Österreich besteuert? Dazu gilt es folgende Fragen zu klären:
      • Wann habe ich meine Kryptos gekauft?
        • Bis 28.2.2021 -> Altbestand
        • ab 1.3.2021 -> Neubestand
          ab diesem Datum können Krypto-Assets nie mehr steuerfrei verkauft werden
      • Wie hoch ist die Steuer für realisierte Kursgewinne und für Krypto-Erträge? Bis 28.2.2022 Unterscheidung in:

        • zinstragende Krypto Assets: 27,5 % Sondersteuersatz
        • nicht zinstragende Krypto Assets: Tarifbesteuerung (Einkommensteuer-Tabelle)
        • Ab 1.3.2022: 27,5 % Sondersteuersatz 

In diesem Ratgeber

Vorteile und Nachteile des neuen Krypto Gesetzes

Vorteile

  • Endlich Klare(re) Regeln, Rechtssicherheit für alle Beteiligten
  • Pauschaler Sondersteuersatz 27,5 % für viele vorteilhaft, alternativ Regelbesteuerungsoption
  • Für Trader super
  • Krypto zu Krypto Tausch gelten nicht mehr als Verkauf (auch Stablecoins)
  • Verlustausgleich auch mit Aktien, ETFs & Co
  • Steuerstundungsmöglichkeit durch Tausch in Stablecoins (z. B. USDC, USDT)
  • Steuereinfache Plattformen kommen (spätestens 2024), genaue Regelung in Form einer eigenen Verordnung
  • Für Altbestand kein „Notverkauf“ notwendig

Nachteile

  • Gesetz muss erst im Nationalrat verabschiedet werden (Änderungen theoretisch noch möglich)
  • Stichtag für Altbestand lange in der Vergangenheit 28.2.2021
  • 2022: 2 Monate Besteuerung nach Tarif, 10 Monate Besteuerung nach Sondersteuersatz – auf Antrag auch ab 1.1.2022 mit Sondersteuersatz möglich
  • Keine 1-jährige Spekulationsfrist mehr, Für HODLer schlecht
  • Fall der Freigrenzen von 440,00 bzw. 730,00 Euro bei Spekulationsgeschäften
  • Steuereinfache Anbieter: Kann kein Nachweis gebracht werden, wird der halbe gemeine Wert zum Verkaufszeitpunkt als Anschaffungswert als KESt-Bemessungsgrundlage herangezogen

Keine Behaltefrist mehr

Die Behaltefrist für nicht zinstragende Krypto Assets wird ersatzlos gestrichen. Es gibt keine 1jährige Spekulationsfrist bei Einkünften aus Kapitalvermögen. Für den Altbestand gilt diese natürlich noch weiter.

Es wird immer wieder gemunkelt, dass wieder eine Behaltefrist eingeführt wird bei Kapitalanlagen, doch gibt es darüber keinen politischen Konsens. Im Regierungsprogramm ist festgeschrieben, dass eine Behaltefrist für Wertpapiere erarbeitet werden soll, über eine Umsetzung ist jedoch nichts bekannt und die verantwortlichen politischen Vertreter geben sich dazu zurückhaltend (aktueller Finanzminister Magnus Brunner sagt dazu nichts, sein Vorgänger Gernot Blümel hingegen erwähnte diese immer wieder gerne ohne konkret zu werden).

Altbestand vs. Neubestand

Aufzupassen ist, wenn Krypto Assets sowohl als Altbestand als auch Neubestand bestehen. Hier ist aufzupassen, dass getrennte Wallets für Altbestand als auch Neubestand besteht. Wenn dies nicht der Fall ist, könnte es passieren, dass im Verkaufsfall unabsichtlich Altbestand verkauft wird (First In, First Out Prinzip).

