Ausschüttungsgleiche Erträge: Besteuerung und How-To mit ausländische Broker

Bei thesaurierenden Fonds fallen oftmals ausschüttungsgleiche Erträge (AgE ) an, welche versteuert werden müssen. Bei einem inländischen Broker übernimmt diese Versteuerung der ausschüttungsgleichen Erträge der Broker, bei einem ausländischen Broker ist der Steuerpflichtige selbst dafür verantwortlich seinen Fonds bzw. dessen ausschüttungsgleiche Erträge korrekt zu versteuern. Gleich ob Sie nun einen inländischen oder ausländischen Broker nutzen und dort einen thesaurierenden Fonds haben, es ist stets interessant, wie Sie den zu den Zahlen kommen um den Fonds korrekt zu versteuern bzw. um die Abrechnung Ihres Brokers nachvollziehen zu können. Hat man zum Zufluss-Zeitpunkt, also dem Meldezeitpunkt, der auscchgüttungsgleichen Erträge also Anteile am Fonds, so müssen diese ausschüttungsgleichen Erträge versteuert werden.

Alle Angaben ohne Gewähr und nach besten Wissen und Gewissen erstellt!

Die hier dargestellten Informationen wurden nach besten Wissen und Gewissen erstellt, dennoch kann sich ein Fehler eingeschlichen haben oder sich die Sachlage ändern. Nutzen Sie doch die Kommentarfunktion am Ende der Seite, um auf etwaige Fehler aufmerksam zu machen.

Die hier vorfindbaren Informationen können falsch sein bzw. sich durch Gesetzgebung, Rechtsprechung oder auch durch Erlässe der Finanzverwaltung verändern und natürlich kann die Besteuerung der Einzelperson auch noch durch verschiedene individuelle Parameter abhängen. All diese Faktoren sind hier natürlich nicht berücksichtigt und daher ist es wohl für jeden empfohlen sich an einen Steuerberater zu wenden, welcher über die persönliche Situation bescheid weiß und es so

Meldefonds oder Nicht-Meldefonds

Achten Sie darauf, dass Sie einen Meldefonds haben. Ein Meldefonds hat in Österreich einen steuerlichen Vertreter. Bestimmte Auslandsfonds haben keinen steuerlichen Vertreter und deren steuerliche Behandlung ist komplex und wird auch pauschal durchgeführt. Die Bemessungsgrundlage für die AgE wird nach einer Schätzformel ermittelt. Meist ist es so, dass durch diese Schätzformel es zu einer höheren steuerlichen Belastung des Fondsinhabers kommt. Genereller Tipp daher: Achten Sie daher beim Kauf, dass es sich um einen Meldefonds handelt.

Inländischer Broker oder ausländischer Broker

Mit einem ausländischen Broker haben Sie meist kostengünstigere Spesen, aber Sie haben sicherlich auch einen höheren Aufwand mit den steuerlichen Belangen. Auch wenn Broker wie DEGIRO damit werben, dass dort zum Nulltarif ETFs gekauft werden können oder zumindest sehr günstig, kann die jährliche Arbeit mit der korrekten Abführung der Steuer ein erheblicher Aufwand werden.

Ausschütter oder thesaurierender Fonds: Egal

Es wird in der Veranlagung zwischen ausschüttenden und thesaurierenden Fonds unterschieden, in der Besteuerung gibt hier keine Unterschiede, denn bei einem Ausschütter werden die Ausschüttungen mit 27,50 % versteuert und bei einem thesaurierenden Fonds gibt es ausschüttungsgleiche Erträge, welche ebenso mit 27,50 % versteuert werden.

Profitweb liefert Ihnen die Daten zu den ausschüttungsgleichen Erträgen und der Steuer

In diesem Video können Sie zusehen, wie Sie zu den Informationen der ausschüttungsgleichen Erträge auf Profitweb kommen und welche Zeilen im Dokumenten-Download dann für Sie wichtig sind. Alternativ gibt es auch die darunter vorfindbare Anleitung. Der im Beispiel erwähnte Fonds ist ein Fonds, welcher in US-Dollar notiert (Umrechnung zum Stichtag nicht vergessen).


Sie gehen auf Profitweb und und geben dort die ISIN Ihres Fonds ein. Die Abhandlung des Beispiels erfolgt mit dem ETF MSCI Emerging Markets UCITS ETF I (T)/USD  mit der ISIN „LU0635178014“, welcher von ComStage verwaltet wird.

