ETF Sparplan

Ein ETF-Sparplan ist eine bequeme Art und Weise regelmäßig Geld in ETFs anzulegen um so langfristig am Vermögensaufbau  zu arbeiten. Vorweg muss darauf hingewiesen werden, dass ein ETFs nur für den langfristigen Vermögensaufbau geeignet sind, denn je nach nach Struktur des ausgewählten ETFs gibt es auch ein Risiko, dass die Kurse sinken. Hier dürfen dann die Nerven nicht verloren werden und eben die langfristige Ausrichtung des ETF im Visier haben. In Österreich bieten nur wenige Broker einen ETF-Sparplan an. Einer der Hauptgründe liegt wohl darin, dass die Broker hier deutlich weniger verdienen als bei einem vergleichbaren Fondssparplan. Für uns Anleger sind aber ETFs eine super Sache, denn die Kosten die für Verwaltung & Co draufgehen sind bei diesen Indexfonds bzw. Passivfonds deutlich geringer als wir es bei Aktivfonds gewöhnt sind.

ETF Sparpläne

Wenn Sie einen ausführlicheren Vergleich dieser 4 Anbieter von ETF Sparplänen wünschen, so verwenden Sie doch diesen Vergleich. Mit diesem ETF Sparplan können Sie gewünschte Broker ein- als auch ausblenden:

ETF Sparplan Vergleich inklusive Depotgebühren

Kostenvergleich von Flatex, Hello Bank, DADAT und DKB bei ETF-Sparplänen

Wie die einzelnen Kosten je Ausführung des ETF-Sparplans sind, haben Sie bereits im Vergleich oben gesehen. Was aber bedeutet das konkret, mit welchen Kosten muss man bei dem jeweiligen Broker rechnen und macht es sich daher bezahlt, sich hier mehr Gedanken zu machen?

Vorweg zur Erinnerung:

  • Flatex: Keine Depotgebühr, keine Gebühr für das Verrechnungskonto, aber -0,4 % Habenzinsen, also Strafzins!
  • Hello Bank: 0,12 % Depotgebühr (bzw. mindestens 5,40 Euro pro Wertpapierposition p.a. bzw. mindestens 15,00 Euro pro Depot p.a.) und 18 € für das Verrechnungskonto p.a.
  • DADAT: 0,09 % Depotgebühr (bzw. mind. 3,00 Euro pro Wertpapierposition), 10 € für das Verrechnungskonto
  • DKB: Versteuerung komplex, keine Depotgebühr, keine Gebühr für das Verrechnungskonto

Jetzt die Annahme, dass ein ETF-Sparplan bei einen der 4 Broker eröffnet wird und hier monatlich bzw. quartalsmäßig einbezahlt wird:

Monatlicher ETF-Sparplan – die Jahreskosten der Ausführung

Die Kosten bei einer monatlichen Sparrate von x (siehe 1. Spalte) löst bei den unterschiedlichen Brokern unterschiedliche Kosten aus. Die Mindestsparrate liegt bei allen Brokern bei 50 €. Bei Flatex und der DKB gibt es auch kostenfreie ETFs, die aber nicht von Dauer sind. Gerechnet wurde daher mit einem kostenpflichtigen ETF, im Idealfall gehts bei Flatex oder der DKB also noch günstiger bzw. zum Nulltarif.

Monatliche Sparrate in 1 ETFFlatexHello BankDADATDKB
50,00 €10,80 €25,65 €24,45 €18,00 €
100,00 €10,80 €27,30 €25,50 €18,00 €
200,00 €10,80 €30,60 €27,60 €18,00 €
300,00 €10,80 €33,90 €29,70 €18,00 €
500,00 €10,80 €40,50 €33,90 €18,00 €

Spart man also monatlich an, so gibt es bei einer Sparrate von 50 € einen Kostenunterschied von fast 15 € über das Jahr gerechnet. Spart man monatlich sogar 500 € in einen ETF an, so ergibt sich übers Jahr einen Kostenunterschied von fast 30 Euro zwischen dem günstigsten Anbieter Flatex und dem teuersten Anbieter, der Hello Bank. Keine große Sache, aber dennoch bemerkenswert. Wie sieht es aus, wenn die Ausführung des ETF-Sparplans nicht monatlich, sondern einmal im Quartal erfolgt aber mit der selben Sparrate (das heißt statt monatlich 50 € anzulegen werden 150 € im Quartal angelegt):

