Onvista Broker

Die Onvista Bank ist eine Marke der deutschen comdirekt bank und bietet mit dem Onvista Broker auch ein Wertpapierservice an, welches für uns Österreicher definitiv interessant sein könnte. Das Broker Angebot der Onvista ist sehr reduziert, wenn es um Wertpapiere geht und gleich einmal vorweg, Onvista ist ein Angebot aus Deutschland ohne einer österreichischen Niederlassung und dies hat zur Folge, dass man sich als Kunde des Onvista Brokers selbst um das Thema Versteuerung kümmern muss. Onvista ist somit kein steuereinfacher Broker für uns Österreicher. Nachteilig ist sicherlich auch, dass Onvista noch keine Video-Legitimierung eingeführt hat und so die Legitimation über eine fremde Bank, Rechtsanwalt oder Notar ablaufen muss.

Die Fakten zum Onvista Depot im Überblick:

Depotgebühr:0,00 %
Kontoführung:0,00 Euro
Trades ab:Festpreis Depot:

XETRA: 6,50 Euro (5,00 Euro Festpreis + 1,50 Euro Gebühren)

NYSE: 12,50 Euro (10,00 Euro Festpreis + 2,50 Euro Gebühren)

Neben dem Festpreis Depot gibt es auch die Möglichkeit eines FreeBuy Depots.

Steuereinfach:Nein
www.onvista.de »

Vorteile

  • Kostenlose Depotführung
  • Kostenlose Kontoführung
  • Festpreise für Order, gleich welcher Orderbetrag
  • Kostenlose Dividenden
  • Großes Fonds und ETF Angebot (aber Achtung, kein steuereinfacher Broker!)

Nachteile

  • Nur wenige Börsen (deutsche Börsen, NYSE in den USA)
  • Kein steuereinfacher Broker. Versteuerung der Erträge und Gewinne muss selbst übernommen werden

Fakten

Onvista hat neben einer guten Plattform zum Thema Finanzen ein fokussiertes, eingeschränktes Angebot zum Traden.

  • Aktien (deusche Börsen und NYSE)
  • Fonds
  • ETFs
  • CFDs
  • Strukturierte Produkte
    • Optionen
    • Aktienanleihen
    • Zertifikate
  • Wertpapierkredit

Geordert werden kann sowohl über die online Web-Tradingplattform (natürlich ist auch mobiles Webtrading vorhanden) als auch über die Handelssoftware GTS. Telefontrading ist eine weitere Option um Aufträge zu platzieren, kosten aber ein paar Euro extra.

Depotgebühren und Tradinggebühren

In Österreich doch eher seltener, bei ausländischen Depots aber durchaus öfters gesehen ist, dass es keine Depotgebühr gibt. So auch bei Onvista, bei der keine Kosten für die Depotführung entstehen. Auch das Wertpapierverrechnungskonto ist kostenlos und so fallen nur für Trades dann Kosten an.

Depotgebühr:0,00 %
Kontoführung:0,00 Euro
Trades ab:Festpreis Depot:

XETRA: 6,50 Euro (5,00 Euro Festpreis + 1,50 Euro Gebühren)

NYSE: 12,50 Euro (10,00 Euro Festpreis + 2,50 Euro Gebühren)

Neben dem Festpreis Depot gibt es auch die Möglichkeit eines FreeBuy Depots.

Steuereinfach:Nein

Nachteilig ist bei Onvista, dass Onvista nur deutsche Börsen und die NYSE anbietet. Die Wiener Börse ist damit kein Thema und dies könnte für so manchen Österreicher ein Ausschlussgrund sein, warum Onvista nicht in Frage kommt. Man muss sich daher bewusst sein, dass nur jene Produkte handelbar sind, welche börslich an einer deutschen Börse oder an der NYSE handelbar sind oder eben von einem der außerbörslichen Onvista Partner angeboten werden. Was Onvista aber sehr attraktiv macht ist das Festpreisangebot des Brokers. Damit werden speziell höhere Orderbeträge sehr günstig!

