Bitcoins in Österreich

Bitcoin ist die erste und nun auch die bedeutendste, dezentrale Währung der Welt, welche ausschließlich digital vorzufinden ist. Es gibt bei den Bitcoins keine zentrale Stelle, die das Geld verwaltet oder herausgibt. Somit sind Bitcoins den Notenbanken und manchen Staaten ein Dorn im Auge. Bekannte Vorwürfe gegen Bitcoins oder anderen Kryptowährungen lauten z. B., dass mit diesen Terror oder andere illegale Aktivitäten bestens finanziert werden können.

Bitcoins werden dezentral durch ein Computernetzwerk geschöpft (Bitcoin Mining) und verwaltet. Das Netzwerk ist gleichzeitig auch das Zahlungssystem im den die Überweisungen durchgeführt und auch dokumentiert werden. Fans von Bitcoins sehen in den Bitcoins das Geld bzw. die Währung des Internets.

Too long, didn’t read? Es lohnt sich den gesamten Beitrag über Kryptowährungen, Warnungen, Kurse und das Thema Steuern zu lesen. Wenn es nur darum geht, möglichst rasch und unkompliziert über ein vertrauenswürdiges, österreichisches Unternehmen Kryptos wie Bitcoins zu kaufen, der erhält diese beiden Tipps. Mehr und vielleicht auch bessere Tipps gibt es weiter unten noch zu lesen! Es lohnt sich. Definitiv!

Wenn Sie sich mit Kryptowährungen auseinandersetzen, so bedenken Sie unbedingt folgendes:

Warnung der Finanzmarktaufsicht, OeNB und der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde (EBA) zu Kryptowährungen

Es gibt Fürsprecher und Warner, wenn es um Kryptowährungen geht. Manche Kryptowährungen sind intransparent und vor denen sollte man sich unbedingt hüten. Andere sind arivierter und beliebter und verfügen über eine hohe Transparenz, wie z. B. Bitcoin. Die Kritik der Aufsicht wie FMA, OeNB oder EBA ist weitreichend und jemand der sein Geld in Kryptowährungen steckt, sollte sich bewusst sein, dass es nicht ohne Risiko ist. Welche Risiken gibt es laut FMA, OeNB bzw. EBA?

  • Starke Schwankungen beim Kurs der Kryptowährungen
  • Handelsplattformen sind nicht reguliert
  • Handelsplattformen unterliegen keiner Aufsicht
  • Wallets können gehackt und geleert werden
  • Kein spezieller Rechtsschutz bei Verwendung von Bitcoins
  • Anonymität der Nutzung kann kriminellen Missbrauch nach sich ziehen

Kritiker dieser Kritik führen an, dass diese Stellen natürlich ein Interesse daran hätten die Vorteile der Kryptowährungen zu verschweigen bzw. vor diesen zu warnen, da sie das traditionelle System bedroht sehen.

Kryptowährungen bergen hohe Gefahren, daher bestenfalls einen kleinen Teil des Geldes dazu verwenden, welches nicht abgeht bei einem Totalausfall!

Optioment: Warnung auf der Website der FMA

Österreichs Finanzmarktaufsichtsbehörde (FMA) teilt auf ihrer Website am 31.1.2018 mit, dass sie aufgrund zahlreicher Beschwerden  betreffend „Optioment“  eine Sachverhaltsdarstellung an die Staatsanwaltschaft Wien zur inhaltlichen Prüfung dieser Beschwerden erstattet hat. Seit ein paar Tagen ist die Website nicht mehr erreichbar und im Netz finden sich seit längerer Zeit bereits ein paar Gerüchte über das Unternehmen, welches schon damals über kein ordnungsgemäßes Impressum verfügte und das Blaue vom Himmel versprach. Es sieht auf jeden Fall nicht gut aus und man muss in diesem Krypto-Markt definitiv aufpassen! Im Moment sieht es ganz danach aus, als ob es bei Optioment sich um einen Kriminalfall handelt, wobei natürlich stets die Unschuldsvermutung gilt.