Quartalsmäßiger ETF-Sparplan

Die Kosten bei einem Sparplan bei dem jedes Quartal ein bestimmter Geldbetrag in Form einer Sparrate (Spalte 1) angelegt wird, verursacht bei den 4 unterschiedlichen Brokern die folgenden Kosten:

Quartalsmäßige Sparrate in 1 ETFFlatexHello BankDADATDKB
150,00 €3,60 €9,65 €8,85 €6,00 €
300,00 €3,60 €11,30 €9,90 €6,00 €
600,00 €3,60 €14,60 €12,00 €6,00 €
900,00 €3,60 €17,90 €14,10 €6,00 €
1.500,00 €3,60 €24,50 €18,30 €6,00 €

Was man hier gleich sehen kann ist, dass man sich bei einer quartalsmäßigen Ausführung auch Kosten sparen kann. Die investierte Summe bleibt unterm Strich gleich, doch kommt es zu weniger Ausführungen. Die Mär vom Cost-Average-Effekt ist über lange Sicht eben nicht aufrecht zu halten und so sollte man es sich überlegen, ob es denn nicht klüger wäre, wenn schon Sparplan, diesen dann doch einmal im Quartal ausführen zu lassen. Wirft man hier einen Blick auf die Kosten, so gibts bei Flatex alleine durch die Umstellung auf quartalsmäßig einen Vorteil der Kosten von 7,20 (statt 10,80 Euro nämlich nur 3,60 Euro Kosten im Jahr). Auch alle anderen Anbieter werden dadurch günstiger. Der Unterschied zwischen dem günstigsten Anbieter (Flatex) und dem teuersten Anbieter (Hello Bank) reduziert sich so auf ca. 21 Euro statt zuvor ca. 30 Euro übers Jahr. Überlegen Sie also, ob Sie tatsächlich monatlich einen Sparplan auslösen möchten oder ob es sich vielleicht lohnt seltener einen Sparplan auszulösen. Sparpläne sind nicht günstig!

Kosten von Sparplan + Kontoführung + Depotgebühr

Soweit, so gut, aber die Kosten für den Sparplan sind nicht die einzigen Kosten die auf einen zukommen, denn es gibt bei den diversen Brokern auch noch weitere Gebühren. Bei der Hello Bank und bei der DADAT gibt es eine Gebühr für das Depot und auch für das Verrechnungskonto. Bei beiden Brokern schlagen auch noch Mindestgebühren zu, welche natürlich sehr unattraktiv sind, wenn man einen Sparplan laufen hat mit einem niedrigen Wert.

Depotgebühr und Kontoführung bei einem Sparplan im ersten Jahr:

Hat man einen Sparplan laufen, so wie der oben skizzierte, so ergeben sich bei den 4 Brokern folgende Depotgebühren, unter der Annahme, dass man keine anderen Depotwerte als den ETF am Depot liegen hat:

DepotkostenFlatexHello BankDADATDKB
600,00 €0,00 €15,00 €3,00 €0,00 €
1.200,00 €0,00 €15,00 €3,00 €0,00 €
2.400,00 €0,00 €15,00 €3,00 €0,00 €
3.600,00 €0,00 €15,00 €3,24 €0,00 €
6.000,00 €0,00 €15,00 €5,40 €0,00 €

Flatex und DKB Kunden haben es gut, denn dort gibt es keine Depotgebühr, damit 0 € Kosten im Jahr. Bei der Hello Bank sind die Kosten mit 15 Euro deshalb so hoch, weil es mit 15 Euro eine Mindestgebühr für das Depot gibt. Bei der DADAT gibt es pro Position eine Mindestgebühr von 3 Euro, daher auch die jährliche Depotgebühr von 3 Euro bei einem Depotwert von bis zu 2.400 Euro wie in diesem Beispiel gezeigt.
Dazu kommt bei der Hello Bank und bei der DADAT und noch eine Kontoführungsgebühr für das Verrechnungskonto von 18 bzw. 10 Euro im Jahr.

