Aktiendepot Vergleich

Alles rund ums Aktiendepot

Ein Depot ist rasch eröffnet und die Eröffnung selbst ist noch kostenlos. Mit der darauf folgenden Nutzung fallen dan die ersten Kosten an und daher sollte im Vorfeld bei der Recherche genügend Zeit aufgewendet werden um das richtige Depot für seine Aktien zu finden. Hier ein paar Punkte auf die es ankommt: 

  • Sicher, benutzerfreundlich und einfach handzuhaben
  • Gutes Verhältnis von Preis & Leistung
  • Gute Auswahl an Börseplätze (Inland, Ausland, Außerbörslich)
  • Verschiedene Orderarten und -zusätze
  • Ein Aktien-Broker muss ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bieten
  • Viele Orderarten und Orderzusätze müssen Handlungsfreiheit geben

Aktiendepot Vergleich

2 Aktiendepot Vergleiche:  Der erste Vergleich orientiert sich an Investoren, an Menschen die an ein Buy & Hold Depot denken. Kauf von Aktien, gerne auch starke Dividendenwerte, einfache Abwicklung. Der zweite Vergleich ist für Trader, denen günstige Ordergebühren wichtig sind.


Für Investoren - Buy & Hold

Für Trader & DayTrader

Für Investoren, Buy & Hold Anleger

Die Veranlagungsphilosophie:

  • Aktien in AT, DE und USA kaufen und halten
  • Dividendenerträge kassieren
  • Wichtig sind niedrige Depotgebühr, niedrige Kosten für Dividendenausschüttungen und die steuereinfache Handhabung

Für Trader & DayTrader

Die Veranlagungsphilosophie:

  • Aktien weltweit kaufen und verkaufen, in kurzen oder kürzesten Abständen
  • Wichtig sind niedrige Orderspesen

Ein Aktiendepot ist für Anfänger ohne dem nötigen Kleingeld wohl nicht die richtige Wahl, denn es kommt beim erfolgreichen Investieren auf die richtige Mischung an. Nicht alle Eier in einen Korb legen!. Mit Aktien benötigt es so eben viel Geld, um die nötige, intelligente Mischung an Aktien zu bekommen oder investiert nur wenige Euros in das jeweilige Unternehmen und hat so hohe Gebühren zu tragen, die die Rendite auffressen! Daher das nötige Kleingeld von ca. 50.000 Euro und mehr oder über Fonds (aktive Fonds oder ETFs) die Streuung gleich im Wertpapier selbst kaufen. Für Trader gelten natürlich andere Regeln, nur die werden wohl keine Aktien kaufen, denn Aktien sind für Investoren gedacht.

Entscheidungskriterien

Eigentlich ist es gleich, ob Anfänger oder Profi, denn beim Vergleich von Aktiendepots sollte der Fokus auf verschiedene Punkte gelegt werden, die einen die Entscheidung für den richtigen Broker liefert. Es gibt jetzt nicht DEN richtigen Broker mit dem passenden Aktiendepot, sondern es hängt von den Wünschen und Bedürfnissen des einzelnen ab, welches Depot die richtige Wahl ist. 

Daytrader, Trader oder Investor?

An den Börsen finden sich verschiedenste Gruppen, die sich grob in folgende drei Gruppen einteilen lassen. Die Gruppen verfolgen unterschiedliche Ziele und benötigen auch unterschiedliche Broker.

Daytrader

Hier geht es Tag für Tag hin und her beim Trading mit den Aktien. Das Wichtigste hier ist eine

  • professionelle Software,
  • günstige Ordergebühren
  • viele Börsenplätze
  • viele Orderarten

Die Depotgebühr ist für einen Daytrader nicht so wichtig, da er kaum oder keine Wertpapiere dauerhaft im Depot liegen hat. 

Der Zeithorizont sind nur wenige Stunden. Am Ende des Trading-Tages sind alle Positionen des Daytrades wieder auf null gestellt. Fraglich ist hier, ob Aktien wirklich das passende Wertpapier sind oder ob man sich lieber auf Optionen, Futures und andere spekulative Instrumente mit Hebel fixiert. Vorweg: Daytrading ist nichts für Anfänger! Hier wird gerne und schnell Geld verloren!