Danach erhalten Sie das Ergebnis von Profitweb und Sie können hier nun die Details zum Fonds als PDF herunterladen oder Sie sehen sich die Steuerdaten des Fonds an. Wir möchten uns die Steuerdaten ansehen und sehen bereits bei der Übersicht, dass es sich hier um einen Fonds (bzw. ETF) handelt, welcher seit 2.6.2014 ein KESt-Meldefonds in Österreich ist. Mit einem Klick auf Steuerdaten gehts dann weiter.

Das Ergebnis bietet in der ganz rechten Spalte ein Excel-Icon. Mit einem Klick darauf lädt man sich eine Excel-Datei herunter mit den letzten Steuerdaten des Fonds. In diesem Fall wurden die Daten am 2.1.2018 gemeldet und betreffen das abgelaufene Fonds-Geschäftsjahr welches von 1.7.2016 bis 30.6.2017 lief.

In der Excel Datei die Sie hier erhalten haben Sie sehr viele Daten die es zu bewältigen gilt. Für Sie sind im Regelfall folgende Punkte in der Excel-Datei interessant bzw. wichtig:

  • Punkt 4. Steuerpflichtige Einkünfte
  • abzüglich Punkt 3.3.2 Inlandsdividenden steuerfrei gem. §10 KStG
  • abzüglich Punkt 5. Summe Ausschüttungen vor Abzug KESt, ausgenommen an die Meldestelle bereits gemeldete unterjährige Ausschüttungen
  • abzüglich Punkt 5.4 In der Ausschüttung enthaltene Substanzauszahlung

Unter dem Punkt 12 findet sich die Information in der jeweiligen Fondswährung, wie hoch die österreichische KESt sein müsste. Kontrollieren Sie hier Ihre Berechnungen mit dem Punkt 12 „Österreichische KESt, die durch Steuerabzug erhoben wird“.

Bei diesem Beispiel des ETFs MSCI Emerging Markets UCITS ETF I (T)/USD mit der ISIN „LU0635178014“ wurden einige Zeilen ausgeblendet und nur noch die Zeilen mit den Nummern 4, 3.3.2 sowie 5. und 5.4 dargestellt. Diese sind für die Berechnung der ausschüttungsgleichen Erträge notwendig.

 

Aufpassen müssen Sie natürlich auch noch, in welcher Währung der Fonds gemeldet wird, denn im Falle einer Fremdwährung müssen Sie diese natürlich noch in Euro umrechnen. Macht dies nicht Ihr Broker für Sie, verwenden Sie dazu am besten den Wechselkurs der EZB am Tage der steuerlichen Meldung. Erfolgt die Meldung lt. Profitweb z. B. am 2. Jänner 2018, so suchen Sie sich den Umrechnungskurs dazu. Zum 2.8.2018 war z. B. der Umrechnungskurs des Euro zum US-Dollar bei 1,2065. Nimmt man das obige Beispiel des ETFs „LU0635178014“ her, so sind die ausschüttungsgleichen Erträge in der höhe von 3,3517 US-Dollar umgerechnet dann 2,77803564 Euro ausschüttungsgleicher Ertrag pro Stück in Euro von dem die 27,50 %ige Kursgewinnsteuer abgeführt werden muss.

Hat man 500 Stück dieses ETFs so ergibt sich daraus eine Schuld von 1.389,01782 Euro (500 Stück * 2,77803564 Euro). Von diesem Betrag berücksichtigt man nun die 27,50 % was einen Endbetrag von 381,97 Euro ergibt.

Weitere Fälle von ausschüttungsgleichen Erträge – selten, können aber vorkommen:

Es gibt zwei weitere Fälle die auftreten können. Z. B. gibt es bereits unterjährige Ausschüttungen die aber nicht bei der Ausschüttung selbst an Profitweb (OeKB), sondern mit der Jahresmeldung als „bereits ausgezahlte, nicht gemeldete Ausschüttungen“ gemeldet wurden. Ist dies der Fall, so müssen Sie anhand Ihres Depotauszugs feststellen, wie viele Ausschüttungen Sie in diesem Jahr erhalten haben und wie hoch diese waren. Jede dieser Ausschüttung ist natürlich auch mit 27,50 % zu versteuern. Ist der Fall so gelagert, dass unter 12.9 „Auf bereits ausgezahlte, nicht gemeldete Ausschüttungen abgezogene KESt“ die steuerpflichtigen Einkünfte im Rahmen dieser Jahresmeldung höher sind, so ergibt sich ein negativer ausschüttungsgleicher Ertrag. Die negativen ausschüttungsgleichen Erträge werden mit den bereits erhaltenen Ausschüttungen des Depotauszugs saldiert und dieser Saldo wird der Besteuerung unterzogen.

