Die österreichische Direktbank DADAT schafft eine zentrale Gebühr im Wertpapiergeschäft ab, so zumindest zeigt es bereits die Website. Eine dazu passende Pressemeldung gibt es jetzt mit 11. März 2026 nun auch.
Bildquelle: https://www.dad.at/boerse-depot/depot-trading/wertpapierdepot*
Die bisher verrechnete Depotgebühr entfällt künftig anscheinend vollständig. Für Neukundinnen und Neukunden gilt die Befreiung bereits jetzt, für bestehende Kundinnen und Kunden wird die Depotgebühr ab dem Jahr 2027 gestrichen. Damit positioniert sich die DADAT noch stärker als attraktiver Vollbroker am österreichischen Markt und zeigt Mitbewerbern wie Flatex oder Trade Republic die Zähne.
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Video
Hier gibt es das dazu passende Video, welches am 11.3.2026 ab 19:00 Uhr veröffentlicht wird:
Bisherige Depotgebühr bei der DADAT
Bislang verlangte die DADAT eine jährliche Depotgebühr von
- 0,06 Prozent p.a. auf den Depotwert
- mindestens 3,48 Euro pro Position
Diese Gebühr wurde einmal jährlich verrechnet. Und selbst diese Gebühr wurde erst Ende 2025 für das Jahr 2025 von 0,09 % p.a. auf 0,06 % p.a. reduziert. Bei kleineren Positionen griff häufig die Mindestgebühr, während bei größeren Positionen der prozentuale Anteil maßgeblich war.
Zum Vergleich: Bei einem Depotwert von 100.000 Euro lag die jährliche Depotgebühr bei rund 60 Euro. Kein großes finanzielles Malheur, aber manche störten sich daran. Nun kommt sie anscheinend weg.
Depotgebühr fällt künftig anscheinend komplett weg
Mit der neuen Regelung entfällt diese Gebühr künftig vollständig:
| Kundengruppe | Depotgebühr |
|---|---|
| Neukundschaften | 0 Euro |
| Bestandskundschaften | ab 2027 ebenfalls 0 Euro |
Ausgenommen bleiben weiterhin Sonderfälle, etwa Goldsparpläne (0,60 % p.a.) oder Depots von juristischen Personen. Damit folgt die DADAT dem Trend vieler Onlinebroker, die bereits seit einigen Jahren auf Depotgebühren verzichten. Der Druck durch die Konkurrenz führte wohl zu den zahlreichen Vergünstigungen in den letzten Monaten. Bei der DADAT Bank als auch bei Flatex.
Überblick über wichtige DADAT Broker-Konditionen
Auch bei den Handelsgebühren positioniert sich die DADAT im österreichischen Markt weiterhin vergleichsweise günstig.
| Bereich | Kondition |
|---|---|
| Depotführung | künftig 0 Euro |
| Order über gettex | 1,90 Euro + 0,10 Prozent (max. 9,90 Euro) |
| Börse Wien | 3,90 Euro + 0,10 Prozent |
| Auslandsbörsen | 4,95 Euro + Provision |
| ETF- und Aktien-Sparplan | ab 0 € bzw. 0,75 Euro plus 0,175 % |
| Mindestsparrate | ab 10 Euro |
Je nach Börse kommen zusätzlich Börsengebühren oder Fremdspesen hinzu.
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Vollbroker mit breitem Angebot
Im Unterschied zu vielen Neobrokern bleibt die DADAT ein klassischer Vollbroker mit umfangreichem Angebot. Kundinnen und Kunden erhalten neben dem Wertpapierdepot auch weitere Bankprodukte aus einer Hand.
Zum Angebot gehören unter anderem:
- steuereinfaches Wertpapierdepot in Österreich
- einfacher Depotübertrag von anderen Banken
- persönlicher Kundensupport
- Girokonto und Sparkonto
- ETF-, Aktien- und Fonds-Sparpläne
- Zugang zu zahlreichen Börsenplätzen
Damit positioniert sich die DADAT weiterhin zwischen klassischen Banken und den stark automatisierten Neobrokern.
Wettbewerb im österreichischen Broker-Markt nimmt zu
Kostenvergleich steuereinfacher Broker in Österreich
| Broker | Depotgebühr | Orderkosten typische Online-Order | Besonderheiten |
|---|---|---|---|
| DADAT | künftig 0 € | ca. 1,90 € + 0,10 % | Vollbroker mit Support |
| Flatex | 0 € | ab ca. 7 € | sehr große Produktauswahl |
| Trade Republic | 0 € | 1 € | nur ein Handelsplatz, Support? Abrechnungsherausforderungen, … |
| easybank | 0,12 % p.a. | ab ca. 5 € | klassische Bank |
| Bank Direkt | 0,12 % p.a. | ca. 7 € | Raiffeisen Broker |
Einordnung der DADAT im Wettbewerb
Mit der Abschaffung der Depotgebühr verschiebt sich die Position der DADAT deutlich im Markt. Während bisher einige Direktbanken bereits kostenlose Depots angeboten haben, lag die DADAT mit der prozentualen Depotgebühr leicht darüber.
