Beachte: Veranlagungen in Finanzinstrumenten sind mit Risiken verbunden und können neben den Erträgen auch zum Verlust des eingesetzten Kapitals führen.

Wann wird Scalable Capital steuereinfach? Update September 2026: Weiterhin kein Datum, Start aber noch heuer angestrebt

Es ist wohl die Klassiker-Frage schlechthin und es laufen sogar Wetten zur Steuereinfachheit von Scalable. Mit hohen Einsätzen, Gummibärchen-Packungen. Wie aber ist es denn nun mit der Steuereinfachheit bestellt von Scalable?

Die Frage wurde in den letzten Wochen mir wieder vermehrt gestellt wurde: Das letzte Update dazu gab es Anfang Juni, damals mit dem Ziel, noch im Jahr 2026 einen steuereinfachen Broker für Österreich anbieten zu können. Seitdem hat Scalable in schöner Regelmäßigkeit neue Funktionen und Produkte vorgestellt, und mit jeder Neuerung kam auch die Frage wieder: Schön und gut, aber wann kommt endlich das, worauf viele in Österreich eigentlich warten? Also haben wir erneut direkt bei Scalable Capital nachgefragt.

Was sich seit Juni bei Scalable getan hat

Langweilig war es beim Münchner Neobroker in den letzten Monaten jedenfalls nicht. Ein Überblick über das, was seit dem letzten Steuereinfach-Update passiert ist, eine Meldung fehlte aber, wann denn nun endlich steuereinfach?

DatumNeuerungMehr dazu
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Man sieht: An Tempo bei neuen Features mangelt es nicht. Die eine Neuerung, die für österreichische Anlegerinnen und Anleger den größten praktischen Unterschied machen würde, fehlt aber nach wie vor.

Die aktuelle Stellungnahme von Scalable Capital

Auf die Frage nach einem konkreten Datum gibt es von Scalable auch diesmal keine Antwort. Eine Sprecherin des Unternehmens lässt Broker-Test.at Folgendes wissen:

„Am Thema ‚Steuereinfach in Österreich‘ arbeiten wir weiterhin mit Hochdruck und streben einen Start für österreichische Kundinnen und Kunden noch in diesem Jahr an. Dabei sind bereits Fortschritte, wie die entsprechende Eintragung in die Unternehmensdatenbank der FMA, ersichtlich. Sobald es zu diesem Thema weitere Informationen gibt, werden wir Sie natürlich zeitnah informieren.“

Einordnung: Was heißt „noch in diesem Jahr“?

Positiv ist, dass Scalable am Zeitplan festhält. Die Formulierung hat sich gegenüber Juni nicht abgeschwächt, von einer Verschiebung ins Jahr 2027 ist keine Rede. Gleichzeitig bleibt es beim „anstreben“, eine verbindliche Zusage ist das nicht. Auffällig ist auch, dass als sichtbarer Fortschritt erneut die Eintragung in die Unternehmensdatenbank der FMA genannt wird, also derselbe Meilenstein wie bereits Anfang Juni. Einen neuen, öffentlich nachvollziehbaren Schritt nennt Scalable in der aktuellen Stellungnahme nicht.

Nüchtern betrachtet bleiben für einen Start im Jahr 2026 nur noch rund drei Monate. Möglich ist das, knapp wird es aber allemal, zumal eine automatische KESt-Abfuhr technisch alles andere als trivial ist: Anschaffungskosten, ausschüttungsgleiche Erträge von Meldefonds, Verlustausgleich und die Anrechnung ausländischer Quellensteuer müssen sauber abgebildet werden. Gerade die Diskussionen rund um den Steuerreport, etwa zur Behandlung der ausschüttungsgleichen Erträge, zeigen, wie viele Details dabei zu beachten sind. Auch der steuerliche Umgang mit den Bestandskundschaften ist alles andere als trivial, auch wenn es Mitbewerber locker nahmen.

Was bis zum Start gilt

Bis Scalable tatsächlich steuereinfach ist, ändert sich für österreichische Kundschaften nichts. Die 27,5 % Steuer auf Kursgewinne, Dividenden und ausschüttungsgleiche Erträge sind selbst über die Einkommensteuererklärung mit der Beilage E1kv zu erklären. Der von KPMG erstellte österreichische Steuerreport ist dabei eine Ausfüllhilfe, die Verantwortung für die korrekten Angaben liegt aber bei den Anlegenden selbst. Ein Abgleich mit den Daten auf my.oekb.at bleibt gerade bei ETFs ratsam.

Wer den Aufwand der Steuererklärung scheut, ist mit einem der zahlreichen steuereinfachen Broker nach wie vor besser bedient, von denen es mittlerweile genug günstige gibt.

Offene Fragen

Selbst wenn der Start noch heuer gelingt, sind einige Punkte bislang ungeklärt, die für bestehende Kundinnen und Kunden relevant sein werden:

  • Wie werden die Anschaffungskosten bestehender Positionen übernommen?
  • Ist eine aktive Zustimmung oder Umstellung durch die Kundschaft notwendig, oder erfolgt der Wechsel automatisch?
  • Wie werden die Zinserträge behandelt, insbesondere weil Scalable auf Geldmarktfonds setzt.

Dazu gibt es von Scalable derzeit keine Informationen. Sobald Details bekannt sind, gibt es hier natürlich ein Update.

Fazit

Kein Datum, aber auch keine Verschiebung: Scalable Capital hält am Ziel fest, noch 2026 in Österreich steuereinfach zu werden. Die Produktoffensive der letzten Monate zeigt, dass das Unternehmen technisch viel bewegen kann. Ob das auch für die KESt-Abfuhr bis Jahresende reicht, wird sich in den nächsten Wochen zeigen. Bis dahin gilt für Scalable-Kundschaften in Österreich weiterhin: Steuererklärung selbst machen. Ich bleibe dran und fragen, wenn nötig, auch ein weiteres Mal nach.

Mehr

Quellen: Stellungnahme einer Sprecherin von Scalable Capital gegenüber Broker-Test.at, September 2026; Stellungnahme eines Sprechers von Scalable Capital vom 2. Juni 2026; Unternehmensdatenbank der FMA.

Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und stellt keine Anlage- oder Steuerberatung dar. Veranlagungen in Wertpapiere sind mit Risiken verbunden, bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals.

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