  • Wien: kein Angebot
  • XETRA: 6,50 Euro  pauschal je Trade
  • NYSE: 12,50 Euro pauschal je Trade

Premiumhandel mit ausgewählten Partnern für strukturierte Produkte kosten bei der Onvista Bank pauschal:

  • 2,50 Euro Orderprovision für strukturierte Produkte von Premium Partner

Die wichtigsten Eckpunkte zu den Gebühren von Onvista

  • Volumenunabhängige Orderprovision* von 5 € für alle Wertpapiere an allen deutschen Handelsplätzen (zzgl. 1,50 € pauschalierte Handelsplatzgebühr und im Börsenhandel ggf. zzgl. Börsengebühren / Maklercourtage)
  • Kostenlose Depot-/Kontoführung
  • Limits kostenlos online erteilen, löschen und ändern
  • Kostenlose Sparplanausführung (beim Verkauf entstehen die gleichen Kosten wie beim Wertpapierhandel in Deutschland)
  • 21 Emittenten im außerbörslichen Direkthandel
  • Taggleiche Teilausführungen an den Börsenplätzen Xetra, Frankfurt und den US-amerikanischen Börsen sind kostenfrei

Die Änderung von Limits ist generell kostenfrei.

Dividendenzahlungen

Die Onvista Bank ist für Dividendenhamster ein sehr spannendes Depot, denn Onvista verrechnet hier keine Gebühren. Jede Zahlung von Dividenden ist kostenlos, gleich ob es sich hier um eine deutsche oder us-amerikanische Aktie handelt. Verglichen zu Flatex ist das ein großes Plus für Onvista, denn speziell bei US-amerikanischen Aktien ist es oftmals so, dass diese jedes Quartal Dividenden ausschütten und Flatex hier neben der Devisenprovision auch noch für jede Dividendenzahlung mindestens 1,50 Euro (Gegenwert der Dividende kleiner als 15 Euro) bzw. max. 5 Euro je Dividende bei einem Dividendengegenwert von 5 Euro. Das läppert sich dann über das Jahr ordentlich zusammen, deshalb ist Flatex für dividendenorientierte Investoren keine optimale Sache. Die österreichischen Broker bieten gratis Dividendenzahlungen meist nur für österreichische Wertpapiere an und Degiro ist ein Sonderfall mit dem Basic Profil. Wie auch immer, mit Onvista gibt es einen spannenden Broker für Anleger die auf Dividendenpapiere setzen. Die Versteuerung der Dividendenerträge muss dann aber selbst übernommen werden.

Für Aufträge per Telefon berechnet Onvista einen Zuschlag von EUR 10,– pro Auftrag.

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Handelsangebot

Bei Onvista können folgende Produkte gehandelt werden:

  • Aktien,
  • Optionsscheine
  • Anleiheaktien
  • Zertifikate
  • CFDs
  • Fonds
  • ETFs

Steuern

Auf der Informationsseite von Onvista zum Thema ausländische Depoteröffnungen weißt Onvista darauf hin, dass Onvista für uns Österreicher sicherlick eine Steuern abführen wird.

Bitte beachten Sie, dass die onvista bank als deutscher Onlinebroker die Steuern für die im Ausland ansässigen Depotinhaber nicht abführt. Sofern Sie außerhalb Deutschlands steuerpflichtig sind, müssen Sie für die Abführung der Steuer im Rahmen der Steuererklärung selbst Sorge tragen.

Damit ist jeder Österreicher selbst dafür verantwortlich, dass die Steuern abgeführt werden. Das sind die Kapitalertragsteuer auf Kursgewinne, auf Dividendenausschüttungen usw. in der Höhe von 27,5 %. Deutlich komplizierter wird es bei Fonds und ETFs, denn hier gibt es ausschüttungsgleiche Erträge bei meldepflichtigen Fonds. Achja, man sollte immer nachsehen, ob es sich um einen meldepflichtigen Fonds handelt und dieser Fonds bzw. ETF somit eine steuerliche Vertretung in Österreich hat oder nicht. Wie auch immer, es wird kompliziert und ist man nicht Masochist oder möchte sich in das Steuerthema vertieft einlesen, so sollte man lieber einen online Broker mit einer Niederlassung in Österreich wählen, denn die Kosten die man sich bei der Depotführung und beim Traden einspart, können rasch durch Ausgaben für den Steuerberater wettgemacht werden.