Aktuelle Entwicklungen

Bis zum Jahreswechsel auf 2018 war die Welt der Kryptowährungen noch so richtig in Ordnung, aber seit wir das Jahr 2018 schreiben, ist der Glanz ab und wir haben so richtig heftige Kursreaktionen von Bitcoin & Co gesehen. Es ging nach unten und wir sehen nun Kurse, die wir aus dem Sommer bzw. Frühherbst 2017 kennen – aber manche haben davon geträumt, dass es noch weiter steil bergauf geht. Das waren aber wohl Glücksritter und die Wahrheit ist ein aktueller Bitcoin Kurs in US-Dollar von knapp um die 8.000 USD. Vergessen sind da Kurse von Mitte Dezember von der sagenhaften Höhe von 20.000 US-Dollar. Es war dann wohl doch eine Blase! Nach diesem Hoch ging es nun bergab seit Jänner 2018 war für den Bitcoin und für die anderen Kryptowährungen bisher eine reine Zäsur. Was ist passiert? Ende 2018 schien es ganz so, als ob die Luft gänzlich heraußen ist bei den Kryptowährungen, denn die Kurse fielen in den Keller. Im Dezember 2018 war der Bitcoin Kurs bei unter 3.000 Euro. Doch 2019 gibt es ein sensationelles Comeback, zumindest ging es wieder deutlich aufwärts! Niemand weiß, wie es weitergeht, doch die Euphorie von Kryptowährungen ist definitiv dahin. Hier der aktuelle Chart des Bitcoin Kurses in Euro:

Jetzt im Juni 2019 starteten die Kurse bei über 8.000 US-Dollar doch ging es dann kurz auch wieder zurück auf unter 8.000 USD. Natürlich sind diese Kurse noch immer deutlich besser als jene vor noch wenigen Monaten, doch deutlich auch entfernt von den Höchstwerten die es vor rund 1,5 bis 2 Jahre gab.

Vorteile und Nachteile von Bitcoin

Vorteile der Bitcoin Währung

  • Keine Bank notwendig
  • Leicht verwahrbarbar
  • Rasche Zahlungsabwicklung
  • Niedrige Transaktionsgebühren
  • Perfekt für Klein- und Kleinstbeträge
  • P2P-Überweisungen möglich (Person-to-Person)
  • Sicher transportierbar
  • Keine zentrale Verwaltung, unabhängige Währung
  • Dezentral & demokratisch

Nachteile von Bitcoins und anderen Kryptowährungen

  • Geringe Akzeptanz in der breiten Bevölkerung bzw. gar nicht bekannt
  • Die Software, speziell bei anderen Kryptowährungen ist erst in Entwicklung
  • Gewisse Gefahr von Deflation vorhanden, da Bitcoins meist nur gehortet werden im Wallet und nicht in den Umlauf gebracht werden
  • Wie gehen Nationalstaaten mit Bitcoins um? Wie sieht die Gesetzgebung aus? Bitcoins haben einen Touch von Untergrundwährung und Nationalstaaten möchten diese dort auch hinschieben.

Bitcoin Kurs aktuell

Wie Sie aus der Entwicklung des Bitcoin Kurses sehen können, ist Bitcoin eine sehr spekulative Währung. Es ist ein rauf und runter. Permanent. Kryptowährungen sind sehr spekulativ und da der Bitcoin die wohl berühmteste Kryptowährung ist, gilt der spekulative, volative Vorbehalt auch hier. Beachten Sie, dass Bitcoins bestenfalls eine Beimischung zu einem Vermögensportfolio haben sollen, denn diese haben einen hochriskanten Charakter!

HODL! Zumindest das der Stand im Juni 2019. Nachdem es rund um den Jahreswechsel von 2017 auf 2018 so richtig runter ging bei den Bitcoins mit einer Seitwärtsbewegung im Jahr 2018, gibt es jetzt 2019 wieder eine ordentliche Aufwärtsbewegung. Der Juni 2019 ist nun wieder der große Wahnsinn unter den Bitcoin-Fans, denn der Anstieg erinnert an die ganz großen Zeiten und niemand weiß so richtig warum. HODL heißt es nun wieder im Internet. Hodl steht für „hold“, also halten.

Ob das nun nur wieder eine Sternschnuppe ist und es bald wieder das Tal der Tränen erreicht wird oder ob es noch weiter nach oben geht – wer weiß das schon?

In der oben angeführten Tabelle sehen Sie den aktuellen Bitcoin Kurs, dazu aber auch noch die aktuellen Werte von anderen Kryptowährungen. Andere wichtige Kryptowährungen neben Bitcoin mit den aktuellen Kursen von

  • Ethereum
  • Litecoin
  • Dash

sind in der Tabelle zu finden.