Ein Daytrader geht gerne long oder short (setzt auf steigende bzw. fallende Kurse).

Dass ein Depot steuereinfach sein muss, das ist bei einem Daytrader meist auch nicht der Fall, ganz im Gegenteil mitunter sogar, denn so kann sich sogar noch ein steuerlicher Vorteil ergeben, wenn die Steuer erst im darauffolgenden Jahr fällig wird.

Trader

Ein Trader ist um eine Spur langfristiger angelegt als es der Daytrader ist. Hier ist der Zeithorizont für Trades Tage bzw. Wochen. Der Trader legt  Wert auf:

  • günstige Ordergebühren
  • viele Börsenplätze
  • viele Orderarten

Auch ein Trader kann long und short gehen.

Investor

Der Investor sieht seine Entscheidung beim Aktienkauf stets langfristig. Sein Veranlagungshorizont sind Monate bzw. meist sogar Jahre. Die Zahl der gehaltenen Positionen ist hoch und das unterscheidet diesen auch vom Daytrader und Trader. Der Investor streut sein Risiko in dem dieser verschiedene Aktien auf verschiedenen Märkten, verschiedene Branchen in verschiedenen hohe Stückelungen kauft. Der Investor sollte bei der richtigen Wahl des Online Brokers vor allem auf folgende Punkte Wert legen:

  • Depotgebühr
  • viele Börsenplätze
  • Kosten Dividendenausschüttungen

Die Ordergebühr ist für den Investor weniger wichtig, auch die verschiedenen Orderarten nicht gar so wichtig. Der Investor ist auch immer long investiert, setzt also auf steigende Kurse. Dividenden sind für den Investor mitunter auch wichtig und hier sollte darauf geachtet werden, dass Dividendenausschüttungen möglichst günstig von statten gehen und bei Nicht-Euro Aktien die Divisenkosten nicht zu hoch sind.

Gebühren

Die Gebühren für ein Wertpapierdepot sind die Erlöse des Brokers. Damit finanziert sich dieser seinen Betrieb, denn auch ein Broker bzw. die Bank haben Kosten für die Führung eines Depots bzw. bei der Aufgabe einer Order. 

Depotgebühr

Bei Online Broker ist die Depotgebühr meist günstig, teilweise sogar kostenlos. Österreichische Anbieter wie die DADAT oder Hello Bank haben im ersten Jahr eine kostenlose Depotführung, danach wird auch diese kostenpflichtig. Die Depotgebühr bemisst sich in der Regel am Depotvolumen und wird in Prozent berechnet. Broker aus dem Ausland verlangen in der Regel keine Depotgebühr, doch ist es hier wichtig zu wissen, ob es sich um einen steuereinfachen Broker handelt der die Steuern für den Kunden abführt, oder nicht. 

Verrechnungskonto Gebühr

Auch für das Verrechnungskonto verlangen manche Banken etwas. Diese Gebühr ist meist bei 10 bis 30 Euro im Jahr. Maximal. Verlangt eine Bank mehr, so sollten Sie hier mit der Bank reden! Viele Banken bieten auch die Möglichkeit an, das bestehende Girokonto bei der Bank als Verrechnungskonto zu nutzen. Diese Vorgehensweise findet sich oft bei Filialbanken die auch ein Wertpapierdepot anbietet. Bei Flatex ist es im Moment so, dass das Verrechnungskonto (Cashkonto wird es dort genannt) zwar kostenlos ist, Guthaben dort aber mit Negativzinsen von -0,40 % verzinst wird. Auch eine Art Gebühr.

Ordergebühr

Die Ordergebühren sind immens wichtig für die Entscheidung, ob dieses oder jenes Aktiendepot. Die Gebühren für eine Aktienorder sind unterschiedlicher Natur. Manche Broker verlangen eine pauschale Gebühr, gestaffelt nach Orderhöhe. Andere Broker verlangen eine Fixgebühr und zusätzlich eine prozentuale Orderprovision – bemessen am Gesamtvolumen der Order. 

