Dividenden, Dividendenkalender & HV-Termine

Die Dividende ist ein Teil des Gewinns einer Aktiengesellschaft welche diese an ihre Aktionäre ausschüttet. Im Volksmund hört man, auf Grund der niedrigen Sparzinsen, dass die Dividenden die neuen Sparzinsen sind, aber dies ist mehr als unrichtig, denn eine Aktie hat deutlich mehr Risiken (aber auch Chancen) als ein Sparbuch.

Was gibt es zu wissen über Dividenden und deren Ausschüttung?

Die Hauptversammlung der AG beschließt wie hoch die Dividende sein soll, die an die Aktionäre ausgeschüttetet wird. Der Vorschlag zur Höhe der Dividende kommt vom Vorstand. Die Dividende wird in der Regel von den Gewinnen des Unternehmens ausgeschüttet. Manche Unternehmen schütten aber auch bei Verlusten eine Dividende aus (in der wohl sicheren Annahme, dass sich schon bald wieder nachhaltige Gewinne einstellen werden) und andere AGs wiederum schütten gar keine Gewinne in Form von Dividenden aus. Speziell wachstumsorientierte Unternehmen oder Unternehmen die die Gewinne zur Tilgung von Schulden aufwenden müssen, schütten keine Gewinne aus. Ein prominentes Beispiel eines wachstumorientierten Unternehmens ist Google bzw. das nunmehrige Alphabet. Trotz hoher Gewinne gab es noch nie eine Gewinnausschüttung. Alle Gewinne werden reinvestiert.

Wir haben hier die aktuellen Dividenden, die Dividendenrendite sowie die jeweiligen HV-Termine und ex-Dividenden Tage angeführt, um Sie auf Unternehmen aufmerksam zu machen, welche für Sie für ein Investment spannend sein könnten.

Die Kapitalertragsteuer auf Dividendenausschüttungen ist seit dem 1.1.2016 nicht mehr 25 % so wie auf Sparguthaben, sondern nunmehr 27,5 %.

Dividenden unserer ATX Unternehmen

Hier die letzten Dividenden und HV-Termine unserer wichtigsten börsennotierten Unternehmen:

Dividenden Österreich

Dividenden von Aktien in den USA

Die USA sind für Dividenden-Freunde wohl die wahre Heimat, denn dort gibt es viele Wertpapiere die eine langfristige Dividendenpolitik verfolgen und Blue Chips die wirklich noch Blue Chips sind. Diese tragen oft bekannte Namen wie IBM, Coca Cola, Microsoft oder Pepsi. Satte Erträge aus Dividenden machen den Investor mehr als froh.

 

Quellensteuer von Aktiendividenden aus dem Ausland

Wenn Sie in Ihrem Depot Dividendenaktien besitzen, so müssen diese mit dem KEStsatz von 27,50 % versteuert werden. Besitzt man ausländische Aktien, so holt sich der ausländische Fiskus auch noch seinen Anteil bei den Dividendenzahlungen der jeweiligen ausländischen Aktien. Es gibt aber für uns Aktienbesitzer einen Schutz vor der Doppelbesteuerung, nämlich die zahlreich bestehenden Doppelbesteuerungsabkommen (DBA). Hier gibt es das Anrechnungsverfahren. Das bedeutet, dass es zu einer Anrechung abgezogener ausländischer Quellensteuer von 10 bzw. 15 % kommt. Das bedeutet aber auch wiederum, dass innerstaatlich dann es zu einem erneuten Abzug kommt in der Höhe von 12,50 bzw. 17,50 %. Dies ebenfalls berechnet vom Bruttoertrag. Die 12,50 bzw. 17,50 % sind die jeweilige Differenz auf die heimische 27,50 % KESt. Es kommt aber auch vor, dass es eine darüber hinausgehende ausländische Quellensteuer gibt und diese kann mit einem Antrag vom ausländischen Finanzamt wieder zurückgeholt werden. Wie viel man zurückholen kann, hängt vom jeweiligen Staat ab. In der Schweiz sind es 35 % an Dividendensteuer und da in Österreich nur 15 % angegerechnet werden können, so können 20 % aus der Schweiz wieder zurückgeholt werden. Hier eine Liste der wichtigsten Höhe der rückholbaren Quellensteuer von Aktiendividenen im Ausland:

Aktiendividenden - Quellensteuer im Ausland

wdt_IDLandQuellensteuerVerjährung
1Deutschland11,375 %4 Jahre
2Schweiz20 %3 Jahre
3Frankreich15 %2 Jahre
4Kanada10 %2 Jahre
5Finnland20 %3 Jahre
6Norwegen10 %5 Jahre
7Irland5 %4 Jahre
8Schweden20 %5 Jahre
9Dänemark12 %3 Jahre
10UK0 %

Die Tabelle gibt an, wie viel in dem jeweiligen Land rückholbar ist. In Finnland sowie in Scheden gibt es laut DBA den Sonderfall, dass nur 10 % Quellensteuer rückholbar ist auf die Dividendenzahlungen der dortigen Dividendenzahlungen. Die Verjährungsfrist ist unbedingt zu beachten. Möchte man eine Aktiendividende aus Norwegen zurückholen, so kann man die überschüssigen 10 % in den nächsten 5 Jahren zurückholen. Erfolgt die Dividendenausschüttung im April 2017, so ist der Rückerstattungsantrag beim norwegischen Finanzamt bis spätestens Ende 2022 zu machen.

Wie funktioniert die Rückerstattung der Quellensteuer bei Aktiendividenden?

Je Kalenderjahr ist ein eigener Antrag auf Rückerstattung zu machen. Die Formulare sind bei den jeweiligen Finanzämtern im Ausland abrufbar. Meist gibt es diese Seiten in verschiedenen Sprachen. Diese Anträge sind in 3facher Ausfertigung zu machen. Der Antrag ist mit den erforderlichen Nachweisen wie Wertpapierabrechnung, Ertragsaufstellung einzureichen. Diese Dokumente müssen zuvor aber noch vom österreichischen Finanzamt bestätigt werden. Je nach Land werden aber auch Einzelbescheigungen je Wertpapierposition der verschiedenen Lagerstellen benötigt. Diese erhält man bei der Depotbank. Diese kosten aber in der Regel etwas und damit kanns kostspielig werden. Es gibt Faustregeln, ab wann es sich ausbezahlt, die zu viel bezahlte Quellensteuer zurückzuholen. Macht man dies selbst, so zahlt es sich ab ca. 600 bis 700 Euro pro Einzelposition aus. Benötigt man einen Steuerberater dazu, zahlt es sich erst deutlich später aus, denn dieser greift hier nochmals zu und so kommen wohl nochmals zwischen 100 bis 300 Euro je Einzelposition dazu. Sie sehen, dass es sich ab einer wirklich sehr hohen Dividendenzahlung bezahlt macht, all die Mühen einzugehen.

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