Flatex bietet für ETF Sparpläne fixe Ausführungstage und die Möglichkeit, die Sparrate bequem per Lastschrift vom externen Referenzkonto einziehen zu lassen. Bis vor kurzem gab es nur den 1. und den 15. des Monats als Ausführungstage, jetzt auch noch zusätzlich den 7. und 23. des Monats und diese Änderung hat auch neue Regeln und Limits zur Folge. Das Mitglied „lauch“ aus unserer Broker-Test.at Community hat bei Flatex im Detail nachgefragt, weil sich bei ihm ein Problem auftat. Er war so lieb und hat die Erkenntnisse und Aussagen von Flatex in der Broker-Test.at Community mit uns geteilt.
Um was geht es? Durch die neuen Ausführungstage greifen einige interne Sicherheitsregeln und Limits, die nicht sofort intuitiv nachvollziehbar sind. Dieser Beitrag konzentriert sich ausschließlich auf die Ausführungstage, die Lastschriftlimits und deren Zusammenspiel. Das Ergebnis der Sicherheitslogik ist, dass die Summe von 1.000 Euro via Lastschrift nicht überschritten werden darf, damit funktioniert nur die Kombi 1. und 15. Ausführungsdatum als auch 7. und 23. als Ausführungsdatum eines ETF-Sparplans, wenn man das Limit nicht überschreiten möchte. Eine Überschreitung des Limits hat zur Folge, dass der Sparplan nicht ausgeführt wird!
Keine Sorgen müssen sich all jene machen, die einen Sparplan unter 1.000 Euro Lastschrift haben oder die Sparplanrate direkt vom Cashkonto zahlen und dieses Cashkonto z. B. mit Echtzeitüberweisung.
Grundsätzliches Limit: 1.000 Euro je Depot und Ausführungstag
Wird ein Sparplan vom externen Referenzkonto eingezogen, gilt ein Limit von 1.000 Euro je Depot und je Ausführungstag. Die Summe aller Sparpläne, die im selben Depot an einem Ausführungstermin per Lastschrift laufen, darf diesen Betrag nicht überschreiten.
Wird das Cashkonto bei Flatex genutzt, entfällt dieses Limit.
Interne Prüfzeiträume: Über 1.000 Euro nur mit ausreichendem Abstand
Für Sparraten über 1.000 Euro gelten zusätzliche interne Regeln. Flatex prüft zehn Kalendertage vor und nach einem Ausführungstag, ob Lastschriften über 1.000 Euro stattfinden. Überschneiden sich diese Zeitfenster, werden weitere Lastschriften über 1.000 Euro im selben Depot blockiert.
Dadurch entstehen kritische Ausführungskombinationen, die im selben Depot nicht möglich sind:
- und 7. des Monats
- und 15. des Monats
- und 23. des Monats
- und 1. des Folgemonats
Funktionierende Kombinationen für Sparraten über 1.000 Euro sind:
- und 15.
- und 23.
Hier liegen mindestens zehn Tage Abstand zwischen den Terminen.
Limit gilt je Depot: Bis zu fünf Depots möglich
Flatex wendet die Limits je Depot an, nicht pro Person. Es können bis zu fünf Depots eröffnet werden, sodass sich höhere Sparraten auf mehrere Depots verteilen lassen. Interne Depotüberträge sind kostenlos und ermöglichen eine flexible Strukturierung.
Alternative ohne Limits: Überweisung auf das Cashkonto
Wer die Lastschranken umgehen möchte, richtet einen Dauerauftrag oder eine Echtzeitüberweisung auf das Cashkonto ein. Sparpläne werden dann vom Guthaben ausgeführt, ohne Lastschriftlimit.
Kurz zu den Kosten des Sparplans
- 1,50 Euro Ausführungsgebühr je Sparplanausführung plus Spreads, Produktkosten und etwaige Rückvergütungen für den Broker
- über 600 ETFs ohne Ausführungsgebühr (Aktionsangebote, zeitlich befristet)
- Depot und Verrechnungskonto sind für ETFs kostenlos (Ausnahme: Xetra-Gold, ADR, GDR)
Fazit
Die Ausführungstage bei Flatex wirken nur auf den ersten Blick flexibel. In Verbindung mit Lastschriften über ein externes Konto entstehen jedoch klare Grenzen. Entscheidend sind das 1.000-Euro-Limit je Depot und Termin sowie die Zehn-Tage-Prüfzeiträume bei höheren Sparraten. Wer diese Logik berücksichtigt oder alternativ das Cashkonto nutzt, kann Sparpläne zuverlässig und ohne unerwartete Abbrüche ausführen lassen.
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