Eröffnung

Die Eröffnung eines Depots erfolgt über das online Formular der Onvista. Hierzu ist es nötig anzugeben, ob ein Einzeldepot oder ein Gemeinschaftsdepot zu eröffnen ist und ob zusätzlich ein Margin-Konto (für den Handel an der Eurex) bzw. ein CFD Konto eröffnet werden darf. Danach folgen die persönlichen Angaben. Auf der zweiten Seite geht es dann ans Eingemachte, denn hier wird die Referenkontonummer der Hausbank hinterlegt. Dieses Konto ist deshalb notwendig, weil Onvista ausschließlich Überweisungen nur an dieses Referenzkonto übernimmt. Auf dem Eröffnungsantrag muss unbedingt auch noch die österreichische Steueridentifikationsnummer (TIN) angegeben werden. Die Angabe der TIN ist unbedingt notwendig, ansonsten kann das Depot nicht eröffnet werden. Diese Information wird deshalb benötigt, weil Onvista melden muss, dass man als Österreicher ein Wertpapierdepot im Ausland hat und so sicherstellen kann, dass man als braver Staatsbürger nicht vergessen hat, die eventuellen Steuern abzuführen.

Im zweiten Schritt der Eröffnung eines Onvista Depots müssen noch das Referenzkonto angegeben werden und dass man in Österreich steuerpflichtig ist angegegeben werden.

Im letzten Schritt werden nochmals alle Angaben überprüft und danach stehen die Unterlagen zum Ausdruck bereit. Diese werden, versehen mit der TIN, zur Onvista nach Deutschland gesandt.

Was bei Onvista im Moment noch mehr als komplex ist, ist die Legitimierung der Identität. Dafür muss ein Formular der Onvista ausgefüllt werden und von einem Kreditinstitut, einem Rechtsanwalt oder Notar bestätigt werden, dass es einen auch tatsächlich gibt. Aus der Erfahrung ist es bei Banken meistens so, dass diese die Identität nicht bestätigen, schon gar nicht für Fremdbanken. Ein Rechtsanwalt bzw. Notar hält dafür bereitwillig die Hand auf, wobei die Kosten eher überschaubar sind. Man sollte hier wohl bei verschiedenen Notaren anfragen, was es denn kostet und man wird mit wenigen Euros dabei sein. Man muss sich dann eben mal untertags Zeit nehmen und zu einem Notar begeben, der die Identität dann auch bestätigt.

Kontakt: Sitz und Erreichbarkeit

Postalisch:
onvista bank
Postfach 10 08 60
60008 Frankfurt am Main

bzw.

onvista bank
Wildunger Str. 6a
60487 Frankfurt am Main

Interessentenservice

+49 (0) 69 7107 – 500

Fax: +49 (0) 69 7107 – 912

[email protected]

Mo-Fr 09:00 – 18.00 Uhr

Kundenservice

+49 (0) 69 7107 – 530

Fax: +49 (0) 69 7107 – 912

[email protected]

Mo-Fr 08:00 – 19:00 Uhr

Telefonischer Wertpapierhandel

+49 (0) 69 7107 – 555

Mo-Fr 08:00 – 22:00 Uhr

GTS – Hotline

+49 (0) 69 7107 – 760

Mo-Fr 08:00 – 20:00 Uhr

onvista bank

Wildunger Str. 6a, 60487 Frankfurt am Main
T: +49(0)69 7107-0
F: +49(0)69 7107-100
E: [email protected]
BIC: BOURDEFFXXX – BLZ: 514 108 00

Geschäftsbereichsleiter der onvista bank

Michael B. Bußhaus, Geschäftsbereichsleiter Markt
Jens Schumann, Geschäftsbereichsleiter Marktfolge

comdirect bank AG

Pascalkehre 15, 25451 Quickborn
T: +49(0)41  06 704 0
F: 04106 – 708 25 85
E: [email protected]
(AG Pinneberg HRB 4889)
USt-IdNr. DE-812279461
BIC: COBADEHDXXX – BLZ: 200 411 11