Kapitalertragsteuer für realisierte Kursgewinne und Krypto Erträge

Die Besteuerung mit pauschalen 27,5 Prozent ist ab 1.3.2022 gültig, bis dahin ist die alte gesetzliche Regelung in Kraft die in zinstragende (mit 27,5 % Sondersteuersatz) und nicht zinstragende (mit Einkommensteuer-Tarif) Krypto Assets unterscheidet. So der aktuelle Stand.

Unter die Kapitalertragsteuer fallen alle realisierten Kursgewinne. Heißt wenn Bitcoin oder ein alternativer Coin gekauft und mit Kursgewinn verkauft wird, so ist der Differenzbetrag zwischen Verkauf – Ankauf mit 27,5 % Sondersteuersatz zu versteuern. Werbungskosten dürfen hier nicht berücksichtigt werden, also so wie bei Aktienkäufen. Besondere Ausnahme ist jedoch, wenn in die Regelbesteuerung optiert wird und nach Tarif besteuert wird und nicht mit der pauschalen KESt. Hier darf dann sehr wohl die Berücksichtigung etwaiger Werbungskosten stattfinden.

Auf Antrag: KESt bereits ab 1.1.2022 möglich

Auf Antrag Ausnahmeregelung für den Zeitraum 1.1.2022 – 28.2.2022 möglich, dass 27,5 % Sondersteuersatz statt Tarifbesteuerung hier zur Anwendung kommt. 

Der Antrag erfolgt über die Einkommensteuererklärung 2022 und wird voraussichtlich Teil der E1kv sein, der Beilage zur Einkommensteuererklärung E1 für Einkünfte aus Kapitalvermögen. Dies kann interessant sein zur Gegenverrechnung von Gewinnen mit Verlusten (wenn Kapitalertragsteuer, dann können Gewinne/Verluste von Aktien, Fonds, etc. mit Kryptos miteinander verrechnet werden) bzw. wenn der persönliche Steuersatz in der Tarifbesteuerung höher ausfällt als 27,5 %. 

Mining

Unter Mining versteht der Gesetzgeber alles was im Bereich der Blockerstellung fällt. Sowohl Proof of Work als auch Proof of Stake sieht der Gesetzgeber als Mining an, also jede Leistung zur Transaktionsverarbeitung, wenn ein Block erstellt wird. 

Die Mining Rewards sind Einkünfte aus Kapitalvermögen. Entstehen bei diesem Mining Vorgang Kosten, so können diese nicht abgezogen werden. Auf Antrag ist es jedoch möglich in die Regelbesteuerung hier zu optieren und hier ist es dann möglich Werbungskosten abzuziehen (dies ist z. B. ein Unterschied zu Aktien & Co, hier besteht das Verbot des Abzugs von Werbungskosten auch in der Regelbesteuerung).
Mining Pools sind vermutlich auch unter Mining im Sinne des Gesetzgebers einzuordnen.

War man bislang stets der Meinung, dass Mining grundsätzlich eher einem Gewerbebetrieb zuzuordnen ist, geht man mit dem neuen Gesetz nun einen guten und intelligenten Weg. Hier heißt es nun, dass ein Gewerbebetrieb nur dann vorliegt, wenn die Tätigkeit und Art und Umfang dem einer reinen Vermögensverwaltung hinausgeht.

All jene die Einkünfte erhalten die mit Mining (Blockerstellung) erzielt wurden, gilt auch hier die Kapitalertragsteuer von 27,5 %. Es ist hier grundsätzlich unerheblich welche konkrete Technologie hier verwendet wird bzw. welcher Konsensalgorithmus für diese Vorgänge benutzt werden. Auch die Verwendung von Miningpools fällt hier rein. Auch das Betreiben einer Masternode fällt hier darunter.

Alle Einkünfte aus Mining die in diesen Bereichen anfallen sollen zu Einkünften aus Kapitalvermögen führen, so die Idee des Gesetzgebers und damit mit 27,5 % KESt endbesteuert werden. Zeitpunkt der Besteuerung ist der Zuflusszeitpunkt.

