Generali Bank Broker

Die Generali Bank will bzw. wird sich aus dem Bankgeschäft zurückziehen. Mit Dezember 2018 wird das Wertpapierdepot nicht mehr für Neukunden angeboten, lediglich Bestandskunden können es weiter nutzen. Es ist geplant, dass sich die Bank im Laufe des Jahres 2019 zurückzieht und ab diesem Zeitpunkt kein Neugeschäft mehr tätigen wird. Ob und wie es weiterlaufen wird, ob die 3-Banken-Gruppe die Kunden übernehmen wird etc. das ist alles noch offen und wird laut Generalibank im Laufe des Jahres 2019 veröffentlicht.

Die Generali Bank AG wurde 2002 als Direktbank mit Sitz in Wien gegründet. Sie ist Teil der international tätigen, italienischen Versicherungs- und Bankengruppe Generali. Die Bank konzentriert sich hauptsächlich auf das Privatkundengeschäft. Neben Dienstleistungen rund um die Kontoführung werden dabei auch Wertpapierinvestments angeboten.

Die Generali Bank nimmt für sich in Anspruch, die Vorteile einer Direktbank mit den Vorzügen umfangreicher persönlicher Beratung zu verbinden. Gerade für weniger versierte Anleger erscheint das Angebot attraktiv: Der Wertpapierhandel kann zwar via Online-Brokerage völlig unabhängig erfolgen. Gleichzeitig stehen österreichweit rund 1.900 Außendienstmitarbeiter als Ansprechpartner zur Verfügung, mit denen sich Investmentthemen auf Wunsch nicht nur telefonisch, sondern auch im direkten Kontakt (sogar zuhause und zu individuell vereinbarten Terminen) ausführlich besprechen lassen.

Die Fakten zum Generali Depot im Überblick:

Depotgebühr:0,1920 % p.a.
Kontoführung:0,00 Euro
Trades ab:25,42 Euro
Wertpapier-KESt:Ja

Brokerage bei der Generali Bank – die Fakten:

  • Sitz in Österreich (Wien), beaufsichtigt durch die österreichische Finanzmarktaufsicht
  • Keine Mindesteinlage, Depoteröffnung kostenlos
  • Handel nach eigenem Ermessen mit sämtlichen nationalen und internationale Aktien, Anleihen (Rentenpapieren o. ä.), Bezugsrechten, Fondsanteilen, Optionsscheinen und Zertifikaten
  • Musterdepot („Demokonto“) zur simulierten Erporbung von Investmentstrategien vorhanden
  • Internet-Brokerage rund um die Uhr möglich; telefonische Beratung wochentags; persönliche Beratung nach Terminvereinbarung
  • Möglichkeit zur kostengünstigen Übertragung von Positionen anderer Depots auf das Generali-Depot
  • Einlagen abgesichert über die Einlagensicherungsgesellschaft der österreichischen Banken und Bankiers

Die Generali Bank: Der österreichische Finanzdienstleister mit italienischen Wurzeln

Mit dem Namen Generali verbinden die meisten Personen wohl die Versicherungssparte der italienischen Generali-Gruppe, die durch ihre Werbekampagnen bestens bekannt sein dürfte. Für Privatanleger interessanter dürfte allerdings die zur Gruppe gehörende Generali Bank sein, die seit 2002 als Direktbank tätig ist und ihren Firmensitz in Wien hat.

Direktbanken stehen im zweifelhaften Ruf, ihre per se günstigen Konditionen meist zulasten weitergehender Beratungsangebote (aufgrund des fehlenden Filialnetzes) zu offerieren. Davon möchte sich die Generali Bank durch einen umfangreichen Stab an Privatkundenberatern abheben, die bei Bedarf auch in Bezug auf komplexere Investmentstrategien ortsunabhängig zur Verfügung stehen.

Details zu Depots, Kosten und handelbaren Wertpapieren

Ein Depot für den Wertpapierhandel kann bei der Generali kostenlos eröffnet und bei Bedarf auch ohne Kosten und jederzeit wieder gekündigt werden. Für die Depotführung fällt aktuell eine Grundgebühr von mindestens 47,20 € pro Jahr an, wozu jährlich 0,16 Prozent des Gesamtwerts der gehaltenen Wertpapiere hinzukommen. Pro Wertpapier werden weitere 6,16 € p.a. fällig. Hinzu kommt in allen Fällen die Umsatzsteuer von derzeit 20 Prozent.

Für Kauf und Verkauf werden pro Transaktion je nach Handelsplatz Gebühren in unterschiedlicher Höhe fällig: Für eine Reihe „bevorzugter“ Börsen liegen die Kosten bei 0,25% bzw. einer Mindestgeühr von 22,54 € zuzüglich fremder Spesen. Diese Preise gelten für Transaktionen über Wien, XETRA Frankfurt sowie die Parkettbörsen in Paris, Mailand, Amsterdam, Madrid, Brüssel, Helsinki, Lissabon und NewYork. Der Handel über alle anderen Börsenplätze weltweit schlägt pro Transaktion mit 0,75% bei einer Mindestgebühr von 55,54 € plus fremder Spesen zu Buche. Orderablauf und Stornierung sind börsenunabhängig kostenlos. Die Möglichkeit zur telefonischen Abgabe von Orders wurde zum 01.07.2014 eingestellt.