Ein weiterer Fall ist der, dass unterjährige Ausschüttungen bereits an Profitweb (OeKB) gemeldet wurden. Hier ist es dann so, dass gleich die Kennzahl 12 „Österreichische KESt, die durch Steuerabzug erhoben wird“ verwendet werden kann, denn diese wird auf 100 % hochgerechnet.

Wenn Sie nun noch Fragen oder Ergänzungen zu diesem Beitrag über ausschüttungsgleiche Erträge von thesaurierenden Meldefonds und wo Sie die notwendigen Daten zur korrekten Versteuerung des Fonds finden können, so nutzen Sie die Kommentarfunktion dieses Artikels.

Steuereinfachen Broker verwenden

Die ausschüttungsgleichen Erträge selbst zu versteuern, da ein ausländischer Broker verwendet wurde, ist eine komplexe Sache, die von vielen wohl unterschätzt wurde, als man sich für einen Broker im Ausland entschied. Man spart sich dort wohl den einen oder anderen Euro, doch ist man bei der korrekten Versteuerung dann ganz auf sich selbst gestellt, denn die Informationen die man vom Broker aus dem Ausland erhält sind nur rudimentär und keine wirkliche Unterstützung. Wenn Sie die Zeit rechnen, welche Sie dafür aufwenden an die richtigen Zahlen zu kommen und diese in Ihre Einkommensteuererklärung einzusetzen, so könnte es passieren, dass sich die günstigeren Broker Preise im Ausland dann doch nicht rechnen.

Achtung: Die ausschüttungsgleichen Erträge nicht zu versteuern ist überhaupt keine gute Idee, denn die Broker aus dem EU-Ausland sind natürlich dazu verpflichtet die Depotinhaber an ihre nationalen Steuerbehörden zu melden und diese wiederum melden weiter an die österreichischen Finanzbehörden. Die Meldung ist sehr umfangreich und das Finanzamt weiß also bescheid über Ihr Depot. Geregelt ist dieser Austausch mit dem Zauberwort „Common Reporting Standard“. Einen eigenen Beitrag zu diesem Thema finden Sie hier.

Wenn Sie sich all den Ärger und die Mühen ersparen wollen, so verwenden Sie einen steuereinfachen Broker, welcher Ihnen die Arbeit abnimmt und für Sie die Steuer abführt. Günstige Broker mit Sitz in Österreich sind die DADAT und die Hello Bank:

 

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Depotgebühr: 0,09 % p.a. bzw. mind. 3 € pro Position – Fonds kostenlos (nicht ETF)

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Website
hellobank.at Depotgebühr: 0,12 % p.a. bzw. mindestens 5,40 Euro pro Wertpapierposition p.a. bzw. mindestens 15,00 Euro pro Depot p.a.
– Fonds kostenlos (nicht ETF)Verrechnungskonto: 18 €/Jahr

  • bis 200 € Übertragsspesen Rückerstattung
  • nur 3,95 Euro Kauf- bzw. Verkaufsspesen für 6 Monate ab Depoteröffnung
  • 90% Rabatt auf Ausgabeaufschläge bei Fonds für 6 Monate ab Depoteröffnung
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Website

Das DADAT DEPOT überzeugt durch die zahlreichen Aktionen (keine Depotgebühr bis Ende 2018) und dem Eröffnungsbonus sowie dem automatischen Verlustausgleich.

Versteuerung von ausschüttungsgleiche Erträge mit ausländischen Brokern (Degiro, Onvista, Banx, CapTrader, Lynx & Co)

Es ist alles einfacher, wenn ein steuereinfacher Broker mit Sitz oder Niederlassung in Österreich verwendet wird, wie es bei Flatex, Hello Bank, DADAT, Easybank, etc. der Fall wäre. Will man dennoch den schweren und harten Weg gehen, so muss man die oben beschriebenen Daten für den ETF erheben und in das Formular E1kv, welches das Finanzamt anbietet, eintragen. Wie kommt man zum Formular E1kv für das jeweilige Jahr? Sie müssen dazu die Möglichkeit haben, eine Einkommensteuererklärung abzugeben. Falls Sie dies bereits können, so starten Sie beim Punkt b) los, wenn Sie bislang eine Arbeitnehmerveranlagung gemacht haben, so starten Sie bei Punkt a) los – sie müssen sich zuerst in die Einkommensteuererklärung optieren.

a) Sie verwenden im Moment noch eine Arbeitnehmerveranlagung um eine Steuererklärung durchzuführen?

