Beachte: Veranlagungen in Finanzinstrumenten sind mit Risiken verbunden und können neben den Erträgen auch zum Verlust des eingesetzten Kapitals führen.

Flatex erhöht ETF-Sparplan-Angebot auf 2.300 ETFs, davon 805 ohne Ausführungsgebühr

Flatex hat sein Angebot an sparplanfähigen ETFs deutlich ausgebaut. Mit Stand Ende Juli 2026 stehen bei dem steuereinfachen Broker 2.300 ETFs für den Sparplan zur Verfügung, das sind um 326 mehr als noch im April 2026, als die Zahl bei 1.974 ETFs lag. Auch die Zahl der ETFs ohne Ausführungsgebühr ist gestiegen, und zwar von 778 auf 805.

Der Screenshot der ETF-Sparplansuche auf Flatex.at zeigt die Erweiterung auf 2.300 ETFs.

Deutlich größere Auswahl an sparplanfähigen ETFs

Mit 2.300 ETFs bietet Flatex mittlerweile eine der umfangreichsten Sparplan Paletten am österreichischen Markt. Die ETFs stammen weiterhin von den bekannten Anbietern wie iShares, Amundi, Xtrackers, Lyxor, SPDR, Deka, Invesco, HSBC, UBS, Vanguard, BNP Paribas Easy, Franklin LibertyShares, WisdomTree, First Trust, Ossiam und JPMorgan. Die Ausführung der Sparpläne erfolgt weiterhin außerbörslich über den Market Maker Société Générale, wobei als Ausführungstag der 1., 7., 15. oder 23. eines Monats gewählt werden kann.

Mehr gebührenfreie ETFs, aber ein etwas kleinerer Anteil am Gesamtangebot

Auffällig ist, dass der Anteil der gebührenfreien ETFs am Gesamtangebot trotz der Aufstockung von 778 auf 805 ETFs leicht zurückgegangen ist. Im April 2026 waren noch rund 39,4 % aller sparplanfähigen ETFs ohne Ausführungsgebühr, aktuell sind es rund 35,0 %. Bei den restlichen ETFs fällt weiterhin die Ausführungsgebühr von 1,50 Euro je Sparplanausführung an, unabhängig von der Sparrate. Hinzu kommen in jedem Fall der marktübliche Spread, die Produktkosten sowie etwaige Zuwendungen für den Broker. Bei den gebührenfreien ETFs handelt es sich um zeitlich befristete Aktions-ETFs, die jederzeit angepasst werden können, meist zum Jahreswechsel, in diesem Fall aber offenbar bereits im Laufe des Jahres.

Konditionen im Überblick

KriteriumBisher, April 2026Aktuell, Juli 2026
Sparplanfähige ETFs1.9742.300
davon ohne Ausführungsgebühr778805
Anteil gebührenfreirund 39,4 %rund 35,0 %
Ausführungsgebühr übrige ETFs1,50 Euro1,50 Euro
Mindestsparrate25 Euro monatlich25 Euro monatlich

Wettbewerbssituation am österreichischen ETF-Sparplan-Markt

Auch nach der Aufstockung bleibt Flatex im direkten Vergleich der steuereinfachen Anbieter nicht konkurrenzlos. Trade Republic bietet mit rund 2.400 ETFs eine ähnlich große Auswahl, davon jedoch sämtliche ETFs ohne Ausführungsgebühr, während bei Flatex weiterhin nur 805 der 2.300 ETFs, also rund 35 %, gebührenfrei sind. Allerdings ist bei Trade Republic ein Depotübertrag zu einem anderen Broker aktuell mit einem Nachteil verbunden, weil die Anschaffungskosten dabei nicht mitübertragen werden und die betroffene Position beim neuen Broker die steuereinfache, endbesteuerte Behandlung verliert. Deutlich kleiner fällt die Auswahl bei der DADAT Bank mit 314 ETFs aus, davon aber immerhin 227 und damit gut 72 % ohne Ausführungsgebühr, sowie bei der easybank mit 311 ETFs und 129 gebührenfreien Titeln, also rund 42 %. Die übrigen steuereinfachen Broker wie Erste Bank, BAWAG, BKS Bank oder Volksbank Wien/Sparda Bank bieten dagegen nur eine überschaubare Anzahl an ETFs und keine gebührenfreien Sparpläne. Ausländische, nicht steuereinfache Broker wie Scalable Capital, Trading 212, N26 oder Bitpanda punkten zwar oft mit einer großen, teils vollständig gebührenfreien ETF-Auswahl, dafür müssen sich Anlegerinnen und Anleger dort selbst um die korrekte Versteuerung der Kapitalerträge kümmern, was den vermeintlichen Kostenvorteil in der Praxis häufig wieder relativiert. Die eigenhändige Versteuerung von Fonds ist in Österreich eine komplexe und zeitaufwändige Angelegenheit.

Fazit

Mit der Aufstockung auf 2.300 sparplanfähige ETFs baut Flatex die eigene Position als einer der umfangreichsten Anbieter für ETF-Sparpläne in Österreich weiter aus. Anlegerinnen und Anleger profitieren von einer größeren Auswahl, während sich am grundsätzlichen Kostenmodell nichts ändert. Wer auf einen der 805 gebührenfreien ETFs setzt, spart weiterhin die Ausführungsgebühr von 1,50 Euro, bei den übrigen rund 1.495 ETFs im Sortiment fällt diese wie gehabt an.

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