Ergibt sich nach dem Zufluss bis zur Veräußerung des Assets ein realisierter Kursgewinn, so ist natürlich auch dieser zu besteuern.

Lending

Unter Lending versteht der Gesetzgeber die Überlassung von Krypto Assets. Dafür gibt es eine Art Krypto-Zins. Dieser wird zum Zeitpunkt des Zuflusses bereits besteuert, so wie es im Mining Bereich der Fall ist. Auch DeFi-Lending gehört hier mit dazu. Hier schreibt der Gesetzgeber:

„Andere Vorgänge, die in der Praxis oftmals ebenso undifferenziert als „Staking“ bezeichnet werden, wie etwa das Bereitstellen von Kryptowährungen für Liquiditäts- bzw. Kreditpools (im Rahmen sogenannter „Decentralized Finance“-Vorgänge), stellen kein Staking im Sinne der Ausnahmebestimmung dar. Ein solches Übertragen von Kryptowährungen soll zu Einkünften im Sinne des § 27b Abs. 2 Z 1 führen.“

Kontrolliert also ein Dritter das Handelsgeschehen, so wie es eben bei DEX (dezentralen Exchanges) der Fall ist, wird der Krypto-Ertrag mit Zugang besteuert.

Lending sind „Kryptozinsen“ die im Rahmen eines Verleihens erzielt werden. Die Anschaffungskosten entsprechen hier dem gemeinen Wert zum Erwerbszeitpunkt. Diese müssen mit Zufluss versteuert werden und bei späterer Veräußerung sind diese zukünftigen Wertveränderungen als Einkünfte zu erfassen.

Zeitpunkt der Besteuerung ist der Zuflusszeitpunkt.

Ergibt sich nach dem Zufluss bis zur Veräußerung des Assets ein realisierter Kursgewinn, so ist natürlich auch dieser zu besteuern.

Beispiel: Wird die Kryptowährung überlassen und gibt es dafür Einkünfte in der Höhe von 0,1 BTC zu einem gemeinen Wert von 5.700 Euro am 1.4.2022 so ist für diesen Zufluss 27,5 % KESt zu zahlen, was 1.567,50 Euro sind.

Ausnahme: Sind es private Sachdarlehen, also Kryptodarlehen im Sinne von P2P, dann unterliegen diese Kryptozinsen weiterhin der Regelbesteuerung (also Einkommensteuer). Wo genau diese Grenze zu ziehen ist, ist immer eine Einzelfallentscheidung. Es ist hier zu begrüßen, wenn der Gesetzgeber hier noch nachzieht.

Staking

Staking, so der Gesetzgeber, betreiben diejenigen die nur seine Coins zur Verfügung stellen. Im Fall von Staking ist im Unterschied zu Mining und Lending nicht zum Zeitpunkt des Zuflusses zu besteuern, sondern erst zu einem späteren Zeitpunkt, nämlich wenn verkauft wird. Bei zentralen Systemen (CEX, Centralized Exchanges) wie bei Binance, Coinbase, Nuri, wo ein Dritter das Handelsgeschehen kontrolliert, sieht der Gesetzgeber das als Staking an. 

Wenn Staking betrieben wird, so ist der Anschaffungskostenansatz mit Null anzusetzen und im Fall des Verkaufs der gesamte Erlös zu versteuern. Heißt wenn z. B. eine Kryptowährung durch einen Airdrop, Bounty oder durch Staking zugeflossen sind, dann sind diese mit 0,00 Euro angeschafft worden und im Falle des Verkaufes ist die diese Differenz zum Verkaufserlös mit der 27,5 %igen Kapitalertragsteuer zu versteuern.