Wechseln Sie bitte zur Einkommensteuererklärung, denn nur dort gibt es das notwendige Formular E1kv. Um einen Erklärungswechsel von Arbeitnehmerveranlagung auf Einkommensteuererklärung durchzuführen, steigen Sie auf FinanzOnline ein, klicken danach im Menü auf „Eingaben > Anträge > Erklärungswechsel“ und dort wählen Sie den „Wechsel zur Einkommensteuererklärung“ aus. Nach dieser Aktion erhalten Sie die Bestätigung, dass der Erklärungswechsel erfolgreich durchgeführt wurde. Mit diesem Erklärungswechsel ändert sich für Sie nicht wirklich etwas, denn die bisherigen Positionen Ihrer Arbeitnehmerveranlagung können Sie natürlich weiterhin wie gewohnt durchführen und haben nun die Möglichkeit auch die ausschüttungsgleichen Erträge die bei einem ausländischen Broker angefallen sind, ordnungsgemäß über das Formular E1kv abzuführen. Nun können Sie bei b) fortfahren.

b) Sie machen bereits eine Einkommensteuererklärung?

Um die ausschüttungsgleiche Erträge ordnungsgemäß zu versteuern, wählen Sie in FinanzOnline das Formular E1kv aus (E1kv Beilage zur Einkommenssteuererklärung E1 für Einkünfte aus Kapitalvermögen). Bei den meisten Meldefonds wird es wohl so sein, dass einzig im Punkt 4. „Steuerpflichtige Einkünfte“ Beträge zu finden sind, welche zu besteuern sind. Aber Kontrolle ist besser und so sollte man auch alle andere Punkte aus der Excel Datei genauer untersuchen.

Achtung, EURO-Beträge einfügen: Achten Sie davor unbedingt darauf, dass Sie bei Fonds in Fremdwährungen zuerst die ausschüttungsgleichen Erträge der Fremdwährung in Euro umrechnen zum Kurs am Meldesichttag.

Kennzahl 898: 

5. Summe Ausschüttungen vor Abzug KESt, ausgenommen an die Meldestelle bereits gemeldete unterjährige Ausschüttungen

minus 

5.4 In der Ausschüttung enthaltene Substanzauszahlung

Kennzahl 937:

4. Steuerpflichtige Einkünfte

minus

3.3.2 Inlandsdividenden steuerfrei gem. §10 KStG

Kennzahl 936:

3.3.2 Inlandsdividenden steuerfrei gem. §10 KStG

 

Kennzahl 899:

11.1 KESt auf Inlandsdividenden

Kennzahl 998:

12.4 Minus anrechenbare ausländische Quellensteuer

Weil man es nicht oft genug sagen kann, auch hier wieder der Hinweis:

Alle Angaben ohne Gewähr und nach besten Wissen und Gewissen erstellt!

Die hier dargestellten Informationen wurden nach besten Wissen und Gewissen erstellt, dennoch kann sich ein Fehler eingeschlichen haben oder sich die Sachlage ändern. Nutzen Sie doch die Kommentarfunktion am Ende der Seite, um auf etwaige Fehler aufmerksam zu machen.

Die hier vorfindbaren Informationen können falsch sein bzw. sich durch Gesetzgebung, Rechtsprechung oder auch durch Erlässe der Finanzverwaltung verändern und natürlich kann die Besteuerung der Einzelperson auch noch durch verschiedene individuelle Parameter abhängen. All diese Faktoren sind hier natürlich nicht berücksichtigt und daher ist es wohl für jeden empfohlen sich an einen Steuerberater zu wenden, welcher über die persönliche Situation bescheid weiß und es so

Die einfachste Alternative zu all diesem Steuerkram ist es natürlich, wenn Sie sich einen steuereinfachen Broker suchen oder finden Sie den Aufwand überschaubar? Nehmen Sie sich einen Steuerberater dafür, oder versuchen Sie es auf eigene Faust?

 

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Benachrichtige mich zu:
Christian

Hallo,
ich hätte eine Frage bezüglich ausschüttender Meldefonds bei ausländischen Brokern.

Reicht es in diesem Fall, die Ausschüttungen gemäß Dividendenabrechnung des Brokers unter Kennzahl 898 einzutragen oder muss auch hier der Ertrag mittels Profitweb ermittelt werden?