Bitcoin Kursentwicklung

Bitcoins sind nun in der Mitte der Gesellschaft angekommen, zumindest in der Wahrnehmung vieler Österreicher, denn es wird laufend über die berühmteste Kryptowährung berichtet. Der Hauptgrund liegt wohl darin, dass sich die Kurse der diversen Währungen explosionsartig nach oben gearbeitet haben und ein Rekord dem anderen gefolgt ist. Ein Blick auf die Kursentwicklung der letzten Jahre zeigt mehr als gut, wie stark der Kurs gestiegen ist und es natürlich immer wieder Rückschläge gibt, aber im Langzeitverlauf der Kurs bisher stets immer weiter nach oben ging.

Hier der Bitcoin Chart, der die Kursentwicklung des Bitcoins in US-Dollar der letzten Jahre zeigt:

Wie wir alle aber wissen ist die Vergangenheit auch wirklich die Vergangenheit und es gibt keine Garantie und Gewissheit, dass es auch in der Zukunft nach oben geht. Wenn man weiterhin auf steigende Kurse spekuliert, so kann man sich Bitcoins kaufen, wie das geht, zeigt das folgende Kapitel. Möchte man auf den Kurs spekulieren und hier sogar auf fallende Kurse spekulieren, so sind strukturierte Produkte wohl das Ziel. Wie der Handel mit Kryptowährungen funktionieren kann, zeigt dieses Kapitel auf. Jetzt Ende Juni 2019 liegt der Preis für 1 Bitcoin in US-Dollar bei über 11.500! Anfang Juni lag der Preis für 1 Bitcoin noch bei knapp über 8.000 US-Dollar.

Bitcoins kaufen & verkaufen – wo in Österreich?

Wie kommt man an Kryptowährungen? Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um Kryptowährungen wie Bitcoins zu kaufen bzw. zu verkaufen. Das Wichtigste ist die digitale Geldbörse, ein Wallet. Viele Anbieter haben ein eigenes Wallet und somit kriegt man das gleich mit. Das Wallet ist ähnlich einem Girokonto. Es hat eine eindeutige Adresse, welche mit einer Kontonummer vergleichbar ist. An diese Adresse können Bitcoins gesendet werden bzw. überwiesen werden.

In Österreich Bitcoins kaufen & verkaufen:

Wer Bitcoins oder andere Kryptowährungen in Österreich kaufen möchte, der hat hier beispielsweise das Grazer Unternehmen Coinfinity oder das Wiener Unternehmen Coinimal zur Verfügung. Coinfinity hat dafür eine gleichnamige Plattform, Coinimal geht mit der Plattform Bitpanda an den Start. Die Kosten sind hier jedoch ein wenig über den Kosten bzw. Gebühren der internationalen Börsen, wobei Bitpanda mit einem großen Update im Mai 2018 deutlich attraktiver wurde im Vergleich zum Mitbewerber Coinfinity. Beide Unternehmen sind im Vergleich zum Mitbewerb aus Österreich, was für manche Kryptofans durchaus ein Grund ist. Warum sollte man österreichisch Kaufen & Verkaufen? Es hat den Vorteil, dass diese Unternehmen auch  greifbar sind und bei einer digitalen Kryptowährung kann dies ein gutes Gefühl auslösen, zudem unterstützt man hier auch ein heimisches Unternehmen (wobei das natürlich keinerlei Garantie auf irgendwas ist, dass ein Unternehmen in Österreich registriert ist):

Bitcoin Marktplatz

Häufig werden Bitcoins auf einem Marktplatz verkauft. Die größeren Marktplätze sind meistens englischsprachig, einzig Bitcoin.de ist ein größerer Marktplatz mit deutschsprachigem Support.

  • Bitcoin.de
    • Marktplatzgebühr: 1 % plus evtl. weiterer Gebühren

Marktplätze wie Bitcoin.de finanzieren sich über eine kleine Gebühr die Sie bei jeder Transaktion einheben. Bei Bitcoin ist dies z. B. 1 Prozent.

Bitcoin Börsen

Wenn Sie nun wissen möchten, wo Sie denn als Österreicher Bitcoins  kaufen können, so sind gibt es die Möglichkeit an einer Bitcoin Börse Bitcoins zu kaufen. Bekannte Börsen sind z. B.

