Beachte: Veranlagungen in Finanzinstrumenten sind mit Risiken verbunden und können neben den Erträgen auch zum Verlust des eingesetzten Kapitals führen.

DADAT Bank: Änderung bei Aktien-Sparplänen führt zu getrennten Depotpositionen

Bei der DADAT Bank gibt es offenbar eine relevante Änderung bei der Ausführung von Aktien-Sparplänen, die für viele Kundinnen und Kunden spürbare Auswirkungen haben kann und weil die DADAT diese Veränderung des Ausführungsplatzes von Sparplänen und die Auswirkungen daraus nicht ankündigte, sind manche DADAT Kundschaften irritiert.

Umstellung von Wiener Börse auf gettex

Nach aktuellen Rückmeldungen aus der Community von Broker-Test.at werden Aktien-Sparpläne seit Kurzem nicht mehr über die Wiener Börse ausgeführt, sondern über gettex. Diese Umstellung betrifft alle Aktien, deren Heimatbörse nicht Wien ist. Beispiele dafür sind internationale Titel, während österreichische Aktien wie OMV oder voestalpine weiterhin unverändert behandelt werden.

Neue Lagerstelle, getrennte Positionen im Depot

Mit dem Wechsel des Handelsplatzes geht auch eine Änderung der Lagerstelle einher. Das hat zur Folge, dass:

  • bisher ausgeführte Sparpläne über die Wiener Börse in einer Depotposition liegen
  • neue Ausführungen über gettex in einer separaten Depotposition verbucht werden

Für betroffene Aktien entstehen somit zwei unterschiedliche Positionen im Depot, obwohl es sich um denselben Titel handelt. Wer dann auch noch über einen Einmalkauf der Aktie ins Depot geholt hat, könnte sogar vor der Herausforderung stehen, dass es eine dritte Depotposition gibt, weil auch hier eine andere Lagerstelle verwendet werden könnte. Das führt dazu, dass es durchaus unübersichtlich ist im Depot, aber nicht nur das, auch mögliche Kosten sind ein Thema.

Mögliche Auswirkungen auf die Depotgebühr

Eigentlich hat die DADAT Bank ihre Depotgebühr schon abgeschafft, aber leider noch nicht für viele Bestandskundschaften. Ein Großteil der Bestandskundschaften muss 2026 noch eine Depotgebühr von 0,06 % p.a. bzw. mindestens 3,48 Euro pro Position bezahlen. Diese technische Änderung bei der Ausführung des Aktien-Sparplans kann daher auch finanzielle Konsequenzen haben. Die DADAT Bank verrechnet für Bestandskundschaften weiterhin eine Depotgebühr mit einem Mindestbetrag pro Position von rund 3,48 Euro pro Position.

Durch die nun getrennten Depotpositionen könnte sich:

  • die Anzahl der verrechneten Positionen erhöhen
  • und damit auch die gesamte Depotgebühr im Jahr 2026 steigen

Ab 2027 sollte das aber auch für die noch von der Depotgebühr betroffenen Kundschaften kein Thema mehr sein, denn auch für diese ist dann die Depotgebühr Geschichte.

Keine Zusammenlegung aktuell möglich

Besonders relevant ist, dass die DADAT Bank derzeit offenbar keine Möglichkeit anbietet, diese getrennten Positionen zusammenzulegen. Das bedeutet, dass betroffene Kundinnen und Kunden vorerst mit dieser Struktur leben müssen. Es wird wohl mehrere DADAT Kundschaften geben, die beim Kundendienst nachfragten und womöglich bastelt die DADAT Bank schon an einer Lösung, damit eine Zusammenlegung der Positionen möglich ist. Zwei oder sogar mehr Positionen im Depot, aufgrund der unterschiedlichen Lagerstellen, ist unschön, speziell wenn es keine Möglichkeit der Zusammenlegung gibt.

Fazit

Die Umstellung auf gettex kann aus Kostensicht oder aufgrund von Handelsplatzstrategien erfolgt sein. Für betroffene Kundinnen und Kunden ist jedoch vor allem die Kombination aus:

  • neuer Lagerstelle
  • doppelten Depotpositionen
  • möglicher Mehrbelastung bei Depotgebühren

entscheidend.

Ob und wann die DADAT Bank hier eine Lösung zur Zusammenlegung oder Anpassung der Gebührenstruktur anbietet, bleibt abzuwarten.

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2 Kommentare
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Die schwachsinnige Berechnungsmethode der Depotgebühr ist ein echtes Ärgernis bei der ansonsten guten Dadat-Bank. Ich habe durch mehrere Aktiensplits meiner erfolgreichsten Einzelaktien wie zB Nvidia oder Alphabet ebenfalls doppelte Depotpositionen und Depotgebühren.
Kurios ist generell , dass bei einem österreichischen Broker der Kauf über die deutsche Baader Bank oder gettex günstiger als über die Wiener Börse ist.

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