Mit freundlichen Grüßen,
Christian

Raphael

Eine Frage zur Besteuerung thesaurierender ETFs:
Kommt es im Falle eines Verkaufs des Fond/ETF zu einer Doppelbesteuerung? Werden also Die ausschüttungsgleichen Erträge doppelt besteuert? (ein erstes mal im Jahr in dem sie Anfallen, ein zweites mal bei verkauf der Anteile am Fond/ETF? ) In Deutschland ist dies meines Wissens durch aus der Fall , jedoch kann die zu viel bezahlte Steuer zurückgefordert werden. (hoher Aufwand?) Wie ist die Lage diesbezüglich in Österreich?
Beste Grüße

Robert

Eine Frage zu den Korrekturbeträgen:

Teilweise werden unter Punkt 6.1 „negative“ Korrekturbeträge angeführt. Sind diese auch zu berücksichtigen (dh wirken diese AK-mindernd)? Oder sind diese als 0 bei der Fortrechnung zu berücksichtigen (habe ich bei einem Fonds in der Fußnote gefunden)?

Danke für eine Erklärung.

Chris

Hallo Andreas, nachdem ich den Fonds aus dem Beispiel (iShares Core EM IMI) glücklicherweise sogar in zwei verschiedenen Depots habe, kann ich das (für *diesen* Fonds für die Abrechnung 2017) „empirisch“ bestätigen, sowohl Punkt 6.1 als auch 12 werden so von den Brokern verwendet. Beim „Anschaffungswerterhöhender Betrag“ (Punkt 6.1) kommt bei easybank eine Abweichung von unter einem Euro raus (flatex gibt diesen Wert gar nicht bekannt), ich geh mal davon aus das ist ein Rundungsproblem (wundert mich aber, weil sonst stimmen die Zahlen genau). Was meinst du, könnte man wenn man das selbst versteuert einfach z.B. bei der KESt einen… Weiterlesen »

Chris

Hab von flatex noch die Info bekommen, dass der Referenzkurs der EZB am Ex-Tag für die ausschüttungsgleichen Erträge verwendet wird (den Referenzkurs gibt’s auf https://www.ecb.europa.eu/stats/policy_and_exchange_rates/euro_reference_exchange_rates/html/index.en.html)

Manfred

Habe mir die Franklin Templeton Ausfüllhilfe http://www.franklintempleton.at/downloadsServlet?docid=j6spu4yz jetzt mal genauer angesehen. Leider sehr sehr ernüchternde Ergebnisse 🙁 ================= 1) Ausschüttende Anteilsklasse: Hier wird nicht davon ausgegangen, dass erhaltene Ausschüttungen einfach mit 27,5% zu versteuern sind, sondern das ist anscheinend alles wesentlich komplizierter. Bei Ausschüttern werden nämlich 3 Fälle unterschieden: Fall 1: Unterjährige Ausschüttungen, die nicht an die OeKB gemeldet worden sind, sondern im Rahmen der Jahresmeldung als „bereits ausgezahlte, nicht gemeldete Ausschüttungen“ gemeldet wurden. (Im Fondsergebnis der Meldeperiode sind somit die ausgeschütteten Ertragsbestandteile enthalten. ) Fall 2: Ausschüttungen, die nicht gesondert an die OeKB gemeldet worden sind, sondern im Rahmen… Weiterlesen »

Manfred

Für mich hat sich das Thema erledigt – definitiv zu kompliziert!
Ich wechsle zu Flatex!
LG

Manfred

Ist diese Ausfüllhilfe bekannt? Sieht sehr hilfreich aus. Für Meldefonds dürfte vmtl. der „Fall 3“ zutreffen:

http://www.franklintempleton.at/downloadsServlet?docid=j6spu4yz

Hier wird v.a. auch gezeigt, in welche Felder der Einkommensteuererklärung welche Kennzahlen der von profitweb runtergeladenen xls eingetragen werden müssen. Muss das mal mit einem konkreten meiner ETFs vergleichen..

Manfred

Habe das unten versehentlich beim falschen Post drangehängt. Hier gehörts hin…:

V.a. wird in der Ausfüllhilfe auch klar erläutert, zu welchem Stichtag Ausschüttungen steuerpflichtig sind (Tag der Ausschüttung) und zu welchem Stichtag AgE steuerpflichtig sind (Meldetag). Letzterer kann ja schon mal auch im nächsten Kalenderjahr liegen, wie in einem Bsp in der Ausfüllhilfe auch dargelegt.

