Interactive Brokers Depot

Interactive Brokers Depot

Auf einen Blick:

  • nicht steuereinfacher Broker mit 10 Standorten weltweit
  • Keine Mindesteinlage für Cash Konten, 2.000 USD bei Margin Konten
  • günstige Ordergebühren nach folgenden Modellen:
    • ≤ 50.000 Euro Mindestordergebühr 1,25 Euro bzw. 0,05 % je Handelswert für Euro denominierte Aktien und ETFs
      ≤ 300.000 Aktien Mindestordergebühr 0,35 USD bzw. 1,00 % je Handelswert an US-Börsen
  • Verrechnungskonto kann teuer werden
  • Umfangreiches Schulungsangebot (nur Englisch)

Die Fakten zum Depot im Überblick:

Depotgebühr:0,00 % p.a.
Kontoführung:ab 0,00 Euro p.a.
Order ab:4,00 Euro
Steuereinfach:Nein

Was gibt es zu lesen?

Vorteile & Nachteile

Vorteile

  • Großes Angebot an Handelsplätzen
  • Das Schulungsprogramm kann sich sehen lassen
  • Gute Software für Fortgeschrittene und Profis

Nachteile

  • Nicht steuereinfach
  • 2.000 US-Dollar Mindesteinlage Depoteröffnung möglich für Margin Konten, Cash-Konten keine Mindesteinlage
  • Verrechnungskonto nur unter bestimmten Voraussetzungen kostenlos – bzw. Inaktivitätsgebühren für nicht aktive Trader

Kosten & Gebühren

Depot

Interactive Brokers verlangt keine Depotgebühren. Das Depot ist somit kostenlos.

  • 0,00 Depotgebühr

Konto

Beim Verrechnungskonto wird es etwas kompliziert. Es ist kostenlos, wenn folgende Bedingungen gegeben sind:

  • In den ersten 3 Monaten
  • oder wenn der Nettoliquiditätswert >= 100.000 USD ist
Ansonsten fällt eine monatliche Gebühr von 10 USD an, wobei diese reduziert wird um die monatliche (Order)Provision die bei Trades entstehen. Wer also aktiv ordert und dennoch einen Nettoliquiditätswert von unter 100.000 US-Dollar hat, muss also nicht zwingend die monatliche Gebühr von 10 US-Dollar bezahlen.

Order

Interactive Brokers hat bei den Ordergebühren zwei Gebührenmodelle: 

Das gestaffelte Modell:

Die Ordergebühr richtet sich nach dem Handelsvolumen. Konkret bedeutet das, je höher der Auftragswert ist, desto geringer fällt die Gebühr in Relation zum Handelsvolumen aus.

So sehen die Preise dann schließlich aus:

  • ≤ 50.000 Euro Mindestordergebühr 1,25 Euro bzw. 0,05 % je Handelswert für Euro denominierte Aktien und ETFs
  • ≤ 300.000 Aktien Mindestordergebühr 0,35 USD bzw. 1,00 % je Handelswert an US-Börsen
  • Beim Staffelmodell kommen dann noch Fremdspesen der Börsenplätze hinzu 

Das Fixpreis-Modell:

Hier gibt es eine Mindestgebühr bzw. einen Prozentsatz des Handelswertes.

Konkret sehen die Preise dann folgendermaßen aus:

  • 4,00 Euro Ordergebühr, bzw. 0,10 % des Handelswerts, max. 99,00 Euro an der Xetra
  • 1,00 USD Ordergebühr, bzw. 0,005 USD pro Aktie, max. 1,00 % vom Handelswert

Taggleiche Teilausführungen sind kostenlos.

Das einfachere Modell ist sicherlich das Fixpreis Modell, denn hier kommen keine Fremdspesen mehr hinzu.

