Beachte: Veranlagungen in Finanzinstrumenten sind mit Risiken verbunden und können neben den Erträgen auch zum Verlust des eingesetzten Kapitals führen.

Trade Republic verschickt Entwarnung zu Nichtmeldefonds, keine Steuer für nicht betroffene Kundinnen und Kunden

Nach der zuletzt veröffentlichten Steuerwarnung rund um angebliche Nichtmeldefonds im Trade Republic Depot folgt nun eine Klarstellung von Trade Republic. Mehrere betroffene Kundinnen und Kunden haben in den vergangenen Stunden eine Korrektur-E-Mail erhalten, in der der Berliner Neobroker die zuvor ausgesendete Information ausdrücklich zurücknimmt.

Konkret schreibt Trade Republic, dass die zuvor versendete E-Mail zur Besteuerung von Nichtmeldefonds für diese Personen nicht zutrifft. Laut Mitteilung befinden sich keine Nichtmeldefonds im jeweiligen Portfolio. Entsprechend fällt auch keine Steuer an, es besteht kein Handlungsbedarf.

Der Wortlaut der Korrektur-Mail lautet:

„Korrektur zu Nichtmeldefonds
Hallo XXX,

Wir haben dir kürzlich eine E-Mail zur Besteuerung von Nichtmeldefonds zum Jahresende geschickt.

Diese Nachricht betrifft dich nicht. Du hältst keine Nichtmeldefonds in deinem Portfolio.

Es fällt keine Steuer an und du musst nichts tun. Wenn du Fragen zu deinen Beständen hast, steht dir unser Support-Team per Chat zur Verfügung.“

Bestätigung der zuvor geäußerten Zweifel

Diese nachträgliche Entwarnung bestätigt die bereits im ursprünglichen Beitrag geäußerten Zweifel an der Richtigkeit der ersten Aussendung. In mehreren bekannten Fällen befanden sich im Depot ausschließlich klassische Aktien, als Meldefonds geführte ETFs sowie Zertifikate in Form von Exchange Traded Commodities. Keines dieser Instrumente gilt in Österreich als Nichtmeldefonds.

Die nun versendete Korrektur legt nahe, dass die ursprüngliche Steuerwarnung zumindest teilweise irrtümlich an nicht betroffene Kundinnen und Kunden verschickt wurde. Eine konkrete Erklärung, warum diese Personen ursprünglich ausgewählt wurden, liefert Trade Republic allerdings nicht. Das Presseteam des Neobrokers wurde vor über 10 Tagen angefragt – eine Antwort auf die Fragen gab es nicht. Zumindest nahm der Neobroker die Anfrage und die Beschwerden ernst und prüfte nochmals den Sachverhalt.

Vertrauensfrage bleibt bestehen

Auch wenn die steuerliche Entwarnung für die betroffenen Personen positiv ist, bleibt ein fader Beigeschmack. Die erste E-Mail hatte unmittelbar vor dem Jahreswechsel für erhebliche Verunsicherung gesorgt, insbesondere weil keine betroffenen ISINs genannt wurden und der Support keine konkreten Auskünfte geben konnte. In Kombination mit früheren Problemen rund um die steuerliche Abwicklung bei Trade Republic wirft der Vorgang erneut Fragen zur internen Klassifikation und Kommunikation auf.

Für Kundinnen und Kunden bedeutet das zwar vorerst Entlastung bzw. keine falsche Besteuerung, das grundsätzliche Thema der korrekten steuerlichen Einordnung von Fonds, ETFs und Zertifikaten bleibt jedoch weiterhin relevant. Gerade im österreichischen Steuerrecht können fehlerhafte Einstufungen zu spürbaren finanziellen Konsequenzen führen.

Sobald sich Trade Republic offiziell zu den Ursachen der fehlerhaften Aussendung äußert oder weitere Details bekannt werden, wird der Beitrag entsprechend ergänzt.

Mein Tipp in allgemeiner Sache: Bitte kontrolliert die Abrechnungen auf das genaueste! Es wäre nicht das erste Mal, dass falsche Steuerberechnungen durchgeführt werden und diese fallen auch zu Ungunsten von uns Investierenden aus. Wer zahlt schon gerne zu viel Steuer?

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