Gesamtkosten 

Rechnet man nun alles fix zusammen bei unserem Beispiel, so ergeben sich bei einer monatlichen Sparweise gehörige Kostenunterschiede. So ergeben sich bei der Variante von 50 € im Monat bei Flatex jährliche Kosten von bis zu 10,80 Euro und bei der Hello Bank von 58,65 Euro, bei einem Depotwert von 600 Euro! Mit kleinen Beträgen einzusteigen macht sich also bei der Hello Bank und bei der DADAT nicht bezahlt, auch wenn die Kosten bei der DADAT bei 37,45 Euro liegen übers Jahr, was aber noch immer > 5 % entspricht. Das Positive bei der Hello Bank und bei der DADAT ist, dass im Laufe der Jahre und mit der Steigerung des Depotwerts der prozentuelle Anteil der Kosten für Kontoführung und Depot sinken wird. Je mehr am Depot liegt, desto unwichtiger wird die Komponente Gebühr.

Die Gesamtkosten bei monatlicher Sparrate im 1. Jahr:

Gesamtkosten FlatexHello BankDADATDKB
600 €/50 € Sparrate/Monat10,80 €58,65 €37,45 €18,00 €
1200 €/100 € Sparrate/Monat10,80 €60,30 €38,50 €18,00 €
2400 €/200 € Sparrate/Monat10,80 €63,60 €40,60 €18,00 €
3600 €/300 € Sparrate/Monat10,80 €66,90 €42,94 €18,00 €
6000 €/500 € Sparrate/Monat10,80 €73,50 €49,30 €18,00 €

Die Gesamtkosten bei quartalsmäßiger Sparrate im 1. Jahr:

Gesamtkosten FlatexHello BankDADATDKB
600 €/150 € Sparrate/Quartal3,60 €42,65 €21,85 €6,00 €
1200 €/300 € Sparrate/Quartal3,60 €44,30 €22,90 €6,00 €
2400 €/600 € Sparrate/Quartal3,60 €47,60 €25,00 €6,00 €
3600 €/900 € Sparrate/Quartal3,60 €50,90 €27,34 €6,00 €
6000 €/1500 € Sparrate/Quartal3,60 €57,50 €33,70 €6,00 €

Das Ergebnis ist wenig überraschend, denn Flatex und die DKB haben bei ETF-Sparplänen die Nase vorne, wobei festgehalten werden muss, dass es sich bei der DKB um keinen steuereinfachen Broker handelt und damit Zeit und vielleicht auch Geld für die Steuererklärung ausgegeben werden muss. Flatex, Hello Bank und die DADAT sind steuereinfache Broker und dort ersparen Sie sich die viele Arbeit rund um das Thema Steuern. Zu Beginn sind die Kosten nicht ohne und wer seinen ETF bei Flatex findet, der ist dort wohl als ETF-Anleger gut aufgehoben. Die Kosten bei der Hello Bank liegen mit 57,50 Euro bei einem Depotwert von 6.000 Euro bei 0,96 %. Das heißt die Kosten des Orderns und des Depots fressen ca. 1 % der Rendite im ersten Jahr auf in diesem Beispiel. Bei niedrigeren investieren Beträgen oder einer monatlichen Sparrate ergibt sich ein noch höherer Wert. Dies relativiert sich aber im Laufe der Zeit.

Nimmt man nun an, dass über 10 Jahre fleißig angelegt wurde, so zeigt sich folgendes Bild im 10. Jahr des monatlichen ETF-Anlageplans (Hinweis: beim Rechenbeispiel ist keine Performance des ETF eingerechnet, der in der Realität aber hoffentlich eingetreten ist):

Gesamtkosten im 10. JahrFlatexHello BankDADATDKB
6000 €/50 € Sparrate/Monat10,80 €58,65 €39,85 €18,00 €
12000 €/100 € Sparrate/Monat10,80 €60,30 €46,30 €18,00 €
24000 €/200 € Sparrate/Monat10,80 €77,40 €70,00 €18,00 €
36000 €/300 € Sparrate/Monat10,80 €95,10 €72,10 €18,00 €
60000 €/500 € Sparrate/Monat10,80 €130,50 €97,90 €18,00 €

Bei Flatex und der DKB gibt es keine Depotgebühr und es entstehen auch keine Kosten für das Verrechnungskonto, daher werden hier nur die Gebühren für den ETF-Kauf schlagend. Bei der Hello Bank und bei der DADAT werden natürlich noch beide Gebühren schlagend, sind aber prozentuell schon deutlich gesunken. In diesem Beispiel von knapp 1 % im ersten Jahr auf nur noch fast 0,2 % im 10. Jahr. Absolut gesehen sind die Kosten bei der DADAT nun bei 97,90 Euro und bei der Hello Bank bei 130,50 Euro. Selbst diese kann man sich noch ersparen in diesem Fall. Investiert man in mehrere ETFs so sieht die Rechnung gleich wieder anders aus. Das Ziel dieser Rechnung mit den Kostenvergleichen der unterschiedlichen Anbieter soll Ihnen einen Überblick darüber geben, wie die unterschiedlichen ETF-Anbieter Ihr Gebühren strukturieren.