  • Coinbase (8 € Eröffnungsbonus für Sie und mich mit diesem Freundes-Empfehlungslink nach Einzahlung von 100 € und mehr)
    • Kaufgebühr: 1,49 %
    • Verkaufsgebühr: 1,49 %
  • Bitstamp
    • von 0,10 bis 0,25 % abhängig vom Handelsvolumen in den letzten 30 Tagen
  • Kraken
    • Kaufgebühr: 0,26 %
    • Verkaufsgebühr: 0,16 %

Coinbase ist eine Riesen-Handelsplattform aus den USA, welche 2012 gegründet wurde und darüber können Bitcoin, Ethereum, Litcoin und Bitcoin Cash gehandelt werden. Als Österreicher kann man per Banküberweisung auf ein Bankkonto in Estland via SEPA-Überweisung sehr günstig Guthaben aufladen. Laut Eigenangaben hat das Unternehmen bereits über 10 Millionen Kunden.

Die Plattformen Kraken oder Bitstamp sind bekannte und renommierte Handelsplattformen für Bitcoins und dort kann auch Bitcoin Handel in Euro betrieben werden.

Lokal bzw. regional Bitcoins kaufen & verkaufen:

Sie können auch lokal Bitcoins kaufen bzw. tauschen. So gibt es eine Android App mit dem Namen Mycellium Wallet, welche über eine integrierte Funktion mit dem Namen LocalTrader verfügt. Mit dieser Funktion können Sie in Ihrer Umgebung andere Bitcoin-Trader finden und sich mit diesen treffen um zu tauschen. Mit Localbitcoins können Sie das Gleiche nur auf Webbasis machen. Sie benötigen dazu kein Android Smartphone mit der dazugehörigen App und ist damit plattformunabhängig und praktischer.

Ausweispflicht bei allen genannten Anbietern

Mit der Anonymität klappt es bei all diesen Anbietern nicht. Man muss sich mit einem amtlichen Lichtbildausweis legitimieren und so ist der Kauf auch nicht mehr anonym. Wer Bitcoins oder andere Kryptowährungen als Investment kauft, so gibt es aber vermutlich auch keine wirklichen Gründe, warum man Bitcoins anonym kaufen soll und sich gegen eine Legitimierung wehrt. Wer aber dennoch, aus welchen Gründen auch immer, Bitcoins anonym kaufen möchten, der hat auch dafür Möglichkeiten. Welche dies sind, lesen Sie nun:

Anonym Bitcoins kaufen

In Österreich kann z. B. über Bitcoinbon.at anonym Bitcoins gekauft aber auch eingelöst werden. Es gibt in Österreich über 3.000 Verkaufsstellen der Bitcoins (Trafiken), wo dieser Bon gekauft werden kann. Der Kauf der Bitcoinbons läuft ähnlich unkompliziert ab, wie es bei einem Kauf einer Paysafecard abläuft. Die Stückelung der Bitcoins ist auf 25, 50 und 100 Euro aufgeteilt und beim Kauf erhält man einen Coupon mit einem Code im Format „XXXX-XXXX-XXXX-XXXX-XXXX“. Mit diesem Code geht der Käufer des Bitcoinbons dann auf die Website und kann dort den Coupon einmalig einlösen (bzw. der Käufer kann den Bon bzw. den Code an andere weitergeben und eine dritte Person kann den Bon auf der Website einlösen). Es müssen aber noch weitere Angaben getätigt werden neben dem Code, wie z. B. eine Bitcoin-Empfangsadresse. Wie viel Sie für den jeweiligen Euro-Gegenwert erhalten, hängt vom aktuellen Bitcoin Kurs ab.

Aber Achtung: Der Coupon ist nicht unendlich lange gültig, sondern nur 12 Monate. Danach verfällt der Coupon, also rechtzeitig einlösen, sonst ists vorbei! Und die Gebühren? Die sind nicht niedrig, denn die schlagen sich mit 9 % zu Buche. Nicht gerade wenig, aber das scheint nun wohl der Preis dafür zu sein, um anonym Bitcoins kaufen zu können.

Bitcoin und andere Kryptowährungen handeln

ACHTUNG: Der Handel mit CFDs ist unter Umständen nicht für Sie geeignet. Denken Sie daran, dass CFDs ein Hebelprodukt sind und zum Verlust des gesamten Kapitals führen können. Bitte stellen Sie sicher, dass sie die damit verbundenen Risiken vollständig verstanden haben. Dazu kommt auch noch, dass Kryptowährungen sehr spekulativ sind und starke Kursveränderungen keine Seltenheit sind!