Wiener Börse

Order 1.000 Euro: 4,00 € Euro
Order 2.000 Euro: 4,00 € Euro
Order 5.000 Euro: 5,00 € Euro
Order 10.000 Euro: 10,00 € Euro
Berechung Ordergebühr: 0,10 %
mind. 4 €
max. 120 €

XETRA

Order 1.000 Euro: 4,00 € Euro
Order 2.000 Euro: 4,00 € Euro
Order 5.000 Euro: 5,00 € Euro
Order 10.000 Euro: 10,00 € Euro
Berechung Ordergebühr: 0,10 %
mind. 1,25 €
max. 99 €

ETFs mind. 4,00 €

NYSE / NASDAQ

Order 1.000 Euro: 1,00 $ Euro
Order 2.000 Euro: 1,00 $ Euro
Order 5.000 Euro: 1,00 $ Euro
Order 10.000 Euro: 1,17 $ Euro
Berechung Ordergebühr: 0,005 $ pro Aktie
mind. 1 $ pro Order
max. 1 % des Ordergegenwerts

Dividende

Alle Dividendenzahlungen kommen zu 100 % auf das Konto und werden nicht mit einer Gebühr belastet.

  • 0,00 Euro Dividendengebühren

Devisen

Bei Währungsumrechnungen gibt es eine Devisenprovision von mindestens 2,00 USD bzw. 0,002 % Marge.

  • 2,00 USD Mindestgebühr bzw. 0,002 % Marge Devisenprovision

Hauptversammlung

Wer an Hauptversammlungen teilnehmen möchte, muss sich selbst um Tickets bemühen. Über Interactive Brokers kann man leider keine Tickets erwerben.

Sparplan

Der Fokus liegt nicht auf Buy & Hold Anlegern, sondern auf Trader – deswegen keine Sparpläne.

Wertpapiere

Aktien, Anleihen, ETFs, CFDs, Zertifikate, Optionen – so ziemlich alles, was handelbar ist, kann bei Interactive Brokers getradet werden. Das einzige was nicht im Angebot ist, sind Kryptowährungen.

Handelbare Wertpapiere

Aktien: Ja
Anleihen: Ja
Fonds: Ja
ETFs: Ja
ETCs: Ja
CFDs: Ja
Futures: Ja
Optionsscheine: Ja
Zertifikate: Ja
Optionen: Ja
Forex: Ja

Orderzusatz

Market: Ja
Limit: Ja
Stop-Limit: Ja
Stop-Loss-Buy: Ja
Trailing Stop: Ja
Trailing-Stop-Limit: Ja
OCO: Ja
OCO Limit: Ja
Folgeorder:

Ordergültigkeit

Gültig bis (Datum): Ja
Tagesgültig: Nein
Unbefristet: Ja
Wochenultimo:
Monatsultimo: Ja
Ultimo nächster Monat: Ja

Mögliche Börsenplätze

 

Alle wichtigen Börsenplätze dieser Welt plus darüber hinaus viele exotischere Länder bietet Interactive Brokers. Insgesamt sind es 135 Handelsplätze in 33 Ländern. Auch die Wiener Börse befindet sich darunter.

  • Österreich
  • Kanada
  • Mexiko
  • USA
  • Ungarn
  • Polen
  • Belgien
  • Italien
  • Russland
  • Israel
  • Spanien
  • Estland
  • Niederlande
  • Schweden
  • Frankreich
  • Lettland
  • Schweiz
  • Deutschland
  • Litauen
  • Norwegen
  • Vereinigtes Königreich
  • Australien
  • Indien
  • Singapur
  • Hongkong
  • Japan
  • Südkorea

News

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Tests & Erfahrungsberichte

Auf Broker-Test.at wurde das Depot getestet und bewertet. Ebenso wurden bereits Erfahrungsberichte abgegeben. Mit der Hilfe dieser Informationen, gelingt es ein noch besseres Bild rund um das Angebot des Brokers zu erhalten.

Testbericht
2.8 /5
Erfahrungsberichte
(1 Erfahrungsbericht)
1.7 /5 (1 Erfahrungsbericht)

Online Banking

Mit der Trader Workstation (TWS) hat Interactive Brokers die Standardsoftware schlechthin im Programm. Sie kann sowohl für PC als auch als App für Smartphone und Tablet genutzt werden.

Hinzu kommt die SmartRouting Software, mit der eine Vielzahl an Handelsplätzen nach der besten Möglichkeit zur Orderaufgabe gescannt wird.