Beispiel: Durch Staking erhältst du am 1.3.2022 Krypto-Asset Anteile und der Wert am 1.3.2022 liegt hier bei 10 Euro zum Zeitpunkt des Zuflusses. Die Steuerpflicht entsteht jedoch erst beim Verkauf dieser zugeflossenen Krypto-Asset Anteile. Passiert der Verkauf am 1.10.2022 zu einem Wert von 12 Euro so ist die Steuerpflicht wie folgt zu berechnen: 12 Euro Verkaufserlös – 0 Euro Anschaffungskosten = 12 Euro * 27,5 % KESt = 3,30 Euro Steuerpflicht

Was zählt als realisierter Verkauf?

Nahezu jeder Tausch eines Krypto-Assets zählt als Verkauf. Wenn zwischen Einkauf und Verkauf ein Gewinn entsteht, muss dieser mit 27,5 % besteuert werden. Folgende Fälle zählen als Verkauf:

  • Tausch von Krypto zu Fiat
  • Tausch von Krypto zu Edelmetallen
  • Tausch von Krypto zu Aktien, ETFs, Derivate
  • Einsatz einer Zahlungskarte (z. B. Binance Card, Coinbase Card, Bitpanda Card) zur Bargeldbehebung oder in Form einer Zahlung (gleich ob online oder offline)

Die einzige Ausnahme wo ein Tausch einer Kryptowährung keine Steuerpflicht mehr auslöst ist der Krypto zu Krypto Tausch. Mehr dazu hier:

Krypto zu Krypto Swap kein Verkauf mehr

Wer von einem Krypto Asset in ein anderes Krypto Asset tauscht, das soll in Zukunft kein Verkauf mehr sein. Das würde sich damit grundlegend ändern! Auch Stablecoins gelten hier als ein steuerfreier Krypto-zu-Krypto Tausch.

Aufzupassen ist hier, dass bei vielen Krypto-Broker Angeboten es so ist, dass der Krypto-zu-Krypto Tausch zumeist ein Tausch in Fiat ist. Will man z. B. über Crypto.com App oder Bitpanda Broker von Bitcoin in Ethereum tauschen, so funktioniert der Tauschvorgang in diesen 2 Schritten:

  1. Bitcoin -> Fiat
  2. Fiat -> Ethereum

Damit passiert streng genommen ein steuerpflichtiger Verkauf. Eine Alternative ist hier lediglich direkt an einer Börse zu swappen, denn hier geschieht dies direkt in das andere Pärchen.

Verlustausgleich

Ein Verlustausgleich soll auch möglich sein und das Besondere daran ist, dass dieser auch mit Aktien, ETFs & Co stattfinden kann. So die Idee, so im Entwurf. Damit sind Verluste aus Krypto Trading mit Gewinnen aus Aktien Trades gegenzurechnen und natürlich auch gegen Dividendenzahlungen, Ausschüttungen und natürlich auch ausschüttungsgleiche Erträge.

Beispiel: Im Jahr 2023 wurden Verluste aus Krypto Trading in der Höhe von 1.000 Euro realisiert. Gleichzeitig gab es im selben Jahr realisierte Kursgewinne bei Aktien über 800 Euro, zugeflossene Dividenden über 500 Euro und bei einem ETF wurden ausschüttungsgleiche Erträge für 200 Euro abgeführt. So wurde 2023 Kapitalertragsteuer von 27,5 % für 1.500 Euro bezahlt während es Verluste von 1.000 Euro gegeben hat. Unterm Strich ist nur Kapitalertragsteuer für 500 Euro abzuführen (1.500 – 1.000 Euro). Die Geltendmachung ist in diesem Fall wohl über die Einkommensteuererklärung zu machen, außer es handelt sich hier um lediglich einen inländischen depotführende Stelle/Krypto-Dienstleister.

NFTs

NFTs fallen nicht unter den Begriff der Kryptowährungen. Hier bleiben die bisherigen steuerlichen Regelungen. Dies bedeutet, realisierte Gewinne fallen unter Tarifbesteuerung und nach Behaltefrist von einem Jahr, nicht mehr steuerbar.

