Smartbroker Depot

Smartbroker, ein neues Depot aus Deutschland, auch für uns Österreicher möglich. Ein neues Wertpapierdepot, welches Ende 2019 das Licht der Welt erblickt hat und seitdem neue Kunden sucht. Das Angebot des Smartbrokers richtet sich an Trader, denen günstige Gebühren und eine große Auswahl wichtig ist. Es gibt keine Depotgebühr, keine Gebühren für das Verrechnungskonto und günstige Ordergebühren.

Nachteil beim Smartbroker ist, dass es sich beim Smartbroker nur um eine Namenshülle handelt, dahinter verbirgt sich das B2B Angebot der deutschen DAB, eine Tochter der französischen BNP Paribas. Die Marke Smartbroker ist von der wallstreet:online capital AG, welche mehrere einschlägige Finanzportale (z. B. wallstreet-online.de) führt und bisher immer nur als Vermittler von Wertpapierdepots auftrat. Nun geht sie einen Schritt weiter und stülpt einen eigenen Namen darüber. Mehr aber nicht. Das Angebot von Smartbroker ist nicht steuereinfach, die Steuern müssen daher selbst vom Smartbroker Kunden abgeführt werden.

Die Fakten zum Smartbroker Wertpapierdepot im Überblick:

Depotgebühr: 0,00 Euro
Kontoführung: ab 0,00 Euro/Quartal
Trades ab: 29,00 Euro an der Wiener Börse
4,82 Euro an Xetra
Wertpapier-KESt: Nein

Vorteile

  • Günstige Ordergebühren
  • Keine Depotgebühr, keine Gebühr für das Verrechnungskonto
  • Rasche Depoteröffnung

Nachteile

  • Nur deutsche Börsen günstig, alle anderen Börsenplätze teuer
  • Negativzinsen möglich am Verrechnungskonto (-0,5 % p.a., ab 15 % Cashquote im Verhältnis zum Depot- & Cashbestand)
  • Nicht steuereinfach
www.smartbroker.com »

Übersicht der wichtigsten Fakten

Smartbroker bietet eine Vielzahl an Wertpapierprodukten an und richtet sich an versierte Anleger

  • Anleihen
  • Fonds
  • ETFs
  • Aktien
  • Zertifikate
  • Optionsscheine
  • Wertpapierkredit (ab 2,25 %)

Gebühren

Depotgebühr

Es gibt bei Smartbroker keine Depotgebühr, ohne Wenn und Aber. 0,00 Euro Depotgebühr im Jahr heißt es also beim neuen Angebot aus Deutschland.

Verrechnungskonto

Auch das Verrechnungskonto ist kostenlos. Es gibt keine Gebühren für das Führen des Verrechnungskonto für die Abrechnungen. Mit Cashbeständen hat der Smartbroker jedoch keine große Freude und so kann es zu einer negativen Verzinsung der Guthaben kommen. In den Bedingungen findet sich folgender Passus ab dem des Minuszinsen in der Höhe von -0,5 % gibt:

  • -0,5 % p.a., ab 15 % Cashquote im Verhältnis zum Depot- & Cashbestand

Ist der Cashbestand also hoch im Verhältnis zum Depotwert, wird also Geld gebunkert, so gibt es Minuszinsen für das Guthaben am Verrechnungskonto in der Höhe von -0,5 %. Das ist bei deutschen Brokern mittlerweile schon fast normal. Aber nur fast.

Ordergebühr

Der Smartbroker wirbt mit günstigen 4 Euro Ordergebühr. Pauschal. Das stimmt auch, doch lohnt sich ein genauerer Blick auf die Ordergebühren vom Smartbroker, denn es gibt hier ein paar Besonderheiten. Als deutscher Broker orientiert sich dieser natürlich an den heimischen, deutschen Börsenplätzen und hier kosten die eigenen Gebühren tatsächlich 4,00 Euro. Es kommen hier aber noch fremde Spesen dazu. Die Börsenplatzgebühr ist je nach Börsenplatz bei einem niedrigen Prozentwert wie z. B. Xetra von 0,00657 %, jedoch mindestens 0,82 Euro. Heißt eine Order über 3.000 Euro kostet an der Xetra 4,82 Euro. Bei elektronischen Handelsplätzen wie Tradegate, Lang & Schwarz oder Gettex) gibt es diese Börsengebühr nicht und dort sind es dann tatsächlich 4,00 Euro und nicht mehr.