Gehandelt werden können über die Generali Bank zuvorderst österreichische und internationale Aktien. Dabei ist zu beachten, dass mangels eigener Börsenanbindung der Generali Bank Kundenaufträge generell über die Raiffeisen Bank an die betreffenden Handelsplätze vermittelt werden. Dies erfolgt aus der Erwägung heraus, dass die Kosten für eine eigene Anbindung den Kunden letztlich teurer zu stehen kämen als die indirekte Abwicklung und deren regelmäßige Qualitätskontrolle. Ebenfalls gehandelt werden können Anleihen wie insbesondere Rentenpapiere und Geldmarktpapiere, auf Anfrage auch außerbörslich auf Kommissionsbasis. Weiterhin umfassen die Transaktionsoptionen handelbare Bezugsrechte, Investmentfondsanteile, Optionsscheine sowie Zertifikate (via EUWAX).

Der Weg zum Depot bei der Generali Bank

Die Depoteröffnung gestaltet sich grundsätzlich relativ einfach; obwohl die Generali Bank sich als Direktbank versteht, erfolgt die Eröffnung allerdings nicht online, sondern über den Postweg. Im ersten Schritt ist vom Interessenten ein Antrag in PDF-Form herunterzuladen, auszufüllen und per Post (aber immerhin portofrei) an die Bank zu senden. Nach Prüfung werden dem Neukunden per Einschreiben der Depotvertrag sowie die persönlichen Zugangsdaten übermittelt. Erst dann ist der Zugriff auf den persönlichen Online-Brokerage-Account und damit auf das eigene Depot möglich.

Die Kommunikation mit der Generali Bank

Mit überdurchschnittlichem Kundenservice möchte sich die Generali Bank als Direktbank von ihren Konkurrenten abheben, und das erstreckt sich auch über den Brokerage-Bereich. Telefonisch und innerhalb Österreichs zum Ortstarif stehen die Kundenberater wochentags von 8 bis 18 Uhr als Ansprechpartner zur Verfügung. Über ein Onlineformular kann zudem der Rückrufservice in Anspruch genommen werden: Hier lässt sich de facto recht unkompliziert ein telefonischer Beratungstermin vereinbaren. Ausführliche Anfragen sind natürlich auch per E-Mail möglich.

Ebenfalls über die Homepage der Bank lassen sich individuelle persönliche Gespräche mit einem der österreichweit etwa 1.900 Kundenberater vereinbaren, die auf Wunsch auch gerne zum Kunden nach Hause kommen. Ansonsten kann der persönliche Kontakt auch über eine der 150 Geschäftsstellen der Generali Versicherung in Österreich erfolgen. Die Firmenzentrale in Wien steht dagegen nicht für den Publikumsverkehr offen.

Einschätzung: Konditionen, Sicherheit und Seriosität

Die Generali Bank ist zwar noch verhältnismäßig jung, gilt jedoch in der österreichischen Bankenlandschaft längst als etabliert – Bewertungen der Qualität in Sachen Brokerage sind allerdings Mangelware. Das unabhängige Verbraucherportal Qualitätstest.at prüfte im Rahmen einer Vergleichsstudie 2014 allgemein die Qualität verschiedener österreichischer Direktbanken. Die Generali Bank landete mit einer Testnote von 2,7 auf dem letzten Platz unter den bewerteten Direktbanken mit Komplettangebot. Entscheidend war dafür allerdings weniger die Servicekomponente (hier ist die Bank vorbildlich), sondern die im Vergleich zur Konkurrenz schlechteren Konditionen bzw. höheren Gebühren. Dies deckt sich mit weiteren Einschätzungen wie etwa auf Bankkonditionen.at, welche speziell die Kosten im Brokeragebereich als überdurchschnittlich hoch bezeichnen.

In Bezug auf die Seriosität des Angebotes darf jedoch davon ausgegangen werden, dass die Generali Bank über jeden Zweifel erhaben ist. Die Generali Gruppe als äußerst erfolgreicher Versicherer kann sich eine Verschlechterung ihres Images aufgrund einer schlecht geführten Bankensparte wohl kaum leisten.Für die Sicherheit des angelegten Vermögens bürgt indes die Mitgliedschaft bei der Einlagensicherungsgesellschaft der österreichischen Banken und Bankiers, die bei Zahlungsunfähigkeit einspringen würde.

Zusammenfassung: Die Attraktivität der Generali Bank für Broker

Insgesamt lässt sich der Eindruck nicht vermeiden, dass bei der Generali Bank das „normale“ Bankgeschäft im Vordergrund steht und dem Wunsch der Kunden nach Beratung auch als Direktbank nachgekommen werden soll. Der große Beraterstab muss jedoch finanziert werden und treibt an einigen Stellen die Kosten deutlich in die Höhe.

Als Platz für reine Broker erscheint die Generali Bank damit aufgrund der nur durchschnittlichen finanziellen Konditionen weniger interessant. Dies gilt insbesondere für versierte Broker, die ohnehin genau wissen, was sie wollen und auf Beratung gut und gerne zugunsten geringerer Kosten verzichten würden.

Für Nachwuchs-Broker, die sich gerne umfassend und persönlich informieren lassen wollen, kann der Fokus der Generali Bank auf die Beratungskomponente allerdings durchaus Vorteile bieten.

Erfahrungen mit der Generali Bank

Zu den Erfahrungen und der Bewertung des Generali Bank Broker Angebots in Österreich:

Generali Bank Erfahrungen »

Die Generali Bank News

Fragen und Kommentare zum Angebot der Generali Bank

Falls Sie Fragen, Hinweise oder Kommentare zum Angebot der Generali Bank haben, so hinterlassen Sie doch hier einen Kommentar:

Hinterlasse einen Kommentar

  Subscribe  
Benachrichtige mich zu: