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Ausschüttungsgleiche Erträge: Besteuerung und How-To mit ausländische Broker

Ausschüttungsgleiche Erträge: Besteuerung und How-To mit ausländische Broker

Das Wichtigste zusammengefasst

  • Was sind ausschüttungsgleiche Erträge und wann fallen diese an? Wie kann ich als Privater herausfinden, warum mir mein steuereinfacher Broker ausschüttungsgleiche Erträge abgerechnet hat, ich eine Steuerzahlung habe, obwohl ich gar Erträge erhalten habe? Hier gibt es die Auflösung!
  • Auf Profitweb.at können Sie die ausschüttungsgleichen Erträge herunterladen und selbst nachvollziehen. Ihr Broker rechnet mit diesen Daten ab. Gemeldet werden diese vom steuerlichen Vertreter des Fonds. Inklusive Erklärvideo!
  • Hat man keinen steuereinfachen Broker, sprich einen Broker im Ausland, so muss die Versteuerung selbst in die Hand genommen werden. Dies ist komplex, wurde aber dank einer verbesserten Meldestruktur 2019 leichter. Screenshots der E1 bzw. E1kv Beilage zur Einkommenssteuererklärung E1 für Einkünfte aus Kapitalvermögen.

In diesem Ratgeber

Die hier dargestellten Informationen wurden nach besten Wissen und Gewissen erstellt, dennoch kann sich ein Fehler eingeschlichen haben oder sich die Sachlage ändern. Nutzen Sie doch die Kommentarfunktion am Ende der Seite, um auf etwaige Fehler aufmerksam zu machen.

Die hier vorfindbaren Informationen können falsch sein bzw. sich durch Gesetzgebung, Rechtsprechung oder auch durch Erlässe der Finanzverwaltung verändern und natürlich kann die Besteuerung der Einzelperson auch noch durch verschiedene individuelle Parameter abhängen. All diese Faktoren sind hier natürlich nicht berücksichtigt und daher ist es wohl für jeden empfohlen sich an das Finanzamt oder einen Steuerberater zu wenden, welcher über die persönliche Situation bescheid weiß und so passende Beratung erfolgen kann.

Bei thesaurierenden Fonds fallen oftmals ausschüttungsgleiche Erträge (AgE ) an, welche versteuert werden müssen. Bei einem inländischen Broker übernimmt diese Versteuerung der ausschüttungsgleichen Erträge der Broker, bei einem ausländischen Broker ist der Steuerpflichtige selbst dafür verantwortlich seinen Fonds bzw. dessen ausschüttungsgleiche Erträge korrekt zu versteuern. Gleich ob Sie nun einen inländischen oder ausländischen Broker nutzen und dort einen thesaurierenden Fonds haben, es ist stets interessant, wie Sie den zu den Zahlen kommen um den Fonds korrekt zu versteuern bzw. um die Abrechnung Ihres Brokers nachvollziehen zu können. Hat man zum Zufluss-Zeitpunkt, also dem Meldezeitpunkt, der auschüttungsgleichen Erträge Anteile am Fonds, so müssen diese ausschüttungsgleichen Erträge versteuert werden.

Meldefonds oder Nicht-Meldefonds

Achten Sie darauf, dass Sie einen Meldefonds haben. Ein Meldefonds hat in Österreich einen steuerlichen Vertreter. Bestimmte Auslandsfonds haben keinen steuerlichen Vertreter und deren steuerliche Behandlung ist komplex und wird auch pauschal durchgeführt. Die Bemessungsgrundlage für die AgE wird nach einer Schätzformel ermittelt. Meist ist es so, dass durch diese Schätzformel es zu einer höheren steuerlichen Belastung des Fondsinhabers kommt. Genereller Tipp daher: Achten Sie daher beim Kauf, dass es sich um einen Meldefonds handelt.

Inländischer Broker oder ausländischer Broker

Mit einem ausländischen Broker haben Sie meist kostengünstigere Spesen, aber Sie haben sicherlich auch einen höheren Aufwand mit den steuerlichen Belangen. Auch wenn Broker wie DEGIRO damit werben, dass dort zum Nulltarif ETFs gekauft werden können oder zumindest sehr günstig, kann die jährliche Arbeit mit der korrekten Abführung der Steuer ein erheblicher Aufwand werden.

Ausschütter oder thesaurierender Fonds?

Es wird in der Veranlagung zwischen ausschüttenden und thesaurierenden Fonds unterschieden, in der Besteuerung gibt es hier den Unterschied, dass bei Substanzgewinnen (auch ausschüttungsgleiche Erträge genannt) im Jahr des Substanzgewinns nur 60 % der Steuerlast abgeführt werden und die restlichen 40 % beim Verkauf des Fonds fällig werden. Somit gibt es bei einem thesaurierenden Meldefonds einen kleinen steuerlichen Vorteil.

Ausschüttungen werden stets mit 100 % der 27,50 % Kapitalertragsteuer besteuert.

Profitweb liefert Ihnen die Daten zu den ausschüttungsgleichen Erträgen und der Steuer

In diesem Video können Sie zusehen, wie Sie zu den Informationen der ausschüttungsgleichen Erträge auf Profitweb kommen und welche Zeilen im Dokumenten-Download dann für Sie wichtig sind. Alternativ gibt es auch die darunter vorfindbare Anleitung. Der im Beispiel erwähnte Fonds ist ein Fonds, welcher in US-Dollar notiert (Umrechnung zum Stichtag nicht vergessen).

Ausschüttungsgleiche Erträge bei Meldefonds
Dieses Video ansehen auf YouTube.

Sie gehen auf Profitweb und und geben dort die ISIN Ihres Fonds ein. Die Abhandlung des Beispiels erfolgt mit dem ETF MSCI Emerging Markets UCITS ETF I (T)/USD  mit der ISIN „LU0635178014“, welcher von ComStage verwaltet wird.

Danach erhalten Sie das Ergebnis von Profitweb und Sie können hier nun die Details zum Fonds als PDF herunterladen oder Sie sehen sich die Steuerdaten des Fonds an. Wir möchten uns die Steuerdaten ansehen und sehen bereits bei der Übersicht, dass es sich hier um einen Fonds (bzw. ETF) handelt, welcher seit 2.6.2014 ein KESt-Meldefonds in Österreich ist. Mit einem Klick auf Steuerdaten gehts dann weiter.