Wird eine Order an der Wiener Börse aufgegeben, so wird es leider tatsächlich teuer, denn bei Börsenplätzen außerhalb Deutschland heißt es mindestens 9,00 Euro Ordergebühr. Hinzu kommen dann auch noch Abwicklungskosten von 0,10 % Handelsplatzentgelt. Das wäre auch noch nicht viel, doch sind die Mindestgebühren zum Davonlaufen! In Österreich sind das 20 Euro. Also 9,00 Euro Grundgebühr plus Mindestgebühren für das Handelsplatzentgelt von 20 Euro. Insgesamt 29,00 Euro. Mindestens. Auch in den USA ist es nicht besser, denn hier heißt es 0,06 % Handelsplatzentgelt bzw. mindestens 25 US-Dollar. Um nichts besser.

Die Ordergebühren sind daher nur an den deutschen Handelsplätzen interessant, alle anderen Börsenplätze sind einfach viel zu teuer. Nachdem internationale Wertpapiere auch an deutschen Handelsplätzen gekauft werden können, sollte das für viele kein Hindergrundsgrund sein, den Smartbroker abzulehen. Außer es soll die Manner Aktie gekauft werden, dann muss es wohl die Wiener Börse sein.

Devisenprovision

Eine kleine Marge gibt es auch beim Smartbroker, wenn Fremdwährungen in Euro konvertiert werden müssen. Im Preis- und Leistungsverzeichnis des Smartbrokers findet sich dazu eine Tabelle über den Kursaufschlag bzw. -abschlag. Bei US-Dollar heißt es 0,003 Euro Aufschlag bzw. Abschlag. Nicht viel. Bei AUD sind es dann 0,024. Alles überschaubare Beträge. Die ganze Tabelle aus dem Verzeichnis sieht so aus zum Stand 3. Februar 2020:

Der Kursaufschlag (Verkauf) bzw. -abschlag (Ankauf) bei Devisenkonvertierungen variiert je Währung und beträgt:

Der Kursaufschlag (Verkauf) bzw. -abschlag (Ankauf) bei Devisenkonvertierungen variiert je Währung
und beträgt:

Dividendengebühr

Es gibt keine Dividendengebühren beim Smartbroker. Je Dividendenzahlung wird 1:1 durchgebucht, einzig in Fremdwährung könnte es zu einer kleinen Devisenprovision kommen, siehe Kapitel darüber. Für die Dividende selbst gibt es keine Kosten. Speziell für Dividendendepots ist das sicherlich allemal interessant!

Fonds- und ETF-Ausschüttungen sind das natürlich auch.

Hauptversammlung

Eine Stimmrechtskarte für eine Hauptversammlung in Deutschland ist kostenlos! Hier entstehen beim Smartbroker keine Kosten.

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Handelsangebot

Was bietet der Smartbroker an?

  • Anleihen
  • Fonds
  • ETFs
  • Aktien
  • Zertifikate
  • Optionsscheine
  • Wertpapierkredit (ab 2,25 %)

Eröffnung

Die Eröffnung eines Depots bei Smartbroker erfolgt online über das Ausfüllen eines Formulars. Hier werden die persönlichen Daten abgefragt und natürlich auch die bisherigen Erfahrungen mit der Wertpapieranlage.

Im Rahmen der Depoteröffnung muss sich der österreichische Kunde natürlich auch identifizieren. Das erfolgt sofort und sogleich über das VideoIdentverfahren. Smartbroker greift hier auf das Identverfahren der deutschen Post zurück. Dieses ist wohl das beste Verfahren und funktioniert nicht nur tadellos, sondern auch rasch.

