Consorsbank Depot

Consorsbank Depot

Auf einen Blick:

  • Keine Depotgebühr beim deutschen Broker, nicht steuereinfach
  • Ordergebühren höher, dafür gute Service Angebote wie z. B. größter Aktien-Sparplan 
  • Ordergebühren auf nicht deutschen Börsenplätzen sehr teuer
  • Großes Handelsangebot

Die Fakten zum Depot im Überblick:

Depotgebühr: 0,00 % p.a. 
Kontoführung: 0,00 Euro p.a.
Order ab: 11,45 Euro
Steuereinfach: Nein

Was gibt es zu lesen?

Vorteile & Nachteile

Vorteile

  • Große deutsche Direktbank mit Depot Möglichkeit
  • Rabattstaffeln für Vieltrader
  • Wiener Börse sehr teuer, deutsche Börsen günstig
  • Wertpapierdepot ohne Depotgebühr
  • Große Auswahl an Fonds und ETFs, aber eben nicht steuereinfach

Nachteile

  • Ordergebühren im Ausland teuer, in Österreich sehr teuer
  • Nicht steuereinfach, Depotkunde muss sich selbst um die korrekte Versteuerung kümmern
  • Girokonto kann mit Wohnsitz Österreich nicht eröffnet werden

Die deutsche Consorsbank hieß früher Cortal Consors und ist Teil der französischen BNP Paribas S.A. – das Logo der Consorsbank sieht dem Logo der Hello Bank in Österreich sehr ähnlich – kein Wunder, denn beides sind Töchter der französischen Großbank. Bei der Übernahme der direktanlage.at in Österreich entschieden sich die Franzosen den Namen zu ändern, in Deutschland hingegen ließ man Cortal Consors bzw. die Consorsbank weiter bestehen. Nur das Logo wurde angepasst.

Kosten & Gebühren

Das Angebot der Consorsbank ist umfangreich in Sachen Wertpapiere, doc es fokussiert sich auf deutsche Kunden, denn dort ist die Bank auch zuhause. Für Österreicher bedeutet dieser Umstand, dass Order an deutschen Börsen günstig sind, die an US-Börsen preislich okay, aber die Gebühren für Order an der Wiener Börse mehr als überteuert sind. 

Depot

Es gibt keine Depotgebühr bei der Consorsbank. Daher in Sachen Kosten für das Wertpapierdepot:

  • 0,00 Euro Depotgebühr

Konto

Auch das Verrechnungskonto für den Kauf- und Verkauf von Wertpapiere ist bei der Consorsbank kostenlos. Hier entstehen keine Kosten. Ein Girokonto kann von uns Österreicher bei der Consorsbank hingegen nicht eröffnet werden. Nur das Wertpapierdepot

  • 0,00 Euro Kontogebühr für das Wertpapier Verrechnungskonto

Order

Die Ordergebühren bei der Consorsbank sind nur an deutschen Börsen interessant, an ausländischen Börsenplätzen greift die Consorsbank mit beiden Händen zu, was das Beispiel Wiener Börse mit 49,95 Euro Grundpreis und 0,25 % vom Ordervolumen sehr gut unterstreicht. Mindestgebühr ist hier übrigens 54,95 Euro.

Günstiger Handelsplatz

Order 1.000 Euro: 9,95 Euro
Order 2.000 Euro: 9,95 Euro
Order 5.000 Euro: 17,45 Euro
Order 10.000 Euro: 29,95 Euro
Berechung Ordergebühr: Tradegate:
4,95 Euro + 0,25 % Orderprovision
mindestens 9,95 bzw. maximal 69 Euro

für Neukunden nochmals spezielle Aktionen

Wiener Börse

Order 1.000 Euro: 54,95 Euro
Order 2.000 Euro: 54,95 Euro
Order 5.000 Euro: 62,45 Euro
Order 10.000 Euro: 74,95 Euro
Berechung Ordergebühr: 49,95 € Grundpreis
+ 0,25 % vom Ordervolumen
Mindestens 54,95 €

XETRA

Order 1.000 Euro: 11,45 Euro
Order 2.000 Euro: 11,45 Euro
Order 5.000 Euro: 18,95 Euro
Order 10.000 Euro: 31,45 Euro
Berechung Ordergebühr: 4,95 € Grundpreis
+ 0,25 % vom Ordervolumen
Mindestens 9,95 €,
Höchstens 69,00 €
+ 1,50 € Xetra-Handelsplatzgebühr

NYSE / NASDAQ

Order 1.000 Euro: 24,95 Euro
Order 2.000 Euro: 24,95 Euro
Order 5.000 Euro: 32,45 Euro
Order 10.000 Euro: 44,95 Euro
Berechung Ordergebühr: 19,95 € Grundpreis
+ 0,25 % vom Ordervolumen
Mindestens 24,95 €,
Höchstens 69,00 €

Dividende

Es gibt keine Dividendengebühr bei der Consorsbank, daher ist diese Bank sicherlich interessant für Dividendenanleger.

Devisen

Devisenprovision gibt es bei der Consorsbank keine.

ETF-Sparplan

ETF-Sparpläne kosten je Ausführung 1,5 % der jeweiligen Sparrate. Beim Verkauf der ETFs fallen Kosten in der Höhe der Ordergebühren an der deutschen Börse an.

Bitte beachten Sie, dass die genannten Preise je Teilausführung pro Kauf, Verkauf oder Zuteilung aus Zeichnungen anfallen, soweit nichts anderes angegeben ist. Ab der 2. Teilausführung entfallen der Grundpreis und die Mindestprovision.

Natürlich können auch an anderen Weltbörsen gehandelt werden. Im nächsten Kapitel findet sich mehr über die Börsenplätze die bei der Consorsbank angeboten werden. Die Gebühren für Trades an diesen Weltbörsen sind jedoch sehr teuer, denn sie kosten genau so viel wie die Trades an der Wiener Börse plus eventuell lokaler Stempelgebühren oder fremder Spesen.

Fonds-Sparplan

Hier fällt die Ausgabegebühr des jeweiligen Fonds bei der Consorsbank an. plus eventuell anfallende Fremdspesen. Beim Verkauf über die Fondsgesellschaft fallen nur eventuelle Fremdspesen an.

Hauptversammlung

Es gibt bei der Consorsbank keine Möglichkeit sich über die Bank zu einer Hauptversammlung anzumelden. Nur bei deutschen Namensaktien, also jene Aktien die auch in das Namensregister eingetragen wurden, werden die Einladungen zur HV direkt an die Aktionäre gesendet.

Wertpapiere

Die Consorsbank hat zahlreiche Wertpapier-Arten im Angebot. Hier eine Aufzählung, welche Wertpapiere im Angebot sind:

Handelbare Wertpapiere

Aktien: Ja
Anleihen: Ja
Fonds: Ja
ETFs: Ja
ETCs: Ja
CFDs: Ja
Futures: Ja
Optionsscheine: Ja
Zertifikate: Ja
Optionen: Ja
Forex: Ja

Orderzusatz

Market: Ja
Limit: Ja
Stop-Limit: Nein
Stop-Loss-Buy: Nein
Trailing Stop: Nein
Trailing-Stop-Limit: Nein
OCO: Nein
OCO Limit: Nein
Folgeorder: Nein

Ordergültigkeit

Gültig bis (Datum): Nein
Tagesgültig: Ja
Unbefristet: Nein
Wochenultimo: Nein
Monatsultimo: Nein
Ultimo nächster Monat: Ja

Mögliche Börsenplätze bei der Consorsbank sind:

Börsenplätze

  • Amsterdam,
  • Brüssel,
  • Dublin,
  • Helsinki,
  • Hongkong,
  • Kopenhagen,
  • Lissabon,
  • London,
  • Mailand,
  • Oslo,
  • Singapur,
  • Stockholm,
  • Sydney,
  • Tokio,
  • Toronto,
  • Wellington,
  • Wien und
  • Zürich

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Tests & Erfahrungsberichte

Auf Broker-Test.at wurde das Depot der Consorsbank noch nicht bewertet und so gibt es auch leider noch keine Erfahrungsberichte. 

Online Banking

Das Online Banking der Consorsbank ist aufgeräumt, hübsch und keineswegs vergleichbar mit dem Online Banking der Schwester in Österreich, der Hello Bank. 

Eröffnung

Auch für Österreicher ist es möglich ein Wertpapierdepot bei der Consorsbank zu eröffnen. Einfach das online Formular der Consorsbank ausfüllen, dazu müssen Angaben zur Person und wo der steuerliche Sitz ist erbracht werden. Kunden in Österreich ist es leider nicht möglich das SMS-TAN-Verfahren zu wählen und bekommen von der Consorsbank einen TAN-Generator zugesandt zur Freigabe der Transaktionen. Auch die berufliche Situation wird durchleuchtet – das dient dazu festzustellen, woher das Geld kommt (eh keine Schwarzgeldgeschäfte oder Big-Boss bei der Mafia?).

