Der deutsche, (noch) nicht steuereinfache Onlinebroker Scalable Capital erweitert sein Funktionsangebot um eine häufig nachgefragte Option, nämlich die automatische Wiederanlage von Netto-Ausschüttungen und dazu gehören auch Dividenden. Kundinnen und Kunden können künftig festlegen, ob ausgezahlte Dividenden direkt wieder in das jeweilige Wertpapier investiert oder auf dem Verrechnungskonto gutgeschrieben werden sollen und das automatisch.
Die Wiederanlage gilt nur für die Netto-Ausschüttung, also nach Quellensteuer und später dann auch Kapitalertragsteuer, wenn Scalable Capital in Österreich endlich steuereinfach ist.
Die Kosten? Keine. Nur die herkömmlichen Spreads, Produktkosten und etwaige Rückvergütungen für den Broker fallen gegebenenfalls an.
Zwei Optionen für den Umgang mit Ausschüttungen
In den Einstellungen kann gewählt werden, was mit erhaltenen Ausschüttungen geschieht:
- Automatisch wiederanlegen, die Ausschüttung wird erneut in dasselbe Wertpapier investiert
- Auszahlen, die Ausschüttung wird dem Verrechnungskonto gutgeschrieben
Damit wird eine Funktion eingeführt, die viele Investorinnen und Investoren bislang nur von internationalen Brokern kennen.
So geht man vor:
Im Broker rechts oben auf das Zahnrad-Symbol klicken. In der Übersicht danach im rechten Bereich nach „Ausschüttungen“ suchen und dort darauf klicken. Danach kann gewählt werden, ob die Netto-Ausschüttungen automatisch wiederveranlagt werden oder doch lieber auf dem Verrechnungskonto gutgeschrieben werden sollen.
Technische Rahmenbedingungen der Wiederanlage
Die automatische Wiederanlage erfolgt aktuell unter bestimmten Voraussetzungen:
- Die Ausführung wird über den Handelsplatz EIX vorgenommen
- Ausführungen und Handelsplätze können eingeschränkt sein
- Wiederanlagen sind derzeit nur für sparplanfähige Instrumente verfügbar
- Für die Wiederanlage fällt keine Ordergebühr an, Kosteninformationen sind in der jeweiligen Transaktionsübersicht einsehbar
Diese Einschränkungen zeigen, dass sich die Funktion noch im Ausbau befindet, gleichzeitig ist der gebührenfreie Charakter ein wesentliches Merkmal.
Was bedeutet DRIP beziehungsweise Dividenden-Reinvestition
International wird die automatische Wiederanlage von Dividenden als DRIP bezeichnet, kurz für Dividend Reinvestment Plan. Dabei werden ausgezahlte Cash-Dividenden unmittelbar genutzt, um weitere Anteile desselben Unternehmens oder Fonds zu kaufen.
Der zentrale Vorteil liegt im Zinseszinseffekt: Durch die fortlaufende Reinvestition steigt die investierte Summe kontinuierlich, ohne dass Anlegerinnen und Anleger selbst aktiv werden müssen. Langfristig kann dies die Gesamtrendite deutlich erhöhen, insbesondere bei regelmäßig ausschüttenden Wertpapieren. In Anbetracht dessen, dass Ausschüttungen Entnahme von Kapital sind, ist die Wiederveranlagung der Netto-Ausschüttung eine sinnvolle Sache, wenn die Ausschüttung nicht für den Alltag benötigt wird.
Andere Broker mit DRIP
Flatex hat für Fondsausschüttungen ein automatisches Reinvestitionsprogramm. Der nicht steuereinfache Broker Finanzen.net Zero hat sowohl für Ausschüttungen als auch für Dividenden so ein DRIP. Insgesamt ist es so, dass viele Broker in Europa keine automatische Wiederanlage anbieten.
Scalable Capital? Wann steuereinfach in Österreich?
Es ist bekannt, Scalable Capital arbeitet daran steuereinfach in Österreich zu werden. Im September 2025 wurde Scalable Capital zu einer Bank. Der nächste erfolgreiche Schritt am Weg zu steuereinfach war die Gründung einer Zweigniederlassung hier in Österreich. Dieser Schritt ist mit Mitte Jänner 2026 erfolgreich abgeschlossen worden wie der Screenshot aus EVI.gv.at zeigt.
Jetzt sind natürlich noch einige Schritte notwendig, bis Scalable Capital tatsächlich steuereinfach wird. Wir erinnern uns zurück? Bei Trade Republic war es so, dass im Juli 2024 die Zweigniederlassung gegründet wurde und Ende April 2025 der Berliner Neobroker in Österreich steuereinfach wurde. Das waren über 9 Monate.
Wird Scalable länger benötigen oder gar schneller? Die Zeit wird es zeigen. Fix scheint es zu sein, dass Scalable weiter daran festhält in Österreich steuereinfach zu werden. Für uns Österreicherinnen und Österreicher eine gute Sache, wenn der Wettbewerb weiter zunimmt.
Über Scalable Capital
Die Gebührenstruktur des Onlinebrokers Scalable Capital gilt insgesamt als sehr günstig und transparent. Ein Depot kann ohne laufende Depotführungsgebühr geführt werden, während im FREE-Modell pro Wertpapierorder typischerweise 0,99 Euro anfallen. Alternativ steht mit PRIME+ eine Trading-Flatrate ab 4,99 Euro pro Monat zur Verfügung, bei der viele Trades ab einem Ordervolumen von 250 Euro ohne zusätzliche Orderkosten ausgeführt werden. ETF- und Aktiensparpläne werden grundsätzlich ohne Ausführungsgebühr angeboten, wobei je nach Handelsplatz, Produktkosten, Spreads oder Krypto-Gebühren weitere indirekte Kosten entstehen können.
| Kostenpunkt | Konditionen bei Scalable Capital |
|---|---|
| Depotführung | 0 € im FREE-Broker, keine klassische Depotgebühr |
| Ordergebühr Standard | 0,99 € pro Trade über EIX oder gettex |
| Trading-Flatrate | PRIME+ ab 4,99 € monatlich, viele Trades ab 250 € ohne Zusatzkosten |
| Xetra-Handel | 3,99 € pro Trade plus 0,01 % Handelsplatzgebühr, mindestens 1,50 € |
| Sparpläne | Ausführung kostenlos, Sparrate ab 1 € möglich |
| Weitere Kosten | Produktkosten, Spreads oder Krypto-Gebühren möglich |
Damit positioniert sich Scalable Capital preislich klar im Niedrigkosten-Segment der Neobroker und bietet insbesondere für regelmäßige Sparpläne oder häufiges Trading ein sehr wettbewerbsfähiges Gebührenmodell. Scalable bietet auch einen Kundensupport an, welcher über Telefon als auch über eine Chatfunktion erreichbar ist.
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Ich kann es auch kaum noch erwarten!!
Danke für das Update.
Ich freue mich schon darauf, dass scalable steuereinfach wird.