Brokerjet: Keine Neukunden mehr, wie gehts nun weiter?

Brokerjet hat rund 38.000 Kunden und ist neben direktanlage.at einer der beiden großen österreichischen Online Broker. Letztes Jahr wurde bekannt, dass Brokerjet in die Erste Bank integriert wird und dort als Marke weiterbesteht (z. B. berichtete der Kurier auch darüber). Nun gibt es aber Anzeichen dafür, dass sich bei Brokerjet noch mehr ändern wird! Ein Interessent hat sich als Neukunde bei Brokerjet beworben und war zur Depoteröffnung in einer Filiale der Erste Bank und wenige Tage später erhielt dieser die folgende E-Mail:

Sehr geehrter Herr [Name entfernt]

Vielen Dank für Ihr Interesse an Brokerjet.

Der durchschlagende Erfolg unserer neuen Online-Plattform George sowie die Tatsache, dass regulatorische und gesetzliche Anforderungen auch größere Investitionen im Wertpapier-Geschäft erforderlich machen, veranlasst uns zu evaluieren, in welche Systeme und Dienstleistungen wir für die Zukunft investieren. Das betrifft aktuell Brokerjet – den Online Broker der Erste Bank Österreich.

Bitte um Verständnis, dass in dieser Evaluierungsphase keine Depoteröffnungen möglich sind.

Sobald es hier weitere Details gibt, werden wir Sie aktiv informieren.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte gerne an das Brokerjet Team telefonisch unter +43 (0)50100-17000 oder per Email [email protected]

Dieser Vorgang wurde im Online Forum von Geizhals dokumentiert und es sieht somit so aus, als ob Brokerjet im Moment keine Neukunden mehr möchte. Ruft man die Brokerjet Seite für Neukunden auf, so wird eine Fehlermeldung generiert, dass es diese Seite nicht mehr. Ein weiteres Indiz ist ein Beitrag von einer tschechischen Website die über Brokerjet in Tschechien ähnliches berichtet, wie es mit der Hilfe von Google Translate erahnt werden konnte.

brokerjet-ende

Man darf im Moment davon ausgehen, dass die Erste Bank sehr intensiv darüber nachdenkt, wie sie Kosten sparen kann und sich von Geschäftsmodellen trennt, welche keine nachhaltigen Gewinne erwirtschaften. Für die rund 38.000 Brokerjet Kunden kommen spannende Zeiten auf einen zu.

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7 Kommentare auf "Brokerjet: Keine Neukunden mehr, wie gehts nun weiter?"

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Da hilft nur eins: Erste Bank Konto kündigen…

Es ist wirklich unglaublich, was die Erste Bank mit ihren Kunden aufführt. Der billigste und schnellste Umstieg wird wohl sein, dass man sich so schnell wie möglich einen neuen Online Broker sucht.

Unglaubliche Vorgangsweise der Ersten Bank!!
Haben anscheinend keinerlei Interesse an den Brokerjet Bestandsunden – wollen die offensichtlich schnellstens loswerden. Zu diesen Konditionen kann ich mir keinen Wechsel zur Ersten vorstellen!

Eine Frechheit von einem Bankenmonopolist! Man will einfach die Online Alternatibe Brokerjet zertrümmen.
Die Kunden müssen weg – sie können die Altkunden bei Erste Bank verärgern wenn sie günstigere Konditionen bekämen. So handelt ein richtiger Staatsmonopolist mitten in der Urlaubszeit ! Kunden sind nur ein Mittel zum Zweck. Kundenbetreuung kann man leicht schreiben, bedeutet aber bei Erste Bank nichts. Erste will keine Onlinekunden sondern nur Verwaltungskunden die überhöhte Spesen zahlen müssen.
Man muss sich nur die überhöhten Depotführungsgebühren bei der neuen Alternative von Erste Bank anschauen.
Und dies wird als attraktiv bezeichnet !!! ???

Zeigt, dass die Erste Bank eine marode Bank ist! – Was da abgeht, ist nicht normal. Wechsel zu den Erste Bank Konten ist mit erheblichen Kosten verbunden. Das George für WP Handel gibt es noch gar nicht! Absolut unglaublich!

Unglaublich wie die mit ihren Kunden umgehen, habe jetzt bis ende September Zeit mir einen neuen Broker zu suchen, so wie sich die Infos darstellen und nach Rücksprache mit der Hotline ergibt sich für mich der Verdacht dass sie an Privatkunden kein Interesse mehr haben. Im Übrigen warum bitte soll ich jetzt alles auf die Erste Bank übertragen – ergibt für mich keinen Sinn hätten ja gleich alles beim alten lassen können

Brokerjet hat heute (13.07.) allen Kunden den Service kündigt. Dieser wird per 30.09. eingestellt. Für weitere 2 Monate bis Ende November werden nur noch Verkäufe zugelassen. Dann werden alle Depots und Konten aufgelöst.