Beachte: Veranlagungen in Finanzinstrumenten sind mit Risiken verbunden und können neben den Erträgen auch zum Verlust des eingesetzten Kapitals führen.

Broker-Zinsen im Oktober 2026: Aktuelle Angebote für Verrechnungs- und Tagesgeldkonten

Im Oktober bewegt sich bei den Broker-Zinsen einiges. Mehrere Anbieter haben ihren Bestandszins angehoben, die DKB startet eine neue Zinsaktion mit knapper Frist. Die wichtigsten Punkte im Überblick:

  • DADAT Bank erhöht den Bestandszins um 0,40 Prozentpunkte auf 2,00 % und den Aktionszins um 0,10 Prozentpunkte auf 3,10 %, steuereinfach
  • Bank Direkt hebt den Zinssatz um 0,25 Prozentpunkte auf 1,75 % an, steuereinfach
  • Smartbroker+ und Traders Place zahlen jeweils um 0,25 Prozentpunkte mehr, nun 2,25 %, nicht steuereinfach
  • XTB erhöht den Bestandszins um 0,10 Prozentpunkte auf 1,10 %, nicht steuereinfach
  • DKB bietet neu 4,00 % Aktionszins für vier Monate, Neueinlagen müssen bis 20.10.2026 am Konto liegen, nicht steuereinfach
  • Trade Republic bleibt mit 2,50 % der steuereinfache Spitzenreiter beim Bestandszins, auch hier wurde im Oktober um 25 Basispunkte erhöht.

Steuereinfache Broker im Vergleich

Bei steuereinfachen Brokern wird die KESt von 25 % auf die Zinsen automatisch abgeführt. In der Steuererklärung muss nichts mehr angegeben werden.

BrokerAktionBestandEinschränkung
Trade Republic*3,00 %2,25 %Aktion nur für Neukundinnen und Neukunden
DADAT Bank*3,10 %2,00 %Aktion 3 Monate, max. 300.000 €
Bank Direkt–1,75 %keine
bank992,50 %0,50 %Aktion 3 Monate
easybank0,01 %0,01 %keine
Flatex–0,00 %keine Verzinsung

Nicht steuereinfache Broker im Vergleich

Hier müssen Anlegerinnen und Anleger die Zinserträge selbst in der Steuererklärung über FinanzOnline angeben, in der Beilage E1kv.

BrokerAktionBestandEinschränkung
Trading 212*4,20 %2,80 %Aktion 4 Monate für Neukundschaften, danach variabel, Sammelkonto, Geldmarktfonds
Scalable Capital*–2,60 %keine, Sammelkonto, Geldmarktfonds
Smartbroker+*–2,25 %mind. 3 Trades pro Quartal, max. 100.000 €
Traders Place*–2,25 %erst ab 5.000 € Einlage
Revolut–1,00-2,00 %nur mit kostenpflichtigem Abo
XTB*3,50 %1,10 %Aktion 90 Tage für Neukundschaften, Sammelkonto
Consorsbank*3,60 %1,00 %Aktion 5 Monate für Neukundschaften
DKB*4,00 %1,00 %Aktion 4 Monate ab 1.11., nur Neueinlagen bis 20.10.
N26*1,50 %0,25 %1,50 % nur mit kostenpflichtigem Abo

Steuereinfache Angebote im Detail

Trade Republic* zahlt 2,50 % Bestandszins am Verrechnungskonto, für Neukundinnen und Neukunden gibt es 3,00 %. Die Zinsen werden monatlich gutgeschrieben. Das Guthaben liegt auf Sammelkonten bei mehreren europäischen Banken, darunter Deutsche Bank, JP Morgan SE, Citi, HSBC Continental Europe, Crédit Agricole CIB, Natixis und SEB.

DADAT Bank* ist der große Gewinner im Oktober. Der Aktionszins für Neukundschaften steigt auf 3,10 % für drei Monate, danach gilt ein Bestandszins von 2,00 % bis maximal 300.000 €. Die Abrechnung erfolgt jährlich. Dazu kommen keine Verrechnungskontogebühr bis 31.12.2030, 1,00 € eigene Spesen pro Transaktion für sechs Monate ab Eröffnung (zuzüglich fremder Spesen) und eine Rückerstattung von Übertragsspesen bis 250 € bei mindestens 2.000 € pro Position.

