Wertpapierdepot Vergleich

Auf dem Wertpapierdepot werden Wertpapiere verbucht und das Führen eines Wertpapierdepots hat auch Kosten bzw. Gebühren zur Folge. Wer ausschließlich online handelt, der kann bei den Gebühren für ein Depot seine jährliche Kosten ordentlich nach unten drücken. 

Kosten und Gebühren

Die Bank erhebt normalerweise für die Bereitstellung eines Wertpapierdepots Depotgebühren. Normalerweise richten sich diese Gebühren nach der Art und Höhe der Bestände. Art der Bestände bedeutet, um welche Verwahrart es sich handelt (Sammelverwahrung, Streifbandverwahrung oder Wertpapierrechnung). Meist wird die Depotgebühr als Prozent-Betrag verrechnet wie z. B. bei der DADAT sind es 0,09 % des Depotvolumens zum Stichtag 31.12.

Online Broker versus Filialbank

Filialbanken wie

  • Raiffeisenbank
  • Volksbank
  • Sparkassen
  • BAWAG P.S.K.

sind Full-Service-Banken und bieten mehr als nur ein online Wertpapierdepot an und daher tun sich diese Banken auch dementsprechend schwer bei der Gestaltung von attraktiven Gebühren für ein Depot. Verglichen mit den Depotgebühren eines Online Brokers, können diese natürlich nicht mithalten, dafür bieten diese Banken und Sparkassen alles aus einer Hand an. Vom Girokonto, zur Finanzierung bis hin zum Wertpapierdepot. Online Broker, bei denen das Depot meist nur online verfügbar ist, haben folgende Vorteile im Vergleich zu den Depots der Filialbanken:

  • Niedrigere Depotgebühr (bis hin zu gratis Depotgebühr)
  • Niedrigere Ordergebühren
  • Einfach und ausgelegt auf online Order

Wertpapierdepot bei Raiffeisenbank, Sparkasse, Volksbank empfehlenswert?

Ja, durchaus. Ja, die Kosten und Gebühren sind dort höher, aber diese Banken und Sparkassen bieten auch etwas anderes als die reinen Online Broker. Wer seine Wertpapiere selbst kauft, keine Beratung benötigt und auch kein Problem damit hat, dass verschiedene Banken genutzt werden, so ist ein Online Broker vorteilhaft, denn die Gebühren lassen sich dadurch drücken.

Warum also doch ein Depot bei einem Online Broker?

Niedrige Kosten und Gebühren sind  äußerst vorteilhaft für die Rendite!

Es kommt nicht nur auf die Performance des Wertpapiers alleine an, denn mit hohen Kosten für das Wertpapier beim Kauf bzw. Verkauf und beim Halten des Papiers können die Rendite ordentlich drücken. Daher ist es durchaus gescheit, wenn ein Auge auf die sorgfältige Wahl des Wertpapieres gelegt wird, während das andere Auge die richtige Wahl des Online Brokers verantwortlich ist.

Insolvenz des Online Brokers – was passiert mit den Wertpapieren?

Sind Online Broker unsicherer als bekannte Filialbanken wie Raiffeisen oder Sparkassen? Grundsätzlich ist es so, dass der Verwahrer (also die Bank die das Wertpapierdepot führt) nicht Eigentümer der Wertpapiere ist und die Wertpapiere so nicht von der Insolvenz betroffen sind. Es gibt jedoch eine Ausnahme und zwar:

  • Wenn die Depotbank nicht selbst der Emittent dieser Wertpapiere ist
  • Wenn der Deckungsbestand ausreichend ist (kein Verlust und auch keine Veruntreuung)

Geht der Verwahrer tatsächlich in Insolvenz, so hat der Inhaber des Depots einen Herausgabeanspruch. Im Unterschied zu Spareinlagen gilt die Einlagensicherung bei Wertpapierdepots nicht. Hier gibt es jedoch die Anlegerentschädigung. 

Anlegerentschädigung

Für natürliche Personen werden 100 % bis zu einem Höchstbetrag von 20.000 Euro durch die Anlegerentschädigung abgedeckt. Für nicht natürliche Personen gibt es einen Selbstbehalt von 10 %, so werden also dann nur 90 % von maximal 20.000 erstattet. In welchen Fällen zieht die Anlegerentschädigung? Hier hilft die Website der WKO die hier dazu sagt:

Wertpapiere, die vertragskonform auf einem Kundendepot liegen, von der Bank im Sicherungsfall allerdings nicht weisungsgemäß auf ein anderes Depot übertragen oder ausgefolgt werden können, sind im Rahmen der Anlegerentschädigung bis zum Höchstbetrag von EUR 20.000,– gesichert.

Forderungen aus Guthaben von Konten, die sowohl als gedeckte Einlage als auch als sicherungspflichtige Forderung aus Wertpapiergeschäften entschädigt werden könnten, sind als gedeckte Einlage im Rahmen der Einlagensicherung zu entschädigen (§ 51 Abs 1 ESAEG).

Wann die Anlegerentschädigung einspringt bis zu einem maximalen Betrag von 20.000 Euro

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