Weiters werden auch einige zusätzliche Zeilen neben 6.1 und 12 der profitweb-xls erwähnt, nur ist mir noch nicht klar, ob die für uns ETF-Privatanleger relevant sind.

Manfred

Hallo,
erstmal recht vielen Dank für diesen Artikel! Da ich ameine Fonds in einem ausländichem Depot habe, muss ich mich um die Besteuerung meiner Fondserträge selbst kümmern, da hat mir dieser Artikel inkl der Kommentare echt massiv geholfen – top!

Aber was mir noch nicht klar ist: wenn ich bei meinem Broker einen Fondswechsel (Switch) veranlasse, muss ich den Ausgansfonds dann als verkauft betrachten, d.h. obwohl ich den Betrag in einen anderen Fonds wechseln lasse, dennoch als realisierten Gewinn KESt-besteuern?

LG, Manfred

Martin

Vielen Dank für das Aufbereiten deines Wissens, hab bis heute noch nicht einmal von AgEs gehört, und bin bei einem ausländischen Broker.. Wäre sehr dankbar über ein Forum, denke das würde ziemlich vielen eine riesen Hilfe sein! Echt super erklärt!
Martin

RossWal

Hallo, danke für diesen sehr informativen Beitrag! Leider gibt es nur sehr wenige, die sich die Mühe machen dieses Thema aufzubereiten. Leider habe ich bisher die Erfahrung gemacht, dass das ganze nicht immer so einfach ist. Ich habe meine ETFs bei flatex und habe da öfter Diskrepanzen in den Abrechnungen und zu den Daten auf profitweb. Schreibe immer wieder auch mal meine Fragen an flatex und stoße da auf mal mehr und mal weniger hilfsbereite Mitarbeiter. Ich wurde auch schon mal schroff an meinen Steuerberater verwiesen (obwohl wie sich letztlich rausstellte, flatex einen Fehler gemacht hatte…). Ich bin ehrlich gesagt… Weiterlesen »

Leser S.

Herzlichen Dank für die stets verständlichen (und vor allem informativen) Posts, speziell zu den Themen ETFs, Versteuerung etc. Dazu findet man wirklich meist nicht sehr viel.

Zum Thema ausschüttungsgleiche Erträge hätte ich noch eine Frage: Wenn ich jetzt ein Depot bei Flatex habe, übernehmen die ja die Versteuerung. Aber das heisst die ziehen dann wahrscheinlich Geld vom Cashkonto ab, oder? Und eigentlich sollte man ja aufgrund der Negativzinsen Geld auf dem Cashkonto vermeiden. Haben Sie hierzu Erfahrungen bzw. sehe ich das prinzipiell richtig?

Vielen Dank, S.

Harald

3 Fragen (ich habe ETFs eines ausländischen Brokers, jedoch alles Meldefonds in Österreich):
1. Welche Anzahl von Fondsanteilen muss ich für die Multiplikation mit den AgE ansetzen, wenn ich einen Sparplan für diesen ETF habe? Ist das immer die Anzahl der Fondsanteile in meinem Besitz zum Zeitpunkt des Ende des Geschäftsjahres dieses ETF?
2. Wenn ich nachversteuern muss. Woher bekomme ich die Infos für AgE eines ETF aus früheren Geschäftsjahren, die schon länger zurückliegen?
Vielen Dank, Harald

urrassa

Folgende Fragen: Im Detail handelt es sich um den Templeton Fund mit der ISIN US8801991048 für das Steuerjahr 2016. Dabei ergeben sich folgende Fragen, über deren Beantwortung ich mich sehr freuen würde: 1. Was bedeutet in Profitweb jeweils die Angabe „mit Option“? 2. Angenommen ich halte an diesem Fonds 1.000 Anteile. Welche Zahlen (bzw. welche genauen Positionen) aus den Meldedaten muss ich mit 1.000 multiplizieren, um diese in das Formular E1kv (Kennzahlen 898 und 937) eintragen zu können? Sie schreiben in diesem Beitrag, dass Punkt 12 „Österreichische KESt, die durch Steuerabzug erhoben wird“ relevant ist. In welche Kz muss ich… Weiterlesen »

Manfred

Hallo,

konnten Sie Ihre Fragen eigentlich schon zur Zufriedenheit klären? Wäre auch für mich und sicherlich auch andere sehr interessant und hilfreich.

Ansonsten hilft evtl. diese ESt-Erklärungshilfe von Franklin Templeton?: http://www.franklintempleton.at/downloadsServlet?docid=j6spu4yz

LG