Hinweis: Der Handel mit Wertpapieren, CFDs und anderen gehebelten Produkten ist mit einem hohen Risiko verbunden und kann zum Verlust des eingesetzten Kapitals führen. Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und stellt keine Anlageberatung oder Empfehlung dar.
eToro, nicht steuereinfach für uns hier in Österreich, rollt derzeit ein neues Desktop-Terminal namens eToro Edge aus. Anscheinend ein neuer Trend, denn erst vor kurzem hat Trade Republic ähnliches mit ihrem „Terminal“ vorgestellt. Die eToro Plattform „Edge“ ist unter edge.etoro.com erreichbar und richtet sich an alle, die häufiger und aktiver handeln als der durchschnittliche eToro-Account das vorsieht. Wer sich aktuell einloggt, bekommt beim ersten Aufruf eine geführte Tour durch die neuen Funktionen angezeigt.

Was ist eToro Edge?
eToro Edge ist ein frei konfigurierbarer Trading-Workspace, der mehrere Bausteine kombiniert:
- Layouts: Fertige Vorlagen oder eine leere Fläche als Ausgangspunkt, die sich beliebig anpassen und automatisch speichern lassen.
- Widgets: Bausteine wie Chart, Watchlist, Portfolio, Positionen und Order-Ticket, die frei platziert und in der Größe angepasst werden können. Ein einzelnes Chart-Widget bringt bereits mehrere Zeitrahmen, Indikatoren (u. a. RSI, MACD) und Zeichenwerkzeuge sowie einen Instrumentenvergleich mit.
- Link-Gruppen: Mehrere Widgets lassen sich zu einer Gruppe verbinden. Wird in einem Widget der Gruppe ein Instrument ausgewählt, aktualisieren sich Watchlist, Chart und Order-Ticket der Gruppe gemeinsam.
- Watchlists & Screener: Bestehende Watchlists von etoro.com werden synchron gehalten; alternativ lassen sich regelbasierte Screener als live filterbare Listen anlegen.
- Befehlspalette: Über Strg+K lassen sich Instrumente suchen, Layouts wechseln oder Befehle ausführen, ohne die Maus zu benutzen. Weitere Shortcuts wie Umschalt+B/Umschalt+S für Kauf/Verkauf und Strg+1–9 zum Wechseln zwischen Layouts stehen ebenfalls zur Verfügung. Optional lässt sich One-Click-Trading direkt aus der Watchlist aktivieren.
- KI-Unterstützung durch Tori: eToros KI-Assistentin Tori kann laut eToro auf Zuruf Indikatoren ergänzen oder ganze Chart-Setups (etwa für Daytrading) anwenden, die dauerhaft gespeichert bleiben.
Der Zugang erfolgt mit dem bestehenden eToro-Konto; Positionen, Watchlists und die bisherige Kontohistorie sind laut eToro von Beginn an verfügbar.
Einordnung: Teil eines größeren Relaunches
eToro Edge wurde nicht isoliert veröffentlicht, sondern Anfang Juli 2026 im Rahmen einer umfassenden Neuausrichtung der eToro-App auf der Veranstaltung „Intelligence in Motion“ in London vorgestellt. Zu diesem Relaunch gehören unter anderem der proaktive KI-Assistent Tori, neue Unterkonten zur Trennung verschiedener Anlageziele, KI-gestützte, automatisiert handelnde Portfolios sowie ein wachsender App Store samt Builders‘ Portal für externe Entwickelnde. Eingebettet ist alles in einen neuen Markenauftritt unter dem Slogan „Know better“. eToro Edge stellt in diesem Paket den professionellen, auf aktiven Handel zugeschnittenen Gegenpart zur eher auf Einsteiger:innen ausgerichteten Haupt-App dar.
Kosten

Eine gesonderte Preisliste für eToro Edge liegt bislang nicht vor; heißt, die Kosten sind die selben und eToro möchte mit dem Trading-Terminal noch mehr Trades fördern. Je mehr Trades ein Broker erhält, desto mehr Erlöse gibt es für diesen.
Daher natürlich auch die Ambitionen von Trade Republic und eToro hier solche Tradingterminals zur Verfügung zu stellen.
Vor allem relevant sind bei eToro die Devisengebühren in der Höhe von 0,75 % bei Trades und interne Überweisungen in Fremdwährungen. Das Spezielle ist bei eToro, dass die Gelder der Kundschaften grundsätzlich in US-Dollar gehalten werden. Bei einem Kauf in Euro, wird daher umgerechnet, auch vice versa.
Die Ordergebühren für Aktien? Relativ günstig, weil 1 US-Dollar bzw. für Australien, Hongkong, Dubai, Abu Dhabi und Tokio sind es 2 US-Dollar wie es die Fee Seite von eToro zeigt.
Für ETFs gibt es gar keine Ordergebühr.
Für Aktien- und ETF-CFDs sind es 0,15 % pro Trade.
Spreads, Produktkosten und etwaige Rückvergütungen fallen zusätzlich an.
Für wen eignet sich eToro Edge?
Das Terminal richtet sich vor allem an Trading-Aktive, die mehrere Märkte parallel im Blick behalten, viele Instrumente vergleichen oder mit Tastaturkürzeln schneller handeln möchten, ein Profil, wie es sonst eher von spezialisierten Trading-Plattformen bekannt ist. Für ein passives, langfristig ausgerichtetes Anlageverhalten mit wenigen Trades bringt der zusätzliche Funktionsumfang dagegen kaum Vorteile gegenüber der klassischen eToro-Oberfläche.
Ob sich das Angebot lohnt? Nachdem nicht steuereinfach und das Ziel ist, möglichst viel zu handeln, ist das Angebot wohl nur für die wenigsten etwas. Es zeigt sehr gut den aktuellen Trend, dass die Tradingplattformen ihren Nutzenden animieren möchten, mehr Trades zu tätigen, denn mehr Trades sind mehr Erlöse für diese.
Für jene die Buy & Hold als ihre Investmentstrategie ausgerufen haben, sicherlich kein Angebot welches interessant sein könnte.
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Hinweis: Der Handel mit Wertpapieren, CFDs und anderen gehebelten Produkten ist mit einem hohen Risiko verbunden und kann zum Verlust des eingesetzten Kapitals führen. Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und stellt keine Anlageberatung oder Empfehlung dar.