Der Gesetzgeber sagt hier zu NFTs:

„„Non-Fungible Token“ (NFT) als nicht austauschbare/vertretbare Wirtschaftsgüter grundsätzlich mangels ihrer Eigenschaft als Tauschmittel nicht von der Definition einer Kryptowährung erfasst sein sollen. Dies gilt ebenso für sogenannte „Asset-Token“, denen reale Werte zugrunde liegen (z. B. Wertpapiere, Immobilien);“

Wegzugsbesteuerung

Manche kommen nun auf das Gedankenspiel, hey, ich ziehe einfach weg und zahle keine Steuern! Nachdem es Kapitalerträge werden sollen, wird das aber steuerlich nicht so einfach, denn in Österreich gibt es seit vielen Jahren so etwas wie eine Wegzugsbesteuerung. Der Gesetzgeber hat vor rund 10 Jahren die Entstrickungsbesteuerung (Wegzugsbesteuerung) EStG § 27 Abs 6 Z 1 EStG; EStR 2000 Rz 6147 – 6158c entdeckt. Wenn der Staat Österreich das Besteuerungsrecht von Kapital verliert, so ist dies in der Regel als Veräußerung einzustufen und Kapitalertragsteuer zu bezahlen. Als fiktiver Veräußerungserlös gilt der gemeine Wert (Verkehrswert) zum Zeitpunkt des Wegzugs. Der Wegzug ist der Bank bzw. dem inländischen Krypto-Dienstleister anzuzeigen bzw. selbst in der Steuererklärung.

Ein Besteuerungsaufschub kann beantragt werden, wenn in ein anderes EU/EWR Land gezogen wird oder das Wirtschaftsgut unentgeltlich an eine andere Person in der EU/EWR übertragen wird.

Bitpanda steuereinfach - ab 2024?

Die österreichischen Krypto Dienstleister werden steuereinfach, so die Idee des Gesetzgebers. Der Krypto Kunde muss sich sodann nicht mehr um die Abfuhr der Steuern kümmern, der Dienstleister wie Bitpanda, Coinfinity oder Coinpanion machen dies dann für die Kunden. Bis Ende 2023 können die Dienstleister dies auf freiwilliger Basis machen, ab 1.1.2024 sollen die Dienstleister dies verpflichtend machen müssen.

Hierzu wird der Gesetzgeber noch eine eigene Verordnung veröffentlichen.

Fall der Freigrenzen: 440 Euro bzw. 730 Euro

Für steuerpflichtige Spekulationseinkünfte gibt es eine jährliche Freigrenze von  440,00 Euro. Hat man nur lohnsteuerpflichtige Einkünfte, so erhöht sich die Freigrenze sogar auf 730,00 Euro. Diese Freigrenzen fallen nun, denn Kryptowährungen fallen nicht mehr unter Spekulationseinkünfte sondern unter die Kapitalerträge. Bei den Kapitalerträgen gibt es eine jährliche Freigrenze von 22,00 Euro.

Was ist eine Freigrenze? Eine Freigrenze bedeutet, dass die Einkünfte steuerfrei bleiben, wenn die Grenze unterschritten wird.