Der Gesetzgeber wurde mit der Zeit gescheiter und hat mit den Reports 2019 weitere Kennzahlen eingeführt. Insbesondere die Kennzahlen 16.x sind für uns Anleger nun eine mehr als große Hilfe, denn hier findet sich ohne große Rechnerei die nötigen Angaben, welchen Zahlen in welches Feld der E1kv der Einkommensteuererklärung eingefügt werden müssen. Daher wird nun unterschieden „ab 2019“ und „bis 2019“.

Ab 2019

In den neueren Dateien in denen die steuerlichen Daten des Fonds gemeldet werden, finden sich alle nötigen Informationen schön und übersichtlich zum Eintragen in die E1kv inklusive den passenden Kennzahlen laut der Beilage E1kv.

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  • 16.1 Ausschüttungen 27,5% (Kennzahlen 897 oder 898) Achtung: allfällige AIF-Einkünfte sind gesondert zu erklären
  • 16.2 Ausschüttungsgleiche Erträge 27,5% (Kennzahlen 936 oder 937) Achtung: allfällige AIF-Einkünfte sind gesondert zu erklären
  • 16.3 Anzurechnende ausländische (Quellen)Steuer auf Einkünfte, die dem besonderen Steuersatz von 27,5% unterliegen (Kennzahl 984 oder 998)
  • 16.4 Die Anschaffungskosten des Fondsanteils sind zu korrigieren um

Genau mit diesen Daten kann die E1kv rasch und korrekt ausgefüllt werden. Die Angaben in der Meldung sind je Fondsanteil und je nachdem in welcher Währung der Fonds notiert, muss eventuell noch der Fondsanteil in Euro umgerechnet werden und am Ende mit der Anzahl der Fondsanteil zum Zeitpunkt der Meldung multipliziert werden.

Den jeweils aktuellen Umrechnungskurs bei Notierung in Fremdwährung zum Meldestichtag kann am besten hier abgerufen werden: Wechselkurs der EZB am Tage der steuerlichen Meldung. Erfolgt die Meldung lt. Profitweb z. B. am 2. Jänner 2018, so suchen Sie sich den Umrechnungskurs dazu. Zum 2.8.2018 war z. B. der Umrechnungskurs des Euro zum US-Dollar bei 1,2065. Nimmt man das obige Beispiel des ETFs „LU0635178014“ her, so sind die ausschüttungsgleichen Erträge in der höhe von 3,3517 US-Dollar umgerechnet dann 2,77803564 Euro ausschüttungsgleicher Ertrag pro Stück in Euro von dem die 27,50 %ige Kursgewinnsteuer abgeführt werden muss.

Bis 2019

Das Ergebnis bietet in der ganz rechten Spalte ein Excel-Icon. Mit einem Klick darauf lädt man sich eine Excel-Datei herunter mit den letzten Steuerdaten des Fonds. In diesem Fall wurden die Daten am 2.1.2018 gemeldet und betreffen das abgelaufene Fonds-Geschäftsjahr welches von 1.7.2016 bis 30.6.2017 lief.

In der Excel Datei die Sie hier erhalten haben Sie sehr viele Daten die es zu bewältigen gilt. Für Sie sind im Regelfall folgende Punkte in der Excel-Datei interessant bzw. wichtig:

  • Punkt 4. Steuerpflichtige Einkünfte
  • abzüglich Punkt 3.3.2 Inlandsdividenden steuerfrei gem. §10 KStG
  • abzüglich Punkt 5. Summe Ausschüttungen vor Abzug KESt, ausgenommen an die Meldestelle bereits gemeldete unterjährige Ausschüttungen
  • abzüglich Punkt 5.4 In der Ausschüttung enthaltene Substanzauszahlung
Bei diesem Beispiel des ETFs MSCI Emerging Markets UCITS ETF I (T)/USD mit der ISIN „LU0635178014“ wurden einige Zeilen ausgeblendet und nur noch die Zeilen mit den Nummern 4, 3.3.2 sowie 5. und 5.4 dargestellt. Diese sind für die Berechnung der ausschüttungsgleichen Erträge notwendig.

Aufpassen müssen Sie natürlich auch noch, in welcher Währung der Fonds gemeldet wird, denn im Falle einer Fremdwährung müssen Sie diese natürlich noch in Euro umrechnen. Macht dies nicht Ihr Broker für Sie, verwenden Sie dazu am besten den Wechselkurs der EZB am Tage der steuerlichen Meldung. Erfolgt die Meldung lt. Profitweb z. B. am 2. Jänner 2018, so suchen Sie sich den Umrechnungskurs dazu. Zum 2.8.2018 war z. B. der Umrechnungskurs des Euro zum US-Dollar bei 1,2065. Nimmt man das obige Beispiel des ETFs „LU0635178014“ her, so sind die ausschüttungsgleichen Erträge in der höhe von 3,3517 US-Dollar umgerechnet dann 2,77803564 Euro ausschüttungsgleicher Ertrag pro Stück in Euro von dem die 27,50 %ige Kursgewinnsteuer abgeführt werden muss.

Hat man 500 Stück dieses ETFs so ergibt sich daraus eine Schuld von 1.389,01782 Euro (500 Stück * 2,77803564 Euro). Von diesem Betrag berücksichtigt man nun die 60 % der Kapitalertragsteuer von 27,50 % was einen Endbetrag von 229,18 Euro ergibt (60 % von 381,97 Euro).

Hinweis: Damit es zu keiner Dopppelbesteuerung kommt, wird der Anschaffungswert Jahr für Jahr mit dem bereits versteuerten Wert der Substanzgewinne erhöht. Zum Zeitpunkt des Verkaufs des Wertpapieres wird somit der erhöhte Anschaffungswert berücksichtigt und so kommt es es zur korrekten Besteuerung.

In den Investmentfondsrichtlinien 2018 werden die notwendigen Schritte rudimentär so beschrieben.