Bank Direkt verzinst das Tagesgeldkonto nun mit 1,75 %, jährlich abgerechnet. Neu Eröffnende erhalten 75 € Bonus, keine Depotgebühr bis 31.12.2026 und drei Monate lang Orders um 1 €. Übertragsspesen werden bis 1.000 € übernommen, sofern die Position mindestens 1.000 € groß ist. Das Girokonto ist ab einem Depotstand über 10.000 € oder einer monatlichen Transaktion kostenlos.

bank99 startet mit 2,50 % für drei Monate, danach fällt der Zinssatz auf 0,50 %. Die Zinsen werden jährlich gutgeschrieben.

easybank zahlt mit 0,01 % kaum Zinsen, verrechnet dafür bis Ende 2028 keine Depot- und Verrechnungskontogebühren.

Flatex verzinst das Guthaben nicht, bietet aber in den ersten drei Monaten 20 Orders ohne eigene Gebühren.

Nicht steuereinfache Angebote im Detail

Trading 212* bleibt mit 4,20 % für vier Monate und danach variablen 2,80 % an der Spitze für Neukundschaften. Die Zinsen werden täglich gutgeschrieben. Das Geld liegt teils auf Sammelkonten bei J.P. Morgan und Barclays, teils in Geldmarktfonds, abgesichert über Einlagensicherung und Anlegerentschädigung.

Scalable Capital* zahlt 2,60 % mit quartalsweiser Abrechnung. Auch hier wird zwischen Sammelkonto bei der Deutschen Bank und Geldmarktfonds aufgeteilt, die Fondsanteile fallen als Sondervermögen nicht in die Insolvenzmasse.

Smartbroker+* erhöht auf 2,25 %, verlangt dafür aber mindestens drei Wertpapiertransaktionen pro Quartal. Verzinst werden maximal 100.000 €.

Traders Place* zahlt ebenfalls neu 2,25 %, allerdings erst ab einer Einlage von 5.000 €.

Revolut bietet je nach kostenpflichtigem Abomodell zwischen 1,00 % und 2,00 %, mit täglicher Gutschrift. Die Abokosten sollten in die Rechnung einfließen.

XTB* zahlt 3,50 % für die ersten 90 Tage bei Neukundschaften, danach 1,10 %. Als Bonus winkt eine Porsche-Aktie, die Teilnahmebedingungen sollten genau gelesen werden.

Consorsbank* lockt mit 3,60 % für fünf Monate für Neukundschaften, danach fällt der Zinssatz um 2,60 Prozentpunkte auf 1,00 %.

DKB* hat im Oktober das spannendste neue Angebot. Ab 1.11.2026 gibt es vier Monate lang 4,00 % auf Neueinlagen, diese müssen aber bis 20.10.2026 am Tagesgeldkonto liegen. Wer die Aktion nutzen will, muss also rasch handeln. Danach gilt der Bestandszins von 1,00 %.

N26 zahlt 1,50 % nur mit kostenpflichtiger Abo-Mitgliedschaft, ohne Abo sind es 0,25 %.

Worauf es bei der Auswahl ankommt

Der Aktionszins ist meist nur ein paar Monate gültig, auf lange Sicht zählt der Bestandszins. Wer Wert auf eine einfache Steuerabwicklung legt, ist mit Trade Republic oder DADAT Bank im Oktober am besten bedient, beide liegen beim Bestandszins klar vor der übrigen österreichischen Konkurrenz. Wer den höchsten Zinssatz möchte und die Steuererklärung nicht scheut, findet bei Trading 212 und Scalable Capital die stärksten Konditionen. Bei Einzelkonten greift die gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 € pro Person, bei Sammelkonten und Geldmarktfonds kommt die Anlegerentschädigung dazu.

Fazit

Der Oktober bringt vor allem für steuereinfache Broker gute Nachrichten. DADAT Bank und Bank Direkt haben spürbar nachgelegt, Trade Republic bleibt aber vorne. Bei den ausländischen Anbietern lohnt sich ein kurzer Blick auf die DKB-Aktion, solange die Frist bis 20.10.2026 läuft.

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Mehr Informationen in Hinblick auf die Transparenz gibt es in diesem Beitrag.

Hinweis: Dieser Beitrag ist eine redaktionelle Information und keine Anlage- oder Finanzberatung. Zinssätze und Kontokonditionen können sich jederzeit ändern, alle Angaben beruhen auf den zum Redaktionsschluss verfügbaren Informationen der jeweiligen Anbieter. Vor einer Kontoeröffnung oder Anlageentscheidung sollten die vollständigen Produktunterlagen und AGB des jeweiligen Brokers herangezogen werden. Alle Angaben ohne Gewähr, Stand: Oktober 2026.

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