Beachte: Veranlagungen in Finanzinstrumenten sind mit Risiken verbunden und können neben den Erträgen auch zum Verlust des eingesetzten Kapitals führen.

EU nimmt Trade Republic & Co das Erlösmodell weg! Verbot von Payment-for-Orderflow bis spätestens 2026!

Es ging hin & her und die Lobbyisten der Neobroker konnten sich auf EU-Ebene dann doch nicht durchsetzen, einzig ein kleiner Achtungserfolg ist gegeben. Um was geht es? Nun, bei vielen deutschen Neobrokern und auch bei so manch etablierten Brokern wie Flatex, DADAT Bank oder easybank gibt es Handelspartner die die Kundenorder nehmen und dafür dem Broker ein Entgelt bezahlen. Die Frage die sich hier eben stellt ist, zu welchem Preis bekommt der Kunde dann sein gewünschtes Wertpapier? Transparenter ist hier eine Order über eine Börse wo Angebot und Nachfrage aufeinander treffen. Die Regularien in der EU, sprich MiFid regeln genau das und jetzt kommt die Präzision dieser Regeln was zur Folge hat:

  • Payment for Order Flow (PFOF) ist nicht mehr erlaubt!

Damit bricht den Brokern ein Erlösmodell weg, denn sie müssen nun Ordergebühren verlangen von den Kunden und müssen die Kundenorders an die Börsenplätze weiterleiten. Kickback Zahlungen von außerbörslichen Partnern für die Kundenorders sind nicht mehr erlaubt. Broker wie Trade Republic müssen sich nun ein neues Erlösmodell überlegen.

Wie geht es im Detail nun weiter?

  1. PFOF wird zeitnah verboten (EU-Parlament muss noch zustimmen)
  2. Jene EU-Mitgliedstaaten wie Deutschland oder Österreich, wo Kickback Zahlungen für Kundenorders noch üblich waren, können bis Juni 2026 noch eine Ausnahme machen
  3. Ab 2026 ist in der gesamten EU PFOF verboten

Man darf davon ausgehen, dass Deutschland, die Heimat der Neobroker, dieses Verbot bis zum Maximum nach hinten strecken wird. Was aber passiert, wenn z. B. Österreich sagt, nur bis Mitte 2024? Wird dann Trade Republic & Co ihre Angebote bis dahin bereits anpassen müssen hierzulande während sie in Deutschland noch bis Mitte 2026 Zeit haben?

Es bleibt spannend. Für die heimischen Broker wie DADAT, easybank oder auch dem steuereinfachen Broker Flatex wird es keine großen Veränderungen geben, denn PFOF ist nur ein Erlösmodell von vielen und der Wegfall wird diesen Anbietern kein großes Kopfzerbrechen bereiten.
Die deutschen Neobroker wie Trade Republic, Scalable oder Finanzen.net Zero stehen vor einer interessanten Situation, da sie eine Kundengruppe angesprochen haben, die von 0-Euro oder kostengünstigen Orders überzeugt ist.Wie werden diese reagieren?

Quelle: https://www.consilium.europa.eu/de/press/press-releases/2023/06/29/capital-markets-union-council-and-parliament-agree-on-proposal-to-strengthen-market-data-transparency/

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