Weitere Fälle von ausschüttungsgleichen Erträge -- selten, können aber vorkommen:

Es gibt zwei weitere Fälle die auftreten können. Z. B. gibt es bereits unterjährige Ausschüttungen die aber nicht bei der Ausschüttung selbst an Profitweb (OeKB), sondern mit der Jahresmeldung als „bereits ausgezahlte, nicht gemeldete Ausschüttungen“ gemeldet wurden. Ist dies der Fall, so müssen Sie anhand Ihres Depotauszugs feststellen, wie viele Ausschüttungen Sie in diesem Jahr erhalten haben und wie hoch diese waren. Jede dieser Ausschüttung ist natürlich auch mit 27,50 % zu versteuern. Ist der Fall so gelagert, dass unter 12.9 „Auf bereits ausgezahlte, nicht gemeldete Ausschüttungen abgezogene KESt“ die steuerpflichtigen Einkünfte im Rahmen dieser Jahresmeldung höher sind, so ergibt sich ein negativer ausschüttungsgleicher Ertrag. Die negativen ausschüttungsgleichen Erträge werden mit den bereits erhaltenen Ausschüttungen des Depotauszugs saldiert und dieser Saldo wird der Besteuerung unterzogen.

Ein weiterer Fall ist der, dass unterjährige Ausschüttungen bereits an Profitweb (OeKB) gemeldet wurden. Hier ist es dann so, dass gleich die Kennzahl 12 „Österreichische KESt, die durch Steuerabzug erhoben wird“ verwendet werden kann, denn diese wird auf 100 % hochgerechnet.

Wenn Sie nun noch Fragen oder Ergänzungen zu diesem Beitrag über ausschüttungsgleiche Erträge von thesaurierenden Meldefonds und wo Sie die notwendigen Daten zur korrekten Versteuerung des Fonds finden können, so nutzen Sie die Kommentarfunktion dieses Artikels.

Steuereinfachen Broker verwenden

Die ausschüttungsgleichen Erträge selbst zu versteuern, da ein ausländischer Broker verwendet wurde, ist eine komplexe Sache, die von vielen wohl unterschätzt wurde, als man sich für einen Broker im Ausland entschied. Man spart sich dort wohl den einen oder anderen Euro, doch ist man bei der korrekten Versteuerung dann ganz auf sich selbst gestellt, denn die Informationen die man vom Broker aus dem Ausland erhält sind nur rudimentär und keine wirkliche Unterstützung. Wenn Sie die Zeit rechnen, welche Sie dafür aufwenden an die richtigen Zahlen zu kommen und diese in Ihre Einkommensteuererklärung einzusetzen, so könnte es passieren, dass sich die günstigeren Broker Preise im Ausland dann doch nicht rechnen.

Achtung: Die ausschüttungsgleichen Erträge nicht zu versteuern ist überhaupt keine gute Idee, denn die Broker aus dem EU-Ausland sind natürlich dazu verpflichtet die Depotinhaber an ihre nationalen Steuerbehörden zu melden und diese wiederum melden weiter an die österreichischen Finanzbehörden. Die Meldung ist sehr umfangreich und das Finanzamt weiß also bescheid über Ihr Depot. Geregelt ist dieser Austausch mit dem Zauberwort „Common Reporting Standard“. Einen eigenen Beitrag zu diesem Thema finden Sie hier.

Wenn Sie sich all den Ärger und die Mühen ersparen wollen, so verwenden Sie einen steuereinfachen Broker, welcher Ihnen die Arbeit abnimmt und für Sie die Steuer abführt. Günstige Broker mit Sitz in Österreich sind Flatex, DADAT und die Hello Bank:

Broker   
 
  • 200 Cash-Bonus wenn mind. 20 Trades in den ersten 12 Monaten getätigt werden (ausgenommen ETF-Sparpläne und CFD-Trades)
  • 3,80 Euro pro Trade gelten für 6 Monate ab Depoteröffnung
  • Als Neukunde zählt, wer zum Zeitpunkt der Kontoeröffnung kein über flatex vermitteltes Einzel- oder Gemeinschaftskonto/Depot bei Flatex  hat und eine natürliche Person ist.
 
Website
  • 100 € Cash-Bonus
  • bis 250 € Übertragsspesen Rückerstattung (mind. 2000 € pro Position)
  • Keine Gebühren für Orders im außerbörslichen Handel mit Premium Partner bis zu einer Höhe von 50.000 €
  • nur 2,95 Euro Kauf- bzw. Verkaufsspesen für 6 Monate ab Depoteröffnung bei börslichen Transaktionen bis 25.000 €
  • bis 80% Rabatt auf Ausgabeaufschläge bei Fonds für 6 Monate ab Depoteröffnung
  • keine Depotgebühr bis Ende 2020
 
Website
hellobank.at
  • bis 200 € Übertragsspesen Rückerstattung
  • nur 3,95 Euro Kauf- bzw. Verkaufsspesen für 6 Monate ab Depoteröffnung
  • 90% Rabatt auf Ausgabeaufschläge bei Fonds für 6 Monate ab Depoteröffnung
  • keine Depotgebühr bis Ende 2020
Website
  • Wertpapierhandel um 1 Euro für 3 Monate
  • Keine Depotgebühr bis Ende 2020
  • Übernahme der Übertragsspesen bis 1.000,- Euro und nur 1.000 Mindestwert einer jeden Position
Website

Das DADAT DEPOT und das Depot der Hello Bank überzeugen durch die zahlreichen Aktionen (keine Depotgebühr bis Ende 2019).  Bei Flatex überzeugen die dauerhaft niedrigen Gebühren (keine Depotgebühr, keine Kosten für das Verrechnungskonto) -- nachteilig ist der Negativzins auf Guthaben am Verrechnungskonto. Online Broker wie die DADAT, Hello Bank oder auch die Bankdirekt haben sehr oft Neukundenaktionen die auch für die Gebühren für den Depotübertrag aufkommen. Auch als Bestandskunde lohnt sich eine Nachfrage beim Broker, wie es denn aussieht, wenn Sie ihre Wertpapiere, in diesem Fall Fonds bzw. ETF, zu einem anderen Broker transferieren möchten.

Besteuerung von ausschüttungsgleiche Erträgen mit ausländischen Brokern (Degiro, Onvista, Banx, CapTrader, Lynx & Co)

Es ist alles einfacher, wenn ein steuereinfacher Broker mit Sitz oder Niederlassung in Österreich verwendet wird, wie es bei Flatex, Hello Bank, DADAT, Easybank, etc. der Fall wäre. Will man dennoch den schweren und harten Weg gehen, so muss man die oben beschriebenen Daten für den ETF erheben und in das Formular E1kv, welches das Finanzamt anbietet, eintragen. Wie kommt man zum Formular E1kv für das jeweilige Jahr? Sie müssen dazu die Möglichkeit haben, eine Einkommensteuererklärung abzugeben. Falls Sie dies bereits können, so starten Sie beim Punkt b) los, wenn Sie bislang eine Arbeitnehmerveranlagung gemacht haben, so starten Sie bei Punkt a) los -- sie müssen sich zuerst in die Einkommensteuererklärung optieren.

a) Sie verwenden im Moment noch eine Arbeitnehmerveranlagung um eine Steuererklärung durchzuführen?

