Beachte: Veranlagungen in Finanzinstrumenten sind mit Risiken verbunden und können neben den Erträgen auch zum Verlust des eingesetzten Kapitals führen.

flatex vereinfacht Derivate-Premiumpartner-Modell: Société Générale wird Platin-Partner, Goldman Sachs fliegt raus

Mit 1. Juli 2026 stellt flatex sein Premiumpartner-Modell im außerbörslichen Direkthandel mit Zertifikaten und Hebelprodukten um, es geht um den Derivatehandel der oftmals mit hohen Risiken einher geht. Aus bisher drei Partnerstufen (Platin, Gold, Silber) werden zwei, gleichzeitig ändert sich die Zusammensetzung der Emittenten. Die wichtigsten Punkte im Überblick:

  • Société Générale steigt zum Platin-Partner auf, Produkte sind damit ab 500 Euro Ordervolumen für 0 Euro Orderprovision handelbar (zzgl. marktüblicher Spreads und Produktkosten)
  • UniCredit kommt neu als Gold-Partner dazu
  • Goldman Sachs verlässt das Premiumpartner-Modell komplett
  • Die bisherige Silber-Stufe entfällt, BNP Paribas und Vontobel rücken in die Gold-Stufe auf
  • Einheitliches Mindestordervolumen von 500 Euro für alle Premiumpartner

Die neue Struktur ab 1. Juli 2026

Künftig gibt es bei flatex nur noch zwei Partnerstufen. In der Platin-Stufe finden sich J.P. Morgan, Morgan Stanley und neu Société Générale. Zertifikate und Hebelprodukte dieser drei Emittenten können für 0,00 Euro Orderprovision gehandelt werden, zuzüglich marktüblicher Spreads und Produktkosten. Insgesamt stehen damit laut flatex mehr als 1 Million Produkte der Platin-Partner provisionsfrei zur Verfügung.

In der Gold-Stufe sind BNP Paribas, UBS, Vontobel und neu UniCredit vertreten. Hier fällt eine Orderprovision von 2,90 Euro pro Trade an, ebenfalls zuzüglich Spreads und Produktkosten. Für alle Premiumpartner gilt künftig ein einheitliches Mindestordervolumen von 500,00 Euro. Vor jeder Order wird angezeigt, ob und in welcher Höhe eine Orderprovision anfällt.

StufeEmittentenOrderprovision
PlatinJ.P. Morgan, Morgan Stanley, Société Générale0,00 Euro
GoldBNP Paribas, UBS, Vontobel, UniCredit2,90 Euro

Jeweils zzgl. marktüblicher Spreads und Produktkosten, Mindestordervolumen 500,00 Euro.

Was sich für Anlegende konkret ändert

Bisher unterschied flatex drei Stufen: Platin (0 Euro, J.P. Morgan und Morgan Stanley), Gold (1,90 Euro, Société Générale und UBS) sowie Silber (3,90 Euro, BNP Paribas, Goldman Sachs und Vontobel). Für Silber-Partner galt zudem ein höheres Mindestordervolumen von 1.000 Euro.

Die Umstellung fällt je nach Emittent unterschiedlich aus. Wer Produkte der Société Générale handelt, profitiert klar, statt bisher 1,90 Euro fällt künftig keine Orderprovision mehr an. Auch für BNP Paribas und Vontobel wird es günstiger, die Provision sinkt von 3,90 auf 2,90 Euro, zusätzlich halbiert sich das Mindestordervolumen von 1.000,00 auf 500,00 Euro. Bei UBS geht es hingegen in die andere Richtung, hier steigt die Orderprovision von 1,90 auf 2,90 Euro.

Am deutlichsten trifft es Anleger, die bisher Produkte von Goldman Sachs über das Premiumpartner-Modell gehandelt haben. Der Emittent scheidet komplett aus, künftig gelten für Goldman-Sachs-Produkte im Direkthandel die regulären Konditionen von 5,90 Euro bei Ordervolumen unter 1.000 Euro bzw. 15,90 Euro darüber. Statt bisher 3,90 Euro bedeutet das im günstigsten Fall eine Steigerung um 2 Euro pro Order, bei größeren Orders deutlich mehr. Bestehende Positionen sind davon ebenfalls betroffen, auch der Verkauf erfolgt ab dem Stichtag zu den regulären Konditionen.

Einordnung

Die Vereinfachung auf zwei Stufen macht das Modell übersichtlicher, die bisherige Dreiteilung mit unterschiedlichen Mindestordervolumina war erklärungsbedürftig. Mit drei Platin-Partnern und über 1 Million provisionsfrei handelbaren Produkten positioniert sich flatex im Direkthandel mit Derivaten preislich aggressiv. Zu beachten bleibt wie immer, dass die Orderprovision nur ein Teil der Gesamtkosten ist. Spreads, Zuwendungen der Emittenten und Produktkosten fallen weiterhin an und sind gerade bei Hebelprodukten oft der größere Kostenfaktor. Die Broker verdienen an diesen Produkten in der Regel vorzüglich! Für Anlegende bzw. Spekulierende sind diese Derivate nicht selten verlustbringend. Diese Papiere sind mit großer Vorsicht zu behandeln.

Für österreichische Anlegende relevant: flatex.at wickelt die KESt automatisch ab, der Broker ist steuereinfach. Die neuen Konditionen gelten ab 1. Juli 2026, mit Ordererteilung stimmen Kundschaften den jeweils angezeigten Konditionen zu.

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