Beachte: Veranlagungen in Finanzinstrumenten sind mit Risiken verbunden und können neben den Erträgen auch zum Verlust des eingesetzten Kapitals führen.

GEWINN-Messe 2026: Welche Broker und Banken heuer in Wien dabei sind

Die GEWINN-Messe geht in die nächste Runde. Die Messe findet am Donnerstag 22. Oktober 2026 von 9 bis 19 Uhr und am Freitag 23. Oktober 2026 von 9 bis 18 Uhr im Congress Center Messe Wien statt (2. Bezirk). Der Eintritt ist wie in den Vorjahren frei, aber ein Ticket ist notwendig, welches zuvor online einfach gelöst werden kann. Neben den Ständen gibt es wieder ein Vortragsprogramm auf mehreren Bühnen. Für alle, die sich einen Überblick über Anbieter verschaffen oder Fragen direkt am Stand klären wollen, ist die Messe damit eine der wenigen Gelegenheiten im Jahr, bei der viele Finanzunternehmen an einem Ort vertreten sind. Die andere nennenswerte Gelegenheiten ist der Börsentag in Wien, das nächste Mal am Samstag, 13. März 2027.

Wie bekomme ich ein Ticket?

Das ist ganz einfach, hier auf der Website des GEWINNs ist der Name und die Anzahl der Tickets als auch die E-Mailadresse anzugeben. Danach wird das Ticket sogleich zugestellt. Wichtig ist, dieses Ticket beim Einlass vorzuzeigen, danach geht es rein in die GEWINN Messe 2026.

Broker und Depotanbieter auf der Messe

Für Anlegerinnen und Anleger, die ein Wertpapierdepot suchen oder ihren bestehenden Broker vergleichen wollen, sind laut aktueller Ausstellerliste vor allem zwei Anbieter interessant:

  • DADAT Bank: Die österreichische Direktbank ist eine Marke der Schelhammer Capital Bank AG und für Anlegerinnen und Anleger in Österreich vor allem deshalb relevant, weil sie steuereinfach ist, also die KESt automatisch abführt.
  • Scalable Capital: Der Neobroker aus München ist ebenfalls mit einem Stand vertreten. Wer sich für Sparpläne, Flatrate-Modelle oder den Umstieg von einer Hausbank interessiert, kann hier direkt nachfragen, etwa zum Thema Steuereinfachheit in Österreich.

Wer fehlt

Auffällig ist, dass mehrere in Österreich stark genutzte Online-Broker derzeit nicht auf der Ausstellerliste stehen, etwa Trade Republic, flatex oder die easybank. Die Liste kann sich bis zur Messe allerdings noch ändern.

Filialbanken mit Wertpapierdepot

Stark vertreten sind heuer die klassischen Filialbanken. Alle drei sind steuereinfach und bieten Depots sowohl in der Filiale als auch online an:

  • Erste Bank: Das Leitinstitut der österreichischen Sparkassengruppe ist der größte Depotanbieter unter den Filialbanken auf der Messe. Für viele Kundinnen und Kunden ist das Depot über das Online-Banking George der naheliegende Einstieg ins Wertpapiergeschäft.
  • UniCredit Bank Austria: Eine der größten Banken des Landes. Über die Konzernmarke onemarkets ist die UniCredit zusätzlich als Emittentin von Zertifikaten auf der Messe vertreten.
  • BKS Bank: Die Universalbank mit Sitz in Klagenfurt ist vor allem in Kärnten, der Steiermark und Wien verankert und damit die kleinste der drei.

Bundesschatz, fynup und nettopolizze.at

Drei weitere Aussteller sind für Privatanlegerinnen und Privatanleger interessant, auch wenn sie keine klassischen Broker sind. Interessant ist, dass die Anbieter der Fondsgebundenen Lebensversicherung (FLV) im Moment sehr stark werben für ihr Produkt. Aber Achtung, es ist nicht alles Gold was anfänglich glänzt. In diesem Beitrag stelle ich ein Wertpapierdepot einer FLV gegenüber, das Ergebnis: Es kommt darauf an, wie so oft.