Handel mit Krypto-Währungen – nicht wirklich zu empfehlen!

Genereller Hinweis: Die Trading Plattformen sind sehr intuitiv und einfach gestaltet und laden förmlich dazu ein, Geld zu überweisen und mit dem Trading zu beginnen. So einfach der Start ist, so schwer ist es hier wirklich gut auszusteigen. Es Bedarf an Fach- und Tradingwissen, um mit diesen mächtigen Werkzeugen umgehen zu können und nachhaltig erfolgreich traden zu können. Viel zu schnell kann es passieren, dass das eingezahlte Kapital weg ist und man ausgestoppt ist. Also in diesem Sinne, auch beim Handel mit Bitcoin & Co aufpassen und sich sorgfältig darüber informieren. Die Anbieter haben neben einem Echt-Konto auch dein Demo-Konto, dort kann man sein System bzw. Idee mal ausprobieren, ohne dass etwas passiert.

Es gibt einige Händler wie eToro oder Plus500 die das Blaue vom Himmel versprechen und den Einstieg in das Trading von Kryptowährungen wirklich sehr einfach machen, doch man muss sich vor Augen halten, dass Kryptowährungen höchstspekulativ sind und wohl nur wenige tatsächlich einen Gewinn aus dem Trading herausholen – die meisten Trader werden hier wohl Ihr Geld verlieren. Aus diesem Grund sind hier keine weiteren Tradingmöglichkeiten angeführt, denn wer sich tatsächlich mit Trading von höchstspekulativen Produkten auseinandersetzen will, der sollte sich umfangreich über Tage, Wochen oder Monate darauf vorbereiten und nicht Klick-Klick ein Konto eröffnen und rein ins Verderben. Mittlerweile müssen diese Unternehmen auch angeben, wie viel Prozent der privaten Trader dort Geld verlieren. Zum Stand Juni 2019 geben eToro und Plus500 folgende Daten an:

  • Plus500: 80,6 % der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter.
  • eToro: 66 % der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter.

Alles klar, oder? Lassen Sie sich nicht verführen von den ach so tollen Werbeversprechen! Die Wahrscheinlichkeit ist sehr hoch, dass Sie Geld verlieren werden als Kleinanleger. Im Fall von Plus500 eben rund 80 % aller und bei eToro noch immer 2 von 3 Kleinanlegern.

Bitcoin Bankomaten

Wer an einem Automaten Bitcoins kaufen möchte, der hat in Österreich ebenfalls Möglichkeiten dazu. An verschiedenen Standorten gibt es die Möglichkeiten dort Bitcoins zu kaufen. Eine Liste der aktuell vorhandenen Bitcoin Bankomaten finden Sie hier:

Bitcoin Bankomaten in Österreich

Die Quelle dieser Liste ist die Aufstellung bzw. Liste auf https://coinatmradar.com/ mit eigenen Ergänzungen bzw. Streichungen – Checken Sie daher hier immer, ob sich bei den Öffnungzeiten, bei den Gebühren, etc. etwas verändert hat. Die Bitcoin Branche ist sehr volatil und dies wirkt sich auch auf die Standorte der Bitcoin Automaten aus. In den letzten Monaten sind zahlreiche Bitcoin Automaten in Österreich hinzugekommen, andere hingegen sind auch wieder verschwunden. Aktuell gibt es ca. 60 Automaten in Österreich. Die Funktionsweise ist bei den meisten so, dass Bargeld eingezahlt werden kann und dieses Bargeld, je nach Wechselkurs, dann in Bitcoins oder anderen Kryptowährungen umgetauscht wird. Dafür werden Spesen von 3 % und deutlich mehr verlangt. Werden höhere Barbeträge einbezahlt, muss man sich auch legitimieren, dies dient zur Vorbeugung der Geldwäsche.

Bitcoins versteuern – wann muss ich Steuern bezahlen?

Für Bitcoin Austria hat Frau Natalie Enzinger, eine Steuerberaterin, eine Präsentation erstellt, in der Sie sich dem Thema Steuern und Bitcoin angenommen hat. Natürlich gelten diese Aussagen auch für andere Kryptowährungen. Bei der Behandlung von Bitcoins ist gleich zu Beginn der Umstand spannend, dass es sich bei Bitcoins um ein unkörperliches Wirtschaftsgut handelt. Damit es kein gesetzliches Zahlungsmittel und auch keine Fremdwährung. Durch den Umstand, dass es sich bei Kryptowährungen um ein unkörperliches Wirtschaftsgut handelt, gibt es Besonderheiten in Sachen Versteuerung.