Gesetzliche Vertreter der comdirect bank AG

Vorstand: Arno Walter (Vorsitzender), Dietmar von Blücher,
Dr. Sven Deglow, Martina Palte
Vorsitzender des Aufsichtsrates: Michael Mandel

Sicherheit & Seriösität

Seit Frühjahr ist Onvista ein Teil der comdirect Bank. Die Einlagen bei der onvista bank sind zweifach sicher. Denn zusätzlich zu der gesetzlichen Mindestabsicherung für Einlagen über 100.000 Euro pro Kunde ist die onvista bank als eingetragene Marke der comdirect bank AG über diese freiwilliges Mitglied im Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken e.V. Der Fonds ist eine freiwillige Schutzeinrichtung der privaten Banken. Die Einlagen jedes einzelnen Kunden sind somit zusätzlich zur gesetzlichen Mindestabsicherung für Einlagen (100.000 Euro pro Kunde) mit bis 80.800.000 Euro pro Kunde abgesichert (Stand 31.12.2016).

Hat man Wertpapiere bei der Onvista, so unterliegen dieser nicht der Einlagensicherung, sondern die Wertpapiere sind stets im Besitz des Kunden und die Onvista verwahrt ihre Wertpapiere nur und sind daher im Falle der Insolvenz nicht gefährdet. Die Bank muss also im Insolvenzfall die Wertpapiere herausgeben.

Fazit zu Onvista

Das Angebot von Onvista ist zum Teil puristisch, wenn es um Aktien geht. Hier gibt es nur deutsche Börsen und die NYSE in den USA. Da ist man mehr gewöhnt als Österreicher. Dafür ist die Depotführung kostenlos und auch für das Verrechnungskonto werden keine Gebühren verrechnet. Die Kosten für Trades sind überschaubar, speziell bei höheren Beträgen, denn die Onvista Bank bietet einen Festpreis an. Interessant ist bei Onvista auch, dass keine Gebühren für Dividendenzahlungen verrechnet werden, das ist für Dividendeninvestoren eine absolut spannende Sache! Da die Onvista eine Marke der deutschen comdirekt Bank ist, muss man sich als Onvista Kunde in Österreich selbst um die Versteuerung kümmern. Daher sollte man sich lieber nicht vom Fonds und ETF Angebot der Onvista verleitet fühlen, denn hier kommen wohl hohe Aufwände für die korrekte Versteuerung nach und nach auf einen zu. Ein Problem als österreichischer Investor mit einem Depot im Ausland – hier lieber nicht am falschen Ort sparen. Insgesamt aber ist das Angebot von Onvista interessant und durchaus eine Überlegung wert. Wenn die Onvista die Legitimation für uns Österreicher noch abändert, so ist es noch einfacher, dort ein Depot zu eröffnen.

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Erfahrungen mit Onvista

Bislang gibt es noch keinen Erfahrungsbericht. Dieser wird nachgereicht, wenn dieser vorliegt.

Onvista Erfahrungen »

News

Fragen und Kommentare zum Angebot von Onvista

Falls Sie Fragen, Hinweise oder Kommentare zum Angebot von Onvista haben, so hinterlassen Sie doch hier einen Kommentar:

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Reinhard

Ist das sicher so bzgl. Börsen? Ich kann bei der onvista bei der CSE auf kaufen gehen?
https://www.onvista.de/aktien/PARCELPAL-TECHNOLOGY-INC-Aktie-CA69938L1058?notation=157542743&activeType=line&activeTab=T5&displayVolume=true&min=1520016406000&max=1520630762000&zoom=false&scaling=linear&assetName=PARCELPAL TECHNOLOGY INC&isPopup=false
Aber ich muss sagen, aufgrund dieser Umständlichkeiten bei der Eröffnung eines Depots, interessiert sie mich eh nicht mehr. Frage mich echt, warum ist es bei manchen so einfach und bei anderen so umständlich. Warum können es nicht alle wie die degiro machen – in 5min erledigt!