Große Unterschiede gibt es in der Regel bei der Ordergebühr, wenn es um den Börsenplatz geht. Eine Order ausgeführt an der Wiener Börse oder an einer Börse in Deutschland, ist meist kostengünstiger als eine an einer Börse in den USA, Schweden oder Schweiz.

2 Tipps bzw. Hinweise:

  • Sind Sie hauptsächlich an Aktien auf fremden Börsen interessiert, sollten Sie sich eher an Brokern aus dem Ausland wie Lynx, CapTrader, Banx & Co wenden, denn diese haben kostengünstige Zugänge zu diesen Börsen.
  • An  der Wiener Börse gibt es das Segment „global market“. Hier finden Sie internationale Aktien aus den USA, China, Japan, Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und Russland. Bekannte börsennotierte Unternehmen wie Amazon, Sony, Netflix, Deutsche Bank, Tencent usw. können über die Wiener Börse so kostengünstig über heimische Broker gekauft werden. Der Kauf dieser ausländischen Aktien hat nur Auswirkungen auf niedrigere Ordergebühren, dank Wiener Börse. Die steuerliche Handhabung bleibt gleicht.

Börsenplätze

Inländische Börsenplätze

Börsenplätze? Nun, in Österreich gibt es nur einen Börsenplatz und das ist die Wiener Börse mit ihren verschiedenen Segmenten. Vorteile des inländischen Börsenplatzes: 

Vorteile:

  • Geringe Gebühren
  • Heimische, bekannte Unternehmen

Nachteile:

  • Nur eingeschränkte Auswahl an Unternehmen

An der Wiener Börse gibt es verschiedene Segmente:  

  • Prime Market
  • Mid Market
  • Standard Market Continuous
  • Standard Market Auction
  • Other Securities.at
  • Global Market

Durch das Segment „Global Market“ gibt es auch internationale Aktien in Österreich zu kaufen und zu verkaufen. Die hier heimischen und als an der Hauptbörse gelisteten Unternehmen wie die Erste Bank Group oder die Voestalpine AG haben auch ordentliche Stückzahlen die gehandelt werden zu bieten. 

Ausländische Börsenplätze

Ausländische Börsenplätze sind in Österreich schnell erreicht, denn die deutschen Börsen zählen hier bereits dazu. Das Ausland ist hier nicht böse, sondern gut, denn es gibt zahlreiche Vorteile an ausländischen Börsen zu handeln.

Vorteile:

  • Handel mit Aktien die in Österreich nur in geringen Stückzahlen oder gar nicht gehandelt werden
  • Höhere Liquidität (=niedriger Spread zwischen Ankaufs- und Verkaufskurs)

Nachteile:

  • Höhere Gebühren für Order
  • Risiko von Währungsschwankungen

Außerbörslicher Handel

Früher hieß der außerbörsliche Handel auch gerne OTC-Handel (Over-the-Counter) oder auch gerne Direkthandel, Telefonhandel. Nun aber heißt dieser durchgängig außerbörslicher Handel. Damit sind all jene Transaktionen gemeint, die nicht über die Börse abgehandelt werden. 

Vorteile:

  • Keine Börsengebühren
  • Unabhängig von den Handeslzeiten der Börsen

Nachteile:

  • Geringere Kontrolle und Aufsicht
  • Geringere Transparenz, kein Orderbuch
  • Nur eingeschränkte Orderarten möglich

Orderarten

Orderarten sind Zusatzinformationen für die Ausführung bzw. Nicht-Ausführung einer Order. Je nach Börse und je nach Online Broker gibt es verschiedene Orderarten, die wichtigsten Orderarten sind:

Market Order

Zum nächstmöglichen Kurs wird die Aktie gekauft

Stop Loss Order

Hier wird eine Grenze, ein Limit bekanntgegeben bei dem die Order an die Börse geroutet wird, um die Order auszuführen. Sinn dahinter ist, wenn die Kurse fallen, dass die Aktie ab einer bestimmten Grenze verkauft wird, damit die Verluste begrenzt werden. Garantie für die Ausführung zu diesem Preis gibt es natürlich keine, denn ist es besonders volatil oder gibt es nur eine geringe Liquidität des Wertpapieres, so wird die Order nicht ausgeführt oder zu einem deutlich schlechteren Preis.

