Beachte: Veranlagungen in Finanzinstrumenten sind mit Risiken verbunden und können neben den Erträgen auch zum Verlust des eingesetzten Kapitals führen.

N26 führt Ordergebühr wieder ein: 0,90 Euro pro Trade ab 2. September 2026

N26 kehrt beim Wertpapierhandel zu einem Gebührenmodell zurück, wohl als Tribut für das Payment-for-Orderflow Verbot mit Ende Juni 2026. Ab 2. September 2026 fällt für Aktien und ETFs wieder eine Gebühr an, sobald man der Vertragsänderung im eigenen Investment-Portfolio zustimmt. Die wichtigsten Punkte:

  • Brokerservice-Gebühr von 0,90 Euro pro Trade auf Aktien und ETFs
  • N26 Go: 3 kostenlose Trades pro Monat, N26 Metal: 10 kostenlose Trades pro Monat
  • Sparpläne bleiben weiterhin komplett kostenlos
  • Änderung tritt nur in Kraft, wenn man aktiv zustimmt
  • N26 ist für Anlegerinnen und Anleger in Österreich nicht steuereinfach

Was sich konkret ändert

Bisher war der Handel bei N26 ohne Gebühren, es fielen also 0,00 Euro Ordergebühr an, zuzüglich Spread und etwaiger Produktkosten. Ab 2. September 2026 verlangt N26 wieder eine pauschale Gebühr von 0,90 Euro je Trade. Wer eines der höheren Kontomodelle nutzt, bekommt ein monatliches Kontingent an Freetrades:

KontomodellKostenlose Trades pro MonatKosten je weiterem Trade
N26 Standard / Smartkeine0,90 €
N26 Go30,90 €
N26 Metal100,90 €

Zur Einordnung: N26 nennt in der Mail nur Go und Metal mit Freetrades, für Standard und Smart ist ab dem ersten Trade mit 0,90 Euro zu rechnen. Der Handel läuft weiterhin ausschließlich über Tradegate, Ausführungspartner im Hintergrund ist Upvest.

Zustimmung ist Voraussetzung

Anders als bei einer reinen Preisanpassung greift die neue Gebühr erst, wenn man den geänderten Bedingungen im Investment-Portfolio zustimmt. N26 hat die aktualisierten Brokerservice-Nutzerdokumente sowie das neue Preis- und Leistungsverzeichnis der Benachrichtigung angehängt. Ein Blick in diese Unterlagen vor der Zustimmung ist empfehlenswert.

Sparpläne bleiben kostenlos

Ein wichtiger Punkt für langfristig orientierte Anlegerinnen und Anleger: Sparpläne auf Aktien und ETFs kann man laut N26 weiterhin ohne Ausführungsgebühr einrichten. Die Gebühr betrifft ausschließlich Einzelorders. Zusätzlich weist N26 darauf hin, dass wie bisher Produktkosten anfallen können, etwa die laufenden Verwaltungsgebühren der ETFs (TER) sowie Zuwendungen Dritter. Das gilt für Aktien, ETFs und ETCs.

Einordnung: die Kehrtwende beim Nulltarif

Die Rückkehr der Gebühr ist bemerkenswert, weil N26 den kostenlosen Handel erst am 27. Jänner 2025 eingeführt und sich damals als einziger Anbieter in Europa mit komplett gebührenfreiem Aktien- und ETF-Handel positioniert hatte. Davor, ab dem Start im April 2024, galten bereits 0,90 Euro pro Trade. Die neue Gebühr ist also eine Rückkehr zum ursprünglichen Modell.

Mit 0,90 Euro pro Trade bleibt der Anbieter zwar günstiger als Trade Republic (1,00 Euro) oder Scalable Capital, den Alleinstellungspunkt des kostenlosen Handels gibt N26 aber auf.

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