Beachte: Veranlagungen in Finanzinstrumenten sind mit Risiken verbunden und können neben den Erträgen auch zum Verlust des eingesetzten Kapitals führen.

SpaceX IPO: Wo kann man in Österreich diese Aktien zeichnen? Trade Republic? Flatex? …

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Warum österreichische Anleger derzeit nicht teilnehmen können und warum das möglicherweise gar kein Nachteil ist.

Wo kann am SpaceX IPO teilgenommen werden? Anscheinend nirgends, so die einfache und schnelle Antwort auf die Frage, wo man sich hier in Österreich am IPO (Initial Public Offering), also am Börsengang von Elon Musks SpaceX, beteiligen kann. Während Broker wie Trade Republic aber auch Flatex bzw. DEGIRO die Werbetrommel für diesen Börsengang rühren, sind deren Angebote hier in Österreich so leider (?) nicht verfügbar. Die Werbetrommel wird in Deutschland gerührt und schwappt nach Österreich rüber, ohne dass es Absicht ist.

Es scheint, als ob der SpaceX-IPO-Vertrieb ausschließlich in Deutschland zugelassen ist.

Trade Republic, Flatex, DEGIRO bieten SpaceX IPO in Deutschland an

Die Freundinnen und Freunde aus Deutschland wurden die letzten Tage regelrecht bombardiert von Trade Republic, dass sie beim SpaceX IPO mitmachen können. In einem LinkedIn Beitrag erklärt Trade Republic, dass sie 0,2 % des IPO-Umsatzes für sich einstreifen werden.

Auch bei Flatex Österreich ist das SpaceX IPO nicht im Angebot. Auch wenn man zufällig Kundschaft bei DEGIRO oder Flatex Deutschland wäre, so hat man auch darüber keinen Zugang zum SpaceX IPO. Diese Option ist für uns hier in Österreich leider nicht verfügbar.

Der Screenshot von Flatex Deutschland zeigt auf, dass man in Deutschland ansässig sein muss, um am SpaceX IPO teilnehmen zu können.

Wissenschaft: Lieber nicht an IPOs teilnehmen!

SpaceX ist jetzt nicht das erste IPO und daher kann auch ein Blick in die Vergangenheit helfen zu schauen, ob die Teilnahme an einem IPO eine kluge Sache ist und sich rentieren kann. Ja, kann sich lohnen, muss es aber nicht und die Studienlage meint eher, dass die Teilnahme an IPOs eher zum finanziellen Nachteil führen können. Die wissenschaftliche Forschung kommt seit Jahrzehnten zu einem erstaunlich konsistenten Ergebnis:

Die Forschung zu Börsengängen zeigt seit Jahrzehnten ein ähnliches Bild: Viele IPOs entwickeln sich am ersten Handelstag positiv, langfristig bleibt die Wertentwicklung jedoch häufig hinter dem Gesamtmarkt zurück. Bereits die bekannte Studie von Jay Ritter (1991) stellte eine deutliche Underperformance von IPOs fest. Neuere Untersuchungen aus den Jahren 2023 bis 2025 bestätigen diesen Trend weitgehend. Als Ursachen gelten insbesondere hohe Erwartungen der Anlegerinnen und Anleger, ambitionierte Bewertungen und Unsicherheit über den tatsächlichen Unternehmenswert. Ob sich das auch bei SpaceX so abspielen wird? Das kann nur die Zukunft weisen.

Persönliche Einordnung

An alle, die in Versuchung geraten, Aktien beim Börsengang von SpaceX zu zeichnen: Bei jedem Börsengang verkaufen bestehende Eigentümerinnen und Eigentümer zumindest einen Teil ihrer Beteiligung an neue Investoren. Anlegende sollten sich daher bewusst sein, dass der Ausgabepreis möglichst attraktiv für die bisherigen Eigentümer gestaltet wird. Die Bewertung zum Börsengang muss nicht zwangsläufig ein günstiger Einstiegszeitpunkt sein. Viele IPOs erleben nach anfänglicher Euphorie eine Phase der Ernüchterung. Wer sich für das Unternehmen interessiert, könnte daher auch einige Quartale nach dem Börsengang einen Einstieg prüfen.

Persönlich war ich in den 00er Jahren bei einigen IPOs mit dabei. Goldgräberstimmung pur. Es gab Höhenräusche die meist nur sehr kurze Zeit anhielten und nicht selten war das eine oder andere Unternehmen wenige Monate später sogar in Konkurs. Als Beispiel ist die Cybertron Aktie zu nennen.

Disclaimer:

Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und stellt weder eine Anlageberatung noch eine Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar. Investitionen in Aktien, insbesondere im Rahmen von Börsengängen (IPOs), sind mit Risiken verbunden und können zu Verlusten des eingesetzten Kapitals führen. Die im Beitrag genannten Einschätzungen und Meinungen spiegeln die persönliche Sicht des Autors zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wider und können sich jederzeit ändern. Anlegerinnen und Anleger sollten vor einer Investitionsentscheidung ihre persönliche Situation berücksichtigen und gegebenenfalls unabhängigen Rat einholen.

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Quellen:

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9 Kommentare

Naja man könnte sich ja auch in Deutschland nur kurz aufhalten um Regelkonform zu handeln. Ich wohne zB nur 25km von der Grenze und bin ohnehin 3 Mal die Woche in Deutschland. Es geht wohl eher darum das man bloss nicht in den USA ist und schon gar nicht dort steuerpflichtig ist.

Ich werde wohl auch ein paar Stück handeln. Dirk Siebenhaar von Stock3 hatte da vor kurzem einen interessanten Beitrag mit 3 Opportunity Zonen bei IPO’s geteilt. Ich kann ihn leider nicht teilen da dafür mindestens Stock 3 Plus nötig ist.

Laut FlatEx ist nun wohl doch ein Wohnsitz in Deutschland nötig.

Hier steht: ODER mich dort aufhalte.

Wie auch immer es wäre e fraglich gewesen ob und falls ja wie viel zu welchem Preis zugeteilt worden wäre. Dann schauen wir eben wo das „Ding“ morgen zu welchem Preis handelbar sein wird.

Wo steht das genau, dass Trade Republic 0,2 des IPO Umsatzes erhält?

Das ist eine wichtige Info für Sino Aktionäre

Ich konnte mit dem Depot meiner österreichischen GmbH bei Flatex Deutschland die Zeichnung abschließen…

Da hast du wohl recht. Habe die Zeichnungsbedingungen nicht genau genug gelesen….die Voraussetzung der Ansässigkeit in Deutschland gilt auch für juristische Personen. Schade…dann muss ich wohl stornieren 🙁

Zuletzt bearbeitet 1 Monat her von Stefan
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