Beachte: Veranlagungen in Finanzinstrumenten sind mit Risiken verbunden und können neben den Erträgen auch zum Verlust des eingesetzten Kapitals führen.

Broker-Zinsen im Vergleich: Bis zu 3,40 % möglich, aber nur wenige steuereinfache Angebote

Der Wettbewerb unter Brokern um attraktive Guthabenzinsen bleibt dynamisch. Während internationale Anbieter oft höhere Zinssätze bieten, sind für österreichische Kundinnen und Kunden insbesondere steuereinfache Angebote relevant, da die Kapitalertragsteuer automatisch abgeführt wird. Für manche Broker ist ein hoher Zins das Lockangebot, um Sparende als Neukundschaften zu erhalten und diese danach in Wertpapierkunden zu konvertieren. Daher eine Bitte: Sich von einem hohen Zins nicht in riskante Wertpapiergeschäfte locken lassen, die man sonst nicht getätigt hätte.

Steuereinfache Broker im Fokus

Für viele Anlegerinnen und Anleger in Österreich sind steuereinfache Broker entscheidend, da sie den administrativen Aufwand deutlich reduzieren.

BrokerAktionszinsBestandszinsAbrechnungArtSicherungBegrenzung
Trade Republic2,00 %monatlichSammelkontoEinlagensicherung
DADAT Bank2,40 %1,30 %jährlichEinzelkontoEinlagensicherung3 Monate, max. 300.000 €
Bank Direkt1,25 %jährlichEinzelkontoEinlagensicherung
easybank0,01 %0,01 %quartalsweiseEinzelkontoEinlagensicherung
Flatex0,00 %quartalsweiseEinzelkontoEinlagensicherung
  • Trade Republic bietet aktuell 2,00 % p. a. auf das Guthaben, monatliche Zinsgutschrift und steuereinfache Abwicklung. Die Verwahrung erfolgt auf einem Sammelkonto über mehrere europäische Partnerbanken. Wo das Guthaben liegt, das ist nicht beeinflussbar.
  • DADAT Bank punktet mit einem Aktionszins von 2,40 % p. a. für drei Monate, danach 1,30 % p. a.
  • Bank Direkt liegt mit 1,25 % p. a. im soliden Mittelfeld, ergänzt durch Boni und Aktionen.
  • easybank und Flatex spielen beim Zins aktuell praktisch keine Rolle.

Nicht steuereinfache Broker mit höheren Zinsen

Internationale Anbieter bieten oft attraktivere Zinssätze, allerdings ohne automatische KESt-Abfuhr.

BrokerAktionszinsBestandszinsAbrechnungArtBesonderheiten
Trading 2123,00 %täglichSammelkonto + GeldmarktfondsKombination mit Fonds
Scalable Capital2,50 %quartalsweiseSammelkonto + Geldmarktfonds
XTB2,30 %0,90 %monatlichSammelkonto90 Tage Aktionszins
DKB2,75 %1,00 %quartalsweiseEinzelkontozeitlich begrenzte Aktion
Consorsbank3,40 %0,80 %quartalsweiseEinzelkonto3 Monate Aktion
Smartbroker+1,75 %quartalsweiseEinzelkontoTransaktionsvoraussetzung
Traders Place1,75 %quartalsweiseEinzelkontoMindesteinlage
N262,00 %0,20 %monatlichEinzelkonto
Zinshöhe vom Abo abhängig
Revolut1,00–2,00 %täglichEinzelkontoZinshöhe vom Abo abhängig
  • Trading 212 und Scalable Capital kombinieren klassische Einlagen mit Geldmarktfonds, was höhere Zinsen ermöglicht, aber strukturell komplexer ist.
  • XTB und DKB arbeiten mit zeitlich begrenzten Aktionszinsen.
  • Consorsbank bietet kurzfristig sehr hohe Zinsen, fällt danach aber deutlich ab.
  • Revolut und N26 koppeln attraktive Zinsen an kostenpflichtige Modelle.

Fazit

Die Unterschiede zwischen den Angeboten sind aktuell deutlich:

  • Steuereinfache Broker bieten meist niedrigere, aber administrativ einfache Lösungen.
  • Internationale Anbieter locken mit höheren Zinsen, erfordern jedoch eigene steuerliche Erfassung.
  • Modelle mit Geldmarktfonds ermöglichen zusätzliche Rendite, bringen aber auch strukturelle Unterschiede gegenüber klassischen Einlagen.

Für österreichische Anlegerinnen und Anleger bleibt Trade Republic derzeit das attraktivste Gesamtpaket unter den steuereinfachen Brokern, insbesondere durch die Kombination aus soliden 2,00 % p. a. und monatlicher Zinsgutschrift.

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