Fazit

  • Ab 1.3.2022 sollen die entsprechenden Gesetze in Kraft treten
    • bis 28.2.2022 noch Besteuerung nach Tarif (Einkommensteuertabelle) für nicht zinstragende Assets
    • Ab 1.3.2022 alles pauschal mit Sondersteuersatz von 27,5 %
    • Für 2022: 2 Monate Tarifbesteuerung, 10 Monate Sondersteuersatz von 27,5 %, auf Antrag möglich, dass bereits ab 1.1.2022 nach Sondersteuersatz 27,5 % besteuert wird
  • Trader werden mit den neuen Regeln bevorzugt, HODLer werden benachteiligt
  • Es gibt keine 1-jährige Spekulationsfrist mehr (gilt dann nur noch für Altbestand, dass nach einem Jahr steuerfrei verkauft werden kann)
  • Fall der Freigrenzen von 440,00 bzw. 730,00 Euro mit Wechsel von Besteuerung nach Spekulationseinkünften zur Kapitalertragsteuer
  • Altbestand
    • Altbestand alles was bis 28.2.2021 gekauft wurde
    • Verkauft man bis 28.2.2022 wird der progressive Einkommensteuertarif fällig (bei nicht zinstragenden Krypto Assets), auf Antrag bis 31.12.2021
  • Neubestand
    • Ab 1.3.2022: 27,50 % Sondersteuersatz für alle Krypto Einkünfte und realisierte Wertsteigerungen ab 1.3.2022
      • bei steuereinfachen Krypto-Dienstleistern
        • 2022 und 2023 freiwillig KESt für den Kunden abführen
        • 2024 verpflichtend KESt für den Kunden abführen
      • wenn selbst zu versteuern, ab 1.3.2022 (oder auf Antrag ab 1.1.2022:
        • verpflichtend Sondersteuersatz
  • Steuereinfachheit von österreichischen Anbietern wie z. B. Bitpanda kommt (2022 und 2023 freiwillig, ab 2024 verpflichtend)
  • Erträge aus Lending, Staking, Mining 27,50 % Sondersteuersatz
  • Krypto zu Krypto Swap kein Verkauf mehr (Stablecoins inklusive)
  • Kein Abzug von Werbungskosten mehr möglich, außer es wird die Regelbesteuerung angewendet (Regelbesteuerungsoption)
  • Verlustausgleich auch mit Aktien & Co möglich – „alles was mit 27,5 % Sondersteuersatz besteuert wird“

Weiterführende Links:

FAQ

Andreas von Broker-Test.at
Andreas ist Gründer und der Kopf hinter Broker-Test.at – er ist begeisterter Privatanleger, 1998 begann alles mit einem 20.000 Schilling Investment in die damalige Aktie des ehemals staatlichen Konzerns, der VA Tech (heute Primetals). Seit 2014 wird mit dieser Seite versucht mehr Transparenz für Interessierte und Anleger zu schaffen. 👉🏽 Mehr über mich und die Geschichte zu Broker-Test.at gibt es hier zum Nachlesen. 👉🏽 Zum Newsletter von Broker-Test.at kann hier die E-Mail Adresse eingetragen werden.
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35 Kommentare
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schönen abend!
krypto swap is the way to go, ums steuereinfach zu haben – bei welchen börsen wird direkt getauscht, bei welchen ist es in wahrheit krypto-fiat, fiat-krypto? bei diversen niederländischen börsen hab ich es erst im kleingedruckten gefunden bzw. mittels support-anfrage. wie siehts bei binance, coinbase, kraken oder pancake swap aus? hast du empfehlungen für mich, andreas?
die neue kest ist ja beschlossen, allerdings wurden keine wesentlichen einwendungen berücksichtigt, bspw. altbestandregelung.

Guten Abend!

Ich hätte eine Frage zu den NFTs.

Was gilt hier als realisierter Gewinn? So wie oben angeführt „Krypto zu Fiat …“ oder ist es hier schon ein realisierter Gewinn wenn ich mein NFT gegen ETH tausche?

Da man in NFT-Games das sehr oft eigentlich macht, muss man das dann tatsächlich in der Einkommenssteuererklärung angeben, ohne eigentlich jemals was außerhalb dieses Games ausbezahlt hat? (Auf Binance oder die Bank transferiert)

Guten Tag!
Ich hätte ebenfalls eine Frage, und zwar zum Thema swaping. Welchen Steuersatz muss man da momentan anrechnen? Spielt der Profit der ursprünglichen Kryptowährung eine Rolle? Gelten da auch die Freigrenzen?
Vielen Dank im voraus!

Hi 🙂

zwei Fragen:

1: Wenn ich mit meinen Gewinnen unter der Freigrenze bin (egal ob jetzt die 440€ oder die 22€ bei der KEST), muss ich das dann trotzdem angeben?