Neben der Identifizierung muss auch ein aktueller Meldezettel nachgereicht werden, welcher nicht älter als 3 Monate sein darf. Hat man die digitale Signatur, so kann die Meldebestätigung online über das ZMR um 3,00 Euro beantragt und heruntergeladen werden.

Die Eröffnung des Depots dauerte rund 3 Wochen, wobei Smartbroker darüber informierte, dass es im Moment aufgrund des Andrangs länger dauert. Die Eröffnung wurde im Jänner 2020 durchgeführt.

Sitz und Erreichbarkeit

Postalisch:

wallstreet:online capital AG
Smartbroker
Michaelkirchstraße 17 / 18
10179 BerlinTelefon: +49 30 275 77 64 64
Telefax: +49 30 275 77 64 15
E-Mail: [email protected].de
URL: smartbroker.de

Telefonisch:
+49 30 275 77 64

Montag – Freitag: 08 – 20 Uhr
Samstag, Sonn- und Feiertage: 10 – 18 Uhr

Sicherheit & Seriösität

Die Wallstreet:online AG ist ein seriöser Anbieter von verschiedenen Finanzportalen in Deutschland und Österreich. Daneben vermitteln sie auch Wertpapierdepots und mit der DAB, einer Tochter der französischen BNP Paribas gehen sie nun einen Schritt weiter und gründeten eine eigene Marke, den Smartbroker. Hinter dieser Marke befindet sich jedoch die DAB und natürlich deren Sicherheitspolster. Die DAB unterliegt der französischen Einlagensicherung und ist auch in der freiwilligen Deutschen Einlagensicherung zu finden. Die Guthaben sind also dort abgesichert. Die DAB bank wurde 1994 gegründet und 2015 wurde das Privatkundengeschäft an die Consorsbank übertragen, seitdem konzentriert sich die DAB auf Vermögensverwalter, Fondsvermittler, Anlageberater und institutionelle Kunden. Darunter eben Smartbroker.

Fazit zum Wertpapierdepot

Das nicht steuereinfache Wertpapierdepot von Smartbroker ist für alle interessant, die ihre Steuerthemen selbst in die Hand nehmen wollen. Die Depotgebühr mit 0,00 Euro ist toll, keine Gebühr für das Verrechnungskonto ist auch „normal“ für deutsche Depots, abnormal für österreichische Angebote. Es gibt einen Negativzins, wenn der Cashbestand mehr als 15 % vom Depotwert ist, dann eben -0,5 % Negativzins.

Die Ordergebühren an den deutschen Börsen sind top, denn je nach Handelsplatz sind es 4 Euro fix plus eventuell noch ein paar Prozentpunkte dazu. Insgesamt aber top Konditionen, denn die Auswahl ist ebenso riesengroß an Wertpapieren. Handelsplätze im Ausland sind jedoch zu vermeiden, denn die Gebühren dort sind teuer. Ein Beispiel gefällig? Eine Order an der Wiener Börse hätte Mindestgebühren von 29 Euro zur Folge.

Sehr positiv ist auch, dass es keine Dividendengebühr gibt und der Aufschlag auf Devisenumwandlungen sind ebenso sehr gering. Also ist das Smartbroker Depot auch für Langfrist-Anleger geeignet.

ETF-Sparpläne sind zwar auch günstig, denn Mindestgebühren von 0,80 Euro bzw. 0,20 % vom Orderwert sind keine wirklichen Gebühren. Der Wermutstropfen ist hier ganz einfach das Thema steuereinfach. Es ist komplex das Steuerthema selbst zu machen.

Insgesamt ist das Angebot von Smartbroker gut, günstig, aber eben nicht steuereinfach.

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Erfahrungen

Zu den Erfahrungen des Smartbrokers:

Im Moment wurde noch kein Erfahrungsbericht zum Smartbroker angelegt.

News

Fragen und Kommentare

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