Fazit zum ETF Broker Vergleich zwischen Flatex, Hello Bank, DADAT und der DKB

Die Auswahl des richtigen ETFs ist die wohl wichtigste Entscheidung, wenn es darum geht, nachhaltig Erfolg zu haben. Wichtig ist aber auch, dass Sie einen Blick auf die Gebühren Ihres Wertpapierdepots werfen. Neben den Kosten für die Ausführung des Sparplans kommen dann eventuell die Kosten für das Verrechnungskonto und für das Depot selbst hinzu. Bei unserem Vergleich zwischen Flatex, Hello Bank, DADAT und der DKB haben sich Flatex und die DKB durchsetzen können, denn diese glänzen durch gratis Depot- und Kontoführung und günstigen ETFs. Manche sind sogar ganz ohne Ausführungskosten. Möchte man einen österreichischen Anbieter, so hat die DADAT die Nase vorne und die Hello Bank kommt mit einem kleinen Abstand bei den Kosten ins Ziel.

Tipps beim Kauf von ETFs: Melde- oder Nichtmelde-Fonds?

Aktuell bieten nur Flatex, DADAT und die Hello Bank die Möglichkeit eines ETF-Sparplans an. Auf den ersten Blick ist Flatex der logische Online Broker, wenn man sich einen ETF-Sparplan anlegen möchte. Aber es gibt ein gewisses Problem, denn Flatex hat über 500 ETFs im Angebot für einen Sparplan und viele sogar kostenlos (hier entfallen die Kosten von 0,90 €/Sparrate), aber unter diesen vielen ETFs sind auch ETFs mit dabei, welche in Österreich nicht gemeldet sind und es sich damit um einen Nicht-Melde-ETF handelt. Das heißt, dass es in Österreich keinen steuerlichen Vertreter gibt und für diese ETFs wird Jahr für Jahr für die ausschüttungsgleichen Erträge bei thesaurierenden ETFs  eine pauschale Wertpapier-KESt fällig. Diese errechnet sich so:

  • Pauschal 27,5 % KESt auf 90 % des jährlichen Kursgewinns,  bzw. mindestens aber 27,5 % KESt auf 10 % des ETF-Werts am Jahresende

Wenn Sie sich für die Hello Bank entscheiden, so können Sie sicher sein, dass unter den rund 100 ETFs sich kein ETF befindet, welcher ein Nicht-Melde-ETF wäre. Die Hello Bank kümmert sich hier um alle notwendigen steuerlichen Meldungen und Abrechnungen und so ist der ETF-Sparplan bei der Hello Bank sicherlich steuereinfach. Weniger schön sind die Kosten bei der Hello Bank, denn die Hello Bank ist deutlich teurer als Flatex, denn neben den Kosten für den Kauf des ETFs fallen auch noch Kosten an, wenn der ETF verkauft wird. Auch Depotgebühren und Kosten für das Verrechnungskonto fallen an. Bei der DADAT gibt es im Moment nur ein sehr eingeschränktes Portfolio an möglichen ETFs.

Folgende Informationen möchten wir noch besonders herausstreichen bei den oben angeführten Angeboten über die ETF Sparpläne:

Flatex ETF Sparplan

Bei Flatex gibt es im Moment rund 270 gratis ETFs die im Sparplan kostenfrei bespart werden können. Das sind ca. 160 ETFs von dbx/Xtrackers und ca. 110 ETFs von Comstage. Weitere ETFs sind bei Flatex natürlich auch besparbar, denn Flatex bietet über 750 ETFs insgesamt an. Bei den restlichen ETFs fallen bei der Ausführung als Sparplan jedoch pro Ausführung 0,90 Euro an Kosten an.

zu Flatex.at »

Hello Bank ETF Sparplan

Die Hello Bank hat auch Fonds & ETF Starpartner. Dazu gehört unter anderem iShares. Ausgewählte iShare ETFs sind damit ohne eigene Kaufspesen bei der Hello Bank zu kaufen.

