Beachte: Veranlagungen in Finanzinstrumenten sind mit Risiken verbunden und können neben den Erträgen auch zum Verlust des eingesetzten Kapitals führen.

Consorsbank erhöht Tagesgeld auf 3,80 % und startet Tagesgeld + ETF-Aktion, dazu Apple-Aktie für den ersten UpTrade

Die nicht steuereinfache Consorsbank legt beim Neukundenzins wieder nach. Statt 3,60 % gibt es ab sofort 3,80 % p. a. aufs Tagesgeld, weiterhin für 5 Monate und bis zu einer Einlage von 1.000.000 Euro, danach gilt der Bestandszins von lediglich 1,00 % p.a.. Parallel startet eine Tagesgeld + ETF-Aktion und mit UpTrade ein neues Produkt im Bereich des Optionhandels, mit dem Aktien im Depot zusätzliche Prämien abwerfen sollen. Für die erste Nutzung gibt es eine Apple-Aktie geschenkt.

Das Tagesgeld im Überblick

MerkmalConsorsbank Tagesgeld
Zinssatz Neukunden3,80 % p. a.
Dauer Aktionszins5 Monate
Maximale Einlage1.000.000 Euro
Zinsgutschriftvierteljährlich
Kontoführungkostenlos
Depot inklusiveja, kostenlos
ETF-Sparpläne0 Euro Sparplangebühr
Steuereinfachnein

Bei der Consorsbank wird mit dem Tagesgeld automatisch ein Wertpapierdepot eröffnet. Das Depot muss man nicht nutzen, es steht aber sofort zur Verfügung. Die Zinsgutschrift erfolgt jeweils zum Quartalsende.

Ein Rechenbeispiel: Wer 50.000 Euro für die vollen 5 Monate zu 3,80 % anlegt, kommt auf rund 792 Euro Zinsen vor Steuern. Nach 25 % Einkommensteuer (Sondersteuersatz für Zinsen aus Geldeinlagen bei Kreditinstituten) bleiben rund 594 Euro. Der Bestandszins ist nach fünf Monaten, wie oben erwähnt, dann nur noch 1,00 % p.a., so zumindest der aktuelle Zinssatz bei der Consorsbank.

Wichtig bei hohen Einlagen: Die Aktion gilt zwar bis 1.000.000 Euro, die gesetzliche Einlagensicherung deckt aber 100.000 Euro pro Person. Die Consorsbank ist eine Niederlassung der französischen BNP Paribas, zuständig ist damit die französische Einlagensicherung. Gleichzeitig ist die Consorsbank auch noch dem Einlagesicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken e. V mit einer höchstmöglichen Entschädigung von aktuell 3 Millionen Euro.

Tagesgeld + ETF-Aktion: ETF-Anteile im Wert von ca. 100 Euro

Neu ist die Tagesgeld + ETF-Aktion. Die Bedingungen:

  • erstes Tagesgeldkonto bis spätestens 30.11.2026 beantragen
  • bis zum Stichtag mindestens 50.000 Euro auf dem Tagesgeldkonto halten
  • Stichtag ist das Monatsende des Eröffnungsmonats plus sechs volle Kalendermonate
  • Prämie: Anteile am BNP Paribas Easy MSCI World UCITS ETF (WKN A41GS2) im Wert von ca. 100 Euro

Bei einer Eröffnung am 25.09.2026 liegt der Stichtag laut Consorsbank am 31.03.2027. Das Geld ist damit über ein halbes Jahr gebunden, also länger als der Aktionszins läuft. Im sechsten Monat und darüber hinaus gibt es nur noch den Bestandszins.

Einordnung: 100 Euro auf 50.000 Euro entsprechen 0,2 % absolut. Auf rund sechs Monate gerechnet bringt die ETF-Prämie damit etwa 0,35 bis 0,4 Prozentpunkte p. a. zusätzlich (eigene Berechnung). Das ist ein netter Bonus, aber kein Grund, das Geld länger als geplant liegen zu lassen, wenn anderswo nach Ablauf der 5 Monate bessere Zinsen winken.

UpTrade ein neues, riskantes Produkt: Prämie kassieren mit Aktien im Depot

Das neue Produkt ist sicherlich nichts für Anfänger oder Fortgeschrittene, sondern für Wissende und Profis.