Hat die Consorsbank die Eröffnungsunterlagen erhalten, geht es weiter zur  Legitimation die über das Video-Identverfahren durchgeführt wird. Nach der erfolgreichen Legitimation wird das Wertpapierdepot auch eröffnet und der Antragsteller bekommen die Zugangsdaten postalisch zugesandt. 

Bilder & Videos

In den Bildern sind Ausschnitte aus dem Online Banking der Consorsbank zu sehen. Im Video wird das Consorsbank Depot vorgestellt und die Frage gestellt, wie sinnvoll ist das Depot der Consorsbank für uns Österreicher?

Sicherheit & Seriösität

Im Unterschied zur Hello Bank in Österreich, ist die Consorsbank in Deutschland sogar zweimal abgesichert. Die Mutter BNP Paribas ist Teil der französischen Einlagensicherung. Dazu ist die Consorsbank freiwillig Mitglied im Deutschen Einlagensicherungsfonds. Von der Einlagensicherung sind aber nur die Einlagen betroffen – das Depot und dessen Wertpapiere nicht! Natürlich ist es auch bei der Consorsbank so, weil eben Gesetz, dass der Eigentümer der Wertpapiere stets Eigentümer bleibt. Die Consorsbank ist der Verwahrer im Auftrag des Kunden. Tritt der schlimme Fall des Bankrotts der Consorsbank tatsächlich ein, muss die Bank die Wertpapiere an den Kunden übergeben. Sie gehören ihm ja.

Erst wenn die Wertpapiere vom Institut nicht an den Depotkunden zurückgegeben werden können, tritt die Anlegerentschädigung in Kraft. In Frankreich beträgt diese bis 70.000 Euro. Wenn Wertpapiere verloren gehen, werden diese bis zu diesem Betrag erstattet. In Österreich sind dies lediglich 20.000 Euro, in Deutschland 90 % von maximal 20.000 Euro. Die Franzosen sind hier großzügiger.

Aber Achtung, es handelt sich bei der Consorsbank lediglich um eine Marke der BNP Paribas und so werden alle Guthaben und Depotstände aller Marken zusammengezählt. Dazu gehören z. B. auch die DAB Bank (Smartbroker!) oder auch die Hello Bank Österreich. 

Kontakt

Der Support der Consorsbank kann über das Telefon, einem Kontaktformular und einem Live-Chat kontaktiert werden. Auch gibt es eine eigene Community bei der Consorsbank. Hier können auch andere Nutzer befragt werden.

Consorsbank – BNP Paribas S.A. Niederlassung Deutschland

Bahnhofstraße 55

90402 Nürnberg

Deutschland 

[email protected] 

Telefon: 0049 911 369 – 0

Telefax: 0049 911 369 – 10 00

www.consorsbank.de

Montag ‐ Sonntag: 7:00 – 22:30 Uhr

SWIFT-Code / BIC: CSDBDE71

Bankleitzahl (BLZ): 76030080

Fazit

Keine Depotgebühr, das ist für Wertpapier-Interessierte in Österreich stets ein Zuckerl welches zieht. So auch das Angebot der Consorsbank. Doch es ist nicht so einfach, denn die Consorsbank sitzt in Deutschland und ist deshalb kein steuereinfacher Broker für uns Österreicher. Bedeutet, wir müssen uns um die korrekte Abführung der Steuern selbst kümmern und das kann viel Arbeit sein. Die Ordergebühren an deutschen Börsen sind gut, an der Wiener Börse hingegen sehr schlecht. Eine große Auswahl an Fonds und ETFs sind vorhanden, doch leider gibt es da dann das Problem der Steuer mit den ausschüttungsgleichen Erträgen. Ja, das Depot der Consorsbank ist okay, nur warum sollte ein Österreicher dieses abschließen außer der nicht vorhandenen Depotgebühr und das können andere auch zu ähnlichen bzw. sogar besseren Ordergebühren? 

Andreas von Broker-Test.at
Andreas ist Gründer und der Kopf hinter Broker-Test.at – er ist begeisterter Privatanleger, 1998 begann alles mit einem 20.000 Schilling Investment in die damalige Aktie des ehemals staatlichen Konzerns, der VA Tech (heute Primetals). Seit 2014 wird mit dieser Seite versucht mehr Transparenz für Interessierte und Anleger zu schaffen. 👉🏽 Mehr über mich und die Geschichte zu Broker-Test.at gibt es hier zum Nachlesen. 👉🏽 Zum Newsletter von Broker-Test.at kann hier die E-Mail Adresse eingetragen werden.

Fragen & Kommentare

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