Mit der Option Laps Software kann die beste Optionshandelsstrategie ermittelt werden.

Dazu gibt es noch weitere Softwares wie API, Client Portal API und FIX.

Gleichzeitig gibt es auch eine Web-Ofterfläche, der Client Manager. Dieser ist deutlich einfacher handzuhaben und erinnert eher an die Nutzungsoberflächen eines Brokers im deutschsprachigen Raum. Von einem Joy of Use wie es die App von Scalable Capital oder Trade Republic mit bringt, von dem ist aber auch Interactive Brokers entfernt.

Eröffnung

Um ein Konto bei Interactive Brokers eröffnen zu können, beträgt die Mindesteinlage 2.000 USD bei einem Margin-Konto, bei einem Cash-Konto gibt es keine Ordergebühr. Es können sowohl Einzel-, Gemeinschafts oder Unternehmenskonten eröffnet werden.

Bei der Eröffnung wird die Erfahrung des Nutzers im Wertpapierhandel abgefragt.

Für den KYC-Prozess (Know your Customer) werden einige Daten abgefragt:

  • Lichtbildausweis, also Führerschein, Personalausweis oder Reisepass)
  • Adressnachweis, also eine Verbrauchsrechung wie z.B. Stromabrechnung. Das Dokument darf nicht älter als 6 Monate sein.
  • Steueridentifikationsnummer
  • Name und Anschrift des Arbeitgebers
  • Kontonummer vom Bankkonto

Bilder & Videos

Diese Screenshots zeigen Ausschnitte von CapTrader einem Reseller von Interactive Brokers. Die Software dahinter ist die selbe wie bei IB selbst, einzig das Logo ist hier eben jenes von CapTrader.

In diesem Video wird der Broker Interactive Brokers vorgestellt:

Sicherheit & Seriösität

Durch den Brexit ist es so, dass alle EU-Kunden mit 2021 von der Niederlassung in Großbritannien zu einer Niederlassung in der EU transferiert werden. 

Dabei ist es so, dass Interactive Brokers eine Niederlassung in Luxemburg eröffnet hat, sowie auch in Irland und Ungarn. Die Niederlassung in Luxemburg wurde aber von der nationalen Aufsichtsbehörde in Hinblick auf den Kundenumfang beschränkt. Nun ergibt sich das Problem, dass nicht alle IB Kunden (und somit auch deren Reseller Kunden wie z. B. jenen von Captrader oder BANX Broker) nun nicht in Luxemburg Kunde werden können.


Nun gründete IB auch in Irland und Ungarn eine Niederlassung. Hier verzögerte sich die erfolgreiche Gründung bzw. Zulassung wegen der beiden nationalen Aufsichten.

Mit der Niederlassung in der EU heißt es:
Anlegerentschädigung bei maximal 20.000 Euro in Irland, Luxemburg und Ungarn. Gibt es einen Totalausfall von der nationalen IB Niederlassung, so springt die nationale Anlegerentschädigung ein. Diese ist in jedem der drei Länder bei maximal 20.000 Euro. Wann springt diese Anlegerentschädigung ein?

 

Nun scheint es für viele Interactive Brokers Kunden so zu sein, dass diese in der Niederlassung in Dublin (Irland) als Kunde registriert sind. Die Anlegerentschädigung in Irland ist ähnlich jener in Deutschland. Bis zu maximal 90 % des Verlustes werden erstattet, jedoch nur bis zu einem Maximum von 20.000 Euro (Quelle: https://www.investorcompensation.ie/_fileupload/Info%20Booklet%20July%202016.pdf).

Welche Wertpapiere werden in Irland abgedeckt über die Investor Compensation (Anlegerentschädigung)?

  • public and private company shares;
  • units in collective investment schemes;
  • life insurance policies (including unit-linked funds);
  • non-life insurance policies;
  • tracker bonds; and
  • futures and options. 