zu hellobank.at »

DADAT ETF Sparplan

Bei der DADAT gibt es im Moment noch keine Premiumpartner für den Kauf von ETFs. Es fallen hier die ganz normalen Kaufspesen an.

zu dad.at »

DKB ETF Sparplan

Bei der DKB handelt es sich um keinen steuereinfachen Broker und so müssen die Steuern selbst abgeführt werden. Bei thesaurierenden Melde-ETFs kann das schon ein wenig kompliziert werden, wie unser Beitrag zu diesem Thema auch immer wieder gerne aufzeigt. Aber günstig wären so ein Sparplan bei der DKB allemal, denn neben dem gratis Girokonto gibts auch das Wertpapierdepot bei der DKB gratis. Die Ausführung von ETF-Sparplänen bei der DKB ist bis Ende 2017 allemal gratis, danach kostet es bei 120 ETFs von ComStage und iShares 1,50 € pro Ausführung. Nicht die Welt.

zu DKB.de »

3 Schritte bis zum ETF Sparplan

1. Wertpapierdepot eröffnen

Um einen ETF-Sparplan starten zu können, benötigen Sie ein Wertpapierdepot auf dem die gekauften ETF-Anteile verwahrt werden. Je nach Broker fallen für das Verwahren der ETF-Anteile auch Depotgebühren und mitunter auch Kosten für das Verrechnungskonto an. Für den Kauf bzw. Verkauf von ETF-Anteilen sind bis auf wenige Ausnahmen, stets Gebühren zu bezahlen. Wenn Sie also den Plan haben, dass Sie mit ETFs dauerhaft sparen möchten, so eröffnen Sie ein Wertpapierdepot bei einem Broker Ihrer Wahl.

2. ETF auswählen

Sie werden rasch feststellen, dass jeder Broker so seine eigenen ETFs hat und nicht jeder ETF bei jedem Broker verfügbar ist. Daher informieren Sie sich bereits im Vorfeld, welcher Broker, wie viele ETFs hat und falls Sie auf der Suche nach einem bestimmten ETF sind, ob dieser Broker auch tatsächlich diesen ETF auch führt. Es gibt große Unterschiede im Umfang der verfügbaren ETF Sparpläne bei den unterschiedlichen Online Broker.

3. Eröffnen des ETF Sparplan beim Online Broker

Haben Sie nun Ihren Online Broker gefunden und dort ein Wertpapierdepot eröffnet, so geht es nun um die Eröffnung eines ETF Sparplans. Diesen ETF Sparplan können Sie bequem über das Banking des Online Brokers Ihrer Wahl eröffnen. Es gibt je nach Broker einen Mindestbetrag, welcher meist bei 50 Euro startet. Wenn Sie nun Monat für Monat z. B. um 50 Euro Ihren ETF kaufen, so kaufen Sie jedes Monat ETF-Anteile um genau diesen Gegenwert. Da der ETF Kursschwankungen unterliegt, kaufen Sie immer unterschiedlich viele Anteile des georderten ETFs. Sie werden feststellen, dass Sie nicht nur ganze Stücke von diesem ETF kaufen, sondern auch Bruchteile davon, was sich widerspiegelt in Anteile mit einem Wert auch hinter dem Komma (z. B. kaufen Sie ~14,62 Anteile um einen Gegenwert 50 € bei einem Stückpreis von 3,42 €).

Alternativen zum ETF Sparplan

Die logische Alternative zu einem ETF Sparplan ist ein klassischer Fonds Sparplan, welcher in aktiv gemanagte Fonds investiert. Diese sind im Regelfall aber teurer, zum einen gibt es meist einen Ausgabeaufschlag beim Kauf und auch die jährlichen Kosten für den Fonds, die von der Rendite zerren, sind nicht zu vernachlässigen. Der Vorteil bei Fondssparplänen wäre, dass deutlich mehr Online Broker diese anbieten würden und auch eine viel größere Anzahl an Fonds vorhanden sind.

Alternativ zu einem Fondssparplan ist es natürlich auch möglich ETFs selbst von Zeit zu Zeit zu kaufen und dies nicht über einen Sparplan zu tun. Hier kommen ebenfalls auf einmal deutlich mehr Broker in Frage und auch das Angebot an möglichen, kauffähigen ETFs erweitert sich sodann.

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