Mit UpTrade bietet die nicht steuereinfache Consorsbank für über 100 ausgewählte Aktien ein sogenanntes Stillhaltergeschäft an. Im Fachjargon ist das ein gedeckter Call (Covered Call). Das Prinzip:

  • Man bietet eine Aktie, die im Depot liegt, zu einem festen Preis (Basispreis) und einem festen Termin (Laufzeitende) zum Verkauf an
  • Der Basispreis ergibt sich aus dem aktuellen Kurs plus einem frei wählbaren Aufschlag
  • Als Laufzeiten stehen 30, 60, 90 oder 180 Tage zur Auswahl
  • Die Prämie wird sofort zu Beginn der Laufzeit ausbezahlt

Am Laufzeitende gibt es zwei Möglichkeiten. Liegt der Kurs unter dem Basispreis oder genau darauf, bleibt die Aktie im Depot und die Prämie ist verdient. Liegt der Kurs darüber, wird die Aktie zum Basispreis verkauft.

Genau hier liegt der Haken, den man kennen muss: Der Gewinn nach oben ist gedeckelt. Steigt eine Aktie stark, verkauft man zum vereinbarten Basispreis und verpasst alles darüber. Fällt die Aktie, trägt man den Kursverlust dagegen voll, nur abgefedert durch die kassierte Prämie. UpTrade eignet sich daher eher für Anlegerinnen und Anleger, die bei einer Aktie seitwärts oder moderat steigend rechnen und bereit sind, sich zum Basispreis von ihr zu trennen. Wer langfristig investiert und Gewinnläufer laufen lassen will, schränkt sich damit ein.

Vor dem ersten UpTrade verlangt die Consorsbank einen Wissens-Check, auf den man sich über eine eigene Guide-Seite vorbereiten kann.

Apple-Aktie geschenkt: So funktioniert die Aktion

Wer über die Aktionsseite ein Depot eröffnet und UpTrade nutzt, bekommt eine Apple-Aktie (WKN 865985) eingebucht. Die Schritte:

  • erstes Consorsbank Wertpapierdepot über die Aktionsseite bis 30.12.2026 beantragen
  • vollständige Kontoeröffnung bis 20.01.2027 abschließen
  • eine für UpTrade verfügbare Aktie kaufen oder aus einem anderen Depot übertragen
  • Wissens-Check bestehen
  • bis zum Monatsende des Folgemonats der Depoteröffnung einen UpTrade starten

Beispiel der Consorsbank: Eröffnung am 25.09.2026, UpTrade-Start am 20.10.2026, dann wird die Apple-Aktie im November 2026 eingebucht. Die Aktie kommt mit 1 Stück und 0 Euro Anschaffungskosten ins Depot. Teilnahmeberechtigt sind Privatkundinnen und Privatkunden, die in den letzten 6 Monaten kein Konto und kein Depot bei der Consorsbank hatten. Zu beachten: Laut Bedingungen lässt sich die Aktion nicht mit anderen Aktionsangeboten der Consorsbank kombinieren. Wer die Apple-Aktie will, sollte also vorab klären, ob die Tagesgeld + ETF-Aktion dann noch möglich ist.

Nicht steuereinfach

Alle Erträge die bei der Consorsbank anfallen würden, sind selbst zu versteuern und natürlich auch selbst zu berechnen. Das kann natürlich sehr komplex ausfallen, denn bei der Consorsbank gibt es Zinserträge, Wertpapiererträge und nun auch Erträge aus Stillhaltergeschäften. Alles andere als eine einfache Suche und schnell wird eine einschlägige Steuerberatung benötigt. Die kostet wiederum. Je mehr Geschäfte und je komplexer, desto teurer wird auch die Steuerberatung.

Daher sollte tunlichst überlegt werden, ob es denn tatsächlich ein ausländischer, nicht steuereinfacher Broker sein muss!?

Fazit

3,80 % p.a. für 5 Monate ist ein solider Neukundenzins, die Verbesserung um 0,20 Prozentpunkte macht das Angebot wieder konkurrenzfähiger. Die ETF-Prämie ist ein kleiner Zusatzbonus für größere Einlagen, bindet das Geld aber länger als der Aktionszins läuft. UpTrade ist das eigentlich Neue: ein Produkt, das zusätzliche Erträge bringen kann, dafür aber das Kurspotenzial nach oben begrenzt. Für Anlegerinnen und Anleger in Österreich bleibt der Mehraufwand der Selbstversteuerung, den man bei jedem der drei Angebote einplanen sollte.

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Risikohinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Kapitalanlagen sind mit Risiken verbunden, der Wert von Wertpapieren kann steigen oder fallen, ein Totalverlust ist möglich. Vergangene Entwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für die Zukunft. Steuerliche Aussagen sind vereinfacht und ersetzen keine Steuerberatung.

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