2: Könnte man nicht seine BTC die 50% gestiegen sind steuerfrei in stable coins tauschen und danach verkaufen und wieder keine Steuern zahlen?

Ich hab BTC und ETH vor und nach dem Stichtag gekauft – bin also in einer Mischung drin.
Hab ca. 10€ „Gewinne“ durch Gebühren beim Versenden von BTC an meine Wallet, die unter die KEST fallen, aber unter 22€ sind.

Angenommen ich habe BTC in mehreren Tranchen gekauft, einige vor dem Stichdatum und einige nach dem Stichdatum 1.3.2021. Somit habe Alt- und Neubestand auf EINEM Konto auf der Exchange. Nach dem FIFO Prinzip würde ich, wenn ich nun einen Teil aller Coins auf der Exchange verkaufe, zuerst den Altbestand verkaufen. Wenn ich den Altbestand aber nicht anrühren möchte und nur den Neubestand verkaufen möchte, gibt es dafür eine Möglichkeit?

Hallo, ich habe den gleichen Fall mit BTC und ETH, bitte um Info Andreas 🙂 danke LGH

Stimmt der Satz im Kapitel zum Staking so:

„Bei zentralen Systemen (CEX, Centralized Exchanges) wie bei Binance, Coinbase, Nuri, wo ein Dritter das Handelsgeschehen kontrolliert, sieht der Gesetzgeber das als Staking an.“

oder sollte das nicht eher „Lending“ statt „Staking“ heißen?

Hallo,
in einem Entwurf des Gesetzes meine ich gelesen zu haben, dass „Staking“ auf zentralisierten Börsen wie Lending behandelt wird, weil man dazu seine Coins hergibt und dafür „Zinsen“ bekommt (quasi: ich lende, damit die Börse mit meinen Coins staken kann). Im Gegensatz dazu gilt dezentrales Staking („delegieren“) tatsächlich als Staking, weil man die Kontrolle über die Coins selbst behält.

In den Erläuterungen zu diesem Absatz steht: Zu Z 13 (§ 27b): In § 27b sollen die Einkünfte aus Kryptowährungen definiert und näher geregelt werden. Nunmehr zählen zu den Einkünften aus Kryptowährungen sowohl laufende Einkünfte (Abs. 2) und Einkünfte aus realisierten Wertsteigerungen (Abs. 3). Unter laufenden Einkünften aus Kryptowährungen sollen erfasst sein – Entgelte für die Überlassung von Kryptowährungen (Z 1) und – der Erwerb von Kryptowährungen durch einen technischen Prozess, bei dem Leistungen zur Transaktionsverarbeitung zur Verfügung gestellt werden (Z 2); ausgenommen jene Kryptowährungen, bei denen die Leistung zur Transaktionsverarbeitung lediglich im Einsatz von vorhandenen Kryptowährungen besteht (Staking) oder… Weiterlesen »

Für mich lässt der Text einfach beide Interpretationen zu, daher kann ich auch Deiner Sichtweise folgen.
Im Absatz „Staking“ des Artikels hat mich dann einfach in die Irre geführt, dass im zitierten Satz explizit auf das Staking bei zentralen Börsen hingewiesen wird, als wäre es etwas anderes als das dezentrale Staking und ich vermutete, dieser Satz sollte auf den von mir unterstellten Unterschied aufmerksam machen. Bei Deiner Sichtweise ist beides steuerlich aber sowieso das gleiche und es gibt damit auch keinen Unterschied zwischen Staking auf zentralen Börsen und dezentralem Staking. Damit passt das auch so wie es im Artikel steht.

