Sparplan

Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen! Nein, denn ein Sparplan kann mit kleinen Beträgen großes Bewirken! Monat für Monat Geld zum Sparen zur Seite zur legen ist eine sinnvolle Möglichkeit eine größere Summe zu einem späteren Zeitpunkt zu besitzen.

Mit einem Sparplan ist es auch Durchschnittsverdienern möglich ein kleines, stattliches Vermögen aufzubauen, dank des wirkenden Zinseszins-Effektes. Der Einstieg in die Welt der Sparpläne gelingt rasch und so ganz ohne großes Startkapital.

Welcher Sparplan ist der beste?

Es gibt verschiedene Sparpläne, wobei die Arbeiterkammer zu recht den Begriff „Sparplan“ kritisiert, denn es gibt einen Unterschied in Hinblick auf die Sicherheit und Volatitilität (Ausmaß der Schwankungen) ob ein Sparplan für ein Sparbuch bzw. Sparkonto eingerichtet wird oder ob es sich um eine Investition in einen ETF, Fonds, Aktien bzw. andere Wertpapiere handelt. Umgangssprachlich und in der Bewerbung der Produkte wird der Begriff „Sparplan“ verwendet.

Beispiele für Sparpläne:

ETF Sparplan
Regelmäßig in passive Fonds investieren, ab 25 €/Monat, 8 Anbieter im Vergleich
ETF Sparplan Vergleich
Fonds Sparplan
Regelmäßig in aktive Fonds investieren, ab 25 €/Monat, 9 Anbieter im Vergleich
Fonds Sparplan Vergleich
Aktien Sparplan
Regelmäßig bestimmte Aktien kaufen, ab 25 €/Monat, 4 Anbieter im Vergleich
Aktien Sparplan Vergleich
Gold Sparplan
Regelmäßig Gold kaufen
Gold Sparplan Vergleich
Bitcoin Sparplan
Regelmäßig Bitcoins oder andere Krypto-Coins kaufen
folgt

Was ist ein Sparplan?

Ein Sparplan ist nichts anderes als ein Dauerauftrag, welcher in regelmäßigen Abständen Geld vom Girokonto auf ein Sparkonto legt oder in einen ETF oder Fonds investiert. Es gibt auch die Möglichkeiten mit einem Sparplan in Aktien, Zertifikate oder auch in Gold oder Bitcoins anzulegen (wobei Gold und die Anlage in Kryptowährungen wohl nur selten zu empfehlen ist, mehr dazu später). Bei einem Sparplan werden so feste Geldbeträge von z. B. 100 Euro Monat für Monat so in einen bestimmten ETF angelegt. Dabei wird der aktuelle Kurs des ETF herangezogen und durch den Geldbetrag dividiert. Das Ergebnis ist der Wert des Quotienten, die Anzahl der Anteile. Diese werden dann ins Depot gut gebucht.

Sparplan: Regelmäßiges Sparen von kleineren Beträgen ermöglichen auch Durchschnittsverdienern über einen langen Zeitraum das Schaffen eines stattlichen Vermögens.

Wie lange soll ein Sparplan laufen?

Welcher Sparplan dann für einen selbst passt, hängt von den eigenen Zielen ab. Speziell kürzere Laufzeiten von wenigen Jahren sind nichts für Wertpapiere. Das heißt hier sollte auf Nummer sicher gegangen werden und der Sparplan konservativ angelegt werden. Sparkonto oder ein hoher Rentenanteil sind hier empfehlenswert. Wird eine höhere Rendite erhofft und erwartet, so heißt dies auch ein höheres Risiko welches eingegangen werden muss. So sollte hier eine Mindestlaufzeit von 10 bzw. 15 Jahren gerechnet werden. Es ist die Regel, dass es keine Bindung bei den Sparplänen gibt, heißt, dass dieser stets pausiert werden kann und auch auf das bisher angesammelte Kapital inklusive Kursentwicklung bzw. Ausschüttungen bzw. Zinsen zugegriffen werden kann – doch es könnte sein, dass dies gerade zu einem schlechten Zeitpunkt passiert und so Verluste realisiert werden müssen.

Was ist der Cost Average Effect?

Profitieren Sie vom Cost Average Effect! Wie oft liest oder hört man diesen Unfug?! Dieser Effekt liest sich so, als ob dieser ein gegebener Vorteil wäre beim Investieren, ist er aber wissenschaftlich belegt nicht. Der Cost Average Effect besagt nur, dass wenn niedrigere Kurse sind, mehr Anteile gekauft werden können als dies bei höheren Kursen der Fall ist. Dass dies langfristig für den Sparplan-Kunden ein wirtschaftlicher Vorteil ist, dieses Zeugnis hat sich bislang nicht belegen lassen, nur das Gegenteil. Es mag vielleicht ein psychologischer Vorteil sein zu wissen, dass wenn das bisherige Depot runter geht, dass bei der nächsten Ausführung des Sparplan mehr Anteil des gewünschten Wertpapieres dann ins Depot wandert, doch wie erwähnt, wirtschaftlich gesehen gibt es keinen besonderen Nutzen des Cost-Average-Effects. Lassen Sie sich von diesem also nicht blenden.

In einer wissenschaftlichen Untersuchung der TU Chemnitz kommen das Forschungsteam B. Hofmann , M. Richter, F. Thießen und R. Wunderlich im Jahr 2002 zu folgender Feststellung auf der Seite 33:

„In der Konsequenz ergibt sich, daß eine auf den risikoneutralen Investor zielende Werbung nicht mit dem Cost Average Effekt argumentieren darf, für diesen ist die Einmalanlage die dominierende Strategie, während eine an den typischen risikoaversen Investor der Realität gerichtete Werbung darauf hinweisen muß, daß bei Cost Average basierten Strategien
(i) Risikominderung mit Ertragsverzicht erkauft werden muß, und
(ii) sehr kurze Sparperioden mit fast keinen zusätzlichen risikosenkenden Effekten verbunden sind.

Ein Hinweis auf die Kostenkonsequenzen häufiger kleiner Einzahlungen ist unerläßlich. Wenn mit konkreten Investitionsfrequenzen geworben wird – z.B. für monatliche Sparpläne – muß gezeigt werden, relativ zu welchen alternativen Investitionsfrequenzen die monatliche Sparweise optimal sein soll.“ 

Andere wissenschaftlichen Untersuchungen sehen es ein wenig differenzierter, sehen aber auch keine allzu großen Vorteile abseits der Risikominimierung bei einem Sparplan. Thomas Langer und Niels Nauhauser von der Uni Münster sehen keinen Vorteil per se im Cost Average Effekt, bringen aber als Vorteil dass ein Sparplan für manche Anleger äußerst sinnvoll sein kann, da er bei Abschwächung von Selbstdisziplinproblemen helfen kann. Weil der Sparplan auch noch so einfach gestaltet ist, passt er gut in das Behavioral Finance Konzept.

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