Beachte: Veranlagungen in Finanzinstrumenten sind mit Risiken verbunden und können neben den Erträgen auch zum Verlust des eingesetzten Kapitals führen.

Aktienbarometer 2026: Immer mehr Menschen in Österreich besitzen Wertpapiere

Der Wertpapierbesitz in Österreich steigt weiter an. Das zeigt das aktuelle Aktienbarometer 2026, das vom Aktienforum gemeinsam mit der Industriellenvereinigung und der Wiener Börse veröffentlicht wurde. Die Studie basiert auf einer Telefon- und Onlinebefragung unter 2.002 Personen ab 16 Jahren und wurde im Jänner 2026 durchgeführt.

Die Ergebnisse zeigen, dass sich immer mehr Menschen in Österreich an den Kapitalmärkten beteiligen. Besonders deutlich wird der langfristige Trend beim Anteil der Bevölkerung, der aktuell Wertpapiere besitzt.

Anteil der Bevölkerung mit Wertpapieren steigt auf 31 Prozent

Im Jahr 2026 besitzen 31 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher aktuell Wertpapiere wie Aktien, Fonds oder Anleihen. Damit erreicht der Wertpapierbesitz einen neuen Höchststand innerhalb der Erhebungsreihe der letzten Jahre.

Die Entwicklung der vergangenen Jahre:

JahrAnteil mit Wertpapieren
202225 %
202327 %
202430 %
202530 %
202631 %

Zusätzlich geben rund 12 bis 13 Prozent der Befragten an, früher einmal Wertpapiere besessen zu haben, derzeit jedoch keine mehr zu halten. Damit hat mittlerweile fast jede dritte Person in Österreich direkte Erfahrungen mit Wertpapieren.

Fonds und ETFs sind am weitesten verbreitet

Bei der konkreten Form der Wertpapieranlage zeigen sich klare Unterschiede zwischen den einzelnen Anlageklassen. Am häufigsten besitzen Anlegerinnen und Anleger Investmentfonds oder ETFs.

AnlageformAnteil der Bevölkerung
Investmentfonds / ETFs24 %
Aktien18 %
Anleihen11 %

Im Vergleich zu den Vorjahren ist ein deutlicher Anstieg zu erkennen. Noch 2022 lag der Anteil bei Fonds und ETFs bei 19 Prozent, bei Aktien bei 13 Prozent und bei Anleihen bei 6 Prozent. Die steigende Verbreitung deutet darauf hin, dass Wertpapierinvestments zunehmend als Bestandteil der privaten Vermögensbildung wahrgenommen werden.

Einkommen und Bildung beeinflussen den Wertpapierbesitz

Wie bereits in den vergangenen Jahren zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen verschiedenen Bevölkerungsgruppen. Besonders stark verbreitet ist Wertpapierbesitz bei Personen mit höherem Einkommen, no-na-net. Es bleibt hier in der Regel mehr Geld übrig, welches investiert werden kann. Menschen mit niedrigem Nettoeinkommen haben seltener diese Spielräume.

Monatliches NettoeinkommenAnteil mit Wertpapieren
unter 2.000 Euro17 %
2.000 bis 3.000 Euro31 %
über 3.000 Euro52 %

Auch das Bildungsniveau spielt eine Rolle. Personen mit höherem Bildungsabschluss investieren deutlich häufiger in Wertpapiere.

BildungsabschlussAnteil mit Wertpapieren
Pflichtschule17 %
Fachschule28 %
Matura32 %
Universität / FH35 %

Diese Unterschiede sind typisch für viele Länder und spiegeln sowohl unterschiedliche finanzielle Möglichkeiten als auch Unterschiede beim Finanzwissen wider, aber natürlich spielt auch hier das Einkommen eine Rolle.

Kapitalmarkt gewinnt in Österreich langsam an Bedeutung

Trotz des Anstiegs bleibt Österreich im internationalen Vergleich weiterhin ein Land mit relativ niedriger Aktienkultur. In vielen anderen Industrieländern liegt der Anteil der Bevölkerung mit Wertpapieren deutlich höher. Die Ergebnisse des Aktienbarometers zeigen jedoch eine langfristige Veränderung. Seit 2022 ist der Anteil der Bevölkerung mit Wertpapieren um sechs Prozentpunkte gestiegen. Das deutet darauf hin, dass Themen wie Altersvorsorge, Inflation und Vermögensaufbau über den Kapitalmarkt zunehmend an Bedeutung gewinnen.

Studie basiert auf 2.002 Befragten

Für das Aktienbarometer 2026 wurden insgesamt 2.002 Personen aus der österreichischen Wohnbevölkerung ab 16 Jahren befragt. Die Datenerhebung erfolgte zwischen dem 2. und dem 25. Jänner 2026 mittels Telefon- und Onlineinterviews. Die maximale statistische Schwankungsbreite der Ergebnisse liegt bei etwa plus/minus 2,2 Prozentpunkten.

Die Studie wird jährlich veröffentlicht und gilt als eine der wichtigsten Erhebungen zum Anlageverhalten der Bevölkerung in Österreich.

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