Wechseln Sie bitte zur Einkommensteuererklärung, denn nur dort gibt es das notwendige Formular E1kv. Um einen Erklärungswechsel von Arbeitnehmerveranlagung auf Einkommensteuererklärung durchzuführen, steigen Sie auf FinanzOnline ein, klicken danach im Menü auf „Eingaben > Anträge > Erklärungswechsel“ und dort wählen Sie den „Wechsel zur Einkommensteuererklärung“ aus. Nach dieser Aktion erhalten Sie die Bestätigung, dass der Erklärungswechsel erfolgreich durchgeführt wurde. Mit diesem Erklärungswechsel ändert sich für Sie nicht wirklich etwas, denn die bisherigen Positionen Ihrer Arbeitnehmerveranlagung können Sie natürlich weiterhin wie gewohnt durchführen und haben nun die Möglichkeit auch die ausschüttungsgleichen Erträge die bei einem ausländischen Broker angefallen sind, ordnungsgemäß über das Formular E1kv abzuführen. Nun können Sie bei b) fortfahren.

b) Sie machen bereits eine Einkommensteuererklärung?

Um die ausschüttungsgleiche Erträge ordnungsgemäß zu versteuern, wählen Sie in FinanzOnline das Formular E1kv aus (E1kv Beilage zur Einkommenssteuererklärung E1 für Einkünfte aus Kapitalvermögen). Bei den meisten Meldefonds wird es wohl so sein, dass einzig im Punkt 4. „Steuerpflichtige Einkünfte“ Beträge zu finden sind, welche zu besteuern sind. Aber Kontrolle ist besser und so sollte man auch alle andere Punkte aus der Excel Datei genauer untersuchen.

Achtung, EURO-Beträge einfügen: Achten Sie davor unbedingt darauf, dass Sie bei Fonds in Fremdwährungen zuerst die ausschüttungsgleichen Erträge der Fremdwährung in Euro umrechnen zum Kurs am Meldesichttag.

Ab 2019

Kennzahl 897 oder 898:

16.1 Ausschüttungen 27,5% (Kennzahlen 897 oder 898) Achtung: allfällige AIF-Einkünfte sind gesondert zu erklären

Kennzahl 936 oder 937:

Ausschüttungsgleiche Erträge 27,5% (Kennzahlen 936 oder 937) Achtung: allfällige AIF-Einkünfte sind gesondert zu erklären

Kennzahl 984 oder 998: 

Anzurechnende ausländische (Quellen)Steuer auf Einkünfte, die dem besonderen Steuersatz von 27,5% unterliegen (Kennzahl 984 oder 998)

Kennzahlen in der Beilage E1kv der Einkommensteuererklärung
In der Beilage E1kv zur Einkommensteuererklärung müssen die richtigen Kennzahlen ausgefüllt werden -- mittlerweile ist das aber keine große Zauberei mehr.
Bis 2019

Kennzahl 898: 

5. Summe Ausschüttungen vor Abzug KESt, ausgenommen an die Meldestelle bereits gemeldete unterjährige Ausschüttungen

minus 

5.4 In der Ausschüttung enthaltene Substanzauszahlung

Kennzahl 937:

4. Steuerpflichtige Einkünfte

minus

3.3.2 Inlandsdividenden steuerfrei gem. §10 KStG

Kennzahl 936:

3.3.2 Inlandsdividenden steuerfrei gem. §10 KStG

Kennzahl 899:

11.1 KESt auf Inlandsdividenden

Kennzahl 998:

12.4 Minus anrechenbare ausländische Quellensteuer

Weil man es nicht oft genug sagen kann, auch hier wieder der Hinweis:

Alle Angaben ohne Gewähr und nach besten Wissen und Gewissen erstellt!

Die hier dargestellten Informationen wurden nach besten Wissen und Gewissen erstellt, dennoch kann sich ein Fehler eingeschlichen haben oder sich die Sachlage ändern. Nutzen Sie doch die Kommentarfunktion am Ende der Seite, um auf etwaige Fehler aufmerksam zu machen.

Die hier vorfindbaren Informationen können falsch sein bzw. sich durch Gesetzgebung, Rechtsprechung oder auch durch Erlässe der Finanzverwaltung verändern und natürlich kann die Besteuerung der Einzelperson auch noch durch verschiedene individuelle Parameter abhängen. All diese Faktoren sind hier natürlich nicht berücksichtigt und daher ist es wohl für jeden empfohlen sich an das Finanzamt oder einen Steuerberater zu wenden, welcher über die persönliche Situation bescheid weiß und so passende Beratung erfolgen kann.

Die einfachste Alternative zu all diesem Steuerkram ist es natürlich, wenn Sie sich einen steuereinfachen Broker suchen oder finden Sie den Aufwand überschaubar? Nehmen Sie sich einen Steuerberater dafür, oder versuchen Sie es auf eigene Faust?

Fazit

Das Thema Besteuerung von ausschüttungsgleichen Erträgen ist definitiv kein einfaches Thema und erfordert so einiges an Hirnschmalz. Ob die oben gemachten Ausführungen korrekt sind, das entzieht sich meiner Kenntnis. Sie sind auf jeden Fall nach besten Wissen und Gewissen erstellt und werden immer wieder aktualisiert. 

Handelt es sich um einen ausländischen Meldefonds, so liefert dieser über seinen steuerlichen Vertreter die Steuerdaten über Meldungen an die Österreichische Kontrollbank (OeKB), welche dieser auf der Website profitweb.at veröffentlicht. Von dort holt sich der steuereinfache Broker diese Daten und rechnet die Steuer im Namen des Kunden ab. Haben Sie keinen steuereinfachen Broker, so müssen Sie sich selbst das nötige Wissen aneignen und die Daten von Profitweb herunterladen, aufbereiten und schlussendlich über Ihre Einkommensteuer-Erklärung versteuern. Das Finanzamt und ein Steuerberater sind hier Ihre Hilfestellungen, damit auch alles mit rechten Dingen zugeht. 