Buy Limit oder Sell Limit

Wird ein Limit beim Kauf oder beim Verkauf gesetzt, so stellt dieses Limit sicher, dass beim Kauf die Aktie maximal zu diesem festgelegten Preis gekauft wird und beim Verkauf minimalst zu diesem Preis verkauft wird.

Steuereinfach / nicht steuereinfach

Steuereinfach oder nicht steuereinfach beschreibt die steuerlichen Möglichkeiten eines Brokers. Kursgewinne oder Dividendenausschüttungen lösen Steuern aus. Verantwortlich für die Abführung der Steuer ist natürlich der Depotinhaber, bei Brokern die ihren Sitz in Österreich haben oder eine Niederlassung hier haben, kümmert sich der Broker um die Abführung der Steuer, wenn der Depotinhaber das so haben möchte. Ist der Anbieter aus dem Ausland und hat keine Niederlassung in Österreich, so muss sich jeder selbst um die korrekte Abführung der Steuern kümmern. Bei Aktien und deren Dividenden ist das nicht so schwer, doch bei Fonds nicht so ohne dank der ausschüttungsgleichen Erträge.

Was kostet ein Depot?

Es kommt darauf an, das ist die richtige Antwort auf die Kosten für die Depotführung, denn die Broker verlangen unterschiedlich hohe Gebühren für die Führung eines Wertpapierdepots. Manche Anbieter wie Flatex, Degiro, Banx und andere verlangen gar keine Depotgebühren. Andere Anbieter wie DADAT, Hello Bank, Easybank, Bankdirekt und andere österreichische Anbieter verlangen sehr wohl eine Gebühr für die Führung des Depots.

Die Kosten für dein Depot anhand des Beispiels der DADAT Bank:

Bei der DADAT berechnet sich die Depotgebühr wie folgt:

  • Fonds (außer ETF): Keine Depotgebühr
  • Alle anderen Wertpapiere: 0,09 % vom Depotvolumen
  • Mindestdepotgebühr pro Position: 3,00 Euro p.a.

Im Detail errechnen sich die Kosten für das Depot so:

„Die Abrechnung der Depotgebühr erfolgt per Stichtag 31. Dezember jährlich im Nachhinein nach Behaltedauer und wird bis 15. Jänner des Folgejahresmit Wertstellung 31.12. dem Verrechnungskonto angelastet. Bei stücknotierten Wertpapieren wird als Bemessungsgrundlage der Kurswert und beiprozentnotierten Wertpapieren bei einem Kurs unter pari der Nennwert (ausgenommen Nullkuponanleihen und Liquidationsscheine), und einem Kursüber pari der Kurswert herangezogen.“

So berechnet die DADAT die Depotgebühr

Was ist das Depotvolumen?

Das Depotvolumen ist der wertmäßige Bestand aller Wertpapiere in einem Depot zu einem bestimmten Zeitpunkt. Die sich im Depot befindlichen Wertpapiere werden mit dem aktuellen Kurs zum Zeitpunkt bewertet. Mindestens einmal im Jahr muss dem Inhaber des Depot ein Auszug zu seinem Depot mitgeteilt werden mit dem jeweiligen Depotvolumen. Dies passiert zum Stichtag 31.12. und wird im Laufe des Jänners erstellt und dem Inhaber des Depots übermittelt. Geht es um den aktuellen Stand des Depotvolumens, so findet man diesen rasch nach dem Einstieg ins Online Banking des jeweiligen Brokers. Hier wird das Depotvolument bei Flatex als „Depotbestand“ bezeichnet. 

Der Depotbestand ist zum Abrufzeitpunkt 661,27 Euro – das Depotvolumen des Wertpapierdepots. Anzahl der Aktien multipliziert mit dem aktuellen Kurs ergibt das Depotvolumen bzw. Depotbestand

Der Depotbestand ist zum Abrufzeitpunkt 661,27 Euro – das Depotvolumen des Wertpapierdepots. Anzahl der Aktien multipliziert mit dem aktuellen Kurs ergibt das Depotvolumen bzw. Depotbestand

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