Kauft man nun Bitcoins, so ist die Annahme, dass es sich um ein Tauschgeschäft handelt (wobei es immer auf den konkreten Anlassfall geht. Ist man Unternehmer, Privater, …). Man kauft für einen Euro-Betrag eine bestimmte Anzahl an Bitcoins. Zu einem späteren Zeitpunkt verkauft man diese wieder. Wirft man einen Blick auf die 7 verschiedenen Einkunftsarten so zeigt sich rasch, dass es sich um eine außerbetriebliche Einkunft bei einem Privaten handelt und hier um eine Einkuft aus der Spekulation, also die 7. Einkunftsart:

  1. Einkünfte aus Land­ und Forstwirtschaft
  2. Einkünfte aus selbständiger Arbeit
  3. Einkünfte aus Gewerbebetrieb
  4. Einkünfte aus nicht selbständiger Arbeit
  5. Einkünfte aus Kapitalvermögen
  6. Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung
  7. Sonstige Einkünfte (darunter fällt eben auch die Spekulation)

Wann muss ich Steuern bezahlen?

  • Wer Bitcoins innerhalb eines Jahres verkauft, der ist steuerpflichtig
  • Es gibt eine Freigrenze von 440 Euro pro Kalenderjahr, falls lohnsteuerpflichtige Einkünfte vorliegen, gibt es sogar einen Veranlagungsfreibetrag von 730 Euro
  • Der Gewinn aus der Spekulation ist zum jeweiligen Einkommensteuertarif zu versteuern, siehe Tabelle.
    • 0 % für Einkommensteile von 0 bis 11.000 Euro jährlich
    • 25 % für Einkommensteile von 11.001 bis 18.000 Euro jährlich
    • 35 % für Einkommensteile von 18.001 bis 31.000 Euro jährlich
    • 42 % für Einkommensteile von 31.001 bis 60.000 Euro jährlich
    • 48 % für Einkommensteile von 60.001 bis 90.000 Euro jährlich
    • 50 % für Einkommensteile von 90.001 bis 1.000.000 Euro jährlich
    • 55 % für Einkommensteile über 1.000.000 Euro jährlich
  • Behält man über 1 Jahr die Bitcoins, so sind diese steuerfrei
  • Verluste aus Spekulationsgeschäfte können mit Gewinnen aus Spekulationsgeschäfte gegengerechnet werden innerhalb des gleichen Veranlagungsjahres

Alternativ zu diesen Ausführungen kann auch die Rechtsnews des Finanzministeriums vom 25.7.2017 empfohlen werden. Das Finanzministerium hat sich hier sehr ausführlich zu den Steuern von Kryptowährungen geäußert.

Bitcoin Mining – rechnet sich das in Österreich?

Jeder kann Bitcoin Mining betreiben, einfach mit dem eigenen PC selbst seine eigene Bitcoins „minen“. ABER und jetzt kommt es, denn das Minen ist in den letzten Jahren immer schwieriger geworden und der dazu nötige Energieaufwand hat das Schürfen von Bitcoins in Österreich ineffizient und teuer gemacht. Es benötigt dazu mittlerweile eine spezielle Hardware die dafür ausgerichtet ist und günstigen Strom. Österreich ist nicht gerade dafür bekannt diesen herzustellen. Faustregeln sagen dazu, dass die Produktion der Kilowattstunden nicht mehr als 0,005 bis 0,10 Euro kosten darf. Selbst bei einer eigenen PV-Anlage ist dies mehr als schwer. Zusätzlich darf man nicht vergessen, dass es auch zu Kursschwankungen kommt und was heute noch lukrativ im Schürfen erscheint, kann morgen durch einen Kursverfall ein Verlustgeschäft sein. Wenn das Mining sich für Bitcoins nicht auszahlt, könnte es jedoch sein, dass sich das Mining für alternative Kryptowährungen wie LiteCoin oder Bytecoin rechnen würde. Nachdem die Kurse der Kryptowährungen so stark gefallen sind, haben die wenigen Miningfarmen in Österreich auch ihre Dienste beendet. Es ist finanziell einfach nicht möglich hier positiv zu wirtschaften.