Andreas von Broker-Test.at
Andreas ist Gründer und der Kopf hinter Broker-Test.at -- er ist begeisterter Privatanleger, 1998 begann alles mit einem 20.000 Schilling Investment in die damalige Aktie des ehemals staatlichen Konzerns, der VA Tech (heute Primetals). Seit 2014 wird mit dieser Seite versucht mehr Transparenz für Interessierte und Anleger zu schaffen. 👉🏽 Mehr über mich und die Geschichte zu Broker-Test.at gibt es hier zum Nachlesen. 👉🏽 Zum Newsletter von Broker-Test.at kann hier die E-Mail Adresse eingetragen werden.
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208 Kommentare
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Hallo Andreas, mein ETF IE00BJ0KDQ92 MSCI World UCITS ETF 1C wurde am 07.05.2020 laut Profitweb steuerlich gemeldet. ***Ich habe mir die Exceldatei herungergeladen mit folgenden Ergebnissen:*** 16.1 0,000 USD 16.2 1,813 USD 16.3 0,1385 USD 16.4 1,6623 USD ***Nun kam am 8.5.2020 die Steuerliche Meldung von Flatex: *** Stk: 234,97 Bruttothesaurierung pro Stk: 1,6623 USD -> Bruttothesaurierung 390,59 USD Devisenkurs: 1,0783 –> steuerpflichtiger Ertrag 307,43 USD -> Einbehaltene Steuer 78,41 EUR Mein Problem an dieser Abrechnung ist, dass ich sie nicht verstehe: 1) Flatex nimmt die 1,6623 USD aus Punkt 16.4 (Profitweb) als Thesaurierte Erträge her 2) Laut der angegebenen… Weiterlesen »

Ok verstehe ich, muss da wohl bei Flatex persönlich anrufen, denn auf meine Mail haben sie seit 2 Wochen nicht geantwortet das Prinzip der Versteuerung von Ausschüttungsgleichen Erträgen habe ich eigentlich Verstanden aber die Versteuerung von Flatex ist mir irgendwie ein Dorn im Auge
LG Daniel

Hallo, danke erstmal für die Erklärung und das Video. Ich hätte 3 Fragen: 1. Ich muss die Steuererklärung bis 30.Juni spätestens im Finanzonline erledigen. Es scheint aber so, als würden die ETF ihre Meldungen für 2019 bis dahin gar nicht hochgeladen haben auf Profitweb (meistens so im Juli soweit ich das sehe, bspw. LU0908500753, IE00BJ0KDR00, IE00BTJRMP35) Wie löse ich dieses Problem? 2. Ist es ein Problem, wenn die ETF Meldungen vom Kalenderjahr abweichen? Die Steuer erkläre ich ja für den Zeitraum 1.1.-31.12.. Sprich ich nehme die Stückzahl an dem ETF, die ich am 31.12.2019 hatte. Wenn der ETF Zeitraum aber… Weiterlesen »

Hallo,
ja sorry hab erst auf Youtube kommentiert und dann gesehen, dass der Artikel aktueller ist.

Nochmal kurz zu Frage 2. Das heißt wenn ich am 30.Juni meine Steuererklärung mache und an dem Tag ist noch keine Meldung da, dann scheinen zu diesem ETF auch keine agE in melner Steuererklärung auf? (habe den ETF erst seit 2019, somit bringen mir die älteren Meldungen nichts) Oder muss ich eine Verlängerung der Frist für die Einreichung der Steuererklärung beantragen?
Danke!
LG

Hallo Andreas,
vielen Dank für deinen tollen Beitrag!
Wie versteuere ich ETF-Anteile die ich nur 1-2 Monate besessen habe und vor dem Meldedatum wieder verkaufe?
Hintergrund ist, dass ich von Degiro zu einem steuereinfachen Broker wechseln möchte, wenn ich nun vor dem Stichtag des ETF (IE00B4X9L533) verkaufe muss ich die Gewinne dann nicht versteuern, oder übersehe ich etwas?

Vielen Dank im Voraus.

Soweit ich es verstanden zählen die Anteile die man am Meldedatum (laut Excel Tabelle aus Profitweb) besitzt, oder? Wenn ich jetzt vor diesem Zeitpunkt verkaufe und dann keine Anteile mehr zum Meldedatum besitze muss ich dann trotzdem alle Anteile versteuern?

Hallo Andreas, ich hab beim Finanzwesir folgende (unbeantwortete Frage) gefunden, kannst Du dazu klärend 🙂 was sagen, … danke die LG Heinz Text war: Ist es eigentlich eine österreichische Besonderheit, dass anscheinend physisch replizierende, ausschüttende ETFs TROTZDEM ausschüttungsgleiche Erträge haben und so natürlich versteuern müssen, während die meisten ausschüttenden Swapper auch keine ausschüttungsgleichen Erträge haben? Ist mir anscheinend gerade mit IE00BK1PV551 – Xtrackers MSCI World Index UCITS ETF 1D passiert, wo Flatex mir gerade Steuern für eine „Bruttothesaurierung“ abgezogen hat. Und: Wo kann man denn sehen, ob ein Ausschütter auch noch ausschüttungsgleiche Erträge hat?

Servus Andreas,
danke für deinen Artikel, das ist mir eine große Hilfe. Eine Frage habe ich allerdings noch und hoffe ich habe nichts überlesen. Wenn man mehrere ETFs im Depot hat, muss man dann pro ETF ein Formular ausfüllen, oder alles zusammenrechnen?
Danke!

Danke dir!

Hallo,
wie muss ich ausschüttungsgleiche Erträge angeben, wenn ich einen monatlichen Sparplan habe.
Ich meine jetzt nur die Berechnung der Stückzahl. Die Anzahl der im Depot befindlichen Stücke ändert sich ja monatlich. Gilt hier das Meldedatum des ETF’s Also wie viel Stück hatte ich zu diesem Zeitpunkt?