  • Bundesschatz: Das steuereinfache Anlageprodukt der Republik Österreich richtet sich an alle, die Geld sicher und mit fixer Laufzeit veranlagen wollen. Die Zinsen werden laufend an das Marktumfeld angepasst. Wer die aktuellen Konditionen mit Festgeld oder Tagesgeld vergleichen will, kann am Stand direkt nachfragen oder sich zuvor auf Sparzinsen.at informieren.
  • fynup: Die digitale Finanzberatung will Information, Beratung und Umsetzung auf einer Plattform bündeln. Interessant ist sie vor allem für alle, die sich eine Beratung wünschen, aber nicht den klassischen Weg über die Bankfiliale gehen wollen. Wie genau die Beratung vergütet wird, sollte man am Stand ansprechen.
  • nettopolizze.at: Der Anbieter wirbt damit, ETF-Veranlagung ohne laufende KESt zu ermöglichen. Technisch handelt es sich um eine fondsgebundene Lebensversicherung auf Nettotarif-Basis, bei der andere steuerliche Regeln gelten als bei einem normalen Depot, etwa Versicherungssteuer und Mindestlaufzeiten. Ob sich das rechnet, hängt stark von Anlagebetrag, Laufzeit und den laufenden Kosten ab. Die sollte man sich im Detail erklären lassen.

Emittenten, Plattformen und weitere Anbieter

Einige Aussteller sind keine Broker im engeren Sinn, spielen aber für das Wertpapiergeschäft eine Rolle. onemarkets by UniCredit und Raiffeisen Zertifikate sind als Emittenten von Zertifikaten und strukturierten Produkten vertreten. Die Produkte selbst werden in der Regel über einen Broker oder die Hausbank gekauft. nettopolizze.at bietet ETF-Veranlagung über eine fondsgebundene Lebensversicherung an, hier gelten andere steuerliche Rahmenbedingungen als bei einem normalen Depot. Das sollte man sich im Detail erklären lassen, inklusive der laufenden Kosten.

Auch die Münze Österreich und die Oesterreichische Nationalbank sind vertreten. Aus dem Beratungsbereich stellen unter anderem FiNUM. Private Finance, fynup, PERICON und Wydler Asset Management aus.

Börsennotierte Unternehmen

Auch einige heimische Aktiengesellschaften präsentieren sich den Besucherinnen und Besuchern, darunter voestalpine, VERBUND, EVN, Wienerberger, PALFINGER, Flughafen Wien und die Österreichische Post. Aus der Versicherungsbranche sind UNIQA und die Wiener Städtische dabei. Für Aktionärinnen und Aktionäre ist das eine gute Gelegenheit, Fragen direkt an die Investor-Relations-Abteilungen zu stellen.

Broker-Test.at Community trifft sich am Donnerstag

Wie schon in den vergangenen Jahren treffen sich auch heuer wieder einige Leute aus der Broker-Test.at Community auf der GEWINN-Messe, und zwar am Donnerstag, 22. Oktober, am Nachmittag. Wer Lust hat, sich auszutauschen, Erfahrungen mit Brokern zu teilen oder einfach einmal die Gesichter hinter den Kommentaren kennenzulernen, ist herzlich eingeladen.

Hier geht es zur Broker-Test.at Community

Fazit

Für Anlegerinnen und Anleger, die sich über Broker informieren wollen, ist das Angebot heuer überschaubar. Mit DADAT und Scalable Capital sind aber zwei relevante Anbieter vor Ort, dazu kommen die großen Filialbanken und mehrere Emittenten. Wer hingehen will, sollte sich vorab überlegen, welche Fragen er oder sie an welchen Stand mitnimmt, etwa zu Gebühren, Steuereinfachheit und Sparplanangebot.

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Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Veranlagungen in Wertpapiere sind mit Risiken verbunden, bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals.

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