Durch die vollständige Abschaffung der Depotgebühr entsteht nun ein Modell mit drei zentralen Merkmalen:
- steuereinfacher Broker in Österreich
- keine laufenden Depotkosten
- Zugang zu mehreren Börsenplätzen mit klassischem Support, sowie Sparkonto und Girokonto
Damit liegt die DADAT preislich zwar weiterhin über den Neobrokern wie Trade Republic bei den Orderkosten, bietet jedoch deutlich mehr Infrastruktur, etwa mehrere Handelsplätze, persönliche Betreuung sowie die Integration in eine vollständige Bank mit Girokonto und Sparkonto.
Gerade für Anlegerinnen und Anleger, die einen steuereinfachen Broker bei einer österreichischen Bank suchen und gleichzeitig auf Depotgebühren verzichten möchten, wird die DADAT damit deutlich attraktiver. Made in Austria durch die GRAWE Bankengruppe wo die DADAT Bank mit dazu gehört.
Mehr
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Einerseits erfreulich andererseits werden die seit Jahren brav zahlenden Bestandskunden wieder hinten angestellt. Ist bei der Dadat leider immer so.
Ich fürchte das Kundenservice wird dadurch wohl auch nicht besser werden.
Ein erster Schritt, aber wieder komisch umgesetzt, dass die Bestandskunden warten müssen (gerade die Bestandskunden, die seit Jahren dabei sind…).
Jetzt spielen sie dasselbe Spiel wie bei der Depotgebühr bisher beim Verrechnungskonto: gratis für Neukunden bis XY. Das gehört im nächsten Schritt ebenfalls gebührenfrei gestellt.
DADAT hätte noch enorm viel Potential, wirkt aber irgendwie wie ein Stiefkind zum neuen Spielzeug in Deutschland, wenn man sich oftmals die Aktualität der Homepage anschaut, oder generell wie diese gestaltet ist.
So sehe ich es auch, dass in den letzten Jahren bei Traders Place mehr Potential gesehen wird und dadurch dort mehr Ressourcen investiert werden. Ist eine Unternehmensentscheidung, ist bei anderen nicht anders.
Das mit dem Verrechnungskonto sehe ich entspannt. 10 € über das Jahr sind… ja, man kann sich auch hier noch ärgern, ist aber kein Euro im Monat.
An Traders Place ist der zuständige Vorstand persönlich beteiligt, GRAWE hält 80%, daher sehe ich das kritisch.
Man kann das mit dem Verrechnungskonto entspannt sehen, wie auch bei der Depotgebühr (wie viel ist es dann wirklich). Gibt aber genug Leute, für die nur ein Broker, wo beides gratis ist, in Frage kommt. Gerade die Masse an Leuten macht sich weniger über Ordergebühren und mehr über Depot- und Verrechnungskontogebühren Gedanken.
Ich weiß, ich kenne die Beteiligungsverhältnisse.
Wir haben das Glück, dass es in Österreich viele Angebote an kostengünstigen Online Broker gibt und können daraus wählen. Wir sind alle unterschiedlich und ich empfehle: Einen Broker zu wählen bei dem man sich wohl fühlt und dem man gerne sein Geld anvertraut.
Geldsachen sind Vertrauenssachen.
Naja die App und das Webbanking von TradersPlace wirkt wie aus den 90ern. Es sieht aus als wurde beides von der DADAT übernommen und umgebrandet. Ich kenne das DADAT Banking nicht da ich kein Kunde dort bin. Langsam wirds aber interessant.
Das ist es auch. Wer das Trading, App als auch im Web, von Traders Place kennt, der kann 1:1 sofort bei der DADAT genauso machen. Quasi kein Unterschied außer in der Farbgebung.
Anders gestaltet es sich aber beim Banking, also Girokonto, Sparkonto, etc. – hier setzt man auf das ARZ-Banking, welches man vielleicht von Volksbanken, bank99, etc. kennt.
Ja das dachte ich mir. Daher es gibt 2 verschiedene Oberflächen mit getrennten Logins für Trading und Banking (Girokonto, Sparkonto) bei der DADAT? Ist der Wertpapierkredit auszahlbar wie bei FLATEX oder kann er nur für den Kauf von Wertpapieren genutzt werden?
Bei Traders Place läuft das Konto und Depot ja bei einer Partnerbank (Baader Bank), wäre für mich schon alleine ein Ausschließungsgrund. Schlechter Support, ewige Wartezeiten, etc. Man kennt die Baader Bank…
Bei DADAT macht man das selbst, kommt also in den „Genuss“ des ARZ-Kernbankensystems, was sich auch seit der Übernahme von Accenture nicht verbessert hat.
Kann ich nicht bestätigen. Bei Finanzen.net Zero (auch Baader Bank) funktionierte bisher bei mir alles reibungslos. Den Support der Baader brauchte ich nie da bisher alles durch Finanzen.net Zero problemlos erledigt werden konnte. 3 Depotüberträge (Ausland zu Ausland) funktionierten auch in Zeitspannen zwischen 1-2 Wochen reibungslos und mit Übertrag der Einstandskurse. Das ARZ System kenne ich nur von der bank99 bei der ich zwangsmäßig Kunde wurde durch die ING Übernahme. Wäre das mein Hauptkonto würde ich aufgrund des Onlinebankings sofort wechseln.