Hallo, vielen vielen Dank für die tollen Infos. Mir stellt sich allerdings bei der Berechnung über profitweb noch eine entscheidende Frage. Wenn das Steuerjahr ungleich dem Geschäftsjahr des ETF ist, welche Werte ziehe ich dann für meine Einkommensteuer heran? Beispiel: Ich mache meine Einkommensteuererklärung im April 2020 für 2019. Im August 2019 habe ich Anteile an einem ETF gekauft. Das Geschäftsjahr des ETFs ging allerdings von Juni 2018 bis Mai 2019. Das heißt das aktuelle Geschäftsjahr in dem ich meine Anteile gekauft habe ist noch nicht abgeschlossen. Berücksichtige ich das dann erst für die nächste Einkommenssteuererklärung 2021?Ich hoffe es kann… Weiterlesen »

Hallo, vielen Dank auch für die Anleitung, das hat mir schon recht viel weitergeholfen. Allerdings stimmt mein Finanzamt mit der Aussage nicht überein. Beispiel: IE00BFY0GT14 Meldedatum: 25.10.2019 -> das ist der relevante Tag für den USD Umrechnungskurs Geschäftsjahresende: 31.03.2019 Ich habe monatlich ab Mai gekauft. Ich habe das Finanzamt gefragt ob meine Stückzahl vom Geschäftsjahresende oder Meldedatum als Stichtag zählt und folgende Antwort bekommen. Zitat: „grundsätzlich zählen für den jeweiligen Veranlagungszeitraum (aktuell 2019) die im Jahr zugeflossenen Beträge.“ Mir klingt das komisch. Vor allem weil der Satz mit „grundsätzlich“ beginnt. Das klingt die „eigentlich“ 🙂 Was denkst du? Danke!

Ich habe jetzt eine klare Antwort bekommen auf meine Frage

„[…] Somit ist der einzig logische Stichtag für mich das Meldedatum. Kann ich das so anwenden?“

Antwort: Ja

Hallo Andreas, 1. Frage, zum screenshot bei profitweb.at, ISIN habe ich eingegeben aber in dem erzeugten Fenster steht bei mir zwischen ISIN und ISIN Bezeichnung NICHT “ ->Steuerdaten“ so wie bei deinem Screenshot sodass ich das anklicken kann was mache ich falsch? 2.“ thesaurierend“ bedeutet steuerlich – 60% des Gewinns/zuwachses werden mit 27,5% besteuert und (vom steuereinfachen Broker für mich) abgeführt? Dabei greift der Broker auf das Verrechnungskonto zu das gedeckt sein muss, … wenn ich mit flatex arbeite, … (-0,4%/p.a. 🙁 finde ich in unter “ ->Steuerdaten“ raus wann (Datum)das passiert? Ist das das Ende des „Geschäftsjahres des ETF_Anbieters“?)… Weiterlesen »

Servus und guten Morgen Heinz, ad 1) das würde ich auch gerne wissen, was du machst. Ich kann das nicht nachvollziehen und nachmachen. Rufe ich den Fonds ab, sieht es aus wie auf meinem Screenshot. Vielleicht hilft dir das Video weiter bei der Eingabe? https://www.youtube.com/watch?v=hpfi3tp21e0 Ad 2) Nein, das heißt es nicht in Hinblick auf die Steuern. Die 60 % gelten nur für Substanzgewinne. Ordentliche Gewinne wie z. B. Zinsen, Dividenden, etc. werden sofort zu 100 % besteuert. Ansonsten liegst du richtig. Wann das ist, sieh dir vielleicht dieses Video dazu an: https://www.youtube.com/watch?v=ppGTZqj7OOU Ad 3) Ja, genau. Es gibt hier… Weiterlesen »

Hallo Andreas!

Scheint als bleibt einem ab 2019 etwas Rechnerei erspart. Dein Beispiel (LU0635178014) zahlt die Dividende aber doch aus. Wieso stehen die 0,9809 dann in 16.2 und nicht in 16.1?

Eine weitere Frage habe ich noch zu Quellensteuer auf Dividenden von Einzelaktien. Vielleicht kannst du uns da auch weiterhelfen. Ich hätte bei einer deutschen Aktie jetzt die Brutto-Dividende in 963 eingetragen aber was genau in 998? 0,15 * Brutto-Dividende?

Vielen Dank für alles!

Gruß
Stefan

Frage 1 ist mir noch immer nicht klar. Wenn ich nur in 16.2 was stehen habe, brauch ich eigentlich auch keine Währungen umrechnen o.ä. sondern gebe einfach genau den Betrag an, der mir überwiesen worden ist, oder?

Zur zweiten Frage:
Ich hab jetzt mal versch. Eingaben in die Felder getätigt und wiederholt die Steuerlast/Gutschrift vorberechnen lassen. Dementsprechend würde ich sagen, dass in Feld 998 wie von mir vermutet 0,15*(Bruttodividende deutscher Aktien) muss.

Danke für die Antwort! Der Kommentar zu Frage 1 aus meiner Antwort hatte eigentlich nichts mit meiner ursprünglichen Frage zu tun 🙂 Warum ausgeschüttete Dividenden in Feld 937 (ausschüttungsgleiche Erträge) und nicht in 898 (Ausschüttungen) eingetragen werden müssen, ist mir noch immer unklar. Dein ETF aus deinem Text (LU0635178014) hat ja 2019 0,98 USD ausgeschüttet und nicht thesauriert. Trotzdem steht die 0,98 in Feld 16.2 mit der Beschreibung Ausschüttungsgleiche Erträge – Kennzahl 937 In meiner Antwort ging es mir nur darum, dass ich den überwiesenen Betrag nehmen kann, wenn es eben keine ausschüttungsgleichen Erträge etc. gegeben hat sondern ausschließlich in… Weiterlesen »

Ok, jetzt steh ich entweder wirklich mega aufm Schlauch oder ich bin dumm 😀

Nehmen wir noch mal den ETF aus deinem Beispiel: LU0635178014. Der passt ganz gut, weil ich ihn auch hab und er ausschüttet.

Auszug aus Profiweb:
16.1: 0,00
16.2: 0,98
16.3: 0,00
16.4: 0,00

Ausschüttungsgleiche Erträge verstehe ich als Substanzgewinne d.h. es wird nichts auf mein Konto überwiesen.

Der ETF schüttet aber aus und ich hab den Betrag (0,98 USD pro Anteil) ja auch auf mein Konto überwiesen bekommen. Was sind Ausschüttungen, wenn das Ausschüttungsgleiche Erträge sind?