Als der Kurs der Kryptowährungen im Jahr 2018 so richtig nach unten fiel, haben viele Miner aufgegeben, sogar Konkurse waren gegeben. Je niedriger die Preise, desto schwieriger wird es kostendeckend oder gar mit Gewinn zu minen.

Mining Farm mit AntMiner

Ein so ein Spezialminer ist der AntMiner, hier ein Youtube Video das die Anwendung so einer Miningfarm zeigt:

Auf Amazon gibt es ein paar AntMiner zu kaufen, neu oder gebraucht, typische Mining Hardware sind z. B.

Mining Hardware Hash Power Preis
Antminer S3 453 GH/s ca. 399 €
Antminer S5 1.16 TH/s ca. 230 €
Antminer S7 4.73 TH/s ca. 1.000 €
Antminer S9 14.0 TH/s ca. 3.300 €
SP20 Jackson 1.3-1.7 TH/s ca. 290 €
Verschiedene Mining Hardware auf Amazon checken »

Welche Fragen haben Sie zu Bitcoins oder andere Kryptowährungen?

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Armin

Bitcoin und Artverwandte stellen keine Währungen sondern Tauschmittel dar. Währungen können nur von Notenbanken ausgegeben werden.

Sylvia Janker

Weiß wer ob Hybrid reserve eine seriöse Plattform ist?

Daniel

Hey,

Wer Bitcoins aber auch nicht so lange halten will und die Spekulation ein bisschen minimieren möchte, kann mittlerweile sogar schon seinen Strom und Gas mit Bitcoins bezahlen.
Ich zahle schon seit mittlerweile 3 Monaten bei der Firma schlaustrom damit. Dachte nie dass das so unkompliziert funktioniert

Ftimyy

Hallo,
angenommen ich verkaufe die Bitcoins innerhalb eines Jahres, wie und wo muss man die Steuern dann angeben? Gibt es irgendwo eine Anleitung zu diesem Thema? Also wo man in der Steuererklärung die Gewinne etc. eintragen muss. Da ich noch sehr jung bin kenne ich mich mit dem Thema Steuern leider noch nicht so gut aus. LG

Steve

Einfach in Bar beim Finanzamt in den Postkasten werfen.

Jana

Hallo, wenn man Bitcoin verkaufen will was benötigt man dazu , wie lang dauert das bzw wie lang dauert Verifizierung. Danke.

Jana

Kann auch über 1 Woche dauern? Es geht darum das jemand mir Geld schuldet, sagte das er sein Bitcoin verkauft, dann bekomme ich mein Geld. Ich warte seit ca 18 Dezember. Gestern Geld war noch nicht am Konto. Kann das stimmen? Danke.

Stefan

Wie ist eigentlich die Besteuerung wenn du zb Bitcoins kaufst und sie in eine ander Währung tauscht und ein Jahr wartest und sie dann wieder in BitCoins tauscht und dann wieder in Euro?

Stefan

Wie sieht es eigentlich mit der besteuerung von Bitcoins wenn ich sie kaufe und dann in eine andere kryptowhärung tausche und ein jahr später wieder in Bitcoins tausche ?

Markus

Leider fehlen mir bei diesem Artikel noch folgende Informationen – Gebührenübersicht der Börsen bzw. Händler bei Kauf / Verkauf – Spread zwischen Kauf- und Verkaufskurs – etwaige Nebenkosten wie z.B. VideoIdent bei Neuanmeldung – Limits die neuen Kunden die ersten Trades (stark) beschränken – Hinweis auf Steuerpflicht (nicht bei Kauf/Verkauf aber auf den Gewinn aus Kapitalveranlagung) Auch die verschiedenen Anbieter verstecken diese Informationen sehr gut auf ihren eigenen Seiten, sodass man z.T. gezwungen ist, einen langwierigen Registrierungsprozess auf sich zu nehmen, nur um am Schluss draufzukommen, dass man bei dieser Börse ungünstig handelt. Zu diesem Zeitpunkt hat man dann aber… Weiterlesen »

Krtek

Hallo,
danke für die Info.
angenommen ich kaufe Bitcoin auf einem Börsenplatz wie Kraken, dann brauche ich nichts weiter mehr?
Ist Kraken dann auch mein Wallet?

eddie

Cool, sehr informativ! Danke.