Alle Jahre wieder kommt nicht nur das Christuskind sondern auch die Übertragsaktion der DADAT Bank. Heuer gilt sie ab sofort bis 10. Dezember 2026. Rückerstattet werden die Gebühren bis zu 300 Euro und soll Menschen mit vorhandenen Depots dazu motivieren, ihre Positionen zur DADAT zu übertragen.
- Rückvergütung fremder Übertragsspesen bis zu 300 Euro
- Gilt für neue und bestehende Kundschaft
- Frist: Übertragsauftrag bis spätestens 10. Dezember 2026 an die DADAT
- Gutschrift auf dem Wertpapierverrechnungskonto nach Vorlage der Spesenabrechnung
- Depotgebühr bei der DADAT: 0 Euro für Neukundschaften, für Bestandskundschaften ab 2027, Steuereinfach: Ja, die DADAT führt die KESt automatisch ab
Warum die DADAT jetzt auf Depotüberträge setzt
Bis vor Kurzem verrechnete die DADAT eine Depotgebühr von 0,09 bzw. danach 0,06 % p.a. auf den Depotwert, mindestens rund 3,48 Euro pro Position. Bei einem Depot im Wert von 100.000 Euro waren das rund 60 Euro im Jahr. Im März 2026 hat die Bank angekündigt, die Depotgebühr komplett zu streichen, für bestehende Kundschaft ab 2027. Genau dieses Argument nutzt die DADAT nun in ihrer Aussendung: Ohne Depotgebühr soll es sich lohnen, auch die Wertpapiere bei anderen Banken zur DADAT zu holen.
Die Aktion ist nicht ganz neu. Im Vorjahr lief eine ähnliche Depotübertragsaktion für Bestandskundschaften bis 17. Dezember 2025, damals mit einer Obergrenze von 250 Euro. Heuer liegt die Grenze bei 300 Euro und die Aktion steht auch Neukundschaften offen.
So läuft der Depotübertrag ab
Du kannst das komplette Depot oder auch nur einzelne Wertpapiere übertragen. Dabei hast du die Wahl, ob die DADAT die abgebende Bank informiert oder ob du das selbst erledigst.
| Schritt | Was zu tun ist |
|---|---|
| 1 | Übertragsformular der DADAT vollständig ausfüllen |
| 2 | Formular bis spätestens 10.12.2026 an office@dad.at senden |
| 3 | Übertrag wird bei der Fremdbank durchgeführt |
| 4 | Spesenabrechnung der Fremdbank an die DADAT schicken |
| 5 | Gutschrift von bis zu 300 Euro auf dem Wertpapierverrechnungskonto |
Wichtig ist: Die Rückvergütung passiert nicht automatisch. Ohne Nachweis der tatsächlich verrechneten Spesen gibt es keine Gutschrift. Bei früheren Aktionen hat die DADAT außerdem nur Positionen mit einem Mindestwert von 2.000 Euro berücksichtigt. Ob diese Grenze auch diesmal gilt, solltest du vorab in den aktuellen Aktionsbedingungen nachlesen, die DADAT verweist in ihrer Aussendung mit einem Sternchen auf Bedingungen.
Für wen sich der Wechsel rechnet
Die Kosten für einen Depotübertrag sind von Bank zu Bank sehr unterschiedlich. Manche Institute verrechnen pro Position einen fixen Betrag, andere zusätzlich Fremdspesen für die Lagerstelle. Ein kurzes Rechenbeispiel: Verrechnet die bisherige Bank 30 Euro pro Position, sind bei zehn Positionen 300 Euro fällig, die in diesem Fall vollständig übernommen würden. Bei sehr vielen Positionen oder teuren Auslandslagerstellen kann der Betrag aber auch über der Obergrenze liegen, den Rest trägst dann du selbst.
Bei der DADAT selbst fallen für einen Übertrag zur DADAT keine eigenen Spesen an. Laufend kostet das Verrechnungskonto rund 10 Euro im Jahr, die Depotgebühr entfällt wie beschrieben.
Interessant ist die Aktion vor allem für Anlegerinnen und Anleger, die ihre Wertpapiere noch bei einer Filialbank mit prozentueller Depotgebühr liegen haben, oder für alle, die ihre Depots bei mehreren Banken zusammenführen möchten.
Steuerliche Aspekte beim Übertrag
Ein Depotübertrag auf ein Depot derselben Person ist in Österreich grundsätzlich kein steuerpflichtiger Vorgang. Entscheidend ist, dass die Anschaffungskosten korrekt mitübertragen werden, damit die DADAT als steuereinfache Bank später die KESt richtig berechnen kann.
Kommt das Depot von einer anderen österreichischen Bank, werden die Anschaffungsdaten in der Regel automatisch übermittelt. Bei einem Übertrag von einem ausländischen Broker ist das nicht immer der Fall. Hier lohnt es sich, die Kaufabrechnungen griffbereit zu haben und mit der DADAT abzuklären, wie die Anschaffungskosten nachgewiesen werden können. Auch bei Altbeständen, die vor 2011 gekauft wurden, solltest du darauf achten, dass dieser Status beim Übertrag erhalten bleibt.
Fazit
Mit der abgeschafften Depotgebühr und der Übernahme von bis zu 300 Euro an Übertragsspesen macht die DADAT den Wechsel für viele Anlegerinnen und Anleger deutlich günstiger. Wer ohnehin mit dem Gedanken spielt, sein Depot zu übersiedeln, sollte die Frist mit 10. Dezember 2026 im Auge behalten, vorab die Kosten der bisherigen Bank prüfen und die Spesenabrechnung nach dem Übertrag gleich an die DADAT weiterleiten.
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