Hallo Andreas!
Ich hab auch zwei Fragen 😉
1) Wie siehts es aus mit Coins die man als Bonusprogramm bekommt zb. Cashback bei der Kreditkarte. Ist der Anschaffnungswert mit 0,00 EUR zu bewerten und wenn man den Coins Verkauft der komplette Erlös mit 27,5% zu versteuern?
2) Wenn man jetzt für 1000€ Cryptos kauf, diese staked und die Zinsen wieder in FIAT Währung umwechselt werden die Zinsen mit 27,5% versteuert. wenn man dann die Cryptos auch wieder verkauft zb. 1200€ sind für die 200€ Kursgewinn ebenfalls 27,5% Steuer abzuführen oder?

Danke
LG

Hallo Andreas, danke für den Artikel. Sind Rewards aus Staking (zur Konsensfindung), die nach dem 28.02.2021 zugeflossen sind, nach dem alten oder dem neuen Gesetz zu versteuern?

Danke, dann ist das eine Art Mischung aus Alt- und Neubestand. Besteuert werden die Rewards nach dem aktuellem/alten Gesetz und die Haltefrist gibt es für diese Coins trotzdem nicht mehr.

Hi, ich verstehe leider nicht genau wie es mit dem Gesetz ab 1.3.2022 funktioniert.

Habe insgesamt €100 umsatz im Jahr 2021 gemacht mit Altcoins die ich im Mai gekauft und verkauft habe.

Ich mache jetzt in Jänner meinen Steuerausgleich 2021 als ein Arbeitsnehmer.

Fallen diese €100 in die €440 Freigrenze oder muss man die versteuern? Wie ich es verstehe fällt die Freigrenze ab 1.3.2022, gilt aber noch für das Jahr 2021.

Liebe Grüße,
Roman

Zuletzt bearbeitet 18 Tage her von Roman

Zwecks nicht direkter „Swaps“ bin ich gespannt, weil zum Beispiel in den Bitpanda AGB für den Broker bzw. auch Exchange die Rede von „Fiat-Token“ (F-Token) ist. Der Der Kauf/Verkauf und Tauschvorgang wird ausdrücklich in F-Token beschrieben.

1.PNG

Hallo Andreas, ich habe 2018 BTC von einem Freund schenken bekommen, der sie mir auf ein Binance Wallet überwiesen hat, im Mai 2021 habe ich selber Kryptos gekauft aufs selbige Wallet.
Leider falle ich in diese rückwirkende Kryptosteuer rein, es ist für mich aber jetzt unmöglich durch unzählige Trades das zu trennen: Meine Frage ist, die geschenkten Kryptos 2018 nehme ich an fallen in Altbestand?? Die zweite Frage wäre wie soll ich bei einem etwaigen Verkauf da vorgehen?
Danke im Voraus. LG Rene

Vielen Dank für deine schnelle Rückmeldung!

Zuletzt bearbeitet 27 Tage her von Rene

Guten Tag, eine Frage ist für mich noch ungeklärt. Ich habe im März 2021 Kryptos gekauft und diese im Juli 2021 mit Gewinn verkauft. Darf ich diese Gewinne mit Aktien-Verlusten aus 2021 gegenrechnen?

Lieber Andreas,
ich beschäftige mich gerade mit Krypto ETFs und finde die neuen Wisdom Tree ETFs interessant. Sie sind wohl in Ö zugelassen, also sollten wir mit denen keine Probleme haben oder? Falls du eine Idee für ein YT Video brauchst… 😉
Danke für deine Page, ist die beste Finanz Info in Österreich (zusammen mit deinem Youtube Kanal!)
LG

Finde die neue Form der Besteuerung in Ordnung – bis auf die rückwirkende Änderung der Besteuerung mitten im Jahr. Hoffe, dass das u.U. nicht so kommt.

Interessant ist die unterschiedliche Besteuerung von NFTs. Wie kann man das z.B. mit Cointracking durchführen wenn man NFT und andere Kryptowährungen besitzt?

Wie soll die Abfuhr (Berechnung) der Steuer durch die Dienstleister erfolgen, wenn man bspw. an mehreren Börsen gleichzeitig handelt.

Besten Dank für die schnelle Antwort!

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