ESMA zeigt CFD Broker dunkelgelbe Karte!

Die ESMA ist wohl nur wenigen bekannt. Die ESMA ist auf europäischer Ebene das, was die FMA hierzulande ist. Die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde beobachtet den Markt und greift da und dort ein. Binäre Optionen und CFD-Broker waren bei der ESMA schon länger auf der Beobachtungsliste und wurden in den letzten 12 Monaten nach und nach stärker in Ketten gelegt. Kritikpunkt ist hier, dass Kleinanleger bei den Angeboten von Anbietern von Binäre Optionen oder CFD-Brokerage viel Geld verlieren können – und nur selten gewinnen.

CFD Broker wurden originell und versuchen zu tricksen

Den CFD Brokern dürfte so mancher Umsatz weggebrochen sein und so wurden manche von ihnen anscheinend kreativ dahingehend, wie sie die strengeren Regeln umgehen könnten. Jetzt berichtet die FMA auf ihrer Website von einem Public Statement der ESMA, dass die CFD Broker genauestens beobachtet werden und sie die Marktpraktiken nicht gutheißen! Die FMA auf ihrer Website dazu:

„Einige CFD-Anbieter versuchen nun diese Anforderungen zu umgehen, indem sie die Möglichkeit einer Einstufung als professioneller Kunde oder den CFD Handel über Unternehmen außerhalb der EU bewerben. ESMA weist in einem Public Statement vom 11. Juli 2019 ausdrücklich darauf hin, dass solche Marktpraktiken unerwünscht sind und gegebenenfalls als Umgehung der Produktintervention geahndet werden können. “

Die FMA über das ESMA Public Statement.

Praxisbeispiel BDSwiss

Einer dieser Anbieter dürfte BDSwiss sein. Wird die Website besucht, so erscheint sofort ein Fenster indem informiert wird, dass mit dem Klick auf „Fortfahren“ die Website von BDS Markets auf Mauritius weitergeleitet wird. Bei Abbruch bleibt der Besucher auf der EU-Website. Wird der Besucher auf das Unternehmen in Mauritius weitergeleitet, gelten natürlich andere Bedingungen und so kann sich der Anbieter es weiterhin „besser gehen lassen“ und Privatanleger sind nicht mehr so geschützt, wie es die ESMA vorsieht.

Screenshot von https://www.bdswiss.com/de/ (16.7.2019)

Strenge Vorschriften in Österreich

Die FMA hat im Mai 2019 von sich aus sehr strenge Vorschriften zum CFD-Handel und zur Vermarktung hierzulande festgelegt und das Binäre Optionen Angebot generell und nachhaltig gestrichen. Broker-Test.at berichtete damals.

Um sich ein Bild zu machen, wie viele der Privatanleger denn beim CFD Handel ihr Geld verlieren, hier ein paar aktuelle Beispiele zum Stand Juli 2019 (die CFD Händler müssen diese Informationen aufgrund der ESMA veröffentlichen):

  • EToro: 66 % der Privatanleger verlieren Geld.
  • BDSwiss: 76,8 % der Privatanleger verlieren Geld.
  • Plus500: 80,6 % der Privatanleger verlieren Geld.
  • Ayondo: 75,9 % der Privatanleger verlieren Geld.
  • Admiral Marekts: 84 % der Privatanleger verlieren Geld.

Auffällig ist, dass EToro relativ niedrige Prozentwerte angibt mit 66 %. Wobei dies natürlich auch noch immer bedeutet, dass von 3 CFD-Trader 2 sicher Geld verlieren. Bei den anderen Anbietern ist es mehr, bei Admiral Markets sogar 84 %!

CFD Handel ist definitiv etwas für Profis und die ESMA und FMA versuchen Kleinanleger von der meist aggressiven Werbung der Anbieter zu schützen. Das Match geht weiter, wir dürfen gespannt sein, was noch folgt.

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