Beachte: Veranlagungen in Finanzinstrumenten sind mit Risiken verbunden und können neben den Erträgen auch zum Verlust des eingesetzten Kapitals führen.

Trading 212: Cashback der 212 Card endet, Bestandszins sinkt auf 2,80 % p.a.

Trading 212, nicht steuereinfach in Österreich, hat sich vor allem über hohe Zinsen auf das Verrechnungskonto und einem attraktiven Cashback auf Kartenzahlungen, aktuell 1,5 %, einen Namen gemacht. Beide Argumente verlieren innerhalb weniger Wochen deutlich an Gewicht und Trading 212 zeigt wieder einmal, dass Beständigkeit in ihren Aktionen keine große Rolle spielt.

Cashback endet mit 2. Dezember

Laut Help Center bleibt das Cashback-Programm der 212 Card bis einschließlich 2. Dezember 2026 aktiv, ab 3. Dezember liegt der Satz bei 0 %. Betroffen sind alle Konten bei Trading 212 Markets Ltd., Trading 212 UK Ltd. und Trading 212 EU GmbH, also auch österreichische Kundschaft. Bis zum Stichtag gelten die bisherigen Bedingungen: „Cashback investieren“ und mindestens ein qualifizierendes Abonnement müssen aktiv sein, die monatliche Obergrenze bleibt gleich. Bereits verdientes Cashback wird noch ausgezahlt. Die Funktion zum Investieren von Kleingeld und Cashback gibt es danach nur noch für Kundschaft im Vereinigten Königreich. Die Karte selbst, herausgegeben von Paynetics, und die Abonnement-Funktion bleiben bestehen.

Zinsen: Bestandskundschaft verliert 0,70 Prozentpunkte

Seit 1. November 2026 bekommen bestehende Konten 2,80 % p.a. statt 3,50 % p.a. auf nicht investiertes Euro-Guthaben. Neukundschaften erhalten weiterhin einen Aktionszins von 4,20 % p.a. für vier Monate, danach gilt ebenfalls der reguläre Satz von 2,80 % p.a. Das Guthaben liegt teils auf Sammelkonten bei Partnerbanken, teils in Geldmarktfonds. Die Einlagensicherung gilt nur für den Bankanteil, Trading 212 ist ein Wertpapierinstitut und keine Bank. Weil Trading 212 in Österreich keine KESt abführt, also nicht steuereinfach ist, musst du Zinserträge vermutlich selbst über die Beilage E1kv zum Sondersteuersatz von 27,5 % erklären. Für den Geldmarktfonds und auch für die Kapitalerträge. Genaueres sagt dir deine Steuerberatung.

Quo vadis, Trading 212?

Die Änderungen haben System. Bis Juli 2026 galt der hohe Zins für alle Konten, im September wurde erstmals zwischen Neu- und Bestandskundschaft unterschieden, im November folgte die Senkung für bestehende Konten, im Dezember fällt der Cashback weg. Der Cashback selbst wurde schon öfters angepasst. Auch die maximale Höhe des Cashbacks wurde bereits öfters angepasst, sowie auch die Bedingungen wie z. B. ein bestehendes Abo. Trading 212 passt Konditionen bekanntlich schnell an, Planbarkeit bietet der Anbieter kaum. Wer hauptsächlich provisionsfrei Aktien und ETFs handelt, merkt davon wenig. Wer Trading 212 vor allem als Zinsparkplatz mit Cashback-Karte genutzt hat, könnte sich nun nach Alternativen umsehen.

Alternativen: Trade Republic und Amazon Visa

Trade Republic kommt dem bisherigen Modell am nächsten. Die Visa Debitkarte bringt 1 % Saveback vor Steuern, das automatisch in einen Sparplan deiner Wahl investiert wird. Voraussetzung ist ein Sparplan von mindestens 50 Euro pro Monat, gedeckelt ist das Saveback bei 15 Euro pro Monat (1.500 Euro Kartenumsatz). Dazu kommen 0 % Fremdwährungsgebühr und gratis Bankomatabhebungen ab 100 Euro. Der wichtigste Vorteil für uns hier in Österreich: Trade Republic ist seit 24. April 2025 steuereinfach. Die Zinsen orientieren sich am EZB-Einlagesatz und gelten für Neu- und Bestandskundschaft gleich. Einen Rechtsanspruch auf Saveback gibt es allerdings nicht, Trade Republic kann es mit zwei Wochen Frist beenden.

Die Amazon Visa von Zinia (Santander-Gruppe) ist eine klassische Kreditkarte ohne Jahresgebühr und ohne Depotbezug, in Österreich seit März 2025 erhältlich. Du bekommst 1 % in Punkten bei Amazon.de und 0,5 % auf alle anderen Zahlungen, Prime-Mitglieder an ausgewählten Angebotstagen 2 % bei Amazon. Die Punkte kannst du allerdings nur bei Amazon.de einlösen. Die Abrechnung solltest du immer vollständig begleichen, denn bei Teilzahlung fressen die Sollzinsen das Cashback rasch auf. Damit verdient Zinia/Santander dann das Geld mit den Kundschaften.

Kriterium212 Card ab 3.12.2026Trade RepublicAmazon Visa
Cashback0 %1 % Saveback1 % Amazon.de, 0,5 % sonst
Obergrenzeentfällt15 Euro pro Monatkeine Angabe
Auszahlungentfälltals WertpapierAmazon-Punkte
Voraussetzung–Sparplan ab 50 Eurokeine
SteuereinfachNeinJanicht relevant

Wenn du Cashback investieren willst und ohnehin einen ETF-Sparplan bespart, ist Trade Republic der direkte Ersatz. Kaufst du viel bei Amazon und willst kein Depot an die Karte koppeln, ist die Amazon Visa die einfachere Lösung. Bis 2. Dezember 2026 kannst du bei Trading 212 noch zu den alten Bedingungen sammeln. Prüf außerdem, ob Sparpläne an das Cashback gekoppelt sind.

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Hinweis: Dieser Beitrag ist eine redaktionelle Information und keine Anlageberatung. Wertpapiere und Geldmarktfonds bergen Risiken, einschließlich des Verlusts des eingesetzten Kapitals. Zinssätze und Cashback-Programme sind variabel und können von den Anbietern jederzeit geändert oder eingestellt werden. Vor einer Entscheidung solltest du die aktuellen Konditionen direkt beim jeweiligen Anbieter prüfen. Alle Angaben ohne Gewähr, Stand: November 2026.

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