Da ich ebenfalls eher davon ausgehe, dass der Fehler bei mir liegt und nicht beim steuerlichen Vertreter, versuch ich den ja gerade zu finden 🙂 Was mir gestern Abend noch gekommen ist: Kann es in der Theorie überhaupt sein, dass ausschließlich in 16.2 was steht und in 16.4 nichts? 16.2 heißt ja, dass ich für den thesaurierten Teil des Fonds bereits Steuern bezahlt habe (60%). Dementsprechend müsste dann aber doch auch der Anschaffungswert erhöht werden, was in 16.4 steht? Berechne ich übrigens die ausschüttungsgleichen Erträge nach der alten Methode (Punkt 4 – Punkt 3.2.2 – Punkt 5 – Punkt 5.4)… Weiterlesen »

Hier mal noch die antwort der steuerlichen Vertretung:

„Bei Jahresmeldungen – siehe Art der Meldung – wird automatisch ein ausschüttungsgleicher Betrag in Punkt 16.2. angezeigt. Wird keine Jahresmeldung abgegeben, wird die Höhe der Ausschüttung in Punkt 16.1 (Kz 897 und 898) angezeigt.“

Hallo Andres, vielen Dank für deinen Artikel.
Ich habe eine Verständis-Frage, vielleicht kannst du sie mir ja beantworten.

Wenn Profitweb im Excel bei den entsprechenden 16.0 einträgen 0 zeigt.
Bedeutet dass dann auf jeden Fall, dass ich für diesen Fond in diesem Geschäftsjahr nichts versteuern muss?
Oder ist die 1x im Jahr Versteuerung von thesaurienden Fonds trotzdem notwendig und ich muss mir den Wertanstieg in diesem Jahr erst recht selbst ausrechnen und davon 60% zu 27,5% versteuern?

Danke,
lg. Mario

Ich hoffe ich gehe nicht zu sehr ins Detail, ich schildere dir aber nun mal meine Situation. Mir ist bewusst, dass das hier keine Steuerberatung ist, geh am besten nur auf die Fragen ein, die du auch beantworten möchtest. Ich besitze folgende 4 etfs bei Degiro. Ich möchte für das Jahr 2019 die Kursgewinne in Österreich versteuern. Degiro Bericht Jahresbericht 2019 spricht von 0€ Gewinn (ich nehme an da thesaurierend und ich nichts verkauft habe) LU1829220216 – für das Jahr 2019 gibt es noch keinen Bericht bei Profitweb – abwarten? DE000A0S9GB0 – Nicht-Meldefond daher Pauschalversteuerung IE00BDFL4P12 – Profitweb spricht von… Weiterlesen »

Danke dir für deine Bereitschaft meine Fragen aufzugreifen! Auf Degiro hab ich meine ersten ETFs gekauft, mittlerweile bin ich schon bei flatex. Leider muss ich den Steuer Balast den ich mir mit Degiro eingehandelt habe noch mitschleppen… Weißt du zufällig, bis wann ich meine Gewinne für 2019 versteuern muss? also welche Fristen einzuhalten sind. Weil z.b. die Zahlen von LU1829220216 erst im Sommer veröffentlicht werden. Falls du noch nerven hast: Habe ich es nun richtig verstanden? -> Vorgehensweise zu IE00B48X4842 (der etf der laut profitweb zahlen größer 0 hat): Wert von 16.2 in euro umrechnen (kurs zum Meldedatum) und mit… Weiterlesen »

Hallo Andreas, Vielen Dank für deine interessanten Artikel. Ich hätte eine Frage zu dem ETF IE00B1FZS350 (iShares Developed Markets Property Yield UCITS ETF). Der Fonds strebt die Nachbildung der Wertentwicklung eines Index an, der aus börsennotierten Immobiliengesellschaften und Real Estate Investment Trusts (REITs) aus Industrieländern unter Ausschluss von Griechenland besteht, die auch die Kriterien für die Dividendenrendite erfüllen. Auf Profitweb wird der ETF als Meldefonds (seit 13.07.2010) geführt Wenn ich mir die Meldungen jedoch im Detail ansehe, dann scheinen mir die Daten nicht vollständig. Unter „Art der Meldung“ steht „keine Jahresmeldung“ Die Kennzahlen für die Einkommenssteuererklärung (Position 16) betragen 0.… Weiterlesen »

Hi Andreas.

Meine Frage zur Versteuerung von ausschüttungsgleichen Erträgen mit ausländischen Brokern in Kennzahl 937:

1) gebe ich hier den vollen „Bruttobetrag“ an: z.B. laut Profitweb 2,- je Anteil, 100 Anteile im Depot = 200,-
2) oder 200,- x (60% x 27.5%) = 33,-

Das gleiche für Ausschüttungen lt. Kennzahl 898: voller Betrag an erhaltenen Ausschüttungen, oder nur die 27.5%?

Gleiches für ausländischen Zinserträge aus Kapitaleinlagen bei Banken
1) voller Zinsertrag = 100,-
2) oder nur den zu versteuernden Anteil: 100,- x 25% = 25,-

Danke und viele Grüße

Servus Andreas,

Vielen Dank für deine Aufklärung 🙂

Das mit den 60% hatte ich aus deinem Artikel entnommen, siehe unten. Hab ich das dann falsch verstanden?

Viele Grüße
Stefan

„Es wird in der Veranlagung zwischen ausschüttenden und thesaurierenden Fonds unterschieden, in der Besteuerung gibt es hier den Unterschied, dass bei Substanzgewinnen (auch ausschüttungsgleiche Erträge genannt) im Jahr des Substanzgewinns nur 60 % der Steuerlast abgeführt werden und die restlichen 40 % beim Verkauf des Fonds fällig werden. Somit gibt es bei einem thesaurierenden Meldefonds einen kleinen steuerlichen Vorteil.“

Andreas, bitte korrigiere das, wo auch immer du diese Fehlinformation verbreitest.
„Substanzgewinne (auch ausschüttungsgleiche Erträge genannt)“
Substanzgewinne sind etwas ganz anderes als auschüttungsgleiche Ertäge.

Hallo Andreas, und entschuldige die späte Antwort. Deine erste Frage (woher ich das hätte) beantwortest du dir im weireren Verlauf deines Kommentars ja eh schon selber, und zwar ganz gut: Substanzgewinne können agE sein oder ausgeschüttet werden. Vice versa können agE aus Substanzgewinnen oder ordentlichen Erträgen bestehen. Die beiden Begriffe gleichzusetzen ist jedenfalls falsch. Ich finde es nicht okay, dass du mit der falschen Unterstellung schließt, ich hätte gesagt, dass Substanzgewinne nicht Teil eines agE sein können. Die beste Quelle in diesen Fragen sind übrigens die InvFR 2018: https://findok.bmf.gv.at/findok?execution=e100000s1&segmentId=3388e08a-4e6f-4005-a2ad-6ca640f28c87 LG

Um ausschüttungsgleiche Erträge weitestgehend zu umgehen, finde ich die Vanguard ETFs sehr interessant. z.B. den Vanguard FTSE All-World (IE00B3RBWM25). Bei diesem z.B. kam bei den letzten 4 Jahresmeldungen bei „Österreichische KESt, die durch Steuerabzug erhoben wird“ immer eine negative Zahl raus. Von Flatex wurde die letzten zwei Jahre ebenfalls bis auf Dividenden nix besteuert. Ich frag mich aber, ob man hier bei einem nicht steuereinfachen (ausländischen) Depot außer den erhaltenen Dividenden noch etwas in die Steuererklärung eintragen müsste, oder wie Flatex vorgehen kann – also nur die Dividenden besteuern und eintragen, solange die ausschüttungsgleichen Erträge bzw. Punkt 12 negativ sind.