Ein Beispiel aus Luxemburg von der Website des CSSF – Système d’indemnisation des investisseurs Luxembourg (SIIL, Luxemburger Anlegerentschädigungssystem):

Der Système d’indemnisation des investisseurs Luxembourg (SIIL, Luxemburger Anlegerentschädigungssystem) umfasst Kunden von Wertpapierfirmen, Banken, Verwaltungsgesellschaften und AIFMs, deren Zulassung sich auf die Erbringung von Dienstleistungen zur Verwaltung von Anlageportfolios auf individueller und diskretionärer Basis erstreckt. Diese Unternehmen sind Mitglieder des SIIL.

Einlagen werden nicht vom SIIL sondern vom Fonds de garantie des dépôts Luxembourg (FGDL, Luxembourg Deposit Guarantee Fund) gedeckt. Im Falle des Ausfalls eines Mitglieds des SIIL fallen Finanzinstrumente wie z.B. Wertpapiere, die im Namen von Kunden gehalten werden, nicht in den Insolvenzpool und müssen an Kunden zurückgegeben werden. Es ist jedoch möglich, dass einige dieser Finanzinstrumente fehlen, z.B. aufgrund von Betrug oder Verwaltungsnachlässigkeit.

Am Ende ist es wichtig zu klären, wie die Wertpapiere von IB gelagert werden. Sind diese verliehen (die AGB von IB sieht das Recht vor), handelt es sich um Aktien oder CFDs?

Schulungsangebote

Wer sich bei Interactive Brokers weiterbilden möchte, sollte der englischen Sprache mächtig sein. 

Im Trading Lab werden junge Nutzer von einem Dozenten im Trading unterreichtet. Das ist allerdings erst nach Anmeldung möglich.

 

Um sich ausgiebig auszuprobieren, gibt es ein kostenloses Demokonto. Mit diesem Konto kann auf alle Plattformen zugegriffen werden.

Kontakt

Der Service ist über so ziemlich alle Kanäle möglich. Es gibt sowohl einen Chat, Telefonservice, Kontaktformular und E-Mail.

 

Telefon von Montags bis Freitags von 9:00 bis 18 Uhr:

  • 00800-42-276537

 

Chat

Für Bestandskunden über das Client Portal.

Für Neukunden über den “Hilfe”-Link.

 

E-Mail

[email protected]

 

Adresse:

Interactive Brokers U.K. Limited

Attn: Doc Processing

Level 20 Heron Tower, 110 Bishopsgate

London EC2N 4AY, United Kingdom

Fazit

Als einer der größten Online Broker weltweit setzt Interactive Brokers auf eine zahlungskräftige Zielgruppe. Die Ordergebühren sind sehr günstig mit Minimalgebühren von 1,25 Euro an der Xetra und 1,00 USD an US-Börsen beim Staffelmodell, hier kommen jedoch noch Fremdspesen jeweils hinzu und so wird das Modell durchaus intransparenter. Beim Fixpreis Modell startet die Xetra Order bei 4,00 Euro los.

Die Auswahl an 135 Börsenplätzen in 33 Ländern und den zahlreichen handelbaren Wertpapieren sind ein großes Argument für Interactive Brokers.

Hinzu kommt ein gutes Schulungsangebot mit Dozenten für Anfänger.

Was unangenehm auffällt, ist das Verrechnungskonto. Die Struktur ist sehr kompliziert und kann schnell ins Geld gehen, speziell für kleinere Depots.

Auch wenn Interactive Brokers über zehn internationale Standorte hat, steuereinfach für Österreicher ist der Broker nicht.

Andreas von Broker-Test.at
Andreas ist Gründer und der Kopf hinter Broker-Test.at – er ist begeisterter Privatanleger, 1998 begann alles mit einem 20.000 Schilling Investment in die damalige Aktie des ehemals staatlichen Konzerns, der VA Tech (heute Primetals). Seit 2014 wird mit dieser Seite versucht mehr Transparenz für Interessierte und Anleger zu schaffen. 👉🏽 Mehr über mich und die Geschichte zu Broker-Test.at gibt es hier zum Nachlesen. 👉🏽 Zum Newsletter von Broker-Test.at kann hier die E-Mail Adresse eingetragen werden.

Fragen & Kommentare

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2 Kommentare
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Hab ich was verpasst, hat sich die Mindesteinlade von 10k auf 2k USD reduziert?

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