Der Onlinebroker flatexDEGIRO setzt seinen wirtschaftlichen Wachstumskurs fort und hat auf Basis vorläufiger, ungeprüfter Zahlen die eigene Prognose für das Geschäftsjahr 2025 leicht übertroffen. Erwartet wird ein Konzernumsatz von rund 560 Millionen Euro, was einem Anstieg von etwa 17 Prozent entspricht. Das Konzernergebnis soll um rund 44 Prozent auf etwa 160 Millionen Euro steigen. Damit liegen beide Kennzahlen am oberen Ende der zuletzt angehobenen Unternehmensprognose.
Für das Jahr 2026 stellt der Vorstand weiteres profitables Wachstum in Aussicht. Geplant ist ein Umsatzplus von 5 bis 10 Prozent auf 588 bis 616 Millionen Euro sowie ein Ergebnisanstieg von 5 bis 15 Prozent auf 168 bis 184 Millionen Euro. Treiber sollen unter anderem organisches Kundenwachstum, der Ausbau von Kryptohandel und Wertpapierleihe sowie ein erweitertes Sparplanangebot sein.

Neue Kapitalallokationsstrategie mit höherer Dividende
Parallel dazu hat flatexDEGIRO neue Grundsätze zur Kapitalallokation beschlossen. Künftig sollen regelmäßig 20 Prozent des Konzernergebnisses als Dividende ausgeschüttet werden. Auf Basis des erwarteten Ergebnisses 2025 würde dies einer Dividende von rund 0,30 Euro je Aktie entsprechen, nach zuvor 0,04 Euro in den Jahren 2023 und 2024. Bezogen auf den XETRA-Schlusskurs vom 18 Februar 2026 ergibt sich daraus eine Dividendenrendite von knapp 1 Prozent.
Neben der Dividendenpolitik bleibt der Fokus auf organischem Wachstum, möglichen Akquisitionen sowie opportunistischen Aktienrückkäufen. Die neuen Grundsätze sollen erstmals bei der Hauptversammlung am 2. Juni 2026 angewendet werden.
Entwicklung der Aktie zuletzt volatil
Die Aktie von flatexDEGIRO zeigte in den vergangenen Quartalen insgesamt einen klaren Aufwärtstrend, insbesondere seit Mitte 2024. Im Verlauf des Jahres 2025 beschleunigte sich die Kursentwicklung weiter und führte zeitweise zu Notierungen deutlich über der Marke von 40 Euro.
Zuletzt kam es jedoch zu einer spürbaren Korrektur. Mitte Februar 2026 lag der Kurs wieder im Bereich von rund 33 Euro. Diese Bewegung deutet auf kurzfristige Gewinnmitnahmen nach der starken Rallye hin, während die übergeordnete Entwicklung seit 2024 weiterhin positiv bleibt.

Einordnung
Die Kombination aus übertroffener Prognose, steigender Profitabilität und deutlich höherer Dividendenpolitik signalisiert eine stärkere Reifephase des Geschäftsmodells. Gleichzeitig bleibt das Wachstum intakt, was sowohl für die operative Entwicklung als auch für die mittelfristige Kursfantasie relevant ist.
Ob sich der jüngste Kursrückgang nur als kurzfristige Konsolidierung erweist oder eine längere Seitwärtsphase folgt, dürfte maßgeblich von den endgültigen Jahreszahlen 2025 sowie dem Ausblick auf 2026 abhängen.
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