Einen ähnlichen Gedanken hatte ich auch. Allerdings sieht es für mich nun so aus, dass die Quellensteueranrechnung z.B. beim Vanguard FTSE All-World (IE00B3RBWM25) dabei verloren geht. Ob das nun nur bei flatex so ist, oder ob die negative KESt bei der Jahresmeldung generell auch bei anderen Brokern zu keiner KESt-Gutschrift führt, kann ich nicht abschätzen. Jedenfalls hätte man bei der Selbstversteuerung über ein Auslandsdepot das gleiche Problem, wenn man nur die Dividenden versteuern würde/müsste. Die thesaurierenden Anteilsklassen wären da wohl im Vorteil, wenn man nicht auf die Ausschüttungen angewiesen ist.

das einzig komische ist dieser Punkt auf profitweb, laut dem man (vermutlich nur, wenn man KESt zurückerstattet bekommt), die Anschaffungskosten reduzieren (!) müsste.
16.4. Die Anschaffungskosten des Fondsanteils sind zu korrigieren um -0,3681
Würde also die Besteuerungsgrundlage bei späterem Verkauf erhöhen.

Andreas @ broker-test, was sagst du dazu?

Hallo, vielen Dank für die hilfreichen Infos! Dazu hätte ich folgende Fragen: Ich bespare vier ETFs: MSCI World thesaurierend, Emerging Markets thesaurierend, DAX thesaurierend und MDAX ausschüttend. Die KeSt-Berechnungen meines Brokers (Flatex) kann ich jedoch nie völlig nachvollziehen und erhalte auch keine Antworten auf meine Fragen. zB: 1. Beim World und Emering Markets rechne ich Bruttothesaurierung x Stückzahl x Devisenkurs. Davon 16,5% KeSt (60% von 27,5%). Wobei der KeSt-Betrag, den Flatex abführt, nie exakt 16,5% sind, sondern mal zB 16,45, dann wieder zB 16,69%. Warum ist das so? 2. Beim thesaurierenden DAX-ETF (Fondswährung Euro) wiederum wurden keine begünstigten 16,5% abgeführt,… Weiterlesen »

Hallo Andreas, leider nein. Mir ist noch immer nicht die Abgrenzung der Begriffe „ausschüttungsgleiche Erträge“ und „Substanzgewinne“ klar, da Du sie mal gleichsetzt (zB im Beitrag ETF-Steuern unter dem Punkt: „Kurz notiert: Substanzgewinne (ausschüttungsgleiche Erträge) werden Jahr für Jahr mit 60 % der 27,50 % KESt besteuert“), dann wieder getrennt behandelst. 1) Ausschüttender ETF: Dass Ausschüttungen sofort mit 27,5% zu versteuern sind, ist mir klar. Kann es darüber hinaus auch bei Ausschüttern ausschüttungsgleiche Erträge geben? Jedenfalls führte Flatex zu einem 2. Termin Steuer für die Profitwebposition 16.4 „Die Anschaffungskosten sind zu korrigieren um…“ x Stück x27,5% ab. 2) Thesaurierende ETFs:… Weiterlesen »

Hallo Fragesteller-Andreas, Broker-Test-Andreas scheint sich selbst nicht so ganz auszukennen. Fondsinterne Substanzgewinne sind jedenfalls etwas fundamental anderes als ausschüttungsgleiche Erträge. Zu deinen Fragen: Kann es darüber hinaus auch bei Ausschüttern ausschüttungsgleiche Erträge geben? Theoretisch ja, weil sich jeder Fonds selber aussuchen kann, was und wie viel davon er ausschütten will. Praktisch, und speziell bei ETFs, werden exakt alle Dividenden, und sonst nichts, ausgeschüttet. Daher gibt es keine agE. Was es schon geben kann, sind interne Substanzgewinne, z.B. durch Umschichtungen. 2) Thesaurierende ETFs: Hier dachte ich, dass die AgE laut Profitweb jährlich mit 60% von 27,5% = 16,5% zu versteuern seien.… Weiterlesen »

Danke für die Infos. In Aut findet man leider wenig dazu und es ist auch unnoetig kompliziert. Ich habe Wereldhave (eine Niederlaendische Aktiengesellschaft die Einkaufszentren betreibt, also ein Reit) im vorigen Jahr gekauft. Ich bin bei der Dadat und habe auch schon Quartalsdividenden bekommen. Die wurden mit 42,5% besteuert 15% Quellensteuer plus 27,5% Kest. Ab heuer gibt es in den Niederlanden keine Quellensteuer mehr (soweit ich gelesen hab.?) Also wird die Dividende in Zukunft nur mehr mit 27,5 % besteuert. (also kein Nachteil mehr) Zum Jahreswechel wurde mir (wie ich jetzt herausgefunden habe) eine Steuerdividende auf die Aktie berechnet. Da… Weiterlesen »

Hallo Ich habe bei der Dadat nachgefragt was das für ein Buchung ist, und die Antwort war: „vielen Dank für Ihre Nachricht. Bei der angesprochenen Buchung handelt es sich um einen ausschüttungsgleichen Ertrag/Steuerdividende. Ich bitte Sie, direkt mit dem steuerlichen Vertreter oder dem Emittenten in Verbindung zu treten, da wir nur die depotführende Bank sind. “ Das haette ich mir sparen koennen. Ich habe aber herausgefunden das es so wie oben beschrieben ist. Man kann den neuen steuerrelevanten Einstiegskurs allerdings nur im Kest Status Report (bei Berichte drucken) herausfinden. Ich habe auch einen kleinen Test-Teilverkauf gemacht und mir wurde eine… Weiterlesen »

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